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EHC Kloten Stuermer Romano Lemm feiert seinen Treffer zum 3-1 waehrend dem Eishockey-Halbfinal-Cupspiel zwischen dem EHC Kloten und Lausanne HC am Donnerstag, 5. Januar 2017, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Falls die Klotener den Cupfinal gewinnen, könnten sie ihren Titel 2018 verteidigen. Gleiches gilt natürlich für Finalgegner Servette. Bild: KEYSTONE

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Der Hockey-Cup ist gerettet – der Final 2018 wird am 4. Februar gespielt

Nach langem Hin und Her heisst es: Ende gut, alles gut. Der Schweizer Cup im Eishockey wird auch nächste Saison ausgespielt.



Cup-Chef Willi Vögtlin atmet auf: «Ja, es stimmt, der Cup ist gerettet. Ich habe die Termine für nächste Saison bereits im Spielplan eingebaut. Der Cupfinal 2018 wird am 4. Februar ausgetragen und gleich anschliessend wird unsere Nationalmannschaft am 5. Februar zum olympischen Turnier nach Südkorea abfliegen.»

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Cup-Chef und Leiter Spielbetrieb der NLA: Willi Vögtlin.

Auch Verbandsgeschäftsführer Florian Kohler bestätigt die Rettung des Cup-Wettbewerbes, der bisher dreimal ausgetragen worden ist. «Ja, es geht mit dem Cup weiter. Wir haben eine mündliche Einigung erzielt. Es geht jetzt noch darum, die Verträge zu unterschreiben.» Das wird nur eine Formsache sein.

Sogar SCB-General Marc Lüthi, der mit dem absichtlich herbeigeführten Ausscheiden des Meisters in der ersten Runde gegen das NLB-Schlusslicht Ticino Rockets dem Cup diese Saison schwer geschadet hat, ist glücklich über die Weiterführung. «Es ist wichtig, dass wir mit diesem Wettbewerb den Amateurclubs Einnahmen und eine Hockeyparty ermöglichen.»

Wie ist es nun zu der Einigung gekommen? Der Knackpunkt waren die TV-Rechte. InfrontRiniger (die Agentur hat den Cup «erfunden» und hält alle Rechte) hat die TV-Rechte an den «Teleclub» verkauft. Der neue TV-Partner der Liga ist aber ab nächster Saison «Teleclub-Erzfeind» UPC mit dem neuen Sport-Kanal «MySports». UPC hat die Hockey-Rechte für durchschnittlich 35,4 Millionen Franken pro Saison für die nächsten fünf Jahre erworben. «MySports» (mit «Anchorman» Ueli Schwarz) positioniert sich als Hockeysender. Die Liga kann es sich gegenüber diesem neuen Partner nicht leisten, einen Wettbewerb durchzuführen, der beim «Erzfeind» übertragen wird.

Neuaufgleisung gelungen

Inzwischen ist klar: Der «Teleclub» hat die TV-Rechte am Cup mit einem wasserdichten Vertrag erworben. Wird der Cup weitergeführt, darf der «Teleclub» senden. Juristisch war da nichts zu machen – ausser der Wettbewerb wird nicht mehr durchgeführt. Um eine Lösung zu finden hat der Verband den Vertrag mit InfrontRingier fristgerecht per Jahresende 2016 gekündigt und eine automatische Verlängerung verhindert. Was formell das Ende des Cups bedeutete und eine Neuaufgleisung notwendig gemacht hat. Und die ist nun gelungen.

Florian Kohler wird den Klubs am Mittwoch im Rahmen der Liga-Versammlung die Details präsentieren. Stark vereinfacht gesagt, sieht diese Lösung so aus: UPC bekommt ebenfalls Senderechte am Cup. Florian Kohler schliesst nicht aus, dass sich der «Teleclub» trotzdem aus dem Hockey zurückziehen wird und die TV-Rechte am Cup bei UPC und deren internationalen Partnern gegen TV-Rechte aus dem Fussball eintauschen wird.

Womit sich in unserem Sport-Bezahl-TV-Markt eine Flurbereinigung abzeichnet: der «Teleclub» hat ja die TV-Rechte am nationalen Fussball eingekauft und dürfte sich in den nächsten Jahren als Fussball-Sender positionieren und aus dem Hockey verabschieden. Und «MySports» wird der helvetische Hockey-Sender.

Le joueur zougois, Santeri Alatalo, centre, lutte pour le puck avec le joueur genevois, Cody Almond, droite, devant le gardien zougois, Tobias Stephan, gauche, lors du match de hockey sur glace de demi-finale de la Coupe de Suisse, Swiss Ice Hockey Cup, entre le Geneve Servette HC et le HEV Zoug, ce mercredi 4 janvier 2017 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Szene aus dem Halbfinal zwischen Servette und Zug. Bild: KEYSTONE

Offen ist zur Zeit nur noch, wie lange der Cup vertraglich gesichert wird. Angestrebt wird eine Vertragsdauer von fünf Jahren. So lange läuft ab nächster Saison auch der Vertrag von UPC mit dem Verband.

Cupchef Willi Vögtlin ist rundum happy. Für den Cupfinal vom 1. Februar gegen Servette hat der EHC Kloten bereits 6000 Tickets verkauft. «Der Cup ist kein Selbstläufer wie die Playoffs. Es ist wichtig, dass die Klubs so wie jetzt Kloten etwas aus diesem Wettbewerb machen.»

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