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03.01.2015; Zug; Eishockey NLA - EV Zug - HC Davos; Dino Wieser (M, Davos) gegen Robin Grossmann (R, Zug), beobachtet durch Marc Wieser (L, Davos) (Patrick Straub/freshfocus)

Welches Gesicht zeigt der HCD in den Playoffs? Bild: Patrick Straub/freshfocus

Der «Eismeister» analysiert die Playoff-Serien

Spielt der HC Davos zu gut, um in den Playoffs erfolgreich zu sein?

Bald wissen wir, ob Arno Del Curto ein Eishockey trainieren und spielen lässt, das nicht für die Playoffs taugt. Nach drei Viertelfinal-Outs in Serie braucht der HCD gegen Zug endlich wieder ein Erfolgserlebnis.

26.02.15, 14:55 26.02.15, 16:24

Die Viertelfinal-Analysen des «Eismeisters»

Heute: Zug – Davos; seine Prognose: 4:3
Freitag: ZSC – Biel
Freitag: Bern – Lausanne
Samstag: Lugano – Servette

Der HCD ist unter Arno Del Curto nicht playofftauglich. Auf den ersten Blick eine ungeheuerliche Behauptung. Immerhin hat dieser grosse, charismatische Trainer die Bündner zu fünf Titeln geführt – und einmal sogar über die Maximaldistanz von 21 Spielen. Wer dreimal hintereinander Spiel 7 gewinnt, ist wahrlich playoffgestählt. Und hat denn der HCD im Herbst nicht die ganze Liga in Grund und Boden gespielt?

Und doch stellt sich die Frage: Kann der HCD noch Playoffhockey spielen? Oder lässt Arno Del Curto auf zu hohem Niveau trainieren und spielen – mit dem Risiko eines grandiosen Scheiterns in den Playoffs? Inzwischen ist der dienstälteste Trainer der Welt (19. Saison) seit dem letzten Titel von 2011 dreimal hintereinander in der ersten Runde gescheitert. Das ist ihm zuletzt noch vor seinem ersten Titel 1999, 2000 und 2001 passiert. Warum?

Der Davoser Trainer Arno Del Curto, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und Geneve-Servette HC, am Sonntag, 4. Januar 2014, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Arno del Curto muss sein Team noch playofftauglich machen. Bild: KEYSTONE

Das Problem: Die Davoser haben immer mehr Mühe, konventionelles, rustikales Hockey zu spielen. Wenn sie das Tempo drosseln, auf gewöhnliches Niveau herabsteigen und versuchen, das Resultat zu verwalten, dann geraten sie gegen eine physisch robuste und gut organisierte Mannschaft in Schwierigkeiten.

Das perfekte HCD-Hockey braucht den Raum zum Kontern und funktioniert am besten gegen einen auf Augenhöhe mitspielenden, starken Gegner und taugt weniger zum Aufknacken einer  taktisch igelnden Mannschaft.

Es fehlen die Steuermänner

Das perfekte HCD-Spiel, wie wir es im Herbst gesehen haben, ist in seiner Präzision und Schnelligkeit unerreicht. Die ganz grosse Frage ist nun, ob es Arno Del Curto gelingt, für die Playoffs wieder alles so zu justieren, dass dieses (zu?) hoch entwickelte Spiel über 60 Minuten durchgezogen werden kann. Wenn nicht, dann scheitert der HCD gegen Zug.

Aber hat es denn mit diesem Hockey nicht schon fünfmal zum Titel gereicht? Ja, das hat es. Aber es gibt einen fundamentalen Unterschied zu früher. Das grandiose Tempohockey braucht Steuermänner auf dem Eis. Center, die dieses Spektakel lenken. Auch der beste Formel-1-Bolide muss erst von einem Piloten ins Ziel gesteuert werden. Diese grossen Steuermänner sind im Eishockey die Mittelstürmer. Beim HCD haben sich alle fünf Meisterteams um die Mittelachse mit Reto von Arx, Sandro Rizzi und Josef Marha gedreht.

Der Davoser Reto von Arx kniet am Boden, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem Lausanne HC, am Dienstag, 27. Januar 2015, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Reto von Arx wird den Playoffstart verpassen. Bild: KEYSTONE

Seit dem letzten Meistertitel von 2011 funktionierte diese Mittelachse nicht mehr und inzwischen sind Sandro Rizzi und Josef Marha nicht mehr dabei und Reto von Arx ist verletzt.

Zug eigentlich playofftauglicher

Zug ist für Davos ein schwieriger Gegner. An der Bande steht mit dem unerschütterlichen Harold Kreis ein Gegenentwurf zum Feuerkopf Arno Del Curto. Die Zuger haben sich nach der Schmach der Abstiegsrunde neu gruppiert, defensiv organisiert und sind mit einem realistischen, gut strukturieren Hockey in die Spitzengruppe der Liga zurückgekehrt.

Zug hat im Laufe dieser Saison playofftauglicheres Hockey als der HCD gespielt und mit Tobias Stephan erst noch einen der besten Goalies als Rückhalt.

Trainer Harold Kreis von Zug, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Dienstag, 24. Februar 2015, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Harold Kreis' EV Zug ist das pure Gegenteil von Del Curtos HCD. Bild: KEYSTONE

Alles klar? Theoretisch ja. Aber wir haben so oft schon erlebt, dass die Praxis der Feind jeder Playofftheorie ist. Was, wenn der HCD auf einmal doch in Fahrt kommt und ins Halbfinale braust? Dann werden wir sagen: Den HCD in seinem Lauf halten weder Esel noch Ochs oder die Zuger auf.

Die drei Faktoren

Die Direktduelle dieser Saison

Die Prognose

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • goldmandli 27.02.2015 00:02
    Highlight repik kompensiert holden sehr gut und wenn holden zurückkehrt wirds richtig "schäppere" ;)
    7 5 Melden
  • Faabiou_ 26.02.2015 20:47
    Highlight Zug wird das Ding schon reissen... (hoffentlich)
    17 11 Melden
    • Staal 27.02.2015 09:22
      Highlight wer will denn das biedere 250 Tage Nebelkaff aus Briefkastencity ohne Renomeé und Tradition im 1/2 Final ? ;-)
      8 12 Melden
    • Faabiou_ 27.02.2015 11:26
      Highlight Sicher besser als die, in der chronisch nicht ausverkauften vaillant arena, Davoser mit ihren schönwetter Spielern...
      12 6 Melden
    • holden27 28.02.2015 15:46
      Highlight @Staal: haben sie eigentlich keine Hobbys ausser bei jedem Artikel über Zug etwas gegen die zuger zu schreiben?
      scheint wohl jemand ein wenig eifersüchtig zu sein ;)
      auf geht's zuger, kämpfet und sieget!! :)
      4 5 Melden
    • Staal 28.02.2015 17:32
      Highlight wieso neidisch auf das triste Briefkastenkäffli?
      1 Titel in knapp 50 Jahren sagt alles. man darf Zug dank Glancore ubd Novartisgeld mit Wolsburg vergleichen
      5 3 Melden
    • holden27 28.02.2015 23:50
      Highlight Haha genau trist
      3 2 Melden
    • holden27 28.02.2015 23:52
      Highlight und apropos Geld: weder Novartis noch glencore sind Hauptsponsoren...
      Berner, Zürcher etc haben um ein einiges höheres Budget...
      3 1 Melden
  • Wagner 26.02.2015 18:00
    Highlight Das ist alles egal, wenn Lugano Meister wird:)


    4 22 Melden
  • Ralphster 26.02.2015 17:43
    Highlight Ist eigentlich Herr Zaugg wieder zurück im heimischen Gefilde?
    Falls ja, hoffe ich, dass sich das Jet lag in Grenzen hält. Wir wollen doch nicht, dass er noch die erste Playoff-Runde verschläft...
    15 4 Melden
  • Ralphster 26.02.2015 17:39
    Highlight "...und zwei Verfahren bei Einzelrichter Reto Steinmann"
    bei diesem Kommentar musste ich so schmunzeln wie schon lange nicht mehr beim Eismeister. Wäre jetzt noch spannend zu erfahren, von welchem Club diese eingereicht werden gemäss KS's Prognosse
    13 0 Melden
  • WC-Entchen 26.02.2015 17:06
    Highlight Meine (extrem objektive) Meinung...
    39 15 Melden
  • Nummelin 26.02.2015 16:21
    Highlight Arno und seine Jungs werden es schon richten! Fraglich ist einfach die Ausländersituation. Werden diese wieder rechtzeitig auf die Playoffs fit? Wenn alle an Board sind, ist auch für den HCD alles möglich. Ich würde es Ihnen gönnen. Sind auch ein klasse Team und spielen schönes Tempohockey.
    26 27 Melden
  • Staal 26.02.2015 15:59
    Highlight nun das Team ist noch jung, in 2 Jahren wird dieser HCD sehr stark sein. ein Ausscheiden ist kein Drama
    23 11 Melden
  • Dattebayo 26.02.2015 15:12
    Highlight ich glaub ich träume...WOW! ein Artikel ohne Langnau, Bern, Kloten und die Lakers auch nur irgendwie zu erwähnen.. Respekt!
    31 13 Melden
    • Kurt Stebler 26.02.2015 18:55
      Highlight ...und wenn wir schon bei den Kloten Flyers sind: Was ist eigentlich aus den "sechs Gratis-Punkten" gegen die Lakers geworden??
      15 0 Melden
    • Robert E. Lee 26.02.2015 19:01
      Highlight ähem.. also hab in letzter Zeit auch viel über den EHCB gelesen!
      9 0 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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