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Nationalspieler Samuel Walser könnte den HCD in Richtung Westschweiz verlassen.
Nationalspieler Samuel Walser könnte den HCD in Richtung Westschweiz verlassen.Bild: KEYSTONE
Eismeister Zaugg

Fribourgs Versuch, ein Meisterteam zu bauen – kommt auch Walser aus Davos?

Der Davoser Nationalspieler Samuel Walser (25) steht vor dem Wechsel ins Unterland. In Fribourg soll aus dem Defensivsoldaten wieder ein Stürmer werden – und ein wichtiges Teil in Gottérons Meister-Puzzle.
14.11.2017, 09:2214.11.2017, 09:56

Gewährsleute aus Davos melden, dass inzwischen mit dem Abgang von Samuel Walser zum HC Fribourg-Gottéron gerechnet wird. Er komme zwar mit seinemTrainer Arno Del Curto gut aus. Da gebe es keine Probleme. Aber die beiden seien übereingekommen, dass ein Tapetenwechsel für die spielerische Weiterentwicklung ganz gut wäre.

Der kräftige Center (190 cm/95 kg) zügelte im Frühjahr 2013 von Kloten nach Davos. Unter Arno Del Curto ist er zum Nationalstürmer gereift. Aber in den letzten 80 Partien hat er für den HCD nur noch zehn Tore erzielt – gemessen an seinem Potenzial viel zu wenig.

Brotlose Kunst statt Zug aufs Tor

Warum ist er nicht produktiver? Er sitzt inzwischen nur noch am offensiven Katzentisch: mit lediglich 13:02 Minuten Eiszeit pro Spiel ist er bloss die Nummer 12 (!) der HCD-Stürmer. So ist es schwierig, produktiv zu sein. Bereits letzte Saison war er bloss auf durchschnittlich 12:48 Minuten Eiszeit gekommen.

Die Frage ist natürlich, warum er von Arno Del Curto nicht mehr offensiven Auslauf bekommt. Die Gewährsleute in Davos sagen, Samuel Walser setze das geforderte kompromisslose, schnelle Direktspiel zu wenig konsequent um und ziehe hin und wieder den «Kurvenlauf» dem furchtlosen direkten Sturm aufs Tor vor. Er ist inzwischen in Davos zum Defensivsoldaten geworden.

Del Curto erklärt Walser seine Ideen.
Del Curto erklärt Walser seine Ideen.Bild: KEYSTONE

Warum also nicht zu Fribourg? Dort könnte er als Center den dritten Block so stark machen, dass die Mannschaft wieder ein Spitzenteam wird. Dass Gottéron auch mit Slawa Bykow und Andrej Chomutow nie Meister geworden ist (1992 gegen Bern, 1993 und 1994 gegen Kloten den Final verloren) lag nicht nur am mental zerbrechlichen Goalie Dino Stecher. Es fehlte neben Bykow und Mario Rottaris ein starker dritter Center.

Furrer hat schon unterschrieben

Mit Samuel Walser könnte Gottérons Mittelachse meisterlich werden. Walser als wichtiges Teilchen in einem künftigen Meister-Puzzle? Warum nicht? Aber das sind vorerst Wunschvorstellungen. Es gibt ja im Unterland auch noch andere Klubs, die sich Samuel Walser leisten können.

Mit Furrer stösst ein WM-Silberheld von 2013 zu Gottéron.
Mit Furrer stösst ein WM-Silberheld von 2013 zu Gottéron.Bild: KEYSTONE

Samuel Walser ist allerdings nur ein Teil eines meisterlichen Masterplans. Interessant ist schon, wie Luganos Verteidigungsminister Philipp Furrer (32) seinen überraschenden Wechsel zu Gottéron begründet – er hat ab kommender Saison für drei Jahre unterschreiben. Das Geld sei nicht entscheidend gewesen. «Ich werde mit meiner Familie in Murten wohnen und es ging um Biel oder Fribourg. Für Fribourg spricht nicht nur der kürzere Weg. Für mich sind auch die hohen Ziele wichtig: Gottéron will wieder ein Spitzenteam werden. Wenn ich so die Spielerliste durchsehe, dann muss ich sagen: wenn auf einmal für nächste Saison auch noch Reto Berra kommen sollte, dann ist alles möglich.» Und das sagte der Nationalverteidiger zu einem Zeitpunkt, als Samuel Walser noch kein Thema war.

Walsers Entscheid noch vor Weihnachten

Berra hat nach wie vor einen gültigen Fünfjahresvertrag (drei Jahre plus Option) mit Gottéron, nützt aber die NHL-Ausstiegsklausel um diese Saison in Nordamerika (Anaheim/San Diego) zu spielen. Bei einer Rückkehr in die Schweiz besitzt Gottéron seine Rechte.

Doch noch einmal zurück zu Philipp Furrer. Hatte er kürzlich nicht gesagt, als «SCB-Urgestein» könne er nicht zu Gottéron wechseln? «Ja, ja, das war so ein Spruch.» Und, hat es negative Reaktionen gegeben? «Nein, nur ein paar Sprüche. Aber in Murten sind meine künftigen Nachbarn begeistert. Murten ist Gottéron-Land.»

Noch ist Samuel Walser in Davos. Die Gewährsleute melden, dass am Mittwoch ein weiteres Gespräch stattfindet. Sein Agent Georges Müller sagt, die Entscheidung werde wohl in den nächsten zwei Wochen fallen.

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Video: watson/Emily Engkent

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