DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
L'entraineur lausannois Heinz Ehlers, droite, et l'entraineur assistant lausannois Rikard Franzen, gauche, parlent avec les joueurs lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le Rapperswil Jona-Lakers ce mardi 11 novembre 2014 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Arbeiteten schon in Lausanne zusammen: Ehlers (rechts) und Franzén. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

«König Heinz von Langnau» formt sein Reich und bekommt einen neuen Diener

Die SCL Tigers lösen ein Versprechen ein, das sie Trainer Heinz Ehlers bei der Vertragsverlängerung gegeben haben: Er bekommt einen neuen Assistenten. Wenn möglich wird es Rikard Franzén.



Trainer versuchen sich innerhalb eines Hockeyunternehmens eine Machtbasis aufzubauen. Manche werden allmächtig wie Arno Del Curto in Davos. Andere bleiben ohnmächtig wie Kevin Schläpfer in Kloten. In Langnau versucht Heinz Ehlers, sein Reich mit einem bedingungslos loyalen Assistenten abzusichern. Deshalb hat er sich bei der Vertragsverlängerung (um ein Jahr) ausbedungen, für nächste Saison den Assistenten selber auswählen zu dürfen.

Aber was, wenn schon ein Assistent da ist, mit dem alle ausser dem Cheftrainer zufrieden und restlos glücklich sind? Es geht ja nicht, Marco Bayer zu feuern. Er hat sich gut in Langnau eingelebt und ist ein angesehenes Mitglied der Dorfgemeinschaft geworden. Und so ist nun ein hockeydiplomatisches Meisterstück inszeniert worden, das selbst den alten Albert Bitzius* inspiriert hätte.

Was für eine Scharade …

Hat nicht Marco Bayer schon mal durchblicken lassen, dass er gerne einen anderen Job machen würde? Und ist das Murren im Volk über Sportchef Jörg Reber nicht gar gross geworden? Ja, gewiss. Aber der Reber ist ein «gäbiger» und so schlecht hat er seine Arbeit auch nicht gemacht. Eine Entlassung kommt nicht in Frage. Was ist also zu tun? Betont nicht Präsident Peter Jakob zu Recht, wie wichtig das zweite Eisfeld und der Ausbau der Juniorenabteilung sei? Und wäre es nicht «gäbig», wenn sich einer mit umfassenden Kenntnissen um die gesamte Nachwuchsorganisation kümmern würde?

Tigers Assistent Coach Marco Bayer posiert am Montag, 14. August 2017 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bald Sportchef: Marco Bayer. Bild: KEYSTONE

Und so sind nun klug die Jobs neu vergeben worden. Reber ist zum «strategischen Sportchef» befördert worden. Er kümmert sich um die gesamte sportliche Ausrichtung auch im Zusammenhang mit dem zweiten Eisfeld. Seine Position als Sportchef übernimmt Bayer. Um nach aussen einen tipptoppen Eindruck zu machen, sind formell Bewerbungen für den Posten eines Sportchefs entgegengenommen worden – neben Pascal Müller (Ex-Sportchef in Kloten) ist sogar SCB-Legende Marc Reichert auf diese Scharade hereingefallen und hat sich beworben. Natürlich hat am Ende Marco Bayer den Job bekommen.

Alter Bekannter von Ehlers

Und nun ist der Weg frei, um die Forderung von Heinz Ehlers zu erfüllen. Er bekommt seinen neuen Assistenten und hat auch gleich gesagt, wen er haben möchte: Rikard Franzén. Der 50-jährige Schwede, einst Verteidiger beim SC Bern, arbeitet seit 2014 als Assistent in Lausanne. In den ersten Jahren noch unter Cheftrainer Heinz Ehlers.

Langnaus Sportchef Reber (er übergibt erst am 1. August an Bayer) ist beauftragt worden, Franzén als neuen Assistenten, als bedingungslos loyalen Diener von Heinz Ehlers, anzustellen. «König Heinz» formt sein Reich.

* = Der geneigte Leser ahnt vielleicht, um wen es sich bei Albert Bitzius handelt. Es war der bürgerliche Name des Pfarrers und Dichterfürsten Jeremias Gotthelf.

Die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

1 / 18
Die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären
quelle: watson / lea senn
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

«Allein gegen die Mafia» – Ajoie ist die Mannschaft des Jahres

Ajoie besiegt Kloten nach Verlängerung 5:4 und kehrt nach 28 Jahren in die höchste Liga zurück. Ein hochverdienter Aufstieg gegen alle Widerstände für das «Gallische Dorf» unseres Hockeys.

Mathias Joggi, dem rauen Powerstürmer und ehemaligen Nationalspieler, gelingt das historische Tor zum 5:4 nach 11 Minuten und 17 Sekunden in der Verlängerung. Das Tor, das Ajoie in die höchste Liga bringt.

Was für eine späte Krönung der Karriere des 35-jährigen Bielers, der nach einem Umweg über Davos und Langnau 2018 bei Ajoie am Ort seiner Bestimmung angekommen ist.

Nach dem Meistertitel von 2016 und dem Cupsieg von 2020 ein weiterer Triumph für Gary Sheehan, seit Jahren der meistunterschätzte …

Artikel lesen
Link zum Artikel