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Die neuen Ambri-Spieler Franco Collenberg, Peter Guggisberg, Igor Jelovac, Diego Kostner, Gauthier Descloux, Michael Ngoy, Eliot Berthon und Matt D' Agostini, von links, posieren anlaesslich der Praesentation der Mannschaft von Ambri, am Sonntag, 31. Juli 2016, in Ambri. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Die Neuen sollen bei Ambri den Unterschied ausmachen: Franco Collenberg, Peter Guggisberg, Igor Jelovac, Diego Kostner, Gauthier Descloux, Michael Ngoy, Eliot Berthon und Matt D'Agostini (v.l.). Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Eismeister Zaugg

Ambri kehrt zu den Ursprüngen zurück – aber auch in die Playoffs?

Mit Inti Pestoni hat Ambri seinen wichtigsten Spieler an die ZSC Lions verloren. Trotzdem kann Trainer Hans Kossmann mit seinen «Desperados» die Überraschungsmannschaft der Saison werden.



Ohne ein bisschen «Voodoo» geht es nicht. Ambri «netto» kann die Playoffs nicht erreichen. Die spielerischen Mittel sind zu beschränkt. Nur ein Ambri «brutto» kann über sich hinauswachsen. Also ein leidenschaftliches, zu allem entschlossenes, vom ganz besonderen Geist der Leventina beseeltes Ambri.

Die Valascia, das Stadion des Eishockevereins HC Ambri- Piotta am 24.Februar2012  in Ambri.(KEYSTONE/Sigi Tischler)

Ambris Heimat in der beschaulichen Leventina: Die Valascia. Bild: KEYSTONE

Können wir zum Voraus erkennen, wie es um Ambris Seele steht? Ob wir ein Ambri «netto» oder ein Ambri «brutto» sehen werden? Einfach ist es nicht. Die Geschichte lehrt uns immerhin: je mehr Querdenker und «Desperados» in der Kabine und je eigenwilliger der Trainer, umso besser. So gesehen sind die Voraussetzungen gar nicht so schlecht.

Das Ambri im Herbst 2016 ist ein echtes Ambri mit vielen «Desperados» (= Hoffnungslosen, die nichts mehr zu verlieren haben). Also ein Ambri «brutto». Trainer Hans Kossmann ist ein echter Nonkonformist mit einem Flair für «Desperados». Wenn es einem gelingt aus diesen Hockey-Abenteurern ein Playoff-Team zu formen, dann ihm.

Ambri Trainer Hans Kossmann gibt seinen Mannern Anweisungen beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri-Piotta, am Samstag, 2. Januar 2016, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Mit Hans Kossmann (r.) hat Ambri den richtigen Mann an der Bande. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Es wird so viel Blues, Rock’n’Roll und Free Jazz gespielt, dass es für den Trainer nicht einfach ist, eine einheitliche taktische Melodie durchzusetzen. Peter Guggisberg und Matt D’Agostini, die in Kloten bzw. Genf ausgemustert worden sind und nun eine letzte Chance erhalten, der alternde Leitwolf Paolo Duca, der leidenschaftlich für ein letztes Hurra kämpfen wird, die sensiblen, spielerischen Schillerfalter Oliver Kamber und Mikko Mäenpää, deren Talent so oft schon verkannt worden ist, der freundliche Sandro Zurkirchen, einst in Zug für die NLA gewogen, zu leicht befunden und nun in Ambri zum Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer gereift.

Ambri hat in der zweiten Hälfte der letzten Saison unter Kossmann zu seiner wahren Identität zurückgefunden und verpasste die Playoffs, weil Sportchef Ivano Zanatta ein mutloser Opportunist war. Er wusste schon im Sommer, dass er Trainer Serge Pelletier entlassen muss, wartete aber aus politischer Korrektheit 17 Spiele lang und bis zum 25. Oktober 2015 mit dem Trainerwechsel. Zu lange. Unter Pelletier hatte Ambri pro Spiel einen Punkt geholt. Unter seinem Nachfolger Hans Kossmann waren es 1,48 Punkte. Aufgerechnet auf 50 Spiele ergibt das 74 Punkte – und das hätte für Platz 7 gereicht.

Was ist neu bei Ambri?

Die Schlüsselspieler bei Ambri-Piotta

Transferbilanz:

 Knapp gehalten

Jobsicherheit des Trainers:

Hoch

Die bange Frage:

Kann Peter Guggisberg Inti Pestoni ersetzen?

Prognose: Platz 8 oder 9

Wie schneidet Ambri in der Regular Season ab?

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Play-offs 1985/86

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