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Denis Zakaria posiert mit einem Fan waehrend eines Trainings der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, am Montag, 23. Mai 2016, in Lugano. Das Kader der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft bereitet sich im Tessin auf die Europameisterschaft, EM, in Frankreich vor. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Bei den Fans bereits sehr beliebt – Denis Zakaria.
Bild: KEYSTONE

EM-Countdown

Das ist der grosse Aufsteiger Denis Zakaria: Von der fünfthöchsten Liga an die EM 

Denis Zakaria fährt mit der Schweiz an die Europameisterschaft nach Frankreich. Wer hätte das gedacht, als der Mittelfeldspieler vor einem Jahr noch in der fünfthöchsten Liga spielte. 



Vom erneut miserablen Wetter im SFV-Campo Ticino liessen sich die Exponenten des Nationalteams nicht die Laune verderben. Einer strahlte gar ohne Ende: Denis Zakaria, der Schweizer EM-Aufsteiger des Jahres.

«Für mich kommt das alles super überraschend.»

Denis Zakaria über sein definitives EM-Aufgebot

Am Tag nach der Bekanntgabe der endgültigen Selektion schildert der 19-Jährige, wie sehr ihn das Aufgebot für die Endrunde in Frankreich berührt und fast aus der Fassung gebracht habe: «Für mich kommt das alles super überraschend. Ich hatte doch eigentlich nur vor, hier eine gute Woche zu haben und mich zeigen zu können.»

Swiss soccer player Denis Zakaria, poses to photographer after a team's training session in Lugano, Switzerland, Tuesday, 31 May 2016. The Swiss national soccer team prepares for the UEFA EURO 2016 soccer championship in France. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Denis Zakaria freut sich, an der EM dabei zu sein.
Bild: KEYSTONE

Fünf Ligen übersprungen

Er habe ein paar Stunden benötigt, um einigermassen zur Ruhe zu kommen. Die Gefühlseruptionen sind nachvollziehbar für einen, der im April vor einem Jahr noch in der fünfthöchsten Liga gegen Perly-Certoux gespielt und erst am 11. Mai 2015 bei Servette in der Challenge League debütiert hat.

Le joueur genevois Denis Zakaria celebre le premier but avec ses coequipiers lors de la rencontre de football du Championnat Suisse de Challenge League entre le Servette FC et le FC Schaffhausen, ce vendredi 22 mai 2015 au stade de Geneve. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Vor einem Jahr jubelte Zakaria noch für Servette.
Bild: KEYSTONE

Mit seinem Ausbildungsverein verbindet er allerdings nicht nur positive Erinnerungen. Oft wurde der Hochbegabte in Genf von einer Position zur anderen geschoben; mal spielte er im Sturm, dann in der zentralen Verteidigung, plötzlich wieder im zentralen Mittelfeld.

«Es geht in erster Linie darum, Eindrücke zu sammeln.»

Zakaria über das bevorstehende EM-Abenteuer

«Es war für mich bei Servette nicht einfach, meinen Platz zu finden», blickt der Westschweizer mit Wurzeln im Kongo zurück. «Deshalb war der Transfer zu YB für mich perfekt.» In der Bundeshauptstadt erkannte Adi Hütter das Potenzial Zakarias früher. «Er schenkte mir sofort das Vertrauen. Ihm habe ich viel zu verdanken.»

Bei YB eine feste Grösse geworden

YB-Manager Fredy Bickel übermittelte dem jungen Romand Glückwünsche. Zu befürchten, dass das Talent nach nur einer Saison in Bern abspringen könnte, hat der Sportchef nicht. «Ich habe nicht vor, an meinem Weg mit den Young Boys etwas zu ändern», erklärte Zakaria in Lugano mit einem schelmischen Grinsen.

Er wird ohne den geringsten Druck, aber mit grossem Genuss ans wichtigste Rendez-vous seiner Karriere reisen. «Es geht in erster Linie darum, Eindrücke zu sammeln. Und klar, man weiss nie, was an einem grossen Turnier passiert.»

epa05334084 Belgium's Axel Witsel, (L) fights for the ball with Switzerland's Denis Zakaria, during an international friendly soccer match between Switzerland and Belgium, at the stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, 28 May 2016. Switzerland and Belgium are preparing for UEFA Euro 2016 soccer championships taking place from 10 June to 10 July 2016 in France.  EPA/LAURENT GILLIERON

Der junge Denis Zakaria bei seinem Nati-Debüt gegen Belgien.  Bild: EPA/KEYSTONE

Im Test gegen Belgien deutete er an, dass er jederzeit bereit wäre, seine Fortschritte mit den Young Boys auch auf einer wesentlich grösseren Bühne zu demonstrieren. Kraft und Geschwindigkeit habe er anzubieten, so Zakaria auf Nachfrage. (sda)

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