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Biels Marco Maurer wird vom Eis gefuehrt, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und dem EHC Kloten, am Freitag, 24. November 2017, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kann Marco Maurer doch bei Biel bleiben? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Marco Maurer – oder wer zu früh unterschreibt, den bestraft das Leben

Darf Verteidigungsminister Marco Maurer (31) bei Biel bleiben oder muss er nach Genf zügeln? Diese Frage wird noch für einige Unterhaltung sorgen.



Biels Verteidiger Marco Maurer unterschreibt im Januar bei Servette einen Zweijahresvertrag (bis 2021). So weit, so gut.

Vertragsunterzeichnungen vor der Zeit sind in unserem Hockey gang und gäbe. Inzwischen sind alle grossen Transfers schon vor dem Ende der laufenden Saison gemacht. SCB-Torhüter Leonardo Genoni hat beispielsweise schon im letzten Sommer einen Fünfjahresvertrag mit Zug abgeschlossen. Arbeitsbeginn in Zug im nächsten Sommer.

Aber Marco Maurer hat bei Servette zu früh unterschrieben. Im Januar schien klar, dass Chris McSorley auch nächste Saison an der Bande stehen wird. Doch das ist nicht mehr der Fall. Er muss sich ins Büro des Sportdirektors zurückziehen und wird durch den kanadischen Nachwuchstrainer Patrick Emond ersetzt. Der Wechsel wird in den nächsten Tagen offiziell bestätigt werden.

Keine Frage: Hätte Marco Maurer gewusst, dass es bei Servette zu diesem Trainerwechsel kommt, dann hätte er nicht so vorschnell unterschrieben. In Biel ist er Teil einer Mannschaft, die sich zum Spitzenteam entwickelt hat. In Genf muss er sich an einem Experiment mit ungewissem Ausgang beteiligen.

Servette's Head Coach Chris McSorley during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2018/19 between HC Lugano and HC Geneve Servette, at the Corner Arena in Lugano, Switzerland, Sunday, February 17, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Chris McSorley muss seinen Posten an der Bande von Genf wieder räumen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die Wahrscheinlichkeit, dass aus Patrick Emond eine frankophone Antwort auf Arno Del Curto wird, ist gering. Ein «Kindertrainer» ohne jede Erfahrung mit Profiteams muss in den Schuhen von Chris McSorley stehen: Da ist im Frühjahr 2020 die Platzierungsrunde näher als die Playoffs-Qualifikation.

Logisch also, dass nun Marco Maurer sagt, er möchte in Biel bleiben. Ja, dass er alles tun würde, um den Transfer rückgängig zu machen. Und ebenso logisch, dass Biels Sportchef Martin Steinegger interessiert ist, dass einer seiner wichtigsten Verteidiger bleibt. Und klugerweise sagt er, Marco Maurer müsse die vertragliche Situation mit Servette regeln. Er will ja nicht am Ende noch eine Ablöse an den geschäftstüchtigen Chris McSorley zahlen.

Aus der Geschichte kann man, wenn man will, ein Drama machen …»

Chris McSorley

Die Frage geht also an Servettes neuen Sportdirektor Chris McSorley: Sind Sie bereit, den Vertrag mit Marco Maurer wieder aufzulösen? «Nein. Denn dann hätten wir nächste Saison ein Problem in unserer Verteidigung.» Aber bringt es etwas, einen wichtigen Spieler zu verpflichten, der lieber dort bleiben würde wo er jetzt ist? Der Kanadier weiss aus Erfahrung, dass eine «Zwangsehe» im Mannschaftsport nicht funktioniert. Und so sagt er, fast ein wenig resignierend: «Aus der Geschichte kann man, wenn man will, ein Drama machen …»

Damit ist klar: Mit Geduld, Hartnäckigkeit und festem Willen kann Marco Maurer seinen Vertrag bei Servette ohne Kostenfolge wieder auflösen. Aber hat er die Nerven? Und zugleich muss er sicherstellen, dass ihn dann Martin Steinegger wieder zu gleichen Konditionen zurücknimmt. Chris McSorley setzt darauf, dass sein Wunschverteidiger das ganze Theater scheut und am Ende doch in den nächsten zwei Jahren für Servette verteidigen wird.

Der Bieler Marco Maurer, rechts, zwingt Zuerichs Denis Hollenstein, links, auf Eis beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen den EHC Biel im Zuercher Hallenstadion am Dienstag,23. Oktober 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

In Biel fühlt sich Marco Maurer wohl. Bild: KEYSTONE

Die Geschichte lehrt uns, dass es nicht immer klug ist, frühzeitig bei einem anderen Klub zu unterschreiben. Marco Maurer hatte in Biel lange Zeit Mühe mit Trainer Antti Törmänen und so suchte er sich einen neuen Arbeitgeber. Bei Servette wird er nicht mehr verdienen als in Biel.

Aber in der Zwischenzeit kommt der ehemalige Zuger Junior mit seinem Trainer in Biel bestens aus. Er hat in der Abwehr eine wichtige Rolle und spielt das beste Hockey seiner Karriere. Nach einer Tour de Suisse (Zug, Servette, Lausanne, Rapperswil-Jona, ZSC Lions und Lugano) hat er in Biel endlich seine Hockey-Heimat gefunden.

Tja, wer zu früh unterschreibt, den bestraft das Leben.

Affaire à suivre.

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ambraham 11.04.2019 19:14
    Highlight Highlight Ich verwette mein SCB Saisonabo für die nächste Saison (Stehplatz) darauf, dass Mc Sorbet auch nächste Saison in Genf (früher oder später) wieder Trainer ist. 😁🍦🍦🍦🐦🐻🏆🐻
    • Oh Dae-su 11.04.2019 20:35
      Highlight Highlight Gibt es eigentlich noch eine andere Quelle zur Versetzung von Mc Sorley oder weiss da KZ wieder einmal mehr als alle anderen?
  • Rheinpfeil 11.04.2019 15:18
    Highlight Highlight Der Mann ist 31, sollte also wissen, was er tut. Er wird in Genf vermutlich nicht wenig Geld verdienen. Er ist Profisportler und weiss, dass von einem Tag auf den anderen der Trainer oder Sportdirektor, der ihn verpflichtet hat, wieder weg sein kann.

    Und dann dieses Mimimimimi?
  • Couleur 11.04.2019 14:33
    Highlight Highlight "Die Wahrscheinlichkeit, dass aus Patrick Emond eine frankophone Antwort auf Arno Del Curto wird, ist gering."

    Das ist für Genf auch zu hoffen, denn die Del Curtos uns Mc Sorleys sind ein Auslaufsmodell. Ausbilder und Trainer mit hoher Sozialkompetenz und Kommunikationseigenschaften sind heute gefragt.

    Die Zeit der Bandengeneräle ist vorbei. Dieser Emond hat zwei Mal hinter einander den Elite Titel geholt und Genf will vermehrt diesen Jungen eine Chance geben. Schon Tagnes wurde bei der Verpflichtung vom Eismeister abwertend behandelt. Emond gebührt eine faire Chance.
    • Hockrates 11.04.2019 16:27
      Highlight Highlight Was soll bei der Sozialkompetenz von Del Curto und bei den Kommunikationseigenschaften von McSorley verkehrt sein?
    • Couleur 11.04.2019 16:41
      Highlight Highlight Der Umgang mit jungen Spielern haben beide (ADC vor allem in Davos) den Kopf gekostet.
  • Dynamischer-Muzzi 11.04.2019 13:08
    Highlight Highlight Nun ja, mir fehlt hierbei die genaue Ursache, weshalb es zum Bruch zwischen Maurer und Törmänen kam. Diese wird aber sicher nicht nach aussen getragen, was absolut professionell ist. Das Thema ist zwischen den Beteiligten geklärt und Maurer ist ansich ein super Typ und guter Spieler, der auch mal hinlangt wenns sein muss. Sollte er die Sache. It dem Vertrag regeln können, wird er sicher in Biel bleiben können. Er ist ein wichtiges Mitglied im Team und auch massgeblich an der Entwicklung zum Spitzenteam beteiligt. Forster wird auch nicht jünger und Salmela allein kann die Jungen nicht führen.
    • Ah-Jah 12.04.2019 20:51
      Highlight Highlight Die Lobesrede für Maurer ist gut aber zu wenig gut. Hat er den Wechsel selber eingefädelt oder ein Agent? Oder ist er doch der beleidigte Spieler und die Schweiz hat noch nicht gemerkt wie gut er doch ist! Hat er auch schon mal vier Saison bei einem Verein gespielt, ausser Zug mit dem Nachwuchs?
  • MARC AUREL 11.04.2019 12:06
    Highlight Highlight Selber Schuld und damit muss man als Spieler rechnen, dass ein Trainer ausgewechslet wird!
    • LebeauFortier 11.04.2019 13:25
      Highlight Highlight Der Fabrice Herzog geht ja auch zum HCD, um dort Arnos Ausbildung zu geniessen.

      Dachte er.
    • mukeleven 11.04.2019 16:02
      Highlight Highlight @lebeaufortier: das ist so, nur heult herzog nun nicht rum und will wieder retour zur garage frey.
      er freut sich auf christian wohlwend.
      🤓
  • Staedy 11.04.2019 12:04
    Highlight Highlight Das Geld bestimmt den Weg, da hat es nachträglich für so viel Gefühle kaum Platz.
  • Knety 11.04.2019 11:49
    Highlight Highlight Er hätte besser einfach die Klappe gehalten und würde für Servette alles geben. Biel wird wohl schon Ersatz für ihn gefunden haben und in Genf hält man jetzt sicher nicht mehr viel von Ihm.
    🤦🏼‍♂️
  • baBIELon 11.04.2019 11:34
    Highlight Highlight Eigendlich könnte sich Servette jetzt erkenntlich zeigen für die vergangenen Jahre.. Wir haben ihnen immer wieder mit Spielern ausgeholfen oder das beste Beispiel: Robert Mayer! Der Typ hatte noch einen Vertrag bei uns als er in Servette unterschrieb und Biel machte damals ebenfalls kein Drama aus der Geschichte ;)
  • rock-n-roll 11.04.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich fand ihn als Junior schon nicht gut und finde ihn auch jetzt nicht gut. Kann also gerne bei Biel bleiben!
  • fandustic 11.04.2019 10:47
    Highlight Highlight Biel holte ja bereits Ulmer als Ersatz....unwahrscheinlich, dass sie noch Platz für Maurer haben, ausser ein Verteidiger verlässt Biel noch. Zurzeit sind aber bereits neun Verteidiger für nächste Saison (Irrtum vorbehalten).
    • Ironiker 11.04.2019 12:24
      Highlight Highlight 9, richtig. Wobei einer davon Dominik Egli ist, welcher wenig gespielt hat und schlussendlich bei Kloten "parkiert" wurde.

      Daneben mit Prysi ein Junior, der wohl nur zu Teileinsätzen kommen dürfte - es sei denn, der schlägt ein wie Moser...

      Ich könnte mir schon vorstellen, dass eben ein Egli trotz Vertrag eine neue Herausforderung bei einem anderen Verein suchen möchte/könnte/dürfte, wenn Maurer effektiv in Biel bleibt.
  • Nelson Muntz 11.04.2019 10:45
    Highlight Highlight Verträge erst nach Saisonende unterschreiben, wie in der NHL!
    • Der müde Joe 11.04.2019 12:33
      Highlight Highlight So sollte es sein!👍🏼
      Und auch Transparenz was die Gehälter angeht! So könnten viele Wucherveträge vermieden werden.
  • Bieler95 11.04.2019 10:35
    Highlight Highlight Bitte bleib bei Uns Marco❤️💛💪🏻
  • Theageti 11.04.2019 10:19
    Highlight Highlight «Aus der Geschichte kann man, wenn man will, ein Drama machen …»
    -Chris McSorley

    Wo er recht hat, hat er recht.

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