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Tigers Trainer Heinz Ehlers, Mitte rechts, gibt Anweisungen, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Freitag 20. Dezember 2019 im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die SCL Tigers könnten am Spengler Cup eine ähnliche Rolle einnehmen wie Ambri dieses Jahr. Bild: KEYSTONE

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Langnau 2020 beim Spengler Cup? Aber nur mit Chris DiDomenico als Verstärkung

Kommt 2020 wieder Ambri als zweites Schweizer Team zum Spengler Cup? Oder wird Langnau zum Zuge kommen?



Die Frage, die im Blick auf das nächste Turnier im Zentrum steht: Kommt wieder ein zweites Team aus der National League zum Spengler Cup? Und wenn ja, welches?

Turnier-General Marc Gianola und sein «Elder Statesman» Fredi Pargätzi sagen übereinstimmend: «Wir möchten wieder ein zweites Schweizer Team neben dem HCD. Aber das hängt nicht nur von uns ab. Es muss ja für beide passen.»

Ambri hat die Erwartungen erfüllt:

Seit der Aufstockung auf das neue Format mit sechs statt fünf Teams (2010) gab es nur ein Turnier (2018) ohne zweites Schweizer Team. Zu Gast waren Servette, Gottéron, Kloten, Lugano und die Nationalmannschaft. Und dieses Jahr ist es Ambri. Und 2020?

Das Beispiel von Ambri zeigt, wie wichtig es ist, dass sich der Gast mit dem Turnier identifiziert. Dann ist er eine Bereicherung – wie vor Ambri schon Servette, Lugano und Gottéron. Kloten war hingegen 2011 mit einer völlig lustlosen Vorstellung auf der ganzen Linie ein Ärgernis. Im Rückblick erkennen wir: es waren die ersten Anzeichen eines dramatischen Zerfalls der Leistungskultur in diesem Hockey-Unternehmen. Und weil sie niemand zu deuten vermochte, spielen die Klotener heute während des Spengler Cups in der Altjahrswoche Meisterschaftsspiele – in der Swiss League.

Das Beispiel von Ambri zeigt: Wenn eine Spengler Cup-Teilnahme für einen Klub ein historisches Ereignis, ein Höhepunkt in der Historie bedeutet, dann ist der Erfolg programmiert.

Im Idealfall ist der Gast noch nie Meister geworden oder der meisterliche Ruhm liegt so weit zurück, dass sich nur noch die Grosseltern vage an die Meisterfeier erinnern können. Dann freuen sich die Fans auf den Spengler Cup, sind stolz, ihre Lieblinge im Schaufenster zu sehen und feiern. Bei grossen Hockeyfirmen wie dem SC Bern oder den ZSC Lions provoziert eine Spengler Cup-Einladung höchstens ein müdes, gelangwiltes «Na und?».

epa08090911 A general view during the match between HC Ambri-Piotta and Salavat Yulaev Ufa of the 93rd Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, 26 December 2019.  EPA/MELANIE DUCHENE

Der Spengler Cup ist nach wie vor ein Publikumsmagnet. Bild: EPA

So gesehen ist Ambri der ideale Gast auch für 2020. Auch eine zweite Turnierteilnahme wäre ein Fest und zuvor sind ja auch Lugano und Servette seit Einführung des neuen Formates schon zweimal eingeladen worden.

Wenn nicht Ambri, dann gibt es eigentlich nur ein anderes Team. Die SCL Tigers. Die Fans der Emmentaler würden die Reise nach Davos freudig zelebrieren wie einen Alpaufzug, einfach ohne blumenbekränzte Kühe. Aber mit Treicheln. Und die Beiz neben dem Stadion könnte in eine Tigerstube umfunktioniert werden. «Warum nicht?» sagt Fredi Pargätzi. Aber für einen entsprechenden Entscheid sei es viel zu früh. Logisch.

Es gilt ja auch noch abzuklären, wie konkurrenzfähig sich die Langnauer nun im Laufe dieser Saison noch erweisen. Für die Playoffs sollte es schon reichen.

Im Falle einer Einladung würde die Führung der SCL Tigers freudig zustimmen und schon im Sommer für den grossen Hockey-Alpaufzug rüsten. Sie dürften dann natürlich auch fünf Verstärkungen fürs Turnier verpflichten.

Aber der HCD müsste zur Bedingung machen, dass einer dieser fünf Chris DiDomenico sein muss, der ja Langnau am Ende dieser Saison verlassen wird. Dazu sagt der freundliche Diplomat Fredi Pargätzi nur «Warum nicht?» Etwas anderes darf er ja nicht sagen: Die Organisatoren mischen sich nicht in die Zusammenstellung der teilnehmenden Mannschaften ein.

Lasst also die Langnauer beim Spengler Cup 2020 mitspielen. Aber nur, wenn sie hoch und heilig und bei der Ehre von Bauernführer Niklaus Leuenberger versprechen, Chris DiDomenico mitbringen und ihm in jeder Partie mindestens 20 Minuten Eiszeit zu gewähren.

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