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Biels Marco Pedretti, und Marc-Antoine Pouliot Mitte, kaempfen um den Puck, gegen Davos Goalie Anders Lindback,  Andres Ambuehl, Mitte, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen dem EHC Biel und dem HC Davos, am Samstag 17. November 2018 in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Davos lebt: Es ringt Leader Biel nach 0:2-Rückstand gleich 7:2 nieder. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Die letzte und einzige Davoser Playoff-Hoffnung heisst Langnau

Der HC Davos schöpft neuen Mut. Vielleicht sind die Playoffs doch noch möglich. Aber wer lässt sich noch von den ersten acht Plätzen verdrängen?



Werden wir den 17. November 2018 im Rückblick als den entscheidenden Tag der Qualifikation 2018/19 bezeichnen? Am Samstag deklassierte Fribourg-Gottéron die SCL Tigers 10:3 und Davos besiegte in Biel den Tabellenführer 7:2. Diese zwei Qualifikations-Partien stehen eigentlich in keinem direkten Zusammenhang. Eigentlich.

Noch trennen Langnau und Davos Welten und 16 Punkte. Die SCL Tigers stehen entgegen allen Prognosen auf dem 6. Rang. Die Davoser hingegen unerwartet auf dem vorletzten Platz. Wer zu diesem Zeitpunkt der Saison so tief unten klassiert ist, schafft die Playoffs nicht mehr. Aber dieser 17. November zeigt spektakulär: Der HCD ist kein klassisches Krisenteam und Langnau keine gewöhnliche Überraschungsmannschaft.

Und so stellt sich die Frage: Bleibt nach 50 Runden doch wieder alles so, wie es schon immer war? Der HCD wie stets seit dem Wiederaufstieg und unter Arno Del Curto in den Playoffs? Langnau wie fast immer (Ausnahme 2011) nicht in den Playoffs?

Für Davos ist's eigentlich aussichtslos. Eigentlich.

Zu dieser These passt die 3:10-Pleite der Langnauer in Fribourg. Zuvor hatten die Emmentaler unter Trainer Heinz Ehlers in 108 Qualifikations-Partien nie mehr als sechs Treffer kassiert. Die letzte zweistellige Niederlage datiert vom 22. Januar 2010, ein 2:10 in Rapperswil-Jona. Das «Stängeli» gegen Gottéron zeigt, auf welch dünnem Eis die Überraschungsmannschaft der Saison nach wie vor steht.

L'attaquant de Langnau Elo Eero, gauche, le defenseur de Langnau Claudio Cadonau, centre, et le defenseur de Langnau Larri Leeger, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron, HCFG, et SC Langnau, SCL, ce samedi, 17 novembre 2018 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Adrien Perritaz)

Niedergeschlagene Langnauer nach dem «Stängeli» in Fribourg. Bild: KEYSTONE

Der Rückstand der Davoser auf den letzten Playoffplatz beträgt zwar «nur» 12 Punkte. Aber dort steht Lugano. 12 Punkte Rückstand auf einen der Titanen in den restlichen 31 Qualifikationspartien aufholen? Eigentlich aussichtslos. Eigentlich.

Langnaus böse Erinnerungen

Auf einen zweiten Blick zeigt sich nämlich: Die Ausgangslage ist keineswegs hoffnungslos. Auf den acht Playoff-Rängen stehen sieben Teams, die nach menschlichem Ermessen die Playoffs nicht verpassen werden. Sie kann der HCD nicht mehr aus den Playoffs kegeln: Bern, Lausanne, Biel, Zug, Gottéron, die ZSC Lions und Lugano.

Ist für Arno Del Curto die Qualifikation also gelaufen? Eben nicht! Eine einzige Mannschaft liegt noch in Reichweite: Die SCL Tigers.

Das mag bei einem Rückstand von 16 Punkten und 31 ausstehenden Partien eine gewagte These sein. Aber der HCD hat in Biel gezeigt, dass in jedem Spiel Punktgewinne möglich sind. Und die Langnauer offenbarten in Fribourg, dass sie auch in ihrer besten Saison dieses Jahrhunderts noch kein gefestigtes Spitzenteam sind und in jeder Partie mit Punktverlusten gerechnet werden muss. Und da ist eine böse Erinnerung: Im Frühjahr 2009 mussten die Langnauer den Zugern den letzten Playoffplatz doch noch überlassen. Wegen einer Niederlage auf eigenem Eis in der Direktbegegnung in der zweitletzten Runde (0:4). 18 Runden vor Schluss hatten sie noch sage und schreibe 13 Punkte Vorsprung auf den EVZ gehabt. Die Zuger kippten dann im Viertelfinal den Qualifikationssieger Bern aus den Playoffs und verloren den Halbfinal gegen Kloten.

Tigers Fabian Sutter, Sandro Moggi und Tod Elik sind enttaeuscht, beim Eishockeyspiel der National League A zwischen den SCL Tigers und dem EV Zug, am Freitag, 20. Februar 2009, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die Tigers um Todd Elik (12) verpassen 2009 die Playoffs haarscharf. Bild: KEYSTONE

Der Zufall will es, dass die SCL Tigers am Freitag zu Hause gegen die Lakers antreten dürfen. Sie haben die Saison mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger begonnen. Der Sieg (5:2) war der Anfang eines wundersamen Höhenfluges. Eine Niederlage hätte womöglich in die Krise geführt.

Nun sind die Emmentaler wieder am gleichen Punkt angelangt. Sozusagen zurück auf Feld 1. Ein Sieg gegen die Lakers bedeutet eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Eine Niederlage könnte hingegen der Anfang vom Ende der Playoffträume und der «Rettung» der Davoser sein. Langnau: die letzte und einzige HCD-Hoffnung.

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat Galli 19.11.2018 21:25
    Highlight Highlight Mann kann Kriesen auch herbei schreiben.
    Bei Saisonbeginn hat SCL immer schön abwechselnd gewonnen/verloren.

    Dann plötzlich zwei mal gewonnen/zwei mal verloren.

    Letzthin auch nicht anders:
    Verloren nach Penalty/ gewonnen nach Penalty.

    Jetz haben sie gottsjämmerlich eins auf die Fresse bekommen.

    Ich wär nicht überrascht, dass sie bei nächsten Spiel 7:0 oder ähnlich gewinnen.

    Lets play
  • Staal 19.11.2018 21:09
    Highlight Highlight Der HCD muss zuerst einmal auch zuhause anfangen regelmässig zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass sie diese Saison die Playoffs schaffen. Da ist zuvieles im argen. Auch wenn Besserung in Sicht ist
  • RedWing19 19.11.2018 21:07
    Highlight Highlight Rang 1 bis 8 sind so nahe beieinander, da brauchts „nur“ eine Krise von ein paar Spielen und man ist im Strichkampf. Dies kann jede der acht Mannschaften treffen.
  • Max Dick 19.11.2018 21:01
    Highlight Highlight Als ob Davos auf Rang 9 wäre..zuerst müssen sie mal schauen, dass sie noch an Ambri oder Genf rankommen. Nur aufgrund des Kantersieges gegen das kriselnde Biel hat Davos die Uhrzeiger nicht wieder in vergangene Jahre zurückgestellt.

    Für Langnau wird es wohl vermehrt Niederlagen absetzen je länger die Saison dauert, denke aber dass sie es schaffen. Zumal unter dem Strich keine wirklichen Hochkaliber sind. Am ehesten wird Genf noch gefährlich.

  • Goon 19.11.2018 20:57
    Highlight Highlight 93 Punkte sind noch zu holen. Abgerechnet wird am Schluss und was dazwischen passiert wissen wir alle zum Glück nicht. Hab mich schon abgefunden mit einer Kacksaison. Und wisst ihr was? Es ist zwar nicht schön aber es gibt gewiss schlimmeres.
    • HotIce 19.11.2018 22:42
      Highlight Highlight Goon, sehe ich absolut genauso!
  • Dan Rifter 19.11.2018 20:56
    Highlight Highlight Manchmal putzt die Schweiz im Fussball einen Grossen ..

    Und manchnal gewinnt Davos.
  • And1 19.11.2018 20:38
    Highlight Highlight Boah Klaus Zaugg jetzt hast du langsam genügend Artikel über den HCD geschrieben... Ja wir wissen Bescheid über Arno und nein wir wissen nicht wann er geht...
    Es gibt 11 andere Teams und davon übertreffen einige die Erewartungen und wären einer Analyse und eines Artikels würdig: Biel, Ambri, Lausanne, Gotteron... überlass doch den guten alten HCD einfach mal ein bisschen sich selber und berichte erst wieder über die Bündner, wenn sich an der Situation wirklich was verändert hat.
    • magnet1c 19.11.2018 22:23
      Highlight Highlight In den vergangenen Zeiten gab es viele Berichte über Bern, nun viele Berichte über Davos.
      P.S: Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling ! Verliert Davos am Freitag gegen Ambri und gewinnt gleichzeitig Senf Crevette, sieht die gelb-blaue Welt gleich wieder düster aus.
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 19.11.2018 20:32
    Highlight Highlight Was jetzt? War die gestrige "Züpfe" etwa so fad dass sie mit "Röteli" heruntergespült werden musste?
    Made my day :-)
  • Einloz 19.11.2018 20:06
    Highlight Highlight Hör uuf, Chlöisu! Ttigere söue dasmau idd Ppley-offs!
  • Bruno Wüthrich 19.11.2018 19:34
    Highlight Highlight Die Partie gegen die Lakers wird für die SCL Tigers von grosser Bedeutung sein. Eine Niederlage wäre nach dem Debakel in Fribourg wohl der Beginn einer gröberen Krise. Hoffentlich war der Sieg der Rapperswiler gegen den EHC Biel den Langnauern Warnung genug. Die Tiger brauchen in jedem Spiel die defensive Disziplin, um zu gewinnen. Andernfalls kann das Überraschungsteam der Saison gegen jeden Gegner verlieren.
    Ich bin aber mit Klaus Zaugg nicht einverstanden, was die letzte Hoffnung betrifft. Lugsano ist nicht vor Rang 9 gefeit. Es kann immer noch mehrere Mannschaften treffen.
    • Sloping 19.11.2018 20:09
      Highlight Highlight Lugano spielt schon länger ohne ihre drei besten Center (Lapierre, Lajunen und Cunti). Von dem her sind die Resultate respektabel. Nur wenige Teams könnten diese Ausfälle kompensieren. Lajunen kommt schon in der CHL morgen zurück und die beiden anderen wohl auch bald. Das wird Lugano nochmals einen Schub verleihen. Darum werden die mit dem Strich wohl nichts mehr zu tun haben.
    • Hayek1902 19.11.2018 20:23
      Highlight Highlight Ja, die Punkteausbeute von Lugano war trotz diesen Ausfällen respektabel. Was wäre bei Langnaublos, wenn sich einer der offensiven Schillerfalter verletzt? Plötzlich fehlen ein, zwei Tore im Spiel.
    • Bruno Wüthrich 19.11.2018 21:20
      Highlight Highlight Zuerst einmal muss es der HCD ja schaffen, an den Strich heran und dann darüber zu kommen. Dies wird bereits sehr schwierig. Aus zwei Schwalben wird auch in Davos noch kein Sommer. Zwischen den beiden überraschenden Erfolgen in Langnau und in Biel gab es auch zwei Niederlagen. Um aufzuholen, bräuchten die Bündner aber jetzt mal eine längere Siegesserie.

      Fazit: Wäre ich Anhänger des HCL, wären meine Sorgen derzeit ebenfalls sehr klein. Klein sind sie aber auch in Langnau. Dem Stängeli in Fribourg zum Trotz. Immerhin resultierten auch aus diesem Wochenende zwei Punkte (3:2 n.P. gegen den HCL).
  • Willy Tanner 19.11.2018 19:28
    Highlight Highlight Bravo eismeister! Kalter kaffee! Das war schon vor drei wochen klar. Und vor drei wochen habe ich gewettet dass der hcd ende quali vor den tigers steht. 😜
  • c_meier 19.11.2018 19:23
    Highlight Highlight also dürfen wir uns bereits jetzt auf einen Bericht eines Chronisten freuen für Samstag morgen aus dem Tal der heulenden Winde.. 😂
  • kendo 19.11.2018 19:17
    Highlight Highlight ...also ich würde die Niederlage gegen Fribourg jetzt nicht überbewerten.. auch das Spiel gegen die Lakers nicht... abwarten und feine Züpfe backen... allerdings für sich selber und nicht für die Gegner ;-)

Wie aus dem Titanen Leonardo Genoni auf einmal ein «Lotter-Leo» geworden ist

Leonardo Genoni (32) muss zum ersten Mal in seiner Karriere hinter einer «Lotter-Verteidigung» spielen. Logisch, dass er gegen ein grandioses Langnau zum «Lotter-Leo» geworden ist. Zug kassiert im vierten Spiel bereits die zweite Niederlage. Die SCL Tigers gewinnen 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)

Den Zugern können wir hockeytechnisch viel vorwerfen. Nur eines nicht: fehlendes Spektakel. Sie haben bisher am meisten Tore erzielt (17) und am meisten Treffer kassiert (18). Die Unterhaltung ist grossartig. Zum Vergleich: Biel führt die Tabelle mit einem Torverhältnis von 9:5 an.

Es wäre für den legendären Ingenieur Gustaf Eiffel einfacher gewesen, aus Jasskarten einen Eiffel-Turm zu bauen als für Leonardo Genoni in Langnau aus Zugs Abwehr ein Bollwerk zu machen.

In seiner 13. Saison in der …

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