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Publikum in der PostFinance Aren beobachten das Spiel, im dritten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem Geneve Servette HC, am Donnerstag, 15. Maerz 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Berner Hockey-Tempel nennt sich seit 2008 «Post-Finance-Arena». Bild: KEYSTONE

«Post Finance» in der Krise – muss unser Hockey um den wichtigsten Sponsor zittern?

Seit 17 Jahren ist die Bank der Post der wichtigste Sponsor für den Eishockey-Verband und die Liga. Nun werden 500 Stellen abgebaut. Mit Folgen für das Hockey-Engagement?



«Post Finance» gehört schon fast zum Erscheinungsbild des nationalen Hockeys wie der Puck und die Schlittschuhe. Der punktbeste Spieler jedes Nationalliga-Teams wird vor jeder Partie als «Post-Finance-Topskorer» präsentiert und spielt im auffallend gelben Dress und Helm. Florian Kohler, der Geschäftsführer von «Swiss Ice Hockey», sagt: «Post Finance ist eine langjährige und eine sehr wichtige Partnerin. Insbesondere ihr Engagement im Nachwuchsbereich ist unerlässlich.» Zahlen mag er keine nennen. Kenner schätzen, dass «Post Finance» mehr als ein Viertel seiner Werbeeinnahmen ausmacht.

Berns Top Scorer Andrew Ebbett fotografiert im ersten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem ZSC Lions, am Dienstag, 27. Maerz 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (PHOTOPRESS/Anthony Anex)

Gehört zum Eishockey wie die Schlittschuhe: Der gelbe Helm des «Post Finance-Topskorers». Bild: PPR

Der Vertrag als Hauptsponsor von «Swiss Ice Hockey» (Verband und Liga) läuft bis 2022. Das Namens-Recht am Berner Hockey-Tempel («Post Finance-Arena») ist 2017 bis 2023 verlängert worden. Die Werbeverträge mit einzelnen Klubs haben unterschiedliche Laufzeiten.

Zur Höhe der Gesamtinvestitionen in die Hockey-Werbung werden keine Angaben gemacht. Sie dürften mit allen Begleitmassnahmen gut und gerne fünf Millionen Franken betragen. Bei einer Bilanzsumme von knapp 120 Milliarden Franken eine minimale Summe. Aber die starke Werbepräsenz bei gleichzeitigem Abbau von fast 20 Prozent aller Stellen ist bei einer Firma, die letztlich dem Bund gehört, heikler als bei einem reinen Privatunternehmen.

«Post Finance»-Mediensprecher Reto Kormann sagt, es gebe in diesem Zusammenhang keine Einflüsse von aussen (aus Gewerkschaft, Politik), die das Hockey-Engagement kritisch hinterfragen. «Nein, bislang wurden keine Forderungen dieser Art an die ‹Post Finance› herangetragen.» Auch auf die Frage, ob es internen Erklärungsbedarf gebe, sagt er «Nein.»

Gilles Senn, Torhueter des HC Davos, nimmt den Preis fuer den Youngster of the year neben Moderatorin Nicole Berchtold und Reto Kormann, Leiter Kommunikation Postfinance, entgegen, bei den Swiss Ice Hockey Awards am Freitag, 4. August 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Reto Kormann (links) bei der Ehrung von HCD-Goalie Gilles Senn als «Youngster des Jahres». Bild: KEYSTONE

«Wir halten laufende Verträge ein»

Das Sponsoring der «Post Finance» werde trotz Stellenabbau unverändert weitergeführt. «Wir halten laufende Verträge ein.» Eine Reduktion oder gar ein vorzeitiger Ausstieg sei kein Thema. Auch sei kein Stellenabbau im Bereich Sponsoring vorgesehen.

«Wir haben das Sponsoring-Engagement für das Schweizer Eishockey vor der Vertragsverlängerung im November 2016 grundlegend überprüft und angepasst.»

Reto Kormann, Mediensprecher «Post Finance».

Reto Kormann führt aus, das Negativzinsumfeld beschäftige die Branche und «Post Finance» schon seit mehr als drei Jahren. «Darum haben wir das Sponsoring-Engagement für das Schweizer Eishockey vor der Vertragsverlängerung im November 2016 grundlegend überprüft und angepasst.» In der Folge sei auf verschiedene Elemente – Fläche im Mittelkreis der zweithöchsten Liga, Nationalmannschaften – verzichtet worden. Sponsoring-Verträge in anderen Bereichen wie «Das Zelt» oder das «Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester» seien nicht mehr verlängert worden.

«Entlassung von Post-Chefin Ruoff ist hart, aber richtig»

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Video: srf

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

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    Alle Leser-Kommentare
  • exeswiss 13.06.2018 04:16
    Highlight Highlight meh... vielleicht kommen dann mal die teamlogos auf die mitte des eises und nicht dieses öde postfinance.
  • Pasch 12.06.2018 13:41
    Highlight Highlight Um den Sport muss man sich ja jetzt keine sorgen mehr machen. Die Casinos werden grosszügig "aushelfen".!
  • Eskimo 12.06.2018 11:58
    Highlight Highlight Unsere Topscorer müssen wegen ein paar Franken mit einer Zielscheibe auf dem Kopf übers Eis rennen.
    Sollte sowieso abgeschafft werden...
    • PeterGotBirthday 12.06.2018 12:37
      Highlight Highlight Als würden die Gegner keine Nummern, Namen oder Gesichter erkennnen können?
  • leu84 12.06.2018 11:19
    Highlight Highlight Es ist generell nicht gut, dass man von einem einzigen Hauptsponsor abhängig ist.
  • Albi Gabriel 12.06.2018 09:39
    Highlight Highlight Ich habe mich immer gefragt, wieso ein Staatsbetrieb überhaupt Sponsoring im Profibereich macht. Aber solange das Sponsoring die gesamte Liga unterstützt, also die ganze Schweiz betrifft, kann man ja noch knapp damit leben, dass dafür öffentliche Gelder verwendet werden. Wenn aber nur ein Club unterstützt wird, wie im Falle der Postfinance-Arena, dann ist das für mich eine reine Geldverschwendung und eine Frechheit gegenüber allen Nicht-Bernern!
    • goschi 12.06.2018 10:08
      Highlight Highlight Der Hauptstandort der PostFinance ist direkt neben dem Stadion, das Stadion ein perfekter Werbeträger auch an der Autobahn entlang und gut sichtbar.
      Zudem steht im Gegensatz zur Post die PostFinance in direkter Konkurrenz zu anderen Banken und wird auch nicht staatlich subventioniert.
    • supi 12.06.2018 10:17
      Highlight Highlight Es gibt Clubs in A & B die kene PF oder Kantonalbanken Werbung haben.
      Deshalb finde ich es auch problematisch wenn einzelne Clubs so einen Vorteil haben.
      Aber ist wohl ein Zeichen einer liberalen Wirtschaft
    • Albi Gabriel 12.06.2018 10:26
      Highlight Highlight @goschi: Ob der Hauptsitz in Bern liegt oder nicht, spielt keine Rolle. Die Postfinance ist keine Berner Firma und sollte deshalb definitiv nicht einen Berner Club speziell mitfinanzieren.
      Die Postfinance wird sehr wohl staatlich subventioniert. Dadurch, dass in jeder Poststelle (egal ob reine Post oder shop in shop) zumindest ein Teil der Dienstleistungen angeboten werden, kann die Postfinance ein Filialnetz anbieten, von dem man bei jeder anderen Bank nur träumen kann. Und dieses Filialnetz wird sehr wohl von der öffentlichen Hand aubventioniert.
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Der Grösste aller Zeiten geht – im Stil des Grössten aller Zeiten

Arno Del Curto (62) ist nicht mehr Trainer in Davos. Eigentlich unvorstellbar. Ein trauriger Tag für unser Hockey? Nein. Arno Del Curto verlässt die Arena als Sieger.

Die erste spontane Reaktion kommt von Chris McSorley: «One of the saddest days I've had since 2001».

Der Kanadier, der im Wesen und Wirken Arno Del Curto am nächsten kommt, hat recht und wieder auch nicht. Natürlich ist es hockeytechnisch ein trauriger Tag, wenn Del Curto sein Amt niederlegt. Nun ist McSorley der «Dinosaurier» der Liga. Er arbeitet seit 2001 in Genf und es passt, dass ausgerechnet er am Freitag der nächste Meisterschafts-Gegner der Davoser ist.

Aber es gibt auch eine andere …

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