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epa05360489 Germany's Bastian Schweinsteiger celebrates after scoring the 2-0 goal during the UEFA EURO 2016 group C preliminary round match between Germany and Ukraine at Stade Pierre Mauroy in Lille Metropole, France, 12 June 2016. 

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/LAURENT DUBRULE   EDITORIAL USE ONLY  EPA/LAURENT DUBRULE   EDITORIAL USE ONLY

Schweinsteiger bejubelt das erste deutsche Joker-Tor seit Oliver Bierhoff im EM-Final 1996. Bild: LAURENT DUBRULE/EPA/KEYSTONE

Schweinsteiger krönt sein Comeback mit Supertor – macht er es jetzt wie 2014 in Brasilien?

Was für eine triumphale Rückkehr des «echten» Kapitäns! Bastian Schweinsteiger steht gegen die Ukraine erst zwei Minuten auf dem Platz, als er der DFB-Elf mit einem herrlichen Treffer zum 2:0 den Sieg sichert. Erinnerungen an 2014 werden wach.



» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Bastian Schweinsteiger war beim Interview mit der ARD ganz schön ausser Puste. Kein Wunder: Er hatte ja auch gerade einen 192-Meter-Sprint hingelegt. Eben erst eingewechselt erzielt der kürzlich von einer Innenband-Verletzung im Knie zurückgekommene Schweini mit seinem dritten Ballkontakt das siegbringende 2:0. Und wie! Einfach war der Aufsetzer nicht zu nehmen ...

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Schweinsteiger zeigt Özil an, wo er den Ball hin haben will, und vollstreckt dann eiskalt. streamable

Danach sprintet der neue deutsche EM-Rekordspieler wie im Rausch zur grossen Tor-Party. Erst zur deutschen Bank und dann in die Arme von Torhüter Manuel Neuer, der ihn als Kapitän souverän vertreten hatte. Insgesamt 192 Meter, wie die deutsche «Bild»-Zeitung berechnet. 

«Unglaublich. Alles ist sehr gut. Meine Verletzung ist ausgeheilt, ich fühle mich gut. Der Weg nach dem Jubel war lang, ich bin ein bisschen ausser Atem», gestand der Captain der DFB-Elf danach ein. 

Und Jogi Löw frohlockte: «Eigentlich war nicht geplant, dass Schweinsteiger so weit vorne auftaucht. Er sollte in den letzten Minuten im Mittelfeld zumachen ...» Aber der Joker war bei diesem letzten Konter einfach nicht mehr zu halten.

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Dass Schweinsteiger an dieser EM überhaupt dabei ist, grenzt an ein Wunder und ist vor allem der Weitsicht von Bundestrainer Löw zu verdanken. Wie schon vor der WM 2014, als er die ersten beiden Gruppenspiele verpasste, die DFB-Elf danach aber zum Titel führte, hatte der 31-jährige Mittelfeldspieler auch im Vorfeld der EM mit Verletzungssorgen zu kämpfen.

Nur Stellvertreter für Kroos und Khedira

Sein letztes Pflichtspiel für seinen Klub Manchester United hatte Schweini am 20. März bestritten. Seither stand er nur gerade 21 Minuten auf dem Platz, im letzten Testspiel gegen Ungarn wurde er eingewechselt. Insgesamt hatte der Routinier in diesem Jahr vor der EM erst sieben Pflichtspiele bestritten.

Doch für Löw war es nie ein Thema, Schweinsteiger nicht nach Frankreich mitzunehmen. «Er ist wichtig mit seiner Persönlichkeit, seiner Erfahrung, er kann einer Mannschaft viel geben. Ein Bastian Schweinsteiger ist Gold wert», sagte er nach dem Auftaktsieg gegen die Ukraine.

Germany's Bastian Schweinsteiger celebrates with Germany goalkeeper Manuel Neuer, left, after scoring his side’s second goal during the Euro 2016 Group C soccer match between Germany and Ukraine at the Pierre Mauroy stadium in Villeneuve d’Ascq, near Lille, France, Sunday, June 12, 2016. (AP Photo/Michael Probst)

Kapitän Schweinsteiger freut sich mit Stellvertreter Neuer über die ersten drei Punkte.
Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Und wie soll es jetzt mit Schweinsteiger weitergehen? Eigentlich hat Löw im zentralen Mittelfeld mit Toni Kroos und Sami Khedira seine Traumformation gefunden. Wird er nun alles über den Haufen werfen? Wohl kaum. Aber mit dem Mittelfeldstrategen hat Löw nicht nur eine zusätzliche taktische Option, sondern auch einen emotionalen Antreiber im Spiel. Sollten Kroos oder Khedira verletzt ausfallen, könnte Schweinsteiger trotz noch mangelnder Fitness sofort einspringen.

Verwundern würde es jedenfalls nicht, wenn Schweinsteiger sein Team am 10. Juli im EM-Final auf den Platz führt und nach 90 kämpferischen Minuten wie 2014 mit blutverschmiertem Trikot den Pokal in die Höhe stemmt.

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