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Sean Simpson (mitte) bei der Vertragsunterzeichnung in Mannheim. bild: twitter

Eismeister Zaugg

Adler Mannheim – endlich ein Job, der auf Sean Simpson zugeschnitten ist

WM-Silberschmied Sean Simpson im Glück. Vom ungeliebten Stiefkind in Kloten zum König von Mannheim.



Sean Simpson (56) ist der grosse, verkannte Trainer unseres Hockeys. Keiner hat grössere Erfolge zu verzeichnen als er: Meister mit Zug (1998), Sieger der Champions League, Triumphator über die Chicago Black Hawks im Victorias Cup und schliesslich 2013 in Stockholm «Silberschmied» mit der Nationalmannschaft.

ZUR NICHT-VERLAENGERUNG DES VERTRAGES ALS EISHOCKEY-NATIONALTRAINER DURCH SEAN SIMPSON AM MONTAG, 3. MÄRZ 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Zugs Trainer Sean Simpson applaudiert seinem Team zum Ende der sechsten Final-Playoff-Partie zwischen dem HC Davos und dem EV Zug vom Samstag, 11. April 1998, in der Davoser Eissporthalle, waehrend im Hintergrund die Zuger Fans bereits das Meister-Feuerwerk zuenden. Der EV Zug bezwang den HC Davos mit 2:5 und sicherte sich damit den ersten Schweizer Meistertitel der Vereinsgeschichte. (DIGITAL IMAGE) (KEYSTONE/Michele Limina)

Sean Simpson 1998 beim Meistertitel mit dem EV Zug.
Bild: KEYSTONE

Wie kann es sein, dass der Kanadier in der Schweiz keinen Job mehr gefunden hat, der zu seiner Schuhgrösse passte? Dass er nicht einmal mehr richtig ernst genommen wurde?

Sean Simpson ist kein Diplomat. Und so ist er der verkannteste Trainer im Land geworden. Der Verband schaffte es nicht, seinen Vertrag nach dem Silber-Wunder von 2013 zu verlängern – eine der grössten der vielen Verbandstorheiten der letzten Jahre. Das Scheitern in der KHL (Jaroslawl) war programmiert, da konnte er nichts ausrichten und eine schöne Abfindung versüsste ihm das frühe Scheitern nach nur ein paar Wochen.

In Kloten das ungeliebte Stiefkind

In Kloten ist Sean Simpson nie angekommen. Er ersetzte während der Saison den «Dorfheiligen» Felix Hollenstein und ist in dieser Organisation immer ein ungeliebtes Stiefkind geblieben. Von oben eingesetzt, von der Basis abgelehnt und vom Naturell her für die Kloten Flyers in der Doppelrolle Sportdirektor/Sportchef denkbar ungeeignet.

ZUR MELDUNG, DASS DER UNTERNEHMER HANS-ULRICH LEHMANN DER NEUE BESITZER DES EHC KLOTEN IST, UND DIE VERTRAEGE MIT HEADCOACH SEAN SIMPSON UND SEINEM ASSISTENZCOACH COLIN MULLER PER SOFORT AUFGELOEST WERDEN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 2. MAI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Trainer Sean Simpson von Kloten, beim ersten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den Kloten Flyers, am Donnerstag, 3. Maerz 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nein, glücklich wurde Sean Simpson in Kloten nicht.
Bild: KEYSTONE

Sean Simpson ist ein Bandengeneral im besten Wortsinne. Ein grossartiger Taktiker (deshalb hat er unsere Nationalmannschaft ins WM-Finale gebracht), der alles dem Erfolg unterordnet. Will heissen: er bildet keine Spieler aus. Junge Spieler können bei ihm durchaus Karriere machen – aber dann müssen sie selbständig, selbstsicher und selbstkritisch zugleich sein. Wie Nordamerikaner. Aber Egos streicheln ist nicht Sean Simpsons Ding. Er will gewinnen und erwartet, dass auch alle anderen dies wollen und dafür alles tun. So gesehen ist er der perfekte Nationaltrainer – und der perfekte Coach für ein erfolgsorientiertes Hockeyunternehmen wie...die Mannheimer Adler.

Simpson in Kloten falsch aufgehoben

In Kloten zerbrach er am Widerspruch, der diese Organisation fast ruiniert hat: Den arroganten, steinreichen Besitzern fehlte jegliche Sensibilität für unser Hockey (und für die dörfliche Kultur des Klubs) und die Geduld, die es im Sport nun eben braucht. Sie wollten den Erfolg kaufen (wie sie wohl auch sonst alles kaufen) und merkten nicht, dass in Kloten die Hege und Pflege der Nachwuchsorganisation und die Rücksicht auf die zahlenden Kunden (die Zuschauer) auch Teil der Unternehmens-Strategie sein müssten. Sean Simpson war, weil von diesen Besitzern ins Amt eingesetzt, so unbeliebt wie ein Wallstreet-Banker als Verlagsleiter der WOZ.

Kloten Flyers Cheftrainer Sean Simpson, Mitte, spricht zu seinen Spielern waehrend seinem Timeout waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Ambri-Piotta am Dienstag, 13. Oktober 2015, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Sean Simpson: Ein Trainer, der dem Sieg alles unterordnet. Bild: KEYSTONE

Mit den Mannheimer Adlern, dem SC Bern des deutschen Eishockeys, bekommt Sean Simpson endlich wieder ein Hockeyunternehmen, das auf ihn zugeschnitten ist. Ja, Mannheim ist sogar noch kompromissloser auf Erfolg ausgerichtet als der SC Bern. Die Deutschen werden mit seinem bisweilen grantigen Wesen und Wirken viel besser zurechtkommen als die Klotener, mit seinem Flair für schwarzen Humor hat er gar das Potenzial zum Kultstatus.

Den Zweijahresvertrag wird er mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit erfüllen. Er wird den Adlern wieder Flügel machen. Die Hockeykompetenz des Kanadiers ist unbestritten. Es gibt ausserhalb der NHL nicht viele Coaches, die so viel über Eishockey und so viel über die Kunst des Siegens wissen wie Sean Simpson. So gesehen kann er in Mannheim durchaus so etwas wie ein «Ottmar Hitzfeld des Eishockeys» werden. Die Deutschen vergleichen ja sowieso alles mit dem Fussball.

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