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Lugano Trainer Doug Shedden gibt Anweisungen Spieler beim fuenften Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern am Dienstag, 12. April 2016, in der Resega Halle in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Doug Shedden will seinen Meisterfluch brechen. Bild: TI-PRESS

Eismeister Zaugg

Ist das «Grande Lugano» auferstanden? Noch nicht. Aber es gibt keine Ausreden mehr

Nun hat Lugano so viel Talent zusammengekauft, dass es keine Ausreden mehr gibt, wenn die Mannschaft im Titelkampf zum elften Mal hintereinander scheitern sollte.



Lugano ist seit dem Titel von 2006 eine Traumfabrik, in der Jahr für Jahr millionenschwere sportliche Luftschlösser errichtet werden. Inzwischen leitet dieses sportliche Unternehmen ausgerechnet einer, der auch noch nie Meister geworden ist. Und doch kann es Doug Shedden schaffen.

Ende Oktober 2015 rutschte Lugano unter dem heutigen Nationaltrainer Patrick Fischer mit 16 Punkten aus 15 Spielen auf dem letzten Platz ab. Das teuerste Schlusslicht in der Geschichte unseres Hockeys (seit 1908).

Damien Brunner vom HC Lugano gibt Autogramme waehrend der offiziellen Mannschaftspraesentation in der Resega Eishalle am Samstag, 13. August 2016, in Lugano. (KEYSTON/TI-PRESS/Carlo Reguzzi)

Damien Brunner und Co. wollen endlich Meister werden. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Unter Patrick Fischers Nachfolger Doug Shedden holte Lugano in 35 Partien 64 Punkte. Nur die ZSC Lions (65 Punkte) waren besser. Die Finalqualifikation (1:4 gegen Bern) war die logische Fortsetzung in den Playoffs und erstmals seit zehn Jahren und dem Meistertitel von 2006 war die Resega wieder gegen einen anderen Gegner als den Lokalrivalen Ambri ausverkauft.

Ist das «Grande Lugano» also auferstanden? Das grosse Lugano, das zwischen 1986 und 1990 unter John Slettvoll vier Titel holte? Nein. Noch nicht. «Grande» ist Lugano nur als Meister.

Zwei fragwürdige Transfers

Nun hat Lugano noch einmal nachgerüstet und hat so viel Talent, dass die Mannschaft von einem fähigen Trainer zumindest theoretisch am Telefon ins Finale gecoacht werden kann. Zumal sich NHL-Draft Elvis Merzlikins inzwischen zu Luganos bestem Torhüter seit Meistergoalie Ronnie Rüeger entwickelt hat.

Wenn Doug Shedden mit dem teuersten Team ausserhalb der NHL und der KHL im nächsten Frühjahr nicht Meister wird, dann hat er, anders als zuvor in Finnland und in Zug, keine Ausreden mehr. Und auch für Lugano fällt die populäre Ausrede weg, der Trainer sei schuld. Es stimmt zwar, dass Doug Shedden in Europa noch nie Meister und Zug in sechs Jahren nie Finalist war. Aber er hat eben auch erst in Lugano eine Mannschaft, um Meister zu werden.

Die neuen Lugano Spieler Daniel Sondell, Massimo Ronchetti, Patrik Zackrisson, Dario Buergler, Ryan Gardner und der Trainer Doug Shedden, von links beim ersten Eistraining des HC Lugano am Sonntag, 31. Juli 2016 in der Resega Eishalle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-press/Samuel Golay)

Die neuen Lugano-Spieler Daniel Sondell, Massimo Ronchetti, Patrik Zackrisson, Dario Buergler, Ryan Gardner mit Trainer Doug Shedden. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Es war noch nie einfach, die Transferstrategie von Luganos fleissigen Sportchefs zu durchschauen. Diesmal erscheint dem neutralen Beobachter diese Transferstrategie noch rätselhafter. Das Ziel ist es, die Mannschaft meisterlich zu machen. Also playofftauglicher.

Zugs Sportchefs Reto Kläy hat mit seiner Transferpolitik das gleiche Ziel verfolgt. Und deshalb den schwedischen Verteidiger Daniel Sondell und den Flügelstürmer Dario Bürgler aus weiterlaufenden Verträgen wegtransferiert … zum HC Lugano, der doch auch playofftauglicher werden möchte. Entweder ist Zugs Sportchef ein schlauer Stratege und hat seine zwei vermeintlichen Versager als trojanische Pferde in Lugano platziert. Oder er ist ein Narr.

Hingegen macht der Transfer von Ryan Gardner (kommt von Gottéron) zweifelsfrei Sinn. Der eingebürgerte Kanadier ist zwar bereits 38. Aber es war nicht möglich, irgendwo einen jüngeren Spieler zu finden, der noch aus eigener Erfahrung und nicht nur vom Hörensagen weiss, wie man in Lugano Meister wird. Ryan Gardner war 2006 bei Luganos letztem Titelgewinn ein Schlüsselspieler.

Was ist neu?

Die Schlüsselspieler beim HC Lugano

Transferbilanz:

Leicht positiv.

Die bange Frage:

Kann Doug Shedden nicht Meister werden?

Jobsicherheit des Trainers:

Hoch.

Prognose: Platz 1 bis 3

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sloping 05.09.2016 22:46
    Highlight Highlight Könnt ihr Euch noch daran erinnern, als der Eismeister vor dem letzten Playoff-Start Shedden auf seine Lottergoalies ansprach? Die Qualität von Elvis mit der von Rüeger zu vergleichen ist realitätsfremd. Nur wer ein "Meistergoalie" ist, muss nach der Logik von KZ auch entsprechend gut sein. Dieselbe Nummer war über Jahre von Marco Bührer zu lesen. Der HCL und der SCB wurden nicht wegen diesen sondern trotz diesen Meister. Und: Jede Wette, dass der SCB Kader inklusive dem teuersten Trainer Tandem der NLA bei weitem kostspieliger ist als der des HCL.
    • MARC AUREL 06.09.2016 16:14
      Highlight Highlight Haha das ich nicht lache! Sorry aber der Z und Lugano haben GANZ KLAR gesamthaft die teuersten Spieler! Schau dir die Menge der Topspieler der beiden Klubs genau an mein Lieber! Danach kommt Bern...
  • MARC AUREL 05.09.2016 20:32
    Highlight Highlight Wenn es Lugano schafft dann dieses Jahr.. und trotzdem glaube ich nicht daran mit Shedden! HOPP SCB!
  • hockeyplayer 05.09.2016 18:45
    Highlight Highlight Ja klar, Lugano hat wieder einmal Talent zusammengekauft... Roman Cervanka von Fribourg, Leonardo Genoni bei Bern oder David McIntyre von Zug, nur um mal 3 Beispiele zu nennen, sind natürlich nicht "zusammengekauft". Das gehört nun mal zum heutigen Eishockey dazu. Ich dachte eigentlich, Klaus hätte das im Gegensatz zu einigen anderen naiven Fans kapiert.
  • DonConci 05.09.2016 17:49
    Highlight Highlight forza ambri!
  • Staal 05.09.2016 16:09
    Highlight Highlight Mit Shedden und Brunner? .....
    • ch2mesro 05.09.2016 17:19
      Highlight Highlight ....hat es lugano in den playoff final geschafft.
  • Ovest S 05.09.2016 13:02
    Highlight Highlight Das Grande Lugano wird nicht mehr auferstehen, längst sind die Zeiten vorbei als nur sie über grosse finanzielle Mittel verfügen konnten (30 Jahre !!). Man kann nun diesen Komplex ablegen und ohne die Bären-Tiger Brille objektiv kommentieren... Schade, hoffte auf eine Besserung.
    • elbrujo_ 05.09.2016 13:25
      Highlight Highlight Das wird sich bei unserem Klausi nie ändern. :(
  • goldmandli 05.09.2016 12:30
    Highlight Highlight Daniel Sondell ist sicher kein schlechter verteidiger, aber er hat die Scheibe im pp zu oft vertändelt und begesehen vom pp war er nur ein durchschnittlicher verteidiger. Bürgler ist zwar kein playoffspieler, aber ist technisch sehr stark. Bei Zug musste er wegen eines zu schlechten preis/leistungs verhälltnis gehen. Lugano hat das Geld eh, dann würde ich Bürgler auch nehmen.

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