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Le coach du Geneve Servette Chris McSorley, reagit, lors du match de hockey sur glace de demi-finale de la Coupe de Suisse, Swiss Ice Hockey Cup, entre le Geneve Servette HC et le HEV Zoug, ce mercredi 4 janvier 2017 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

McSorley: Der General Manager ohne Macht. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Chris McSorley: «Ich kann den neuen Trainer nicht bestimmen»

Chris McSorley (55) ist vom Cheftrainer zum General Manager wegbefördert worden. Er bestätigt ganz offiziell seine Ohnmacht und Rolle eines fürstlich honorierten «Frühstückdirektors».



Die wichtigste Aufgabe eines General Managers ist die Anstellung des Cheftrainers. Des wichtigsten Angestellten der Sportabteilung. Bei der Rekrutierung der Spieler arbeitet er ja eng mit seinem Trainer zusammen und der Trainer muss zur strategischen Ausrichtung eines Sportunternehmens passen.

Eine Ausrichtung, deren Umsetzung zu den wichtigsten Aufgaben des General Managers gehört – im Idealfall. Kann der General Manager den Trainer nicht bestimmen, dann ist er mehr oder weniger nur noch ein «Frühstücks-Direktor».

Chris McSorley, gauche, le nouveau directeur sportif, pensif devant Hugues Quennec, droite, president du Conseil d'administration, lors d'une conference de presse sur la reorganisation du club de hockey Geneve Servette HC (GSHC), ce mercredi 22 mars 2017 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bürohengst statt Bandengeneral – McSorley hat eine neue Aufgabe. Bild: KEYSTONE

Verwaltungsrat entscheidet

Servette ist für General Manager Chris McSorley also nicht unbedingt ein Idealfall und seine Gestaltungskraft ist gering. Ja, er gibt seine Ohnmacht freimütig zu und sagt: «Ich kann den neuen Trainer nicht bestimmen und ich suche ihn auch nicht aus. Ich werde dann wohl nach meiner Meinung zu den Kandidaten gefragt. Aber entschieden wird auf der Ebene des Verwaltungsrates.»

Servettes neuer General Manager ist also nicht einmal in die Suche nach Kandidaten involviert und er sagt: «Ich habe keine Ahnung, wer die Kandidaten sind.» Aber die Besitzer seien «smart guys» die schon wüssten, was zu tun sei. Es darf erwartet werden, dass einer aus dem «Old Boys Network» der kanadischen Besitzer neuer Cheftrainer wird.

Chris McSorley, gauche, le nouveau directeur sportif, Hugues Quennec, centre, president du Conseil d'administration, Mike Gillis, droite, administrateur delegue du Conseil du club, s'expriment lors d’une conference de presse sur la reorganisation du club de hockey Geneve Servette HC (GSHC), ce mercredi 22 mars 2017 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Die Servette-Führungsetage: Sportchef Chris McSorley, Präsident Hugh Quennec und Klubboss Mike Gillis.  Bild: KEYSTONE

Gute Beziehungen werden bei der Besetzung des Trainerpostens mindestens so wichtig sein wie fachliche Eignung. Die Gefahr ist erheblich, dass Servettes neuer Trainer keinerlei Ahnung von den Besonderheiten des helvetischen Hockeys haben wird.

Umfrage

Kann Genf mit McSorley als General Manager funktionieren?

  • Abstimmen

1,461

  • Nein, das wird nichts.57%
  • Ja klar.26%
  • Ich will nur das Resultat sehen.16%

Die Loyalität der Investoren

Die Bezeichnung «König von Genf» gefällt Chris McSorley durchaus und er gibt ja zu, dass er in entscheidenden Fragen (wie der Trainerwahl) wenig bis nicht zu sagen hat – wie die Königin von England zur Politik. Er werde sich nun um die Spieler kümmern und alles Weitere überlasse er den neuen Herren.

Die These, er könnte dereinst der Hans-Ulrich Lehmann von Genf werden und nach einem Scheitern der kanadischen Investoren für wenig Geld wieder in den Besitz Servettes gelangen, gefällt ihm, aber er hütet sich, dazu einen Kommentar abzugeben. Immerhin habe er festgestellt, dass «ausländische Investoren im Schweizer Eishockey nicht immer loyal sind». Namen nennt er keine.

Der neue Besitzer des EHC Kloten Hans-Ulrich Lehmann spricht an der Medienkonferenz, aufgenommen am Montag, 2. Mai 2016, in Glattfelden. Der Zuercher Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann hat sich mit den bisherigen Eigentuemern des Traditionsklubs, der nordamerikanischen Gruppe

Hans-Ulrich Lehmann hat den EHC Kloten gerettet. Bild: KEYSTONE

Chris McSorley sagt, er habe inzwischen wohl 2000 Spiele gecoacht und sei ganz froh um eine neue Herausforderung. Aber der Geruch und die Kameraderie der Garderobe werden ihm schon ein wenig fehlen. Und ist ein Chris McSorley überhaupt zu ertragen, der früh vom Büro nach Hause kommt? »Das ist eine gute Frage. Entweder bringe ich meine gute Ehe in Gefahr oder der Freund meiner Frau wird nervös …»

Nervös dürfte aber in erster Linie der neue Trainer werden. Beim Heraufziehen der ersten Krise werden nicht nur die Medien eine Rückkehr von Chris McSorley an die Bande thematisieren. Wer wettet, dass McSorley nächste Saison nicht bis nach dem letzten Spieltag ruhig in seinem Büro sitzen bleiben und sich mit der Rolle eines fürstlich honorierten «Frühstock-Direktors» zufrieden geben wird, hat allerbeste Gewinnchancen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Darkside 24.03.2017 18:08
    Highlight Highlight Unglaublich schade finde ich das. Die Rolle als "Fake-Sportchef" hat er nicht verdient. Man mag von ihm halten was man will, aber was er in Genf in all den Jahren aufgebaut hat verdient grössten Respekt. Ich hoffe sehr dass er in Zukunft wieder eine ihm angemessene Position im CH Hockey einnehmen kann. Ich denke auch dass die neuen Herren in Genf grausam auf die Schnauze fliegen werden und wir haben ja schon gesehen was passiert wenn die Nordamerikaner die Geduld oder das Interesse verlieren. Mir als Z Fan war Jesus Chris immer sympathisch, ich werde ihn an der Bande vermissen.
  • Turist 23.03.2017 18:25
    Highlight Highlight Und wieso genau braucht es wegen McSorley 3 (DREI!) Artikel? Er ist nicht mehr Trainer, sondern nur noch Sportchef.
    Das habe ich bei der ersten Pressemeldung schon verstanden.
    Ob er jetzt bei der Trainerwahl mitreden kann oder nicht ist mir so ziemlich egal.

    Es laufen Halbfinal- und Playout-Serien oder auch der NLB-Final. Denke da gäbe es genügend Storys...
  • DonChirschi 23.03.2017 15:03
    Highlight Highlight Ein neutraler Chronis weiss aus gut informierter Quelle, dass es sich beim neuen Trainer nur um Lars Leuenberger oder Kevin Schläpfer handlen kann.
  • ludi 23.03.2017 11:45
    Highlight Highlight Die "feinen Herren" aus Kanada, die davon ausgehen, dass nur wer aus Nordamerika kommt & Englisch spricht, etwas von Eishockey versteht, werden noch auf die Welt kommen. Denn von den Eigenschaften UNSERES Eishockeys & ins besonders jenem in der Romandie, haben die "5*****-Manager" keine Ahnung. Und sobald sie begriffen haben, dass es kein "Return-on Investment" zu holen gibt, sind sie so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind oder wechseln ihre "Wäsche" ("freundliche" Grüsse aus Lausanne & Kloten...!!!). Spätestens dann werden sich alle reumütig die Rückkehr von Chris McSorley wünschen!
  • deed 23.03.2017 11:15
    Highlight Highlight Der Verwaltungsrat als Quasi Sportchef?... LOL
  • ludi 23.03.2017 10:30
    Highlight Highlight Die Herren im VR werden noch bös auf die Welt kommen, denn von den Eigenschaften des CH-Eishockeys & insbesondere deren in der Romandie verstehen sie herzlich wenig...!!!
  • Schnurri 23.03.2017 07:14
    Highlight Highlight Nun humor hat der gute ja zumindest. Meiner Meinung nach läuft in Genf ohne Mc Sorley nix.

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