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Alex Chatelain, Sportchef vom SC Bern spricht an einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 4. September 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Alex Chatelain: Der SCB-Sportchef steht unter Zugzwang. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Ein Vertrags-Pokerspiel, das der SCB-Sportchef nicht verlieren darf

SCB-Sportchef Alex Chatelain hat schon einmal ein Vertrags-Pokerspiel verloren, das er nicht hätte verlieren dürfen: Torhüter Leonardo Genoni spielt jetzt für den EV Zug. Nun geht es um Trainer Kari Jalonen (59).



Juho Sintonen hat einen klaren Auftrag. Kari Jalonen hat ihm aufgetragen, die Vertrags-Situation zügig zu klären. Eigentlich möchte Kari Jalonen beim SC Bern verlängern und einer Einigung steht nichts im Wege. Eigentlich.

Aber SCB-Sportchef Alex Chatelain sieht keinen Grund zur Eile. «Ein Termin hat sich vor der Saison einfach noch nicht ergeben.» Juha Sintonen ist etwas verstimmt und sagt: «Der SCB könnte sich etwas intensiver um eine Vertragsverlängerung bemühen …»

Ein Vertrags-Pokerspiel ist nicht der Stil von Kari Jalonen und seinem Freund und Agenten. Aber Juha Sintonen sagt: «Inzwischen fragen immer mehr Klubs an …»

Kari Jalonen ist ein Welttrainer. Sein Markt reicht vom Nordkap bis zu den Alpen und von Bern bis Wladiwostok. So gesehen ist die Gefahr erheblich, dass Alex Chatelain die Sache unterschätzt wie einst die «Causa Genoni».

Andererseits ist die Lebensqualität in der Schweiz die höchste bei allen möglichen Arbeitgebern. Und in der Schweiz brauchen – wenigstens in diesen Tagen – weder die ZSC Lions noch Zug, Lugano, Davos oder Biel auf nächste Saison neue Trainer. So gesehen ist das gemächliche Vorgehen von Alex Chatelain verständlich.

Aber es gibt noch einen Punkt: Ein «Gschtürm» um den Vertrag, gar noch in den Medien ausgebreitet, mag Kari Jalonen so wenig wie der Teufel das geweihte Wasser. Ein Vorgehen, zügig, aber ohne Hast, wäre sicherlich von Vorteil.

ZUM BEGINN DER NATIONAL LEAGUE SAISON 2019/20 AM FREITAG, 13. SEPTEMBER 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE PORTRAITS VON KARI JALONEN, HEADCOACH SC BERN, ZUR VERFUEGUNG --- Kari Jalonen, Coach SC Bern, portraitiert in der Garderobe der 1. Mannschaft des SC Berns am 7. August 2019 in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kari Jalonen leistet beim SCB äusserst erfolgreiche Arbeit. Bild: KEYSTONE

Beim SCB reagiert man verärgert

Manager und Mitbesitzer Marc Lüthi, der Mann, der beim SCB in allen Dingen das letzte Wort hat, reagiert sichtlich verärgert auf entsprechende Fragen: «Jetzt lassen Sie uns doch erst einmal die Saison beginnen …»

Das Vorgehen ist so: Alex Chatelain muss mit Juha Sintonen die Bedingungen einer Verlängerung aushandeln. Wenn Kari Jalonen einverstanden ist, wird er das Geschäft dem SCB-Verwaltungsrat zur Genehmigung vorlegen. Das ist allerdings nur noch Formsache. Denn der Verwaltungsrat nickt ab, was Marc Lüthi will, und der will seinen finnischen Erfolgstrainer – zwei Titel in drei Jahren – halten. Unbedingt. Es ist also für den tüchtigen Alex Chatelain besser, sich in dieser Sache zu sputen.

Es ist ein Vertrags-Pokerspiel, das er nicht verlieren darf.

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    Alle Leser-Kommentare
  • AntiZ 13.09.2019 11:20
    Highlight Highlight Genoni hat sich den Rentenvertag in
    Zug verdient durch Topleistungen. Schweizweit beim best zahlenden Club in der Steueroase Zug, ganz nahe vom Elternhaus. Genoni als rationell denkender Mensch musste da zusagen. Châtelain gebührt Lob, dass er den Mut hatte, die Preistreiberei nicht mitzumachen.
  • Tikkanen 13.09.2019 07:21
    Highlight Highlight ...in der Causa Genoni hat Chalet nicht versagt, der Leo wollte schlichtweg wieder in die Nähe seiner Eltern ziehen. Am Geld wäre die Sache einäwäg nicht gescheitert, Lüthi hätte bei Bedarf die Apotheker um jeden Preis überboten.
    Bei Käru sieht das ganze etwas anders aus. Jalonen gefällts in Europas Hockeyhauptstadt vorzüglich, er hat seinen ganzen Staff installiert und mit den Führungsspielern harmoniert er hervorragend. Käru wird spätestens im heurigen Oktober für mind. 2 Jahre verlängern, sodass die einzigartige Erfolgsgeschichte des grossen SCB weitergehen wird.

    Item, hinäch geit's los..
    • Bort? 13.09.2019 08:57
      Highlight Highlight Welcome back Tikki ;-))
    • DerSeher 13.09.2019 08:57
      Highlight Highlight Alles gut bei Dir?
      Altersmilde geworden Tikki? ;)
  • Spocki88 13.09.2019 06:24
    Highlight Highlight KZ vergisst den wichtigsten Faktor in der Angelegenheit Genoni: Den Faktor Familie!
    Den dieser Faktor ist der Hauptgrund wieso Genoni weg ist. Danach kommt Vertragsdauer und Lohn.
    Aber mit dem Faktor Familie lässt sich nicht so gut hohe Wellen schlagen und eine Polemik starten die für nichts ist wie es KZ gerne macht.

    Und bei Jalonen startet KZ schon mal damit obwohl nicht mal die Saison begonnen hat. Ein hoch auf die Polemik, und die hohen Wellen🍻
    • Bill3290 13.09.2019 07:10
      Highlight Highlight Richtig Spocki88, glaube sogar mich zu erinnern das sowohl Genoni wie auch Chatelain gesagt haben dass sowohl Vertragsdauer wie auch Lohn bei beiden Offerten praktisch identisch waren. Von dem her muss man halt auch einfach mal akzeptieren können wenn ein Spieler private Gründe für einen Wechsel hat.
    • The Returner 13.09.2019 22:30
      Highlight Highlight @Spocki88

      Glaub mir Spocky, mit Geld waere der Faktor Familie relativ schnell vom Tisch gewesen. Bleibe dabei, Chatelain hat schon einiges vertublet! Beispiel?! Enzo Corvi waere in Bern, wenn Chatelain nicht gepennt haette!!.... Luethi hat dann (als es schon zu spaet war) selber zum Telefonhoerer gegriffen.....
  • fandustic 13.09.2019 05:53
    Highlight Highlight Ähm ja, weiss jetzt nicht genau was dieser Artikel soll?! Wenn ja irgendwie jede Partei verlängern will, dann sollte dem ja wenig im Weg stehen🤷🏼‍♂️ Und zu Genoni: Da gaben halt auch familiäre Gründe den Ausschlag für Zug...da konnte Chatelain wenig bewirken...aber Klaus Zaugg sollte das eigentlich wissen😉
    • Bill3290 13.09.2019 07:12
      Highlight Highlight Nunja ich kann mich dunkel daran erinnern dass im letzten Vertragsjahr von Martin Plüss ebenfalls beide Parteien sagten das sie eine Vertragsverlängerung anstreben. Chatelain hat also schon bewiesen das er auch diese Ausgangslage "vertubelen" kann.
    • fandustic 13.09.2019 08:01
      Highlight Highlight Ich denke dass sich damals mit der Verpflichtung von Haas das Thema Plüss von selbst erledigte. Eine Situation kann sich im Verlauf einer Saison immer ändern....so genau weiss man es halt nie im Voraus. Aber wenn beide Parteien wirklich wollen, dann wird es auch zustande kommen.
    • Bill3290 13.09.2019 09:12
      Highlight Highlight Da gebe ich dir recht aber ich bin der Überzeugung das auch bei Plüss beide Parteien im Grundsatz wirklich wollten, aber halt verschiedene Vorstellungen über die weitere Zusammenarbeit hatten. So genau wissen das wohl die wenigsten und wir beide erst recht nicht. Was sagt dir, dass es nicht auch bei Jalonen evtl. an Details scheitert die für beide Parteien wichtig scheinen oder eben an unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich künftiger Kaderplanung etc. ich gehe davon aus dass der Vertrag verlängert wird, aber dass es Stolpersteine geben kann muss trotzdem beachtet werden.
  • rundumeli 13.09.2019 00:24
    Highlight Highlight käme arno, würde ich kari keine träne nachweinen ... mag attraktives hockey !
    • Baccaralette 13.09.2019 07:41
      Highlight Highlight Da kannst du sicher sein, das viele SCB-Fans massiv verstimmt wären.
      Ausserdem - attraktives Hockey und Arno in einem Satz, mei mei..
  • PrinzVince 12.09.2019 23:19
    Highlight Highlight Blablaba ... Aber hört mal auf mit den ZSC-Lions! Das heisst einfach ZSC. Niemand kennt die Lions ...
    • Adrian Buergler 13.09.2019 06:19
      Highlight Highlight @PrinzVince: Sicher? 😉
      Benutzer Bild
  • HugiHans 12.09.2019 23:07
    Highlight Highlight Naja, Vertragsbedingungen, Macht und Geld werden hier auch noch mitspielen. Und ich denke, wie es auch ausgeht, Jalonen wird gewinnen ...
  • goldmandli 12.09.2019 23:05
    Highlight Highlight Bei den geilen Spielern die Bern hat, würde ich mir eigentlich wünschen, dass Jalonen durch einen Trainer ersetzt wird, der dieses Talent von der Leine lässt und dynamisches offensives Hockey spielen lässt. Klar, man weiss nicht, ob das erfolgreicher oder mindestens gleich erfolgreich wäre, aber schön anzuschauen wäre es mit Sicherheit.
    • MARC AUREL 13.09.2019 10:02
      Highlight Highlight Also ich bin sehr zufrieden mit Jalonen! Der Erfolg gibt ihm Recht! Ein Glücksfall für Bern. Individuell gibt es Mannschaften die talentierter sind dafür haben die Berner ein Mannschaft mit viel Charakter!
    • holden27 13.09.2019 10:49
      Highlight Highlight Naja, vor allem haben sie einfach schlaftabletten hockey.
      Früher habe ich mich immer auf die matches gefreut gegen Bern.
      Nun ist es, als würde man gegen das Lausanne vor 2, 3 Jahren spielen.
      Hinten reinstehen und durch genügend gute offensiv Spieler Tore schiessen.
      Klar der Erfolg gibt ihm recht. Langweilig ist es trotzdem
    • goldmandli 13.09.2019 14:11
      Highlight Highlight @Aurel,

      Eben, ob es erfolgreicher wäre, als der aktuelle Stil, kann ich nicht sagen. Ich würde es einfach gerne sehen und Talent hat die Mannschaft wohl mehr als genug ;)

      @Holden,

      Finde, dass Lausanne unter Peltonen sogar noch langweiliger und defensiver spielt als unter Ehlers. Speziell gemessen am offensiven Talent, dass sie besitzen.
  • das Otzelot 12.09.2019 22:43
    Highlight Highlight Ich bin nicht unbesingt ein Chatelain Freund aber trotzdem denke ich nicht, dass er den Abgang von Genoni verschuldet hat. Zug hat einfach das bessere Gesamtpaket geboten. So schade dies als SCB Fan ist.
    • Bort? 13.09.2019 08:56
      Highlight Highlight Genau!
      ...und er konnte die Moscht-Brillianz Arena ja auch nicht naeher an Kilchberg heran ruecken ;-)

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