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Lorik Cana erhält als Captain des Teams die Ehrenmedaille von Albaniens Präsident Bujar Nishani.
Bild: EPA

Albaniens Ikone Cana: «Keiner sagt Schlechtes über Xhaka und Shaqiri. Ich bin ihnen gar dankbar»

Albaniens Captain Lorik Cana ist die Ikone des albanischen Fussballs und ein glühender Patriot. Im Interview spricht er über albanischstämmige Schweizer Natispieler, seinen Traum vom EM-Titel und den Kosovo.

05.06.16, 15:48 05.06.16, 17:45

markus brütsch / Aargauer Zeitung



«Vladimir Petkovic?» Lorik Cana sitzt im Trainingsanzug in der Loge eines Hotels in Bad Waltersdorf und schmunzelt. «Ja, den Vladimir kenne ich natürlich gut. Er war mein Trainer bei Lazio Rom und wir sind Cupsieger geworden.» Am nächsten Samstag aber spielen sie nun gegeneinander: Cana als Captain der albanischen Nationalmannschaft, Petkovic als Coach der Schweizer. «Vladimir war das Beste, was der Schweiz passieren konnte», sagt Cana. «Er ist ein hervorragender Trainer und ein feiner Mensch.»

Während zehn Tagen haben sich die Albaner in der Abgeschiedenheit der Steiermark auf ihre erste Teilnahme bei einer Europameisterschaft vorbereitet. Für Cana, der Ende Juli 33 Jahre alt wird, ist es das Highlight einer langen Karriere. Der Innenverteidiger ist die Ikone des albanischen Fussballs. Er hat sich als Erster seines Landes bei europäischen Grossklubs durchgesetzt, 2003 beim 2:3 in Genf gegen die Schweiz im Nationalteam debütiert und inzwischen über 90 Länderspiele auf dem Buckel.

Lorik Cana: Der erste Superstar von Albaniens Fussball.
Bild: ARMANDO BABANI/EPA/KEYSTONE

AZ: Lorik Cana, wenn Sie an den 11. Juni und das albanische EM-Debüt denken ...
Lorik Cana:
 ... dann macht mich das sehr stolz und glücklich. Für mich geht ein Lebenstraum in Erfüllung.

Lorik Cana, was liegt für Albanien drin bei der EM?
Allein schon dabei zu sein, ist grossartig. Unsere Mannschaft besitzt eine Winnermentalität und will jedes Spiel gewinnen. Ich möchte Europameister werden! Ich weiss natürlich, dass wir im europäischen Fussball eine kleine Nummer sind. Aber wir haben in letzter Zeit gut gespielt, viel gelernt, ein grosses Herz und viel Passion. Unsere fantastischen Fans werden uns bei der EM eine grosse Hilfe sein.

«Keiner bei Albanien sagt ein schlechtes Wort über Xhaka oder Shaqiri.»

Lorik Cana

Man weiss, dass Sie ein Patriot sind.
Das bin ich. Doch das sind alle Spieler unseres Teams. Wir sind ein wenig stolzer auf unsere Nationalität als zum Beispiel die Schweizer auf die ihre.

Was sind die Gründe dafür?
Wir haben viele Probleme gehabt in Albanien und Mazedonien; auch den Krieg im Kosovo. Viele unserer Spieler sind zwar in der Schweiz oder sonst wo im Ausland aufgewachsen. Aber alle haben immer auch Albanisch gesprochen, die albanische Mentalität bewahrt und sind stolz auf die albanische Geschichte. Das schweisst zusammen. Wir wollen unserem Land durch den Fussball Stolz und Anerkennung schenken. Die EM ist dafür perfekt.

Keinen Groll auf Shaqiri oder Xhaka bei Cana.
Bild: KEYSTONE

Sie haben Granit Xhaka, Valon Behrami und Xherdan Shaqiri dafür kritisiert, dass sie für die Schweiz und nicht für Albanien spielen.
Ich habe gesagt, dass es für uns aus sportlicher Sicht schön wäre, würden diese grossartigen Spieler für Albanien spielen. Aber kein Einziger unserer Mannschaft sagt auch nur ein schlechtes Wort über sie. Ich bin ihnen sogar dankbar dafür, was sie tun.

«Ich möchte Europameister werden!»

Lorik Cana

Dankbar?
Sie leisten etwas ausserordentlich Wichtiges für Albanien und vor allem für die Albaner in der Schweiz. Viele Menschen unseres Volkes haben in diesem Land eine neue Lebenschance bekommen. Xhaka, Shaqiri und die anderen nutzen nun im Namen vieler Albaner die Chance, der Schweiz dafür Danke zu sagen, indem sie diesem Land durch den Fussball etwas zurückgeben. Was sie tun, ist grossartig. Aber natürlich sind auch sie Albaner wie wir, sie sind unsere Brüder.

Was bei den Brüdern Granit und Taulant Xhaka ja tatsächlich der Fall ist.
Xhaka gegen Xhaka – eine unglaubliche Story. Ich habe seit vielen Jahren zur Familie Xhaka eine sehr gute Beziehung. Ich weiss, dass es für die Brüder schwierig ist, gegeneinander zu spielen. Wenn sie aber auf dem Platz stehen, ist alles vergessen, und sie denken nur noch an den Sieg.

Mit Albert Bunjaku für den Kosovo auf Torejagd, das wird Cana kaum machen.
Bild: EPA/DPA

Kosovo ist für Cana kaum eine Variante

Lorik Cana, in Pristina geboren, ist mit seiner Familie als Sechsjähriger in die Schweiz gekommen. Sein Vater Agim war Fussballprofi und spielte unter anderem in der Türkei. Als dieser nach dem Karriereende heimwollte, brach der Jugoslawienkrieg aus und Canas Familie fand auf Vermittlung eines Freundes in Lausanne Unterschlupf. Agim spielte für den FC Montreux in der NLB, Lorik und seine zwei Schwestern besuchten in Lausanne die Schule und der talentierte Junge begann mit neun Jahren für Lausanne-Sports Fussball zu spielen. «Mein Vater war bei jedem Spiel und bei jedem Training dabei. Das war aber nicht immer ein Genuss, weil er Druck auf mich ausübte. Aber natürlich war das unter dem Strich eine grosse Hilfe und die perfekte Förderung.»

Der Klub ist bis heute in Lorik Canas Herzen geblieben. Er und sein Vater haben Trainer Fabio Celestini zum Aufstieg in die Super League gratuliert. Könnte er sich deshalb vorstellen, schon in Kürze für Lausanne aufzulaufen? «Warum nicht?», lacht Cana. Fest steht nur, dass er den FC Nantes verlassen wird. Möglich ist ein Engagement in China oder im Nahen Osten. Und: Wird er bald für den Kosovo spielen? Vor ein paar Wochen hat die FIFA den Kosovo aufgenommen. Dieser darf ab Herbst die Qualifikation für die WM 2018 in Russland spielen.

Sie stammen selber aus dem Kosovo; wäre es deshalb denkbar, dass Sie für diesen antreten, falls die FIFA einen Verbandswechsel zulässt?
Das Wichtigste für mich ist, dass der Kosovo nicht länger isoliert ist. Dass die Jungen ihren Traum von der Nationalmannschaft leben können und mehr Geld in die Infrastruktur und in die Liga gesteckt werden kann. Die Spieler im Kosovo mussten sich bisher wie im Gefängnis fühlen. Jetzt sind sie frei!

Aber Sie wären doch der ideale Captain für den Aufbau einer jungen kosovarischen Nationalmannschaft.
Ich werde kaum mehr für den Kosovo spielen. Wir müssen jetzt einfach die besten Lösungen für die zwei Mannschaften, Albanien und Kosovo, finden. 99 Prozent der Albaner wünschen sich zwar, es gäbe eine einzige starke Mannschaft. Aus politischen Gründen ist es aber nicht möglich.

Lorik Cana (l.) in einem Spiel von 2005 für den PSG.
Bild: AP

Aus politischen Gründen konnten Sie 1999 auch nicht zu Arsenal wechseln. Während Granit Xhaka nun für 45 Millionen Euro zu den Gunners transferiert wurde, ist Ihnen der Transfer damals versagt geblieben.
Ich war 16 Jahre alt und spielte bei der U21 von Lausanne. Trainer Arsène Wenger wollte, dass ich bei Arsenal trainiere, und lud mich und meine Familie nach London ein. Wir waren schon am Flughafen in Genf, um nach England zu fliegen. Aber ich hatte damals den Status eines Flüchtlings und erhielt kein Visum.

«Ich hatte sehr grosses Glück, in der Schweiz leben und lernen zu dürfen.»

Lorik Cana

Hat Sie die Schweiz sehr enttäuscht?
Nein, ich ärgerte mich mehr über Grossbritannien, weil es mich nicht einreisen liess. Andererseits: Wenn man viele Jahre in der Schweiz lebt, in die Schule geht, alle sechs Monate die Aufenthaltsbewilligung beantragt, aber keine Chance hat, den Schweizer Pass zu erhalten, ist das auch nicht einfach. So konnten wir den Kosovo nie besuchen. Ich habe während neun Jahren meine Familie nicht gesehen. Ich hatte sehr grosses Glück, in der Schweiz leben und lernen zu dürfen; auch Fussball zu spielen und ein guter Spieler zu werden. Aber nicht reisen zu können, war extrem hart.

Was ist Ihnen von den zehn Jahren in Lausanne geblieben?
Die Erinnerung an eine grossartige Zeit. Viele meiner besten Freunde leben in Lausanne. Ich gehe sie oft besuchen. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass ich nach meiner Karriere mit der ganzen Familie in Lausanne leben werde.

Schweiz war nie eine Option

Nachdem der Transfer zu Arsenal geplatzt war, angelte sich Paris Saint-Germain den Lausanner Junior. Er schaffte den Sprung in die erste Mannschaft und wurde Teamkollege von Ronaldinho. Für ein paar Wochen war auch Hakan Yakin da, bis er von Trainer Vahid Halilhodzic weggeschickt wurde. Halilhodzic sagte später einmal: «Ich habe nie einen Spieler gesehen, der so hart an sich arbeitet wie Cana.» Fünf Jahre und einen Cupsieg später wechselte dieser zu Olympique Marseille.

Extrem wichtig für Albanien: Lorik Cana.
Bild: STEPHANE MAHE/REUTERS

Er wurde dort mit 24 Jahren Captain, und als er 2009 zum AFC Sunderland ging, war er der erste ausländische Spieler, der in der Premier League gleich Spielführer wurde. «Ich bekam einen sehr starken Charakter und eine starke Mentalität geschenkt, deshalb war ich fast überall Captain», sagt Cana. Später spielte er noch für Galatasaray Istanbul, Lazio Rom und zuletzt für Nantes. Der Basler Naser Aliji, der im Trainingslager das Zimmer mit Cana teilt, sagt: «Lorik ist ein total bodenständiger Typ.»

Wenn Sie auf den Schweizer Pass gewartet hätten, würden Sie bei der EM nun gegen Albanien statt gegen die Schweiz spielen und hätten bereits viele grosse Turniere bestritten.
(Lacht laut). Nein, mein Traum war es schon als Junge, einmal für Albanien zu spielen. Ich war 13 Jahre alt, als ich unsere Nationalmannschaft im Fernsehen gegen Deutschland sah. Ich erinnere mich, wie wir in unserer kleinen Wohnung in Cheseaux 30 Leute zu Besuch hatten. An diesem Tag habe ich mir gesagt: Eines Tages wirst du für Albanien auflaufen! Jetzt sind es schon 92 Spiele geworden.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mett-Koch 09.06.2016 05:59
    Highlight Die Familie war schon am Genfer Flughafen, durfte aber nicht ausreisen... Da waren die Abklärungen aber ziemlich schlecht. Ich ging noch nie an den Flughafen und merkte erst dort, dass ich gar nicht in die Destination einreisen darf.
    9 17 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 17.06.2016 14:45
      Highlight Die Naivität in diesem Kommentar tut schon fast weh... Wahrscheinlich hatten Sie auch noch nie einen Flüchtlingsstatus sondern haben Ihr Leben lang das Privileg genossen, mit ihrem roten Pass problemlos reisen zu können. Dazu kommt, dass die Bürokratie damals wohl kaum übersichtlicher oder schneller war als heute.
      1 0 Melden
  • Kaspar Stupan 06.06.2016 11:32
    Highlight Ich finde es ok wenn Leute stolz auf ihr Land sein, aber diese Spieler sollten sich langsam entscheiden was sie sein wollen, Albaner oder Kosovaren, weil beides geht nicht und es ist auch kein Wunschkonzert.
    Ich will hier gar nicht politisch werden aber langsam wird es lächerlich....was nun? Dopperladler oder Blau/Gelb?
    11 31 Melden
    • Nonqi 06.06.2016 12:17
      Highlight Hallo Kaspar,

      Die Fahne mit dem Doppeladler ist für ALLE Albaner. Für den in Mazedonien, den im Kosovo und wo wir uns sonst noch auf der Welt befinden.
      Es kommt aufs etwa gleiche, wie wenn man einem Schweizer die frage stellt, na was bist du jetzt Schweizer oder Zürcher?

      Die Geschichte dieses Volkes ist halt mal etwas komplizierter und durch einige Kriege mehr geprägt als die der Schweiz.

      Und zur Info, die Blau/gelbe Fahne wird von etwa 80% der Bevölkerung im Kosovo nicht akzeptiert. Grund: Keine Bedeutung. Diese wurde dir von anderen Staaten gegeben ob du nun willst oder nicht.

      40 11 Melden
    • Kaspar Stupan 07.06.2016 09:27
      Highlight Aber mit deinen Argumentation nimmtst dem Kosovo die Legitimation als Staat zu exitieren.
      Zürich ist auch ein Kanton und nicht ein Land d.h du siehst den Kosovo als "Kanton" von Albanien also haben sie kein Recht auf einen Staat und auch nicht das Recht als Staat zu exitieren und demfall haben sie auch kein Nationalteam und die Spieler könnten "nur" für Albanien spielen, richtig?
      6 29 Melden
    • Nonqi 07.06.2016 10:20
      Highlight Das Recht hat dieser Staat.

      Aber Sie liegen natürlich nicht ganz daneben. Viele Albaner wünschen sich, dass ihre bewohnten Gebiete, wie sie damals existiert haben, wieder Eins werden. Das hat jetzt nichts mit Grössenwahn und einem Wunsch von Grossalbanien zu tun. Man hat sich damit abgefunden, dass es jetzt zwei Staaten sind. Aber das Kosovo ist nun mal der kleine Bruder von Albanien und wird es auch trotz Grenzen bleiben.

      Und wie sie sagten, falls die Möglichkeit bestände, ein ''Kanton'' von Albanien zu werden, so würde die Mehrheit der Bewohner im Kosovo dafür stimmen.
      16 6 Melden
    • Fumo 08.06.2016 12:35
      Highlight "wie sie damals existiert haben"

      Kannst du den Zeitraum "damals" bitte genauer definieren?
      6 12 Melden
    • Lekks 09.06.2016 03:07
      Highlight @cana5 hat wenig mit grössenwahn zu tun.ja stimmt. aber ne idologie ist es trotzdem. und damit abgefunden hat sich auch nicht wirklich jeder. All die Sachen die du schreibst von Mehrheit von KS würde sich dafür entscheiden,etc... ist unter dem Schlusstrich deine Meinung. Ich meine, kannst ja schwer für,das ganze Volk reden. Da ich immer öfters Probleme zwischen Albanern(KS) erlebt habe, welche auf ethnische Gründe zurück zu führen sind ( Christen / Muslimen ).
      5 10 Melden
    • Kaspar Stupan 09.06.2016 09:55
      Highlight Das ist leider DAS Problem in der ganzen Region.
      Man sucht sich eine Periode in der Geschichte und legitimiert dadurch sein Handeln.
      Ist mit Albanien/Kosovo so, genau so mit Serbien usw.
      Die Leute leben nicht in der Gegenwart und werden es auch nie tun.
      Das wäre als würde Italien die Gebiete der Römer fordern und sagen, es war ja so!
      7 6 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 10:15
      Highlight Die Albaner (mit wenigen Ausnahmen) haben sich längst damit abgefunden. Nach 500 Jahren osmanischer und danach 100 Jahren serbischer Unterdrückung (selber miterlebt), ist man froh, dass nun endlich mehr oder weniger Ruhe eingekehrt ist. Die Leute leben sehr wohl in der Gegenwart, man versucht das Land so gut wie möglich aufzubauen. Jedoch wird die Entwicklung dieses Landes stark durch den nördlichen Nachbarn beeinträchtigt...
      Die Religion unter Albanern nie wirklich ein Problem gewesen. Erst in den letzten Jahren mit der Radikalisierung einiger wurde es mehr thematisiert als sonst.
      12 3 Melden
    • Fumo 09.06.2016 10:42
      Highlight "Nach 500 Jahren osmanischer und danach 100 Jahren serbischer Unterdrückung"

      Und die Jahrhunderte davor? Als es Byzanz, Rom und Griechenland war? Hast ja meine Frage über die Periode "dass ihre bewohnten Gebiete, wie sie damals existiert haben" gekonnt ignoriert ;)

      "Die Religion unter Albanern nie wirklich ein Problem gewesen. Erst in den letzten Jahren mit der Radikalisierung einiger wurde es mehr thematisiert als sonst."

      Nicht? Warum haben dann alle Katholische Albaner die ich kenne irgendwo einen Kreuz tattoowiert um sich von den Moslems zu unterscheiden?
      5 10 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 11:08
      Highlight Da dich da so brennend interessiert. 1913 wurde in London über die Gebiete Albaniens entschieden, ohne das sie auch nur ein Mitsprache recht hatten.

      Meine Frau ist katholische Albanerin ich Moslem... Sie hat kein Kreuz Tattoo(werde ihr sagen sie sollte sich eins machen, um sich besser zu unterscheiden)
      Mein Familienname ist auch katholisch... Passt auch nicht so ganz in deine Theorie.

      Wie gesagt, die Geschichte des albanischen Volkes ist halt ein bisschen komplizierter... Aber ich finde es schön, dass du dich so darum interessierst ;) aus welchen Gründen auch immer...

      Cheers
      14 3 Melden
    • Fumo 09.06.2016 11:45
      Highlight Und trotzdem bleibt meine Frage nach wann es "gewohnt wie damals" einen Albanien gab offen. Das 1913 Albanien kein Mitspracherecht hatte ist mir klar.

      Und zum Tattoo, meine Aussage war "Alle kath. Albaner die ich kenne" und nicht "alle kath. Albaner".
      2 11 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 13:42
      Highlight Naja, wenn die Siedlungsgebiete der Albaner 1913 aufgeteilt wurden, ist die logische Schlussfolgerung, dass die Zeit davor diesem ''gewohnt wie damals'' entspricht.
      Hier noch zur Erklärung, wieso die Albaner in Serbien, Griechenland und Mazedonien leben.
      Albanien wird unabhängig, wobei große Teile des albanischen Siedlungsgebiets (vor allem Kosovo und Epirus) an Serbien bzw. Griechenland, kleinere an Montenegro fallen. Die endgültigen albanischen Grenzen werden durch eine Kommission der Großmächte festgelegt.
      Du wolltest mit deiner Tattootheorie die religiösen Probleme ansprechen. Fail.
      9 1 Melden
    • Fumo 09.06.2016 14:13
      Highlight "Du wolltest mit deiner Tattootheorie die religiösen Probleme ansprechen. Fail."

      Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es freut mich natürlich zu hören dass es welche gibt die sich mögen und gar heiraten. Sieh es also nicht als negative Kritik an.

      "Naja, wenn die Siedlungsgebiete der Albaner 1913 aufgeteilt wurden, ist die logische Schlussfolgerung, dass die Zeit davor diesem ''gewohnt wie damals'' entspricht."

      Also meintest du einfach dass alle albanischen Völker einer Nation angehören, davon unabhängig ob "Grossalbanien" oder einer anderen untergeworfen?
      1 8 Melden
    • Kaspar Stupan 09.06.2016 14:23
      Highlight Ich finde deine ausführungen gut und wenigsten hat du eine ahnung von dem was du schreibst, aber du hast bist immernoch der meinung das die anderen (grossmächte) schuld sind an der situation.
      viele grenzen wurden gezogen und nie waren alle glücklich aber bei den meisten hat sich die lage beruhig. ich denke nicht das serbien glücklich ist das es den kosovo gibt und trotzdem ist es aus ihrer sicht falsch und aus deiner sicht richtig. aus deren sicht ist Amselfeld (1389) auschlagebend..tja, was tun. jeder hat seine realität.
      1 1 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 14:29
      Highlight Nein, es wird kein Grossalbanien geben und nein es gibt keine albanischen Völker sondern ein Volk der Albaner welches durch mehrere Grenzen Aufgeteilt wurde (bezogen auf die Region des Balkans).

      Wir stehen am Anfang der Diskussion...

      8 0 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 14:36
      Highlight @Kaspar
      Ich bin vollkommen deiner Meinung.
      Und das ich der Meinung bin, dass die Grenzen anders aussehen würden, hätte Albanien auch ein Mitsprache recht gehabt, stimmt auch.

      Das jetzt noch ändern wollen und können? Nein.
      Aber Ansprechen ja, zu jederzeit.

      Und es wird noch mehrere Jahre (falls überhaupt) dauern, bis Serbien sich damit abgefunden hat. Nur bringt es weder Serbien noch Kosovo etwas die jetzige Situation nicht zu akzeptieren.
      8 0 Melden
    • Fumo 09.06.2016 14:44
      Highlight "aber du hast bist immernoch der meinung das die anderen (grossmächte) schuld sind an der situation"

      Dieser Meinung darf er ja auch sein. Die Frage ist nur, ist man dann auch objektiv genug um anzuerkennen dass Serbien auch der Meinung sein darf dass die Grossmächte Schuld an ihrer Situation sind oder nicht. Sprich erlaubt man den anderen auch seine Meinung in umgekehrterweise zu vertreten oder beansprucht man den "Monopol" nur für sich?
      2 8 Melden
    • Nonqi 09.06.2016 15:10
      Highlight Klar können auch die Serben dieser Meinung sein. Habe nie was anderes behauptet. Aber wir springen von Thema zu Thema.

      9 0 Melden
    • Fumo 09.06.2016 15:26
      Highlight "Klar können auch die Serben dieser Meinung sein."

      Du solltest mit deiner Toleranz missionieren gehen, bitte. Bin es mir sonst anders gewohnt.
      6 0 Melden
    • Lekks 10.06.2016 02:29
      Highlight kann bezüglich dem letztem kommentar vom @Fumo nur zustimmen.
      2 0 Melden
  • ponebone 05.06.2016 20:56
    Highlight Ich hab no nie begreifen können wieso Menschen zum Teil so patriotisch sind.
    44 35 Melden
  • XAALLAAX 05.06.2016 16:50
    Highlight Gutes Interview. Ich denke solange Spieler mit Migrationshintergrund für die Schweiz nicht die gleiche Leidenschaft und den gleichen Stolz wie für ihr Ursprungsland zeigen werden die Fans ebenfalls einen Unterschied machen und ein Identifikationsproblem nicht aus dem Weg zu räumen sein. Hopp Schwiiz!
    67 37 Melden
    • pun 05.06.2016 20:51
      Highlight Du glaubst wohl auch daran, dass Fussballprofis jeden ihrer Vereine in einer Karriere genauso lieben müssen wie es die Fans der jeweiligen Vereine tun.

      Dass es Menschen gibt, die mit mehreren Nationalitäten und manchmal zwischen den Bänken davon aufwachsen muss man einfach akzeptieren. Nationalmannschaften sind nunmal in der globalisierten Welt eigentlich ein Absurdum.
      66 13 Melden
    • XAALLAAX 05.06.2016 22:27
      Highlight Darum bin ich dafür, dass man sich den Bank aussucht, der einem näher ist. Wenn beide gleich nah sind soll gleich viel Herzblut die Folge sein!
      4 7 Melden
    • PolloHermano 06.06.2016 08:50
      Highlight Manchmal haben die Spieler gar keine Auswahl, sondern sie erhalten vom Land X ein Aufgeblt und vom Land Y nicht. Es gibt nichts Wichtigeres für einen jungen Spieler, als zu spielen und sich auf einer internationalen Bühne präsentieren zu können. Also werden sie sich zu Beginn der Karriere für das Land entscheiden, welches sich für sie engagiert. Für mich ist es absolut verständlich, dass sich nun Spieler für das Land entscheiden, welches schon in jungen Jahren an ihnen Interesse geszeigt hat, selbst wenn sich später beide Länder um sie reissen.
      18 2 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 06.06.2016 12:32
      Highlight Die Behauptung, dass Spieler mit Migrationshintergrund für die CH nicht die gleiche Leidenschaft und Leistung zeigen, ist eine Unterstellung. Und sie sagt sehr viel aus über die Person, die sie aufstellt. Wenn Sie ein Identifikationsproblem haben, dann haben SIE das Problem. Wenn ich an einen leidenschaftlichen Nati-Spieler denke, kommt mir spontan Behrami in den Sinn... Und nur mit Meiers, Müllers und Lustenbergers (der sich übrigens zu schade war, als Ergänzungsspieler dabei zu sein, so viel zum Thema Leidenschaft!) könnten wir uns Diskussionen zur EM sparen, weil wir nie mit dabei wären.
      24 3 Melden
    • XAALLAAX 06.06.2016 21:52
      Highlight Klar ist es eine Unterstellung. Leidenschaft lässt sich ja nicht messen. Berahmi bereitet auf dem Platz Freude, das stimmt!
      4 0 Melden

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