Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland's Reto Berra during the semi final game between Canada and Switzerland, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, on Thursday, May 23, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Reto Berra will noch vor dem Saisonstart entscheiden, wo er nächstes Jahr spielt. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Werben um Reto Berra: Gottéron kontert Biel mit einem Vierjahres-Angebot

Biel ködert Torhüter Reto Berra mit einem lukrativen Mehrjahresvertrag. Nun hat Gottérons Sportchef Christian Dubé reagiert.



Diese Saison hütet Reto Berra (32) noch bei Gottéron das Tor. Wo aber zieht es ihn im nächsten Frühjahr hin?

Biels Sportchef Martin Steinegger hat offiziell bestätigt, dass er Reto Berra einen lukrativen Mehrjahres-Vertrag offeriert hat. Gemäss Gewährsleuten sind es vier Jahre.

Gottérons Sportchef Christian Dubé kontert und bestätigt offiziell, dass er seinem Torhüter ebenfalls ein Angebot über mehrere Jahre gemacht hat: «Wir offerieren einen neuen Vierjahres-Vertrag.» Und seufzt: «Aber er hat mehrere Offerten…»

Das mag wohl stimmen. Interessiert mögen viele sein, aber leisten können sich Reto Berra eigentlich nur Gottéron, Biel, die ZSC Lions, der SCB und Lugano. Lausanne und Zug hätten auch das notwendige Transferkleingeld – aber nach den Verpflichtungen von Tobias Stephan bzw. Leonardo Genoni gibt es keinen Bedarf auf der Torhüterposition.

Denn es geht für den WM-Silberhelden von 2013 und 2018 auch darum, sein Talent zu kapitalisieren und etwas für die alten Tage beiseite zu legen. Anders als Mark Streit, Martin Gerber oder Jonas Hiller hat er in der NHL nicht zweistellige Dollarmillionenbeträge horten können. Insgesamt hat er in den fünf Jahren in Nordamerika etwas mehr als 5 Millionen Dollar verdient und die Hälfte davon in den USA und Kanada dem Staat als Steuern abgeführt.

Der neue und wohl letzte Vertrag muss der beste seiner Karriere sein und gehörig einschenken. Mit coolem Pokern sind 2,5 Millionen für vier Jahre möglich.

Bild

Christian Dubé und Martin Steinegger kämpfen um Goalie Reto Berra. Bild: keystone

Eigentlich müssten auch die ZSC Lions interessiert sein, ihren einstigen Junior zurückzuholen. Ein Goalie-Duo Lukas Flüeler/Reto Berra wäre zwar ein Luxus – aber bei der Verletzungsanfälligkeit von Lukas Flüeler würde dieser Luxus durchaus meisterlichen Sinn machen. Aber ZSC-Sportchef Sven Leuenberger sagt auf die Frage, ob er eine Offerte eingereicht habe: «Nein.»

Auch SCB-Sportchef Alex Chatelain bietet nicht mit. Er sagt: «Wir haben Reto Berra keine Offerte gemacht.»

So zeichnet sich in den Tagen des «Eidgenössischen» ein «Schlussgang» zwischen Gottérons Sportchef Christian Dubé (183 cm/80 kg) und Biels Sportchef Martin Steinegger (187 cm/92 kg) ab. Wobei manchmal bei einem Schwingfest auch einer gewinnt, der nicht im Schlussgang war (Lugano). Von der Postur her ist Steinegger im Vorteil – aber in diesem Fall geht es wohl eher um Gramm als um Kilo.

Animiertes GIF GIF abspielen

Wer deckt Reto Berra mit Geld ein wie einst Sepp Blatter am FIFA-Kongress?

Eine Million Franken in Tausendernoten wiegt lediglich 1,14 Kilo. Und in diesem Falle geht es auch darum, wer mehr Tausendernoten auf die Waagschale legen kann.

Reto Berra will sich noch vor dem Saisonstart (13. September) entscheiden.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

29
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • plaga versus 21.08.2019 23:17
    Highlight Highlight Gemäss RTS bleibt Berra bei Gottéron! Yeah!
  • Pitlane 21.08.2019 22:45
    Highlight Highlight Es scheint mittlerweile eine Entscheidung gegeben zu haben: Reto Berra bleibt bis 2024 in Fribourg. (https://twitter.com/fstettler_fn/status/1164276322442579970)
  • GoldjungeKrater 21.08.2019 20:07
    Highlight Highlight Evtl zu den SCL Langnau Tiger?
    • hanibal79 21.08.2019 22:42
      Highlight Highlight Deren Torhüter haben noch einen Vertrag bis 2021. Falls Du am oberen Zürichsee wohnst, hack es endlich ab.
    • Mia_san_mia 22.08.2019 04:09
      Highlight Highlight Und sich die Karriere versauen?
  • glointhegreat 21.08.2019 19:15
    Highlight Highlight Ich seh den eismeister grad vor mir wie er tausender noten auf die waage legt damit er keinen "seich" schreibt.
  • Zanzibar 21.08.2019 18:43
    Highlight Highlight Unser Eismeister ist aus dem Sommerschlaf erwacht😜
  • 123und456 21.08.2019 18:01
    Highlight Highlight Biel wird aufgrund des Hiller-Abgangs wohl einen ordentlichen Budgetposten zur Verfügung haben.

    Ich weiss nicht wie wohl sich Berra bei Gottéron fühlt, das wird wohl entscheidend sein.
    Denn Biel, dass sich inzwischen als Verfolger der üblichen gejagten(EVZ, ZSC, SCB evtl in Zukunft Lausanne) etabliert hat, bietet gute Erinnerungen, ein gutes Salär und ein Top-Management.
    Gottéron scheint mut Dubé hingegen weniger Kompetenz im sportlichen Bereich zu haben..
  • traumtänzer 21.08.2019 16:44
    Highlight Highlight Reto Berra will mit Biel Geschichte schreiben! Ici c'est Bienne...
    • Ninha 21.08.2019 18:07
      Highlight Highlight Ich bin da ein wenig im Zwiespalt... 🤔 aber wahrscheinlich ist er die Beste Wahl für uns...
      Stoney hat bis jetzt hervorragende Wahlen getroffen, er wird‘s schon wissen.

      Und im Gegensatz zum Chlöisu, glaub ich nicht, das Geld der ausschlaggebende Punkt sein wird.
    • RedWing19 21.08.2019 18:12
      Highlight Highlight Ici c‘est bienne😂
  • Alexei 21.08.2019 16:24
    Highlight Highlight Wieso nicht Berra ziehen lassen und Waeber eine Chance geben?
    Ein eigener Junior mit Potenzial.

    Das Geld kann man auch anders investieren und Ü30 Spieler hat Gottéron schon genug.
    • DaKa 21.08.2019 22:40
      Highlight Highlight Gotteron soll Berra ziehen lassen, Gotteron hat nur noch die Aufgabe einen guten Deal für Berra zu ermöglichen damit das Budget von Biel etwas leidet....
  • Couleur 21.08.2019 16:20
    Highlight Highlight Er wird doch dorthin gehen, wo er die Chance auf einen Titel am höchsten einschätzt. Und seit Dubé Sportchef ist, wurde in Fribourg zwar sehr viel investiert, aber rausgeschaut hat (fast) nichts. Von dem her sind die Chancen in Biel nach dem intelligenten Aufbau der letzten Jahre eindeutig grösser.
  • Hmm 21.08.2019 15:45
    Highlight Highlight Mir ist klar das Zaugg gerne polemisiert, ist ja ein Stück weit sogar sein Job, aber er stellt hier Reto Berra als Geldgeilen Geier hin der nur der dicksten Offerte hinterherrent.

    Ich kann Herr Zaugg aber beruhigt sagen:
    Hier habe ich mal ein bisschen mehr Insiderwissen als Sie, und es geht ihm mitnichten um Geld ! (Wie zum Teufel kann man 2.5 Mio, und dies allein während der NHL Zeit, als wenig bezeichnen??)

    Geld hat Reto genug, das ist nicht sein Hauptargument! Und sowieso sind die Offerten alle ca. gleich.
    • exeswiss 21.08.2019 17:05
      Highlight Highlight 0,5 Mio. netto pro jahr ist halt nicht gerade üppig für die NHL...
    • Mia_san_mia 22.08.2019 04:10
      Highlight Highlight Also er stellt ihn gar nicht so hin...
  • Team Insomnia 21.08.2019 15:25
    Highlight Highlight Am letzten Tag flattert noch die Offerte vom SC Bernbonzen rein: Doppelt so viel wie Biel bietet😂.

    SCB, das FC Barcelona des Schweizer Eishockey.
    • Penny@BBT 21.08.2019 15:46
      Highlight Highlight Der SCB ist des öfteren aus dem Vertragspoker ausgestiegen. Bern ist seit längerem nicht mehr der Klub mit dem meisten Geld. Zudem geben sie nie mehr aus als sie einnehmen. Bern verdient auch alles selber und hat keinen Mäzen der das Geld einschiesst.
    • hockeyaner 21.08.2019 16:09
      Highlight Highlight @Team Insomnia ach du armer $ieler! Brauchst ein Taschentuch du 😥?
    • Nummelin 21.08.2019 16:22
      Highlight Highlight Und die Bieler, welche immer wieder gebetmühlenartig herunter posaunen, dass sie ein sehr kleines Budget haben, geben dafür aber ganz schön viel Geld am Transfermarkt aus!! Mal besser vor der eigenen Türe fegen, als die Berner als Bonzenverein zu betiteln. Der mit dem Glashaus würde ebenfalls hier hin passen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Delg. 21.08.2019 15:13
    Highlight Highlight Reisende soll man nicht aufhalten...
  • hockeyaner 21.08.2019 15:08
    Highlight Highlight Komisch da wird doch sonst immer rum 😢 wie sie kein Geld haben! Andere Clubs werden dafür gerne als 💰säcke und $ Clubs bezeichnet! Ach die armen $iler und $reiburger!
    • Pacha Mama 21.08.2019 17:31
      Highlight Highlight In Fribourg hat schon lange niemand mehr wegen dem Geld gejammert. Wäre auch etwas komisch bei den Transfers, die zuletzt getätigt wurden.
  • Tenno 21.08.2019 15:05
    Highlight Highlight Ausser Zug wären wohl alle interessiert, Lausanne kann trotz Stephan klar dazu zählen.
    • exeswiss 21.08.2019 17:09
      Highlight Highlight "Ausser Zug wären wohl alle interessiert, Lausanne kann trotz Stephan klar dazu zählen."

      langnau lehnt dankend ab, wir haben ein genug gutes torhüter tandem.
    • Mia_san_mia 22.08.2019 04:13
      Highlight Highlight @exeswiss: Da gehts nicht um Euer angeblich so gutes Tandem. Für einen Spieler auf diesem Niveau, kommt Langnau einfach nicht in Frage. Er würde sich die Karriere versauen.

Eismeister Zaugg

Warum Ambri den nächsten Dominik Kubalik gefunden hat

Finnlands bester Torschütze wechselt nach Ambri und nicht zu einem «Grossen». Gute Ausländer sind eben nicht nur eine Frage des Geldes. Ambris Sportchef Paolo Duca zeigt, was gute Beziehungen, gutes Scouting, ein guter Trainer und ein guter Ruf ausmachen können.

Julius Nättinen, der beste Torschütze der höchsten finnischen Liga, stürmt nächste Saison nicht für den SC Bern, Lausanne, Lugano, Zug oder die ZSC Lions. Sondern für Ambri. Wie kann das sein?

Der SC Bern ist zwar ein «Grosser» und Titelverteidiger. Aber das Unternehmen steckt in einer Spar- und Erneuerungsphase und hätte ähnlich gute Argumente wie Ambri gehabt. Wer böse ist und Polemik mag, der sagt deshalb: das miserable SCB-Scouting hat den 23-jährigen Finnen wahrscheinlich übersehen …

Artikel lesen
Link zum Artikel