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Head coach Arno del Curto of HC Davos is pictured during a training session at the 90th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Monday, December 26, 2016. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Arno Del Curto musste gestern mit seinem HCD eine knappe Niederlage einstecken. Bild: SPENGLER CUP

Eismeister Zaugg

Sollte der HC Davos spielen wie Langnau? Del Curto: «Nein, Nein, Nein» 

Der HCD spielt immer noch so, als stehe Leonardo Genoni im Tor und Reto von Arx im Sturm. Die spektakuläre Niederlage gegen Team Canada (3:4) ist die logische Folge.



Daniel Rahimi ist der bisher erstaunlichste Torschütze beim Spengler Cup 2016 – und wird es bleiben. Der schwedische Defensiv-Verteidiger mit iranischen Wurzeln (sein Vater floh 1989 aus dem Iran nach Schweden) ist die «Antithese zum Showturnier» (so nannte ihn kürzlich die NZZ). HCD-Trainer Arno Del Curto hat ihn verpflichtet, um die Abwehr zu stabilisieren, die Torhüter zu beschützen und dafür zu sorgen, dass die Davoser in der eigenen Zone nicht herumgeschubst werden.

Davos Daniel Rahimi (48) celebrates after scoring 2-2 with the team during the game between Switzerlands HC Davos and Team Canada at the 90th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Tuesday, December 27, 2016. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Daniel Rahimi (mitte) feiert sein Tor mit den Teamkollegen. Bild: SPENGLER CUP

Und nun hat Daniel Rahimi ausgerechnet beim Spengler Cup gegen das Team Canada sein erstes Saisontor, sein erstes Tor für den HCD erzielt (zum 2:2). Am Ende nützt auch dieser spezielle Treffer nichts – der HCD verliert eine hochstehende, intensive, schnelle und dramatische Partie gegen Team Canada 3:4 (1:1, 0:1 2:2).

Ein Spiel, eine Niederlage, die zum HC Davos Ausgabe 2016/17 passt. Ein Spiel, das gleich in einem Panorama die Mängel der ganzen Saison zusammengefasst aufzeigt: eine hockeytechnisch gute, ja, eine erstaunliche Leistung. Aber wie so oft reicht es nicht ganz.

Davos' Robert Kousal, Gregory Sciaroni, Dario Simion and Tino Kessler, from left, look on after loosing the game between HC Davos and Team Canada, at the 90th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Tuesday, December 27, 2016. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Enttäuschung bei den HCD-Spielern nach der Niederlage gegen das Team Canada. Bild: SPENGLER CUP

Der HCD spielt ein hochentwickeltes Tempo-Hockey, vielleicht zu hoch entwickelt. Es sind nicht gravierende Mängel, die den Weg in die Niederlage weisen – es ist die Summe kleiner Fehler, oft provoziert durch das hohe Tempo, die dem HCD zum Verhängnis werden. Die zu Gegentreffern führen und, noch schwerwiegender, das Toreschiessen erschweren.

«So eine Niederlage haut uns nicht um. Aber es stimmt schon: irgendwann müssen wir auch gewinnen.»

Arno Del Curto

Die Mannschaft mit der Offensive in der DNA ist auch in der Liga offensiv nur die Nummer 7. Im Tor steht eben nicht mehr Leonardo Genoni, der beste Goalie der Liga und die offensive Kavallerie lenkt schon viel länger nicht mehr Reto von Arx.

«So weiterspielen wie bisher»

Was die Frage provoziert: Spielt der HCD zu schönes Hockey? Müsste der HCD nicht so einfach, so defensiv, so auf Konter ausgerichtet spielen wie ein verhältnismässig untalentiertes, langsames Team. Wie beispielsweise die SCL Tigers unter Heinz Ehlers?

Cheftrainer Arno Del Curto von Davos, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und EHC Biel, am Donnerstag, 22. Dezember 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Arno Del Curto hält an seiner Idee fest. Bild: KEYSTONE

Die Emmentaler haben mit halb so viel Talent wie Davos in der Meisterschaft bisher nur fünf Punkte weniger erarbeitet. «Das ist eine harte Frage» sagt Arno Del Curto. «Es ist richtig, dass wir optisch ein schönes Hockey spielen, dass es Spass macht, uns zuzuschauen und dass uns kleine Fehler zum Verhängnis werden. Aber spielen wie Langnau? Nein! Nein! Nein! Wenn wir uns weiterentwickeln wollen, dann müssen wir so weiterspielen wie bisher. Die Mängel in unserem Spiel können wir beheben. So eine Niederlage haut uns nicht um.» Hält inne und sagt dann: «Aber es stimmt schon: irgendwann müssen wir auch gewinnen.»

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Wer gewinnt den Spengler Cup 2016?

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1,380

  • Team Canada25%
  • HC Davos12%
  • HC Lugano24%
  • Dinamo Minsk28%
  • Jekaterinburg2%
  • Mountfield HK6%

Die nächste Gelegenheit, ein Spiel zu gewinnen, folgt schon heute Abend gegen Dynamo Minsk. Verloren ist für den HCD noch nichts – auch im Falle einer zweiten Niederlage bleibt die Möglichkeit, das Halbfinale noch zu erreichen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leuenberger 28.12.2016 08:53
    Highlight Highlight Warum hat AdC nicht in Bern angefragt, ob er Genoni für den Spengler-Cup ausleihen kann? Lugano hat auch einen Verstärkungsspieler und die SCB-Kanadier Noreau und Ebbett dürfen ja auch in der Höhe trainieren.
  • MARC AUREL 28.12.2016 08:19
    Highlight Highlight Ja nicht! Aber auch unvorstellbar... Ehlers ist ein erfolgreicher Trainer doch so wie er spielen lässt mit Langnull oder wie früher Lausanne kann man nicht anschauen!
  • Sapere Aude 28.12.2016 08:12
    Highlight Highlight Erwischt :D
    Benutzer Bild
    • Bruno Wüthrich 28.12.2016 09:34
      Highlight Highlight Wo Klaus recht hat, hat er recht. Zwar wird dies in einigen Jahren eventuell anders sein, weil man dann nur noch während des Spengler Cups nicht mehr so viel über die SCL Tigers sprechen und schreiben wird. Aber eben auch nur dann, wenn die Tiger (dannzumal ausnahmsweise) nicht an diesem Turnier antreten.

      Zaugg erkennt lediglich die Zeichen der Zeit etwas früher als andere.

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