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Ca. 5000 Zuschauer besuchen das NLB Meisterschaftsspiel, zwischen den SCL Tigers und dem HC Thurgau, am Samstag, 14. September 2013 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Der Zuschauerschnitt der SCL Tigers liegt fast bei 5000 Besuchern pro Spiel. Bild: KEYSTONE

Auf-/Abstiegsfrage liberalisieren

Eismeister Zaugg

Wie eine Modusänderung sämtliche Probleme der NLB lösen kann

Pleiteliga? Die NLB ist eine der erfolgreichsten zweiten Ligen der Welt und eine Modusänderung könnte alle Strukturprobleme lösen. Zunächst müssen die Liga-Generäle aber mit ihrem Gejammer aufhören.



Weil in den letzten Jahren mehrere NLB-Unternehmen pleite gegangen sind – Morges, Neuenburg, Sierre und zuletzt Basel – gilt die NLB als Pleiteliga. Das ist barer Unsinn. Der Untergang dieser Klubs hatte mit der Liga nichts zu tun. Sondern mit örtlichem Missmanagement und örtlich fehlendem Markt. Wenn eine Autogarage in Basel oder Sierre Konkurs geht, kommt es auch niemandem in den Sinn zu behaupten, die Autobranche der Schweiz liege danieder und sei ein Pleitegeschäft.

Nach dem Konkurs der Basel Sharks hat die Liga nur noch neun Teams und wird sogar als «wirtschaftliche Zeitbombe» bezeichnet. Denn der Ausstieg von Martigny ist durchaus denkbar. Die Liga-Generäle liefern nur Bedenken und erwecken den Eindruck von grossen, grossen Problemen. Dabei ist die Lösung ganz einfach.

La mascotte du HC la Chaux de Fonds fete la victoire de son equipe, lors du 2e acte des 1/4 de finale de play-off de la rencontre de Hockey de LNB entre le HC La Chaux de Fonds et le EHC Olten, ce dimanche 23 fevrier 2014 a la patinoire des Melezes a La Chaux-de-Fonds. (KEYSTONE/Maxime Schmid)

Auch die National League B hat einiges zu bieten. Bild: KEYSTONE

Der Kern der NLB (Langnau, Visp, Langenthal, Olten, GCK Lions) ist sportlich und wirtschaftlich kerngesund und auch La Chaux-de-Fonds, Thurgau und Ajoie stehen auf so sicherem Grund wie die meisten NLA-Unternehmen. Am Wochenende mobilisierte Langnau gegen La Chaux-de-Fonds 4990 Fans, mehr als Kloten am gleichen Tag gegen Lausanne (4918).

Und am Sonntag wollten in Langenthal 4053 Fans die Partie gegen die SCL Tigers sehen. Langnau und Olten mobilisieren im Schnitt über 4000 Fans. Dass es in der NLB nur noch neun Teams sind und vielleicht bald einmal acht, ist auch kein Problem.

NLA-Aufstockung bringt nichts

Eine Integration in die NLA (Aufstockung auf 20 oder 21 Teams) ist Unsinn, sportlich und wirtschaftlich. Teams aus der 1. Liga zum Aufstieg zu animieren ist grobfahrlässige Anstiftung zum Konkurs. Eine Reduktion der NLA auf zehn Teams und eine entsprechende Vergrösserung der NLB ist politisch nicht machbar und würde den absteigenden NLA-Unternehmen die wirtschaftliche Basis entziehen. Denn die Rückkehr in die NLA wäre arg erschwert.

Deception des joueurs viegeois avec au premier plan le gardien viegeois Matthias Schoder, lors du 4eme match de la finale promotion- relegation LNA-LNB, du championnat suisse de hockey sur glace, entre le EHC Visp et le EHC Biel-Bienne ce jeudi 17 avril 2014 a la Litterna Halle a Viege. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Hat der EHC Visp bald eine echte Chance auf den Aufstieg? Bild: KEYSTONE

Die Farmteam-Ideen sind ebenfalls alle utopisch. Das Farmteam-System funktioniert bei gänzlicher Abhängigkeit wie bei den GCK Lions. Alle übrigen NLA-Unternehmen sind nicht bereit, in ein Farmteam zu investieren. Der SCB hat sogar vor seiner Haustüre Neuenburg Konkurs gehen lassen. Aber es ist unbestritten, dass die NLB für die Entwicklung junger Spieler wichtig ist. Der Erfolg der ZSC Lions steht dafür als eindrückliches Beispiel. Zudem ist die NLB für die Marktpräsenz des Hockeys wichtig.

Keine Liga-Qualifikation mehr

Der Modus, um die Probleme zu lösen, ist ganz einfach. Die NLA bleibt bei zwölf Teams, die NLB bei neun und später halt acht. Nach der Qualifikation, gespielt wie bisher, bestreiten die vier letzten der NLA mit den vier ersten der NLB eine Hin- und Rückrunde. Alle Teams mit zwei Ausländern. Gibt 14 Spiele, sieben Heimpartien für alle. Die vier ersten nach dieser Runde bleiben in der NLA.

Die Thurgauer Kevin Rohner, links, und Johannes Bischofberger, kurz vor Spielende, in der ersten Runde des Swiss Ice Hockey Cup zwischen Hockey Thurgau und dem HC Davos am Mittwoch, 1. Oktober 2014, im Stadion Guettingersreuti in Weinfelden. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Spieler des HC Thurgau schauen skeptisch. Bild: KEYSTONE

So wird die NLB-Qualifikation wieder spannend und so wird die Auf-/Abstiegsfrage entschärft und liberalisiert. Der Weg zwischen den Ligen ist offen, wen es bei diesem Modus erwischt, der hat maximale Chancen auf eine Rückkehr in der nächsten Saison.

Politisch ist dieser Weg gangbar. Aber dann sollten die Liga-Generäle um Ueli Schwarz nicht ständig jammern und so mutwillig das Image einer guten Liga schädigen. Sondern die Modusänderung ausarbeiten und dann mit entsprechender Überzeugungsarbeit bei der Liga-Versammlung durchbringen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • hereal 21.10.2014 10:22
    Highlight Highlight endlich! ..und so simpel!
    the way back home für langnau!
  • marak 20.10.2014 21:11
    Highlight Highlight Die Idee ist es sicher wert, diskutiert zu werden. Und wenn ein paar chronische NLA-Anwärter auf die zwei oder vier Plätze für eine Auf- und Abstiegsrunde das Muffensausen kriegen, müssen sie sich nur ein bisschen überwinden. Die Hürden sind noch hoch genug, um über 12-14 Runden gegen NLA Klubs zu bestehen.
  • sven_meye 20.10.2014 19:50
    Highlight Highlight Ich bin wirklich kein Fan von diesem "Eismeister" Zaugg (scheinbar ein Berner). Doch dieser Modus wäre im Moment, besonders falls Martigny ausscheidet, eine Überlegung wert!
  • Mekoch 20.10.2014 18:40
    Highlight Highlight So schlecht ist der Vorschlag von Klaus Zaugg nicht. Man müsste vielleicht für die in der NLB ab Platz 5 platzierten Clubs auch noch einen Modus finden, damit die sich vom Kuchen auch was abschneiden können. So gut die Idee ist, ich glaube kaum dass die NLA-Vereine einen solchen Modus zulassen. Zu gross ist die Angst von Langnau, Olten, Langenthal und Visp. Wenn die 4 letzten der NLA nur noch mit 2 Ausländern spielen dürfen und noch die Linien verändern müssen, sind die nicht mehr stärker als die oben erwähnten NLB Spitzenvereine... Mal schauen, ob die NLA Mut zur Veränderung hat.
    • Against all odds 21.10.2014 09:36
      Highlight Highlight Das bezweifle ich stark. Die Vergangenheit der Ligaquali hat deutlich gezeigt, dass im Normalfall die B-Teams keine Chance haben (Ausnahme Biel und Lausanne). In einer Art Meisterschaftsmodus zwischen A- und B-Klubs sehe ich sogar noch weniger Chancen.
  • Mean Machine 20.10.2014 18:14
    Highlight Highlight Das ist mit Abstand die beste Idee die zur Zeit zur Debatte steht. Es würde das ganze NL-System aufwerten und wäre eine stärkung des gesamten Schweizer Eishockeys.

    Denn der jetzige Playout-Modus ist einer starken Liga wie der NLA keines wegs würdig.

    Diese "Playout-Kehraus" Spiele haben doch sportlich und finanziell überhaupt keinen mehrwert.

    Optional könnte man auch das Schwedische Modell übernehmen mit 2NLA + 4NLB-Teams in der Relegation. Wird dort mit grossem Sportlichem Erfolg angewendet.

    Fakt ist das etwas passieren muss
    damit die NLA eine starke Liga bleibt und das Schweizer Eishockey nicht ins stocken gerät !!
  • jam85 20.10.2014 16:31
    Highlight Highlight es ist ziemlich einfallslos immer zu behaupten es gienge um den aufstieg von langnau.
    es ist fakt das die nlb nur noch aus 9 teams besteht.
    es ist fakt wenn noch eine mannschaft aussteigt gibt es keinen kampf mehr um die playoffs.
    schon jetzt ist die spannung fast draussen. die nlb wird nicht zur pleitenliga sondern zur schnarch-liga.
    keine stabile nla müsste sich sorgen in diesem kampf abzusteigen. zu gross ist die differenz zwischen nla und nlb. aber es ist so einfach, keine spannung= keine fans.
    wenn die liga verantwortlichen sich endlich aus der komfortzone herausbewegt und aufhört cüpplis zu schlürfen, kann dieses problem angegangen werden.
    man hat immer gesagt in der nlb sollen die talente der schweiz heranwachsen. bei 3 fehlenden teams, fehlen 60 ausbildungsplätze auf besten niveau!!!
  • Brian 20.10.2014 15:14
    Highlight Highlight Ich bin alles andere als ein Klaus Zaugg-Fan im Gegenteil. Doch diese Idee finde ich persönlich gut. Das würde auf der einen Seite mehr Zuschauer in einer solchen Qualirunde zwischen den Letzten in der NLA und den Ersten in der NLB bringen, was schon wirtschaftlich Sinn macht, und anderseits wäre eine wesentlich höhere interessante "Spannung" da wer es schlussendlich schafft. Guter Vorschlag KZ!
  • Rumpelpilzchen 20.10.2014 14:08
    Highlight Highlight Grundsätzlich verstehe ich Herr Zauggs Idee und finde sie eine Überlegung wert. Was ist nicht verstehe: Warum soll Martigny aussteigen? Die stehen Spielerisch zur Zeit doch recht gut da.
    • Clark Kent 20.10.2014 14:18
      Highlight Highlight weil die russen vielleicht aussteigen. aber zu zaugg.. der will einfach wieder seine langnauer wieder in der nla. deshalb dieser vorschlag. aber weshalb ändern, was sehr gut funktioniert, wie es heute ist? biel hat es mit diesem modus vor ein paar jahren geschafft, lausanne eben erst auch. weshalb also ändern? nur wegen langnau? sicher nicht!!!
    • päscu7 20.10.2014 14:46
      Highlight Highlight Diese Idee ist tatsächlich eine gründliche Überlegung wert.
      @Clark Kent: Sie müssen Bieler oder Rapperswiler sein :-)
      zur Erinnerung: Biel brauchte Jahre, Lausanne genau 8, um wieder aufzusteigen. Beides attraktive Teams (Spielweise, Umfeld, Fans) was von den Lakers nicht unbedingt behauptet werden darf.
    • Nummelin 20.10.2014 15:40
      Highlight Highlight Und weshalb soll der Modus geändert werden, wenn nach Zauggscher Theorie gar kein Problem besteht, sondern lediglich das Missmanagement von den Vereinen Schuld an den Pleiten hat? Verstehe nicht ganz, was mit diesem Modus bezweckt werden soll, ausser dass sein geliebtes Langnau schneller wieder aufsteigen könnte! Ahh.... das könnte es wohl sein.
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Es wäre für den legendären Ingenieur Gustaf Eiffel einfacher gewesen, aus Jasskarten einen Eiffel-Turm zu bauen als für Leonardo Genoni in Langnau aus Zugs Abwehr ein Bollwerk zu machen.

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