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28.11.2015; Ambri; Eishockey NLA - HC Ambri-Piotta - ZSC Lions;
Trainer Hans Kossmann (Ambri)
(Michela Locatelli/freshfocus)

Hans Kossmann will seine Mannen in die Play-offs peitschen.
Bild: Michela Locatelli/freshfocus

Eismeister Zaugg

Dann dreht Ambri-Trainer Kossmann den Spiess plötzlich um: «Ich habe übrigens auch noch eine Frage ...»

Trainer Hans Kossmann (50) erklärt im – sagen wir mal – etwas speziellen Interview, warum er trotz einem schlechten Abschlusstraining guter Dinge ist und Ambri die Play-offs erreichen wird.



Trainer sagen, sie können am Training erkennen, wie ihre Mannschaft spielen wird.
Hans Kossmann: So? Ist das wirklich so?

Ja, das sagen selbst grosse Trainer.
Nun, dann ist es wohl so.

Was haben Sie also in den letzten Tagen im Training gesehen? Wie wird Ambri in Lugano und gegen Biel spielen?
Am Montag hatten wir trainingsfrei. Nach den Trainings vom Dienstag und vom Mittwoch war ich sicher, dass wir die restlichen Spiele noch alle gewinnen. Aber nach dem Training am Donnerstag habe ich Zweifel.

Hans Kossmann, der neue Trainer von Ambri Piotta, rechts, leitet sein erstes Training mit dem Eishockeyclub HC Ambri Piotta, am Montag, 26. Oktober 2015, in der Valascia Halle in Ambri-Piotta. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Hans Kossmann gibt im Training die letzten Anweisungen.
bild: Keystone

Warum?
Na ja, das Abschlusstraining am Donnerstag war einfach nie mehr so gut.

Sind Sie deswegen nun zutiefst beunruhigt?
Nein, nein. Die Jungs hatten einfach am Donnerstag die Nase vom harten Training voll. Sie wollen endlich spielen.

Sie meinen: wie Pferde, die endlich losrennen wollen?
Ja, genau. Sie warten nicht nur auf das Rennen. Sie scharren schon mit den Hufen.

Und, sind die Pferde schnell genug, um das Rennen gegen Lugano und Biel zu gewinnen?
Ja, sie machen mir einen guten Eindruck.

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Die Felle glänzen, die Nüstern beben und strotzen alle vor Kraft?
Das haben Sie aber schön gesagt. Ja, wir haben wieder Energie. Gegen Ende Januar ist uns schon etwas die Kraft ausgegangen. Aber das ist jetzt überwunden.

Ihr Team steht und fällt mit der Torproduktion ihrer drei ausländischen Stürmer Cory Emmerton, Adam Hall und Alexandre Giroux. Haben die drei in den Trainings regelmässig ins Tor getroffen?
Oh ja, ich bin sehr zufrieden.

Ambris Alexandre Giroux, rechts, und Mikko Maeenpaeae, links, freuen sich ueber das 3-2 Schlussresultat durch Cory Emmerton, Mitte, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Ambri-Piotta und dem EV Zug, am Dienstag, 19. Januar 2016, in der Valascia Eishalle in Ambri. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Ohne Ausländer geht bei Ambri nach vorne nur wenig.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Dann haben Sie im Training wohl Schüsse aufs leere Tor geübt.
Sicher nicht! Die drei sind gut drauf und haben richtig Tore erzielt.

Vor allem in den Trainings während der Nationalmannschaftspause?
Ja, warum die Frage?

Da war es keine Kunst, Tore zu erzielen. Nationaltorhüter Sandro Zurkirchen war ja nicht da.
Ach so, ja, das stimmt. Aber die drei haben auch am Dienstag, am Mittwoch und am Donnerstag gegen Sandro getroffen. Ich bin zuversichtlich.

Hat Inti Pestoni im Training auch fleissig Tore erzielt?
Oh ja, auch er ist gut in Form.

Sind fürs Rennen alle Pferde fit?
Ja, bis auf Verteidiger Michael Fora. Markus Nordlund wird überzähliger Ausländer sein.

Ambris Inti Pestoni, rechts, im Duell mit Langnaus Evgeni Chiriaev, links, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Ambri-Piotta und den SCL Tigers, am Samstag, 23. Januar 2016, in der Valascia Eishalle in Ambri. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Inti Pestoni will in seiner letzten Ambri-Saison unbedingt in die Play-offs.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Wenn Sie die Ziellinie nicht rechtzeitig erreichen und die Play-offs verpassen: Wie gross ist dann die Gefahr, dass die Mannschaft resigniert und am Ende noch in Abstiegsgefahr gerät?
Das weiss ich doch nicht!

Sie wissen es nicht? Aber Sie kennen doch Ihre Mannschaft!
Ja natürlich kenne ich meine Mannschaft. Aber ich befasse mich nicht damit, was sein könnte, wenn wir die Play-offs verpassen. Jeder von uns ist überzeugt, dass wir es schaffen.

«Gouverner c’est prévoir», heisst es. Richtig regieren und trainieren bedeutet, sich vorzusehen, einen Plan B zu haben. Ist es nicht geradezu leichtsinnig, alles auf die Karte Play-offs zu setzen?
Sie sollten Ambri eigentlich gut genug kennen, um keine solchen Fragen zu stellen. Meine Spieler haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass sie kritischen Situationen gewachsen sind. Wir können es uns deshalb leisten, alle unsere Energie in den Kampf um die Play-off-Plätze zu investieren. Ich habe übrigens auch noch eine Frage: Wer kommt in die Play-offs?

Der SCB und die Kloten Flyers.
So? Dass Sie Ambri die Play-offs nicht zutrauen, kann ich ja noch nachvollziehen. Sie wollen mich wohl zu einer unbedachten Aussage provozieren. Aber das mit Lausanne kann ich nicht verstehen. Lausanne hat die letzten zwei Jahre die Play-offs erreicht! Wie kommen Sie dazu, diese Mannschaft abzuschreiben?

Weil nicht die Gegenwart zählt. Ambri hat in der Vergangenheit schon die Qualifikation gewonnen und das Play-off-Finale erreicht. Das zählt jetzt auch nicht mehr.
So kann man es tatsächlich auch sehen.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

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NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
quelle: keystone / fabrice coffrini
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