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Luganos Linus Klasen liegt verletzt auf dem Eis, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und dem HC Lugano, am Freutag, 12. Januar 2018, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Die vielen Verletzten im Schweizer Eishockey sorgen für rote Köpfe. Bild: KEYSTONE

Warum die Schweizer Hockey-Justiz endlich richtig durchgreifen muss

Ist Eishockey brutaler, gefährlicher geworden? Nein. Wir haben genau die Härte und die Fouls und die Verletzungen, die wir wollen und die wir verdienen. Weil unsere Hockeyrichter versagen.



Innert kurzer Zeit sind mehrere Stars verletzt worden: Berns Mark Arcobello streckt Antti Erkinjuntti mit einem Check nieder. Langnaus Topskorer hat die letzten vier Spiele verpasst. Langnaus Kanadier Cam Barker erwischt mit einem Check Linus Klasen. Luganos offensiver Leitwolf hat die drei letzten Partien nicht mehr gespielt. Beide Opfer waren zweifelsfrei nicht im Scheibenbesitz.

Wir haben zwei weitere böse Szenen mehr aus den letzten Tagen. Gottérons Jim Slater checkt Zugs Zaubermaus Lino Martschini mit Anlauf gegen den Kopf. Gottérons Ralph Stalder trifft mit dem Ellenbogen Klotens Denis Hollenstein am Kopf.

«Nichts bleibt mehr unentdeckt.»

Ralph Krueger

Ist das Eishockey brutaler und gefährlicher geworden? Nein. Ganz im Gegenteil. Biels Sportchef Martin Steinegger, einst ein Haudegen im besten Wortsinne, sagte kürzlich: «Das Eishockey ist durch die Entwicklung zum schnelleren Spiel härter geworden. Aber wir haben früher schmutziger gespielt.»

Gefährliche Checks wie jener von Beat Forster gehören bestraft.

Auch der langjährige ehemalige Nationaltrainer und NHL-Coach Ralph Krueger sieht eine Entwicklung zum besseren Hockey. «Die strenge Regelauslegung wirkt sich erst jetzt ganz aus: inzwischen haben nur noch Spieler eine Chance, die läuferisch und technisch gut sind. Das Eishockey ist viel schneller und besser geworden. Es gibt inzwischen Spiele fast ohne Checks.» Zudem sei es dank des Video-Beweises einfacher geworden, Täter zu überführen. «Nichts bleibt mehr unentdeckt.»

Es sind keine Unfälle

Wie kann es dann sein, dass bei uns reihenweise Spieler nach irregulären Checks verletzt werden? Wie kann es sein, dass es von Jahr zu Jahr mehr Gehirnerschütterungen gibt?

Das ist so, weil wir es so wollen. Wir haben die Härte und die Verletzungen in unserem Hockey, die wir verdienen. Weil die Hockeyrichter bzw. die Liga, die ihre Hockeygesetze selber macht, versagen.

Der Check von Cam Barker an Linus Klasen.

Auf einen regelwidrigen Check kann und muss sich kein Spieler einstellen.

Keiner der erwähnten gesundheitsgefährdeten Angriffe war ein Unfall. Also ein nicht vermeidbares Zusammentreffen von unglücklichen Umständen. Die gibt es nämlich auch und können zu Verletzungen führen. Bei allen erwähnten Fällen hat der Täter bewusst die Folgen seines Handelns in Kauf genommen. Sonst hätte er die Aktion unterlassen. Durch das schnellere Spiel – und die NLA ist eine der schnellsten Ligen der Welt – werden Checks noch gefährlicher. Weil sich die Aufprallenergie im Quadrat zum Tempo erhöht.

Nun haben wir nach wie vor ein paar Ewiggestrige, meistens frustrierte ehemalige Spieler, die mit der Entschuldigung kommen, ein Spieler müsse halt lernen, Checks aufzufangen und sich bei einem Check richtig verhalten.

Gute Vorschläge, keine Lösung

Aber auf einen regelwidrigen Check kann und muss sich kein Spieler einstellen. Es wäre ein archaischer, nicht zu verantwortender Sport, der von seinen Stars verlangt, sich ständig gegen illegale Attacken zu wappnen. Wer einen Sport als Beruf ausübt, muss davon ausgehen, dass die Spielregeln nach bestem Wissen und Gewissen respektiert werden. Sonst haben wir Anarchie auf dem Eis.

Der Check von Jim Slater gegen Lino Martschini.

Flexible Banden helfen, Verletzungen zu vermeiden. Aber sie helfen nicht bei Angriffen auf den Kopf und bei Checks auf offenem Eis. Es gibt auch Überlegungen, wie die Spieler durch Regeländerungen besser geschützt werden könnten. Diskutiert wird etwa ein Verbot von Checks in der neutralen Zone (weil die meisten Gehirnerschütterungen durch Checks in der neutralen Zone verursacht werden) oder das Verbot, bei einem Check den Stock in beiden Händen zu halten.

Gute Vorschläge. Aber sie lösen das Problem nicht.

Die geltenden Regeln genügen nämlich vollauf. Sie untersagen jeden Angriff gegen den Kopf und gegen Spieler, die nicht im Besitze der Scheibe sind.

Langnau Antti Erkinjuntti, Mitte, geht verletzt vom Feld direkt in die Garderobe waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und den SCL Tigers am Samstag, den 6. Januar 2018 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Christian Merz)

Verletzungen, wie jene von Langnaus Erkinjuntti müssen verhindert werden. Bild: KEYSTONE

Die Lösung des Problems ist eigentlich einfach. Die Täter müssen härter bestraft werden um sie von ihren Taten abzuhalten. Alle Täter in den erwähnten Fällen sind mit zwei oder weniger Spielsperren «belohnt» worden. Das mag juristisch korrekt sein. Ist aber angesichts der Problematik geradezu lächerlich.

Längere Sperren, drastische Bussen

Beim Ruf nach härteren Strafen ist Vorsicht geboten. Auch Sportrichter dürfen sich nur im Rahmen der Gesetze bewegen, die der Staat erlassen hat. Im Eishockey haben wir jedoch den gesetzlichen Spielraum, der eine wirkungsvolle Abschreckung möglich macht. Durch zwei ganz einfache Grundsätzen.

Erstens durch längere Sperren. Alle Angriffe gegen den Kopf und alle Checks gegen Spieler, die noch nicht oder nicht mehr im Besitze der Scheibe sind, müssen mit mindestens zehn Spielsperren sanktioniert werden – und im Wiederholungsfall mit 20. Damit liegt die Bestrafung noch unter einem zivilrechtlich nicht zulässigen Arbeitsverbot.

Zweitens mit drastischen Bussen. In der NHL gibt es die Regel, dass ein Spieler während einer Sperre nicht bezahlt werden darf. Bei uns ist diese Praxis nicht durchsetzbar – und sie würde keine Wirkung zeigen. Die Klubs hätten alle Wege offen, diese Sanktion zu umgehen und Mehrkosten entstehen keine.

Es gibt hingegen einen gangbaren, schmerzhaften Weg. 10'000 Franken Busse für jeden Angriff auf den Kopf und für Checks gegen Spieler ohne Scheibe. Im Wiederholungsfall 20'000 Franken. Die Busse wird dem Klub des fehlbaren Spielers auferlegt. Der Vorteil: Das Bussgeld muss gar nicht eingetrieben werden. Es wird bei der Auszahlung des TV-Geldes einfach abgezogen.

Gefährliche Aktionen unterlassen die Spieler aber nur dann, wenn die Folgen drastisch sind.

Wenn wir die Angriffe gegen den Kopf und die Checks gegen Spieler ohne Scheibenbesitz abstellen, können gut zwei Drittel der Verletzungen vermieden werden. Dank einer praktisch lückenlosen Video-Überwachung ist es möglich, jeden Täter zu überführen und Fehlurteile weitgehend zu vermeiden.

Gefährliche Aktionen unterlassen die Spieler aber nur dann, wenn die Folgen drastisch sind. Und damit kommen wir zum Versagen der Liga und der Hockey-Richter. Es ist so wie im richtigen Leben: Es gibt eine «Güterabwägung»: soll ich es tun oder besser unterlassen, weil die Folgen schwerwiegend sind?

Wenn wir das Eishockey besser und sicherer machen wollen, dann ist der einzige Weg die harte Bestrafung der Täter.

Gutgemeinte Respekt-Werbeaktionen sind wirkungslos und machen nur PR-Büros reich. Dazu ein Beispiel aus dem richtigen Leben: Es genügt nicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen zu signalisieren und mit Plakaten für vernünftiges Fahren zu werben. Tempolimiten werden mit Kontrollen durchgesetzt. Und nur weil die erwischten Sünder empfindlich bestraft werden, wird auf unseren Strassen im internationalen Vergleich anständig gefahren.

epa05315970 A file photograph showing Swiss, Rene Fasel, President of the International Ice Hockey Federation, IIHF, who speak to the media during a press conference at the IIHF 2016 World Championship, in Moscow, Russia, 06 May 2016. Reports on 19 May 2016 state that Rene Fasel has been re-elected as the president of the International Ice Hockey Federation for another period of four years.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

René Fasel weiss, dass es härtere Strafen braucht. Bild: EPA/KEYSTONE FILE

Zweierlei Schäden

Inzwischen ist auch René Fasel, als Präsident des Internationalen Hockeyverbandes (IIHF) der höchste Funktionär der Welt, zum einfachen Schluss gekommen, dass das Hockey nicht mit Regeländerungen und Ermahnungen sicherer gemacht werden kann. Sondern nur mit härteren Strafen. In die Hockey-Gerichtspraxis der autonomen Ligen und Landesverbände kann er jedoch nicht eingreifen.

Gesundheitsgefährdende Fouls verursachen zweierlei Schäden. Erstens die nicht direkt messbaren. Ist das Eishockey gefährlich und wird die Brutalität auch noch durch TV-Bilder der Fouls dokumentiert, dann werden Eltern davon abgehalten, ihre Kinder für diesen gefährlichen Sport zu begeistern. Und Werber werden davon abgeschreckt, ihre Botschaft mit einem gefährlichen Sport zu verknüpfen. Zweitens die direkt anfallenden Kosten für die Versicherungen, die für die Heilung und die Lohnausfälle bezahlen müssen.

Davos`coach Arno del Curto trains with the kids at the

Schicken Eltern ihre Kinder noch zum Hockey, wenn es ständig so viele Verletzte gibt? Bild: SPENGLER CUP

Wenn sich die Liga bzw. die Hockeyjustiz nicht zu einem härteren Kurs durchringen können, dann werden in absehbarer Zeit die Versicherungsgesellschaften für mehr Ordnung sorgen: Die Kosten für Heilung und Lohnausfall treiben die Versicherungsprämien weiter nach oben. Das Gesetz sieht zudem vor, dass der Versicherer auf jene Regress nehmen kann, die durch einen Gesetzesverstoss (Regelverstoss) einen Schaden anrichten (sog. Schadenausgleichsrecht).

Liegt eine vorsätzliche Handlung vor, so besteht ein voller Regressanspruch. Die juristische Gefahr, dass ein Foul als vorsätzliche Handlung durchgeht, ist erheblich. Oder ein Täter kann vom gefoulten Spieler mittels Strafanzeige zur finanziellen Rechenschaft gezogen werden. Es gibt bereits entsprechende Bundesgerichtsurteile.

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All das wird für die Klubs und die Spieler im Quadrat teurer als Sperren und saftige Bussen. Die Liga und ihre Instanzen haben es in der Hand, für sichereres und noch besseres Hockey zu sorgen. Während der Olympiapause ruht der Spielverkehr in der höchsten Liga und Zeit wird frei für ein paar Sitzungen.

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DDF 22.01.2018 21:19
    Highlight Highlight Ein wenig recht haben die sogenannten Ewiggestrigen aber schon auch...die Spieler blicken bei jedem Körperkontakt gleich Richtung Schiri und lassen Schimpftiraden los. Anscheinend sind sie Körperspiel nicht mehr so gewohnt.
    Weiter bringen all diese Bussen auch nichts...was helfen würde ist ein verringertes Strafmass für Faustkämpfe...Goons regeln das dann schon...
  • darkgrey 22.01.2018 19:17
    Highlight Highlight Es braucht nicht nur härtere Strafen, sondern die GLEICHEN Strafen für alle! Es darf nicht sein dass Spieler wie Schwerwey, Rüfenacht, Sprunger oder Chiesa mit allem durchkommen, und Andere werden für leichte Vergehen mit mit 4 und mehr Sperren belegt.
  • Antiklaus 22.01.2018 16:59
    Highlight Highlight für einmal voll einverstanden mit Zaugg. Es ist jeweils die Absicht zu verletzen klar erkennbar= härtere Strafen aussprechen
  • energywolf 22.01.2018 15:42
    Highlight Highlight Bin absolut gleicher Meinung mit KS. Mindestens 10 Spielsperren mit einem absichtlichen Check gegen den Kopf oder gegen Spieler ohne Puckbesitz. Die Verletzungen wie Hirnerschütterungen sind schon schlimm genug, dazu kommt hinzu, wie bereits erwähnt, dass es ein abschreckende Wirkung auf den Nachwuchs haben kann. Die Verbandsjustiz soll hier endlich rigoros durchgreifen, verd.........noch mal. Zudem sollten die elenden Schwalben auch strenger bestraft werden. Solche Einlagen wie von Brust (gegen ZSC) oder von Boltshauser muss man ausmerzen.
  • CH_Eidgenoss 22.01.2018 14:09
    Highlight Highlight Für jeden Verletzunsverursacher soll die selbe Zeitsperre gelten wie der Verletzte verletzt vom Eis wegbleiben muss!
    • exeswiss 22.01.2018 15:32
      Highlight Highlight somit wenn ein 1. linien spieler einen 4 linien spieler verletzt, zögert man die verletzung extra lange hinaus damit der spieler umso länger gesperrt ist? zu viel missbrauchspotenzial.
    • Entenmann 22.01.2018 15:46
      Highlight Highlight Nein, schon bisher hängt das Strafmass für mich zu stark vom Ergebnis und zu wenig von der Absicht ab. Ob sich ein getroffener Spieler kurz schüttelt und weiterspielt oder ob er im schlimmsten Fall seine Karriere beenden muss (z.B. wegen zu vieler früherer Hirnerschütterungen), hängt von vielen Faktoren ab, die der Verursacher nicht beeinflussen kann.
    • FaW 22.01.2018 16:59
      Highlight Highlight @Entenmann
      Absolut meine Meinung; es geht ja ums Prinzip!
  • crigu 22.01.2018 13:02
    Highlight Highlight Der Check von Cam Barker erfolgte so kurz nach der Puckabgabe durch Linus Klassen, dass dieser sowohl gemäss Bericht des Player Safety Officers als auch gemäss Urteil des Einzelrichters noch "eligible to be hit" war. Das reflexartige Anheben des Arms durch Barker führte eher aufgrund der unterschiedlichen Körpergrösse als aufgrund böser Absicht zu einem Treffer am Kopf. Das gut begründete Urteil für die 2 Spielsperren kann auf sihf.ch unter Disciplinary nachgelesen werden.
    • LordVenedig 22.01.2018 17:03
      Highlight Highlight Juhuuuu... mal eine person die klar denkt danke für diesen kommentar. Schön das es doch noch leute in der schweiz gibt die sich die situation anschauen bevor sie den mund aufreissen.
      Gruss usem militär
  • Der müde Joe 22.01.2018 12:04
    Highlight Highlight Doch! Eishockey ist ein brutaler Sport! Jedem Spieler ist bewusst, dass er in seiner Karriere Knochenbrüche, Platzwunden und sogar den Verlust seiner Zähne erleiden kann.
    Aber ja, unsportliches Verhalten MUSS hart bestraft werden! Das ist aber eine schwere Gratwanderung. Nur weil ein Spieler sich bei einer Aktion des Gegners schwer verletzt (z.B. Fall Ronny Keller), heißt das nicht, dass der Gegner böse Absichten hatte. Es muss abgeschätzt werden ob absichtlich eine Verletzung in Kauf genommen wurde, oder ob es eine unglückliche Aktion war. Und das ist leider nicht immer offensichtlich.
  • De Pumuggel 22.01.2018 10:53
    Highlight Highlight Das würde es meiner Meinung nach viel weniger geben wenn das "Prügeln" erlaubt wäre.

    Beispiel NHL da gibt es oder gab es gewisse Enforcer, die de "Checker" gleich packten und ihm aufzeigten, dass unfaire checks zu unterlassen sind...aber dies gibt es ja nicht mehr wirklich, sprich der checker muss keine Angst weder auf noch neben dem Eis haben denn die Geldstrafen sind oft sowieso ein Witz und auf dem Eis braucht er keine Angst zu haben, dass er auf die Mütze bekommt.
    • one0one 22.01.2018 12:53
      Highlight Highlight Danke. Sehe ich auch so. In der NHL simd weit ueber 90% aller aktiven Spieler fuer Enforcer. Wer das Gefuehl hat Enforcer sind nur dumme Haudegen soll sich mal dir Doku "Ice Guardians" anschauen. Einige der bekanntesten Enforcer haben einen Princeton...
      Es wuerde sogar was bringen gegen das unsaegliche "im letzten Moment abdrehen". Der Enforcer pruegelt sich nicht zum Spass und wuerde seinem Spieler sagen er solle den Check gefaelligst Fressen. Er pruegle sich nicht fuer Mimosen.
      Was unbedingt zu korrigieren ist ist die Ausruestung. Die Shoulder Pads und Ellenbogenschonen sind zum toeten!
    • Baccara - Team Nicole 23.01.2018 13:05
      Highlight Highlight ..was bitte hat jetzt ein Princeton-Abschluss in deinem Text verloren? Ich kann auch einen solchen Abschluss haben, mich aber unfair (!!) und dumm verhalten, wenn z.B. in meinem Polospiel um etwas geht.
    • one0one 23.01.2018 14:52
      Highlight Highlight Da hast du natuerlich recht. Es ging mir nur darum das die Enforcer, nicht wie oft geglaubt, Grobiane ohne Hirnsubstanz sind. Psychophaten weissen meist ueberdurchschnittliche Intelligenz auf. Wer Polo spielt verhaelt sich unfair. Frag mal das Pferd ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dharma Bum(s) 22.01.2018 10:44
    Highlight Highlight Die Jungs sind Gladiatoren, mit fürstlichen Gehältern.

    Wir wollen Klasse-Spiele, aber wir wollen auch (faire) Monster-Checks. Jungs die durch die Gegend fliegen und die Banden zum Zittern bringen.
  • Nummelin 22.01.2018 10:40
    Highlight Highlight Vollkommen gleicher Meinung! Kann nicht sein, dass ein Spieler NUR 2 Spielsperren für einen Check gegen den Kopf eines Gegners mit Verletzungsfolge erhält.

    Die Liga soll endlich mal ein fest definiertes Mindest-Strafmass festlegen. Von mir aus 5 Spielsperren. Und dies ohne Clubbrille, auch wenn es einen Spieler von meinem Team treffen würde.

    Momentan fallen mir gleich drei Spieler ein, welche gegen ein drohendes Karriereende auf Grund von Gehirnerschütterungen ankämpfen müssen (Sprunger, Vesce und Ulmer).
  • Peter_Griffin 22.01.2018 10:36
    Highlight Highlight Interessant auch das in letzter Zeit häufig solche Checks im Spiel gar nicht oder nur mit einer 2min Strafe belegt worden sind! Erst im Nachhinein dann evtl. Sperre und Verfahren. Hier müsste schon im Spiel eine 5+Spieldauer ausgesprochen werden.
  • Thomas J. aus B. 22.01.2018 10:25
    Highlight Highlight So lange es Fasel und sein IIHF an einer WM nicht hinkriegen vor der eigenen Türe zu wischen und grobe Sachen mit 2 Spielsperren belohnt werden, braucht man ihn und seine ekelhafte Selbstgerechtigkeit auch nicht dauernd als Referenz zu bemühen. Aber eben, der gehört zu des Eismeisters Säulenheiligen-Kabinett.

    Härtere Strafen, nur zu. Nur alles über einen Kamm zu scheren ist der falsche Weg. Es ist m.E. zu Unterscheiden, ob ein Foul mit der Absicht den Gegner mit Check gegen den Kopf/Bandencheck o.ä. aus dem Spiel zu nehmen oder ob es ein Foul mit unglücklicher Verletzungsfolge ist.
  • Rookie 22.01.2018 10:24
    Highlight Highlight Meine Vorschläge: Check gegen den Kopf 5+, Beurteilung der Sperrendauer durch den Richter.
    Check gegen den Kopf eines nicht-puckführenden Spielers: 5+ automatisch, plus 7 Spiele Sperre automatisch als Mindestmass plus 10% des Salärs als Busse. Im Wiederholungsfall der gleichen Saison, verdoppelung des Strafmasses.
    • Dharma Bum(s) 22.01.2018 10:46
      Highlight Highlight "Automatisch", super, dann brauchen wir auch keinen Schiri mehr.

      Ist so wie beider SVP, XY = automatisch ausweisen.

      Und rosa Kleidchen für alle ...
    • Rookie 22.01.2018 21:46
      Highlight Highlight Wie willst Du sonst die Verletzungen, insbesondere Hirnerschütterungen eindämmen?
  • HCAP Ducky Book 22.01.2018 10:19
    Highlight Highlight Was erwartet man von einem Schiriboss namens Andreas Fischer, welcher in seiner aktiven Zeit zweihändige Stockschläge von hinten in die Beine nicht gesehen haben soll...

    Übrigens zu obigen Szenen sollte man noch eine von Ambri gegen SCB anfügen Kniestich von Dario Meier gegen das Knie von Christian Pinana. Jeder hat es gesehen im Stadion, nur die beiden Zebras nicht. Weder eine 2-Minutenstrafe noch eine Verfahren gegen Meier.
    • desmond_der_mondbaer 22.01.2018 11:09
      Highlight Highlight Dann müsste man aber auch noch die Szene Diaz gegen Arcobello anfügen, bei welcher Diaz völlig unnötig Arcobello den Stock hinten ins Knie geschlagen hat, nachdem dieser ein Tor gemacht hat. Wurde auch von niemandem geahndet.
      Dieser Diaz kann im Moment so oder so tun und lassen was er will. Im Moment eine totale Katastrophe mit diesen Schiri‘s.
  • goalfisch 22.01.2018 10:15
    Highlight Highlight ich mag ja den forster wirklich nicht .... aber warum dreht sich der andere depp genau in dem moment zur bande als er gecheckt wird?????
    • goalfisch 22.01.2018 10:42
      Highlight Highlight https://www.blick.ch/sport/videoformate/dino/zwei-minuten-fuer-dino-hier-verhaelt-sich-nilsson-falsch-nicht-forster-id7872977.html
    • Altorez 22.01.2018 11:15
      Highlight Highlight Müssen wir das schon wieder durchlaufen? Klar verhält sich Nilsson nicht ganz korrekt ABER! Wenn ein Forster nach einer 2 Minuten Strafe (welche eigentlich schon eine glasklare 5 Min Strafe gewesen wäre) aufs Spielfeld zurückkommt und den erstbesten Gegner ganz sicher nicht unabsichtlich in den Kopf checkt gehört dies einfach bestraft. Man sieht ja bereits beim kommen von der Strafbank und in der Aktion vorher wie aggressiv er ist und das er einfach nur auf das Verletzen eines Gegners aus ist. Ich hoffe die #8 der Lions merkt sich das noch fürs nächste Spiel ;)
    • Staedy 22.01.2018 11:47
      Highlight Highlight Wer den Saurier und Doppelhänder Dino als Relevanz für eine sachliche Beurteilung eines Checks nimmt, der hilft der Sache nicht. Wenn nicht mind. ein Spieler verletzt vom Eis muss während einem Spiel. ist es für den Dino sowieso nur Pussyeishockey.
  • BeatBox 22.01.2018 10:11
    Highlight Highlight Ich bin überhaupt kein Fan von Forster, aber die Stürmer verhalten sich mehr und mehr einfach selten dämlich.

    Hier jemanden als ewiggestrig zu bezeichnen, der das Verhalten der Stürmer in Bandennähe kritisiert ist einfach nur lächerlich! Ein Stürmer, der in einem Qualispiel Pirouetten in Bandennähe macht, obwohl er weis, dass ein Verteidiger naht, ist einfach nur dämlich! Risikominimierung hat auch mit Intelligenz zu tun!

    Zudem gilt es neu zu definieren was Puckbesitz heisst. Kontakte im Kampf um den Puck sind normal, sollten aber nach Regelbuch eigentlich immer sofort abgepfiffen werden!
  • Eifach öpis 22.01.2018 09:25
    Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich mit den geforderten Strafen einverstanden, aber die hohen Bussen müssten meiner Meinung nach prozentual zum jeweiligen Lohn abgerechnet werden, da 10'000.- für einen ausländischen Superstar nicht vergleichbar mit 10'000.- für einen 17 jährigen rookie sind.
    • Intus 22.01.2018 12:32
      Highlight Highlight Wenn die Strafen den Klubs auferlegt werden, so wie angedacht, spielt es meines Erachtens keine Rolle für wen die Strafe anfällt. Oder irre ich?
    • darkgrey 22.01.2018 19:17
      Highlight Highlight Bussen sind vom Lohn abhängig.
  • chrisdea 22.01.2018 09:24
    Highlight Highlight Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Ausser eventuell, dass es auch in den tieferen Ligen sinnvoll wäre (wenn auch leider vermutlich unrealisierbar) bei Spielen eine Kamera unter das Hallendach zu installieren, die das gesamte Spielgeschehen aufnimmt.
    • Oban 22.01.2018 09:40
      Highlight Highlight Unter welches Hallendach?
      Ab 2.Liga spielst du praktisch immer draussen.
    • chrisdea 22.01.2018 12:17
      Highlight Highlight Deswegen meine ich ja vermutlich unrealisierbar. Allerdings nimmt die Zahl der offenen Eisbahnen immer weiter ab (zum Glück...), Und auch die haben zumindest Flutlicht-Anlagen, an denen eine fest montierte Kamera angebracht werden könnte. Wenn man denn so wollte...
  • Baccara - Team Nicole 22.01.2018 09:23
    Highlight Highlight Naja. Es gelten Regeln, aber die müssen halt auch vor Ort - sprich während des Spiels! - durchgesetzt werden. Bei den Spielen sehe ich immer wieder Anarchie, es wird grundsätzlich erst mal gar nicht gepfiffen oder sehr selektiv. Mal etwas, dann wieder nicht - das hilft einem Spieler nicht weiter. Von daher..
    • FaW 22.01.2018 16:58
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach sind die Schiedsrichter z.T. sowieso nicht objektiv und auch als unparteiischer Zuschauer (ich z.B. bei Bern vs. Langnau) fällt das recht extrem auf.
    • Baccara - Team Nicole 23.01.2018 13:02
      Highlight Highlight Das ist, was ich meine. Wenn ich mir Davos gegen Zug anschaue, hege ich für beide Mannschaften keine Gefühle und denke mir - da Foul, wo ist der Pfiff? Aber dann einen halbherzigen Stockschlag sanktionieren?

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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