Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ANLAESSLICH DER EISHOCKEY-WELTMEISTERSCHAFT VOM 6. - 22. MAI 2016 IN MOSKAU UND ST. PETERSBURG, RUSSLAND, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 21. APRIL 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL DES TRAINER-TRIOS FISCHER, HOLLENSTEIN, VON ARX ZUR VERFUEGUNG --- Portrait of Patrick Fischer, head coach of the Swiss ice hockey national team, taken at 'Swiss Arena' stadium in Kloten, Switzerland, on February 10, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Patrick Fischer, Cheftrainer der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft, portraitiert am 10. Februar 2016 in der 'Swiss Arena' in Kloten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der aktuelle Trainer der Schweizer Eishockey-Nati: Patrick Fischer. Bild: KEYSTONE

«Du sollst neben mir keine anderen Götter haben»: Wird Fischer der neue Krueger?

Ein Nationaltrainer lebt nicht allein von Siegen. Deshalb wird vom Verband rund um Patrick Fischer ein «Making-of» betrieben wie noch bei keinem Nationaltrainer. Nach dem Motto: «Wir basteln uns den nächsten Ralph Krueger.»



Ein Blick zurück erklärt die Gegenwart. Noch heute hat der Name Ralph Krueger die grössere Strahlkraft als jener von Sean Simpson. Dabei ist Krueger nach dem 4. Platz bei der WM von 1998 in jedem Turnier im Viertelfinal gescheitert. Aber keiner hat im 21. Jahrhundert das Nationalteam besser vermarktet. Keiner hat es besser verstanden, dem Publikum Scheitern als Heldentat zu verkaufen.

Swiss head coach, Canadian-German Ralph Krueger, right, congratulates his forward Paul di Pietro, left, who just scored his first of two goals, next to assistant coach Canadian Peter John Lee, center, during their men's preliminary round group A ice hockey match Canada against Switzerland at Torino Esposizioni in Turin, Italy, Saturday, February 18, 2006, during the XX. Turin 2006 Olympic Winter Games. Switzerland upsets Canada by 2:0. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ralph Krueger als Nati-Trainer.
Bild: KEYSTONE

Sean Simpson hat die Nationalmannschaft nach dem Olympia-Turnier 2010 von Ralph Krueger übernommen. Zwar erreichte er 2011, 2012 und 2014 nicht einmal den Viertelfinal. Aber 2013 führte er die Schweiz zu WM-Silber. Zum grössten Erfolg unserer Hockeygeschichte. Was hätte einer wie Krueger aus diesem Silbermärchen gemacht! Doch Simpsons Charisma ist inzwischen verblasst. Er weiss in der Hockeyprovinz Kloten nicht einmal, ob er nächste Saison noch Trainer sein wird. Ralph Krueger hat es hingegen bis zum NHL-Cheftrainer gebracht.

Fachkompetenz nebensächlich

Inzwischen hat der neue Verbandsdirektor Florian Kohler die zentrale Bedeutung der Persönlichkeit des Nationaltrainers als Verkaufsargument erkannt. Dieses Amt (und auch das der Assistenten) einem Schweizer zu übertragen, ist ein kluger, erster Schritt in diese Richtung. Dabei steht die Fachkompetenz nicht mehr im Vordergrund. Krueger war, bevor er Nationaltrainer wurde, mehrfacher Meister der Alpenliga und gewann mit Feldkirch die Champions League. Simpson war ebenfalls mehrfacher Landesmeister und gewann mit den ZSC Lions Champions League. Der neue Nationaltrainer Patrick Fischer hat als Cheftrainer keinen Leistungsausweis. In Lugano rutschte er auf den letzten Platz ab und musste gehen.

ZUR NICHT-VERLAENGERUNG DES VERTRAGES ALS EISHOCKEY-NATIONALTRAINER DURCH SEAN SIMPSON AM MONTAG, 3. MÄRZ 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Der Schweizer Headcoach Sean Simpson feuert seine Spieler an im Viertelfinalspiel der Eishockey Weltmeisterschaft zwischen der Schweiz und Deutschland am Donnerstag, 20. Mai 2010, in der SAP Arena in Mannheim, Deutschland. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Sean Simpson gewann mit der Nationalmannschaft WM-Silber.
Bild: KEYSTONE

Die Resultate sind eben nicht alles. Wichtiger ist, aus Fischer den nächsten Krueger zu machen. Wie das in den Kulissen läuft, illustriert eine kleine Episode. Ein Hockey-Fachmagazin will ein Interview mit Fischers Assistenten Reto von Arx machen. Auf die Anfrage antwortet Verbands-Kommunikationsgeneral Janos Kick, man schlage ein Interview mit Fischer vor. Der Einwand, Fischer komme in allen Medien vor, also bringe ein Gespräch mit dem charismatischen Assistenten mehr, ist erfolglos. Kick sagt, man wolle Fischer in der Öffentlichkeit positionieren und wünsche deshalb ein Interview mit ihm, aber keines mit Reto von Arx. Ganz im Sinne der zehn Gebote: «Du sollst neben mir keine anderen Götter haben» wird alle Medienaufmerksamkeit auf den Cheftrainer zentriert.

ANLAESSLICH DER EISHOCKEY-WELTMEISTERSCHAFT VOM 6. - 22. MAI 2016 IN MOSKAU UND ST. PETERSBURG, RUSSLAND, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 21. APRIL 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL DES TRAINER-TRIOS FISCHER, HOLLENSTEIN, VON ARX ZUR VERFUEGUNG --- Portrait of the coaching trio Felix Hollenstein, left, assistant coach, Patrick Fischer, centre, head coach, and Reto von Arx, assistant coach, from left to right, of the Swiss ice hockey national team, taken at the 'Swiss Arena' stadium in Kloten, Switzerland, on March, 31 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Portrait des Trainer-Trios der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft Felix Hollenstein, Assistenztrainer, Patrick Fischer, Cheftrainer, und Reto von Arx, Assistenztrainer, von links nach rechts, portraitiert am 31. Maerz 2016 in der 'Swiss Arena' in Kloten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das aktuelle Trainer-Trio (v.l.n.r): Felix Hollenstein, Patrick Fischer und Reto von Arx. Bild: KEYSTONE

Ist es tatsächlich möglich, aus Fischer den nächsten Ralph zu machen? Die Chancen stehen gar nicht so schlecht. Fischer ist ein begabter Kommunikator. Wenn er bei der WM in Moskau (6. bis 22. Mai) den Klassenerhalt schafft, dann wird sein Vertrag (und jener seiner Assistenten) verlängert. Die Resultate sind nebensächlich geworden und an eine Wiederholung des Silberwunders von 2013 glaubt sowieso niemand mehr.

Die besten Bilder der Eishockey-WM 2015

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link to Article

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link to Article

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link to Article

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link to Article

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link to Article

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link to Article

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link to Article

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link to Article

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link to Article

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link to Article

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link to Article

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link to Article

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link to Article

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link to Article

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link to Article

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link to Article

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link to Article

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link to Article

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link to Article

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link to Article

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • faustus 25.04.2016 12:57
    Highlight Highlight Fischer ist Fischer und nicht Krüger.
    Er und die beiden Herren Hollenstein und v. Arx sollen nun zeigen was Sie draufhaben.
    Sie haben die Chance? Ob Sie sie auch packen?
    Allerdings; Vertragsverlängerung bei Ligaerhalt ist dann doch etwas gar bescheiden. Die Latte muss schon ein wenig höher gelegt werden.
    Denn, wenn es nur noch um den Ligaerhalt geht, gäbe es sicher günstigere Lösungen als diese 3 Herren.
    Und das immer wiederkehrende Gerede von einer der besten Ligen ausserhalb der NHL wäre wirklich nur Gerede, lieber Herr Zaugg.
    Ich bin gespannt. Mögen die Spiele beginnen!
    9 1 Melden
  • Yotanke 24.04.2016 21:01
    Highlight Highlight Mit Fischer werden wir an der WM vorgeführt werden. Fischer ist taktisch und strategisch ein "Bubi". Beweis? Was hat Fischer mit Lugano erreicht? und was Sheden? So droht uns der abstieg an der WM. Leider.
    15 11 Melden
    • Amboss 24.04.2016 23:16
      Highlight Highlight @yotanke: Fischer hat in der Tat noch nicht viel erreicht. Aber er ist ein guter Typ, kann die Spieler begeistern. Und das ist das Wichtigste am Ende einer langen Saison.

      Ich würde es so sagen: Man hat keine Ahnung wo man steht, oder was passieren wird. Vom Finale bis zum desaströsen Abstieg - alles ist möglich.
      15 7 Melden
    • Yotanke 25.04.2016 12:26
      Highlight Highlight @Amboss: ja du hast recht. Nur ist aus meiner Sicht die Chance für einen blamablen Auftritt grösser, als für ein tolles Abschneiden (Erreichen der Halbfinals) . Aber wir werden sehen. Eishockey ist ein unberechenbarer Sport. Zum Glück.
      7 1 Melden
    • ManInBlack 25.04.2016 15:26
      Highlight Highlight Fischer hat den Grundstein zu den diesjährigen Erfolgen Luganos gelegt. Er hat sämtliche Stinkstiefel aussortiert und wieder ein Team geformt, er hat Junge aus dem eigenen Nachwuchs integriert und eine gute Basis gelegt. Dass dies nicht von heute auf morgen funktioniert ist klar, aber Geduld ist ja nicht mehr die Stärke heutiger Sportunternehmen. Shedden hat geerbt was Fischer eingeleitet hat. Fischer hat viel mehr Anteil am diesjährigen Erfolg von Lugano als viele wahrhaben wollen. Aber Hauptsache dissen, ist in Mode heute.
      4 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • p***ylover 24.04.2016 17:37
    Highlight Highlight Ein WM-Wunder ist eh nur möglich mit Josi, deshalb ist es eigentlich egal wer an der Bande steht...
    25 9 Melden
  • ch2mesro 24.04.2016 13:54
    Highlight Highlight krüeger konnte man vielleicht dem gemeinen volk, als grossen trainer verkaufen. simpson ist meiner meinung nach immer noch der beste natitrainer der neuzeit. er hat es verstanden seine mannschaften gezielt auf events wie die wm oder championsleague einzustellen. aber leider hat es der verband aus egogründen vergeigt..... fischer, fige & von arx? schaun mer mal.....
    25 10 Melden
    • Amboss 24.04.2016 17:36
      Highlight Highlight Bin betreffend Simpson überhaupt nicht deiner Meinung.
      Ich finde, Simpson wird massiv überschätzt.
      Beim Silberwunder hat einfach alles gepasst. Etwas böse gesagt: Das hätte jedem Trainer "passieren" können...
      Aber sonst: Jedes Mal Viertelfinale verpasst ..
      28 16 Melden
  • sisco 24.04.2016 13:13
    Highlight Highlight Frage Watson: Ist es tatsächlich möglich, aus Fischer den nächsten Ralph zu machen?

    Nein! Ist es eigentlich nicht!!! Ausser die Medien arbeiten fleissig daran, dieses Image zu erwirken.

    Ganz im Sinne eines Gebotes jener 10 Gebote?
    Ja wenn es so wäre, würde wohl jemand ganz anderes an der Bande stehen und sicher nicht Patrick Fischer gemeinsam mit Felix Hollenstein und Reto von Arx.

    Unglaublich diese Medien! Ist euch langweilig?
    ...kommt noch soweit, dass man dem Team, die Dreifaltigkeit aus dem neuen Testament anhängt... :)
    37 5 Melden
    • Martinov 24.04.2016 14:41
      Highlight Highlight Bei Blick Arbeiten sie bestimmt schon am Bericht über die Dreifaltigkeit....
      20 1 Melden
    • sisco 24.04.2016 17:01
      Highlight Highlight :)
      6 1 Melden

Warum Langnaus Harri Pesonen der einflussreichste Spieler der Liga ist

Die SCL Tigers oben (4.), Lausanne unten (9.). Ein Transferirrtum ist ein wichtiger Grund für diese verkehrte Welt. Für einmal sollte der Sportchef und nicht der Trainer gefeuert werden.

Zu den grössten Herausforderungen einer Chronistin oder eines Chronisten gehört es, einem finnischen Sportler zusammenhängende Sätze zu entlocken.

Okay, das ist etwas boshaft. Harri Pesonen (30) entspricht ganz und gar nicht den vermeintlich typischen Finnen, wie wir sie aus Aki Kaurismäkis Kultfilmen kennen: sparsam im Dialog und mit skurrilem Humor. Langnaus finnischer Stürmer ist vom Typ her ein Lateiner. Fröhlich, temperamentvoll und er spricht so viel, dass man ihn unterbrechen muss, um …

Artikel lesen
Link to Article