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epa05356047 Dimitri Payet of France (L) celebrates with teammates Patrice Evra (2-L) and Olivier Giroud (R) after scoring the winning goal during the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between France and Romania at Stade de France in Saint-Denis, France, 10 June 2016.

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Dimitri Payet wird nach dem Siegtor in der 89. Minute von seinen Teamkollegen zu Boden gerissen. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Payets Tränen nach dem Traumtor und 4 weitere Dinge, die im Eröffnungsspiel auffielen

Frankreich im Glück: «Les Bleus» starten dank Dimitri Payets Supertor in der 89. Minute mit einem schmeichelhaften 2:1-Sieg in die Heim-EM. Doch es hätte auch anders kommen können, die Rumänen erwiesen sich als harter Widersacher.



>>> Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Taktische Mängel, enttäuschender Superstar: Frankreich droht gegen Rumänien lange ein Fehlstart in die Heim-EM. Doch Dimitri Payet bewahrt die «Bleus» vor dem «Blues».

Payet trifft und weint

Es wäre ein typisches Eröffnungsspiel gewesen. 1:1 steht es nach fast 90 Minuten zwischen Frankreich und Rumänien. Dann folgt der grosse Auftritt des Dimitri Payet: Von N'Golo Kanté wird der West-Ham-Legionär an der Strafraumgrenze angespielt. Es folgt eine kurze Drehung und dann der satte Schuss ins Lattenkreuz. Traumtor! Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.

Payet, der in seinem 20. Länderspiel zum fünften Mal getroffen hat, kann sein Glück kaum fassen. Bei seiner Auswechslung in der Nachspielzeit weint er Freudentränen: «Da war viel Stress, viel Druck. Wenn es mir jemand vorher gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt, das mir das gelingt. Danach kamen die Emotionen raus», so der umjubelte Siegestorschütze. Die Szene wird definitiv in die Geschichte dieser EM eingehen.

Bild

Payets Freudentränen.
bild: screenshot TF1

Konzeptlose Franzosen

«Les Bleus» sind im Eröffnungsspiel gegen Rumänien zwar über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, so richtig überzeugend treten die Mannen von Didier Deschamps aber nicht auf. Die Gastgeber sind überaus nervös, wirken unter dem Druck der Nation und der elektrisierenden Atmosphäre vor 80'000 Zuschauern im Stade de France wie verkrampft. Nur selten kombinieren sich die Franzosen gekonnt durch.

Das Problem: Beide Aussenbahnen sind doppelt besetzt, zudem ziehen sich die drei zentralen Mittelfeldspieler meist weit zurück, während die Stürmer auf derselben Höhe auf Pässe warteten. so ist der rumänische Riegel nicht zu knacken.

Vor allem die Superstars Paul Pogba und Antoine Griezmann finden nie richtig ins Spiel. Hin und wieder blitzt zwar ihre individuelle Klasse auf, wie bei Griezmanns Pfostenschuss in der 14. Minute, den Pogba mit einem herrlichen Pass in die Tiefe mustergültig vorbereitet. Aber da muss gegen Albanien und die Schweiz deutlich mehr kommen, wenn man zum dritten Mal Europameister werden will.

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Der Pfostenschuss von Griezmann.
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Deschamps' Wechsel

Frankreichs Trainer Didier Deschamps merkt auch, dass es seinem Team nicht läuft und reagiert nach dem 1:1-Ausgleich der Rumänen schnell. Er scheut sich nicht, seine Superstars auszuwechseln und bringt zunächst Kingsley Coman für den glücklosen Griezmann (66.). Wenig später erhöht er das Risiko weiter, indem er Stürmer Anthony Martial für Mittelfeldspieler Pogba (77.) bringt.

Doch das zahlt sich nicht aus. Es fehlt in der Schlussphase an Kreativität im Mittelfeld und an Passgenauigkeit vor dem Strafraum. Und so muss schliesslich die überragende Einzelaktion von Payet herhalten, um den glücklichen Sieg zu erzwingen. Und wie die Superstars Pogba und Griezmann auf ihre frühen Auswechslungen reagieren, wird sich in den nächsten Spielen zeigen.

04.06.2016; Metz; Fussball Testspiel - Frankreich - Schottland;
Antoine Griezmann (FRA) und Paul Pogba (FRA)
(Franck Faugere/Press Sports/freshfocus)

Haben noch Steigerungspotenzial: Antoine Griezmann und Paul Pogba.
Bild: Franck Faugere/freshfocus

Starke Rumänen

Dass Frankreich nicht auf Touren kommt, liegt allerdings nicht nur an den eigenen Unzulänglichkeiten, sondern auch an den überraschend starken Rumänen. Sie sind über 90 Minuten defensiv bestens organisiert, überzeugen durch eine hohe Laufbereitschaft und ein aggressives Pressing.

Immer wieder können sie sich über längere Zeit vom Druck des Favoriten befreien. Und in der Offensive setzen die Osteuropäer mehrere schmerzhafte Nadelstiche. Vor allem zu Beginn: Überfallartig belagern die Rumänen in der Startphase das französische Tor und hätten durch Stancu in der 4. Minute eigentlich in Führung gehen müssen. Aus bester Position scheitert er allerdings an Frankreichs Keeper Hugo Lloris.

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Lloris rettet Frankreich in der Startphase das 0:0.
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Setzen die Rumänen die Vorgaben des Trainers im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz ähnlich gut um wie gegen die Franzosen, werden sie am nächsten Mittwoch auch für die Schweizer ein überaus unbequemer Gegner sein. So viel steht fest, Auftaktniederlage hin oder her.

Erster Schiri-Fehler

Eigentlich zeigt der ungarische Schiedsrichter Viktor Kassai eine starke Leistung. Doch ausgerechnet beim Führungstreffer der Franzosen ist der Unparteiische nicht ganz auf der Höhe: Er übersieht vor dem Kopfballtreffer von Olivier Giroud ein Foul des Stürmers am rumänischen Keeper Ciprian Tatarusanu. Bevor Giroud an den Ball kommt, behindert er Tatarusanu klar, indem er ihm den Arm wegschlägt.

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Giroud trifft trotz Foul zum 1:0 für Frankreich.
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Ansonsten pfeift Kassai aber tadellos. Beim Penalty zum 1:1 für die Rumänen sieht er, wie Patrice Evra das Bein stehen lässt und Stürmer Bogdan Stancu so zu Fall bringt.

Das sind die Schlüsselspieler der 24 EM-Teams

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