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Lukas Podolski (L) from Germany vies with Andrea Pirlo from Italy during the semi final of the 2006 FIFA World Cup between Germany and Italy in Dortmund, Germany, Tuesday, 04 July 2006. EPA/FELIX HEYDER +++ Mobile Services OUT +++ Please refer to FIFA's terms and conditions

WM-Halbfinal 2006: Deutschland (Lukas Podolski) und Italien (Andrea Pirlo) schenken sich nichts. Bild: EPA

Angefangen mit der «Mutter aller Spiele» – die legendären K.-o.-Duelle Deutschland gegen Italien



An WM- und EM-Endrunden sind sich Deutschland und Italien bisher sieben Mal begegnet. Trafen sie in der Gruppenphase aufeinander wie an der WM 1962 und 1978 sowie an der EM 1996, endeten die Spiele jeweils 0:0. Kam es aber zum Duell in der K.-o.-Phase, gewann immer Italien – zuletzt vor vier Jahren im EM-Halbfinal in Warschau dank zwei Toren von Mario Balotelli.

Die Duelle zwischen Italien und Deutschland in K.-o.-Spielen im Überblick:

17. Juni 1970 in Mexico City

WM-Halbfinal: Italien – Deutschland 4:3 n. V.

In der 90. Minute glich Italien-Legionär Karl Schnellinger für Deutschland zum 1:1 aus. Es kam zur Verlängerung, die dieses Duell zum wohl legendärsten Spiel der WM-Historie machte. Innerhalb von 18 Minuten fielen fünf Tore. Gerd Müller traf für Deutschland zunächst zum 2:1 und schoss später das 3:3. Gianni Rivera führte die Entscheidung sofort nach Wiederanpfiff in der 111. Minute herbei. «Das war mein sechster Sinn. Wegen der Erschöpfung sah ich nur noch weiss», sagte er hinterher. In Italien nennen sie diese Partie noch heute «die Mutter aller Spiele».

11. Juli 1982 in Madrid

WM-Final: Italien – Deutschland 3:1

Vor der Pause verpasste Verteidiger Antonio Cabrini mit einem verschossenen Penalty ein italienisches Tor. In der zweiten Halbzeit sorgten Paolo Rossi, Marco Tardelli und Sandro Altobelli innerhalb von 24 Minuten für die Entscheidung. Rossi wurde dank des Tores im Final mit sechs Treffern WM-Torschützenkönig. Um die Welt gingen auch die Bilder des auf der Tribüne vor Freude hüpfenden, 86-jährigen italienischen Staatspräsidenten Sandro Pertini.

4. Juli 2006 in Dortmund

WM-Halbfinal: Deutschland – Italien 0:2 n. V.

Zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung endete das deutsche Sommermärchen jäh. Nach einem Corner von Alessandro Del Piero setzte Stratege Andrea Pirlo mit einem Pass über bloss sechs Meter die deutsche Abwehr schachmatt und Aussenverteidiger Fabio Grosso schlenzte den Ball mit links in die weite Ecke. Der italienische Sky-Kommentator Fabio Caressa schrie danach dem italienischen Volk rund 25 Mal «Gol di Grosso» entgegen. Bevor sich die Emotionen wieder gelegt haben, hatte Del Piero mit einem Konter in der 120. Minute das 2:0 erzielt.

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28. Juni 2012 in Warschau

EM-Halbfinal: Deutschland – Italien 1:2

Diesmal ging Deutschland als klarer Favorit ins Duell. Doch zur Pause war die Partie vorentschieden für Italien. Mario Balotelli traf einmal mit dem Kopf, dann mit rechts aus vollem Lauf. Das 2:0 feierte der hochtalentierte Querkopf mit entblösstem Oberkörper in der Pose des Comic-Monsters Hulk. Das 1:0 hatte sein Sturmpartner Antonio Cassano – wie der Torschütze ein schwer zähmbares Enfant terrible – vorbereitet. Der ARD-Moderator Reinhold Beckmann und der Experte Mehmet Scholl analysierten hinterher leicht despektierlich, aber auch mit etwas Bewunderung: «Es war nichts zu machen gegen die beiden Pflegefälle und Strassenköter, welche die Italiener da vorne drin hatten.» (drd/sda)

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