Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Moenchengladbach's Swiss goalkeeper Yann Sommer (R) and Villarreal's Ikechukwu Uche (L) vie for the ball during the UEFA Europa League Group A match VfL Borussia Moenchengladbach vs Villarreal CF on September 18, 2014 at Borussia-Park stadium in Moenchengladbach, western Germany. The match ended in a 1-1 draw.  AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ

Der Gesichtausdruck von Ikechukwu Uche sagt alles.  Bild: AFP

Verletzt, Rot oder Schlecht

Rein und sofort wieder raus: Nach Uches Tor-Quickie gegen Yann Sommer – diese Kurzzeit-Joker müssen Sie kennen

Eine Minute nach seiner Einwechslung trifft Ikechukwu Uche mit der ersten Ballberührung gegen Gladbach. Bei der Aktion verletzt er sich und muss sofort wieder raus. Damit gesellt sich der Vilarreal-Joker zu einem exklusiven Kreis von kuriosen Ein- und Auswechslungen.



Der Auftritt des Nigerianer Ikechukwu Uche ist schneller erzählt, als man seinen Namen buchstabiert hat. Der Nigerianer wird in der 67. Minute für Luciano Vietto eingewechselt und spitzelt den Ball nur eine Zeigerumdrehung später an Yann Sommer vorbei ins Gladbacher Tor. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Uche jubelt, bis er merkt, dass er Schmerzen hat.  gif: watson

Beim Zusammenprall mit dem herausstürzenden Schweizer Nati-Goalie verletzt sich der 30-jährige Stürmer, wird kurz behandelt und muss dann sofort wieder ausgewechselt werden. Das 1:1 von Uche ist das letzte Tor der Partie, es bleibt beim Unentschieden. Immerhin einen Punkt hat Uche Villarreal noch gesichert.

Bei Uche geht es übrigens öfters mal schneller. Gegen Real Madrid traf Uche 2008 zum 3:1, als die Real-Spieler noch einen vermeintlichen Treffer bejubelten. Natürlich wurde Uche auch in diesem Spiel eingewechselt. 

abspielen

Uches Tor gegen Real Madrid. youtube/bienvenidos

Uche steht mit seinem Kurzeinsatz nicht allein da – im Gegenteil. Der Nigerianer reiht sich in eine illustre Runde:

Die 20 Sekunden des Mathis Bolly

Nein, das ist definitiv nicht der Stoff, aus dem Bollywood-Geschichten gemacht sind: Am 23. August 2014 wird Mathis Bolly gegen Karlsruhe in der 75. Minute eingewechselt. Der Mittelfelder gilt als blitzschnell, soll über 50 Meter sogar schneller sein als Usain Bolt. Schnell geht es auch gegen Karlsruhe, nach 20 Sekunden kommt Bolly zum ersten Zweikampf und muss sofort verletzt wieder raus. 

Mathis Bolly

Mathis Bolly verletzt sich beim ersten Ballkontakt. screenshot: sky

Messis missglücktes Nati-Debut

Es läuft die 64. Minute im Spiel zwischen Ungarn und Argentinien, als ein gewisser Lionel Messi eingewechselt wird. Ein Riesentalent soll er sein. Dieses wird sich in diesem Spiel jedoch nicht zeigen. Messi sieht nur eine Minute nach seiner Einwechslung direkt die rote Karte. Kein schöner Start in die Nationalmannschaftskarriere des vierfachen Weltfussballers.

abspielen

Messis rote Karte beim ersten Spiel für Argentinien. youtube/brazil_newz on twitter

Titsch-Rivero hält den Rekord in der Bundesliga

Sagt Ihnen der Name Marcel Titsch-Rivero etwas? Sollte es. Acht Minuten Bundesliga-Erfahrung hat der damals 22-Jährige vorzuweisen, als er 2011 am letzten Spieltag gegen Dortmund eingewechselt wird. Es dauert ganze 43 Sekunden bis Titsch-Rivero seinen Gegner umgrätscht und sich den roten Karton abholt.

Seine Eintracht Frankfurt verliert die Partie und steigt ab. Titsch-Rivero hat seither kein einziges Bundesliga-Spiel mehr bestritten, hält dafür den Rekord für die schnellste rote Karte nach einer Einwechslung. 

Marcel Titsch-Rivero

Die Bundesliga-Statistik des Marcel Titsch-Rivero. screenshot: transfermarkt

Die elf Minuten von William Edjenguele

«Der schlechteste Spieler der Schweiz», titelte der Blick. William Edjenguele wird 2008 bei der Partie zwischen Xamax und Zürich nach 34 Minuten für den verletzten Hussein Sulimani eingewechselt. Der Franzose spiel aber so miserabel, dass ihn Xamax-Trainer Nestor Clausen zur Halbzeit wieder auswechselt – nach exakt 11 gespielten Minuten.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel