DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Biels Ahren Spylo, jubelt zum 3:1, Davos' Luca Camperchioli, links, ist geschlagen, im Eishockeyspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem HC Davos, am Freitag 30. Januar 2015, in der Eishalle Biel. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Ahren Spylo bejubelt für Biel einen Treffer gegen den HCD. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Der HC Davos holt Ahren Spylo – jetzt macht ihm Arno Del Curto Beine

Arno Del Curto verzichtet für nächste Saison auf Schweizer Transfers. Er setzt auf das Entwicklungspotenzial seiner jungen Mannschaft – und trifft eine unkonventionelle Ausländer-Entscheidung.



So viele Fragezeichen wie vor dieser Saison hatte es in Davos seit dem Wiederaufstieg von 1996 nicht mehr gegeben. Ja, zum ersten Mal wurde das Undenkbare gedacht: An das erstmalige Verpassen der Play-offs unter Arno Del Curto. Es hat alle Titanen schon einmal erwischt: die ZSC Lions, Lugano, Zug und vor einem Jahr sogar Titelverteidiger SC Bern. Nur den HCD noch nie.

Aber Davos ist drauf und dran, seinen Problemen wieder einmal im besten Wortsinne davonzulaufen. Und Marcel Kull geniesst als «Torhüterflüsterer» inzwischen Kultstatus. Das riskante Experiment mit den zwei jungen Torhütern Gilles Senn (20) und Joren van Pottelberghe (19) ist geglückt.

Goalie Gilles Senn von Davos, aufgenommen nach dem Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und EHC Biel, am Donnerstag, 22. Dezember 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der ältere der beiden jungen Goalies beim HCD: Gilles Senn. Bild: KEYSTONE

Noch sind die Play-offs nicht definitiv gesichert. Noch ist der HCD kein Titan. Arno Del Curto sagt, dass die jungen Spieler noch zu viele Fehler machen. Das sei normal und kein Grund zur Sorge. Die grösste Schwäche ist inzwischen die Torproduktion. Die Offensive gehört zur DNA dieses Teams – aber diese Saison haben die ZSC Lions (136), Lausanne (131), Bern (128), Zug (125) und Biel (120) mehr Tore erzielt als Davos (119). Der offensive Ertrag ist gemessen am Energie- und Tempoaufwand zu gering.

Aber die Mannschaft hat ein enormes Entwicklungspotenzial. Deshalb sagt Arno Del Curto bereits jetzt: «Wir werden auf nächste Saison keine Schweizer Transfers machen.» Während die Konkurrenz fleissig transferiert, verzichtet der HCD also auf Zuzüge. Einerseits aus wirtschaftlichen Gründen – aber auch weil Arno Del Curto überzeugt ist, dass er mit dieser Mannschaft in den nächsten drei Jahren sehr weit kommen kann.

Bis zu den Play-offs bereit sein

Die grössten HCD-Fans sitzen zurzeit in Bern, Zürich und Zug. Wenn Davos den 5. Platz halten kann, dann bleibt dem SC Bern, den ZSC Lions und dem EV Zug in den Viertelfinals mit ziemlicher Sicherheit eine Auseinandersetzung mit Davos erspart. Ein wilder, energiegeladener HCD ist für die Titanen ein äusserst unangenehmer Gegner. In der Aussenseiterrolle hat sich Arno Del Curto schon immer wohl gefühlt.

Vorerst beschäftigt er sich noch mit der Gegenwart. Er hat einen zusätzlichen ausländischen Stürmer für den Rest der Saison verpflichtet. Ahren Spylo ist treffsicher (oder war es in der Vergangenheit) – aber auch schon 33 und hat diese Saison noch nicht gespielt. Biels ehemaliger Kanadier hat einst im Herbst 2006 seine Reise durch Europa mit 17 Partien in Davos begonnen und stürmte seither für Langnau, die Lakers, Hamburg, Nürnberg, Tschechow, Mannheim und Biel.

Biels Ahren Spylo wird von den Fans gefeiert nach dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem HC Lugano, am Freitag, 23. Oktober 2015, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Spylo mit den Bieler Fans. Bild: KEYSTONE

Im letzten Frühjahr hat er in Biel keinen Vertrag mehr bekommen und sich seither in seiner nordamerikanischen Heimat fit gehalten. Aber Arno Del Curto stellt richtigerweise die Frage: «Kann er unser Hockey spielen?» Und er hat lange hin und her überlegt, sich nun heute Vormittag aber entschieden.

Ahren Spylo muss bis zu den Play-offs bereit sein. Aber reichen fünf Wochen, um schnelle Beine zu bekommen? Der HCD ist eine der schnellsten Mannschaften ausserhalb der NHL. Nun, wenn einer Ahren Spylo Beine machen kann – dann Arno Del Curto.

Die schönsten Eisfelder, welche Mutter Natur zu bieten hat

1 / 52
Die schönsten Eisfelder, welche Mutter Natur zu bieten hat
quelle: x02272 / fred thornhill
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Eishockey-Geschichten

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

SRF verliert ein Aushängeschild – Jann Billeter wechselt den Sender

Beinahe ein Vierteljahrhundert prägte Jann Billeter als Moderator den Sport im Schweizer Fernsehen. Nun ist damit Schluss: Der Hockey-Liebhaber wechselt zum Bezahlsender MySports.

Für MySports ist dieser Transfer ein veritabler Coup, ähnlich wie bei der Lancierung die Verpflichtung von Steffi Buchli (heute Sportchefin des «Blick»). Schliesslich gilt Jann Billeter als eines der populärsten Gesichter in der Schweizer Sport-TV-Landschaft. Doch nach 24 Jahren verlässt der Bündner das Schweizer Fernsehen. Nach den Olympischen Spielen wechselt er den Sender.

Als Hauptgrund nennt Billeter den Fokus von MySports auf seinen Lieblingssport. «MySports bietet mir etwas, was bisher …

Artikel lesen
Link zum Artikel