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Ryan Gardner vom SC Bern laesst den Kopf haengen, nach dem Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern, am Dienstag, 4. Maerz 2014, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Bild: KEYSTONE

Musterschüler

Eismeister Zaugg

Lieber brav verlieren, als zornig siegen – so emotionslos nimmt der SC Bern das Scheitern hin

Es ist vollbracht: Der SC Bern hat seinen Titel schon vor den Playoffs verloren. Aber das grosse Drama hat nicht stattgefunden. Das ist höchst beunruhigend.



Zorn? Fluchen? Zertrümmerte Stöcke? Toben in der Kabine? Nein. Die Berner marschieren nach der 2:5-Pleite emotionslos vom Hallenstadion-Eis, die Treppe hinauf und verschwinden in der Kabine. Nicht einmal eine Türe wird zugeknallt. Nicht einer hat seiner Enttäuschung in irgendeiner Form Luft gemacht. Wer nicht um die Folgen dieser Niederlage weiss, der denkt: Ach, das war halt wieder eines dieser unzähligen unbedeutenden Qualifikationsspiele. Ob Sieg oder Niederlage ist einerlei.

Wir sollten anständiges Verhalten nicht kritisieren. Aber Eishockey ist nun mal ein raues, emotionales Spiel. Gerade nach dem 50. Spiel zeigt sich in der Banalität des Scheiterns einer der Gründe für das SCB-Versagen: zu viele Musterschüler ohne Emotionen. Zu berechenbar, zu brav, zu weich. Zu viel Erfolg in der Vergangenheit. Zu wenig Erfolgshunger in der Gegenwart. Wir haben versagt. Na und?

Die geschlagenen Berner präsentieren sich als Musterschüler ohne Emotionen. Bild: KEYSTONE

Eine gut inszenierte Show

Wenigstens sind die Berner nicht einsam untergegangen. Das letzte Mal warteten im letzten Frühjahr nach dem Heimsieg gegen Fribourg (der dem SCB den Titel bescherte) so viele Chronisten vor der SCB-Kabine wie jetzt nach dem 2:5 gegen die ZSC Lions im Zürcher Hallenstadion.

Als erster kommt SCB-General Marc Lüthi heraus. Mit einem Becher Kaffee in der Hand. Er bittet um eine kurze Bedenkzeit. Es komme sonst nicht gut, wenn er jetzt gleich drauflosrede.

Es ist eine gut inszenierte Show. Der grosse SCB-Manager mit den unentgleisbaren Gesichtszügen hat sich nämlich sehr gut unter Kontrolle. Aber ein wenig Dramatik schadet ja nichts. Aber eben: Es ist bloss Operetten-Dramatik. Dem Augenblick geschuldet. Zumal es das letzte Mal in dieser Saison ist, dass sich die nationalen Medien für ein SCB-Spiel interessieren. 

04.03.2014; Zuerich; Eishockey NLA - ZSC Lions - SC Bern; Journalist Klaus Zaugg mit CEO Marc Luethi (Bern) (Daniela Frutiger/Freshfocus)

Eismeister Zaugg fühlt SCB-CEO Marc Lüthi auf den Zahn. Bild: Daniela Frutiger

Am nächsten Dienstag beginnt für den Meister ja das «Spiessrutenspielen» in der Abstiegsrunde mit der Partie gegen Biel. Den Ligaerhalt hat der SCB übrigens bereits seit dem letzten Samstag auf sicher.

Nach ein paar Minuten kehrte Lüthi zurück und stellt sich den Fragen. Der grosse SCB-General gibt anständig seiner Enttäuschung Ausdruck, ärgert sich ein wenig über die Art und Weise, wie der SCB das Spiel noch aus der Hand gegeben hat und spricht dann bereits von der Zukunft. «Ab jetzt beginnt die neue Saison. Einen ersten Schritt haben wir mit der Verpflichtung von Trainer Guy Boucher ja bereits getan.»

Fast schon wie die Lakers

Damit ist klar, dass der kanadische SCB-Trainer bleibt. Und dass es auch sonst zu keinen spektakulären personellen Konsequenzen kommen wird. Krisenkommunikation wie aus dem Lehrbuch. Und das ist ein Grund zur Sorge: Wenn das Scheitern so banal ist, dann sind die Berner offenbar noch immer davon überzeugt, dass dieser Sturz in die Abstiegsrunde eigentlich bloss ein Betriebsunfall ist. Ein Irrtum der Hockeygeschichte.

Hätten die Lakers so gespielt wie der SCB in dieser letzten Partie im Hallenstadion – dann würden wir sagen: Nun ja, die sind halt nicht besser. Aber es war der Meister! Der grosse, mächtige SCB! Offensichtlich wagt – wie bei Kaisers neuen Kleidern – niemand zu sagen: Aber dieser SCB spielte ja nicht besser als die Lakers! Die Lakers!

Die Berner setzen in diesem letzten Qualifikationsspiel erstmals in ihrer Geschichte drei ausländische Verteidiger ein (Kinrade, Grillfors, Roche). Sie erreichen so defensive Stabilität und Spielkontrolle. Es kommt sogar ein bisschen Dramatik auf: Um 20.31 Uhr geht der SCB 1:0 in Führung und in Fribourg steht es immer noch 0:0. So hätten die Berner einen Punkt mehr als Lausanne geholt und wären doch noch in die Playoffs eingezogen.

Der Zuercher Robert Nilsson, links, erzielt das 1-0, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern, am Dienstag, 4. Maerz 2014, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Gegen die ZSC Lions kommt sogar ein wenig Dramatik auf, aber am Ende jubeln doch die Zürcher. Bild: KEYSTONE

Aber um 20:47 Uhr geht Lausanne in Fribourg in Führung und schliesslich wird der SC Bern im Schlussdrittel von der rauen Wirklichkeit eingeholt und verliert sang- und klanglos 2:5. 

So wie dem Meister während der ganzen Qualifikation die Energie, die Emotionen und die Disziplin für konstant gutes Hockey gefehlt haben, so ist die Mannschaft nun auch nicht dazu in der Lage, das Spiel durchzustehen: Nach einem Stockschlag muss Geoff Kinrade in die Kabine (53. Min.). Seinen Fünfminuten-Ausschluss nützen die ZSC Lions zu vier Powerplaytoren. Sie machen aus einem 1:2 ein 5:2. So verlieren sonst eigentlich nur noch die Lakers. Die Lakers!

Der SC Bern hat sich ans Verlieren gewöhnt

Nun wird es still in Bern. Zum grossen Krisenspektakel wird es nicht kommen. Die Saison wird in Bern so in Anstand zu Ende gehen wie diese letzte Qualifikationspartie in Zürich. Diese Banalität des Scheiterns sagt uns: SCB-General Marc Lüthi hat den Ernst der Lage nach wie vor nicht erfasst. 

Er sagt es nicht so. Aber die Botschaft seines Auftrittes nach dem 2:5 im Hallenstadion lautet: Nur jetzt keine Unruhe bitte! Keine Polemik! Seid alle nett zueinander! Lieber brave Verlierer als zornige Sieger. Ja, einem neutralen, sachlichen, nur der Wahrheit verpflichteten Beobachter bleibt nach diesem letzten Qualifikations-Auftritt nur eine Erkenntnis: Der SCB hat sich ans Verlieren gewöhnt. Der SCB ist ein Verlier-Team geworden. Das muss man wiederholen, um es glauben zu können: Verlierermentalität beim SCB!

Unter diesen Voraussetzungen ist es mehr als fraglich, ob es die dringend notwendigen und möglichen Veränderungen auf allen vier Ausländerpositionen geben wird. Ob Marc Lüthi die Wehrkraft seines Teams durch entsprechende Investitionen in neue Ausländer verstärken wird. Der grosse SCB-Zampano hat offensichtlich immer noch nicht erkannt, dass der SCB auf das Niveau von 2002 zurückgeworfen worden ist.

Im Winter 2001/02 hatte Marc Lüthi nach fünf mageren Jahren mit bloss einem Halbfinal persönlich den Transfer von Christian Dubé angeordnet, orchestriert und persönlich das damals wahnwitzige Salär (brutto über eine halbe Million) verantwortet. Weil er wusste: Der SCB muss als Sportunternehmen in den Sport investieren. 

Der Berner Christian Dube, links, und der Zuger Pascal Mueller, rechts, verpruegeln sich, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der NLA zwischen dem EV Zug und dem SC Bern, am Dienstag. 8. Oktober 2002, in der  Zuger Herti Halle. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

2001 reagierte Marc Lüthi mit Vehemenz auf das Scheitern und orchestrierte persönlich den Millionentransfer von Christian Dubé. Bild: KEYSTONE

2008 öffnete Marc Lüthi den Tresor erneut und machte Martin Plüss zum damals bestbezahlten Spieler der Liga. Weil er wusste: Der SCB muss als Sportunternehmen in den Sport investieren. Diese beiden Transfers haben dem SCB letztlich drei Titel und zwei Finals gebracht und die Voraussetzungen geschaffen, um den Tempel umzubauen und den Konzernumsatz auf gut 50 Millionen zu verdreifachen.

Jetzt braucht Marc Lüthi erneut den Wagemut von 2002 und 2008. Sonst steht der SCB zuerst sportlich und dann wirtschaftlich vor mageren Jahren.

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    Alle Leser-Kommentare
  • BOSELLI 05.03.2014 14:59
    Highlight Highlight Wartet jetzt doch ab.Boucher hat in seinen bisherigen Spielen schon sicherlich seine Gedanken gemacht.
    Garantiert wird es die eint oder andere Veränderung geben.
    Dann gilt es den neuen Aufbau zu machen.
    Und dies braucht seine Zeit.
    Geduld meine Herren und Damen :)!!!
    Benutzer Bild
  • Licorne 05.03.2014 08:57
    Highlight Highlight Auch Enttäuschung und Konsternation, so wie sie bei den SCB-Spielern zu sehen waren, sind (stille) Emotionen. Und diese Reaktion ist absolut verständlich. Dass sie am Schluss nicht auf alles eingehämmert haben oder auf Z-Spieler losgegangen sind, zeigt eigentlich, dass sie genau wissen, dass sie wegen sich selbst gescheitert sind. Meiner Ansicht nach zeigten sie in dieser Situation Grösse.
  • BeatBox 05.03.2014 07:58
    Highlight Highlight Sorry, aber was hätte man den noch machen sollen, etwa noch ein paar Zürcher verletzen? Es hätte eh nichts mehr gebracht! Ich hatte das Gefühl, das der SCB bis zu der 5min Strafe gut gekämpft hat, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Marc Lüthi ist halt immer der Buhmann bei Ihnen Herr Zaugg. Jagt er einen Trainer nach dem Spiel zum Teufel ist er der Idiot. Bleibt er überlegt und ruhig gegen aussen, so ist er der Trottel weil er nicht gleich ein paar Spieler rausschmeisst.

    Ich bin 100% überzeugt, das der SCB in der nächsten Saison wieder um den Titel kämpfen wird. Es wird mindesten einen grossen Transfer geben, ob der einschlägt, sei dahingestellt. Ein Meisterteam zusammenzustellen hat auch immer ein bisschen was mit Glück zu tun.

    Sie sind doch nur traurig, das Sie jetzt über die unspektakulären anderen Teams in der NLA schreiben müssen...
    • BeatBox 05.03.2014 11:49
      Highlight Highlight "Schweizer gibt es keine mehr auf dem Markt"... Hat je ein Vertrag jemanden davon abgehalten einen Spieler zu verpflichten? Man kann auch Spieler aus laufenden Verträgen kaufen, kostet ein wenig mehr, wird aber jedes Jahr gemacht. Oder man macht einen Tausch...
    • ZSC Fan 06.03.2014 12:38
      Highlight Highlight Stimmt, der SCB wird nächste Saison um den Meistertitel spielen wie die anderen 11 Teams der NLA auch, das ist der Sinn einer Meisterschaft. Ob es für die Play Off reicht, wird man dann sehen.

      Ein Toptransfer reicht nicht! Man muss über die Bücher und den Stall ausmisten. Dies auf der Chefetage und auch bei den Spieler. Die Erfolge des SCB sind beachtlich, gerade dies ist das Handicap. Man hat die Zeichen der Zeit aufgrund einer unglaublichen Überheblichkeit und Arroganz, insbesondere in der Chefetage, nicht erkannt, nicht erkennen wollen.

      Schon in der Saison, als der ZSC Meister wurde, wollte Herr Lüthi die Realität nicht sehen. "Gegen des ZSC muss man einfach gewinnen!" sagte er und sickte Hurras in die Wüste. Törmänen war von allem Anfang an mit den Starallürenspieler überfordert. Im letzten Finalspiel im Hallenstadion zeigte Törmänen kurz vor Schluss an, Bührer solle vom Eis kommen. Auf der anderen Seite machte Leuenberber aber Zeichen, er solle bleiben. Mitten auf dem Weg stoppte Bührer und ging verunsichert ins Tor zurück. Die Szene wiederholte sich noch 2x, bis das Publikum zu pfeifen begann. Bührer hörte also zuerst auf Leuenberger, obwohl Törmänen Trainer war!!! Nach 3:1 im Final plante man schon die Meisterfeier, es fehlten aber dann doch noch 3 Spiele und insbesondere am Schlussnoch 2.5 Sekunden. Statt sich zu fragen, weshalb man nicht Meister wurde, klagte man über Schiedsrichter und heute weist man unaufhörlich darauf hin, dass man ja damals Vizemeister wurde. Man klagt auf, die Schiedsrichter hätten dem SCB den Titel gestohlen. Wieder so eine Fehleinschätzung. Damals wäre es in die Verlängerung und ev. ins Penaltschiessen gegangen. Der SCB war aber in den letzten 5 Minuten völlig platt! Ob sie dann noch ein Tor geschossen hätten, wage ich zu bezweifeln. Hätte der SCB damals seine Möglichkeiten ausgeschöpft, müsste man heute nicht über dieses Tor diskutieren.

      In der letzten Saison hat man sich wieder in den vergangenen Erfolgen gesonnt. Bern wurde sehr glücklich Meister. Schon hat man wieder abgehoben, statt sich redlich zu freuen und den Meistertitel auch etwas kritisch anzusehen. Man hat erheblich vom Lock Out profitiert (wie übrigens ZUG auch) uns somit die Probleme unter den Tisch gekehrt. Es ist eben selbstverständlich, dass der SCB den Titel holt.

      Diese Saison hat die Realität den SCB (wie auch Zug) eingeholt. Man schickte endlich Törmänen in die Wüste und ersetzte ihn durch Leuenberger: eine noch grössere Fehlbesetzung. Warum wollte niemand (weder Spieler noch Trainer) zur Muppet-Show SCB wechseln? Eine Frage, die man sich durchaus hätte früher stellen müssen. Nach wenigen Spielen warf er den Bettel mit unglaublichen Argumenten hin. Auch Herr Lüthi argumentierte damals, dass eben die anderen Mannschaft gelernt hätten, das System des SCB zu knacken. Es gab da gar nichts zu knacken, der SCB hatte schon längst kein System mehr. Darüber hinaus stellt sich die Frage, welches SCB System denn geknackt wurde. Hat der SCB das Eishockey erfunden?? Dann hiess es, der SCB hätte eben seine Pflichtsiege gegen Biel und Fribourg am Schluss nicht eingefahren. Also Derbys haben immer eigenen Charakter und der SCB hat doch einige Male gegen Biel verloren. Fribourg ist immerhin Vizemeister und aktuell 2. der Tabelle. Beide Spiele musste der SCB auswärts antreten. Ich staune nur über diese Überheblichkeit, Arroganz und Fehleinschätzung. Mit etwas mehr Demut wäre der SCB heute in den Play Offs!

      Über die Personalpolitik will ich mich nicht äussern (Domenicelli, Lehtonen, Metropolit usw). Gerade bei Metropolit/Lehtonen sprach man von Win-Win-Situation. Beide sassen in der 50. Runde auf der Tribüne. Eine unglaubliche Fehleinschätzung. Aber es war schon immer so, dass man einen Spieler, der seinen Zenit überschritten hatte aber noch einige Tore schoss, für gutes Geld zum SCB abschieben konnte. In dieser Beziehung viele Grüsse von McSorley, eines der grössten Schlitzohren im Eishockey.

      Der SCB ist krank: Verblendet durch seine Erfolge, Problem
  • Miautsch 05.03.2014 07:56
    Highlight Highlight Exgüsi, aber haben Sie, Herr Zaugg, überhaupt den Match geschaut?
    Es gab genügend Emotionen das ganze Spiel hindurch!
  • marhu13 05.03.2014 07:14
    Highlight Highlight Meiner Meining nach wären wohl Emotionen dagewen. Aber vir der 5min Strafen und 4 Gegentoren. Nacher ist man nur noch entäuscht.

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