Sport
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National League A, 47. Runde

Lugano – Ambri 4:2 (0:1,1:0,3:1)

Davos – SCL Tigers 4:5 (1:2,3:1,0:2)

Biel – Zug 3:4 (1:1,0:2,2:1)

Lino Martschini, 2. von rechts, von Zug feiert sein entscheidendes Tor mit Samuel Erni, Sven Senteler und Josh Holden, von links, im Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem EV Zug am Freitag, 19. Februar 2016, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Zug hat allen Grund zu jubeln. Das Team von Harold Kreis belegt neu den zweiten Rang der Tabelle.
Bild: KEYSTONE

Ambri entgleiten bei Pleite in Lugano wichtige Punkte im Playoff-Kampf – Zug liegt nach Sieg in Biel neu auf Rang zwei

Ambri-Piotta liegt im Tessiner Derby gegen Lugano zweimal in Führung, steht am Ende aber mit leeren Händen da. Der EV Zug schlägt Biel und überholt somit in der Tabelle Davos (Heimniederlage gegen Langnau) und Servette.



Lugano – Ambri 4:2

– Lugano dreht im Südschweizer Gipfel gegen Ambri-Piotta spät auf und gewinnt dank einer Doublette von Linus Klasen 4:2. Bis zur 57. Minute hielt Ambri ein 2:2 und war auf Kurs, eine achte Niederlage in Folge in der Resega abzuwenden. Zweimal führte der Aussenseiter gar, Lugano indes reagierte vehement. Patrick Sidlers 2:1 glich Luca Fazzini praktisch im Gegenzug aus.

– Für den grossen Umschwung sorgte dann die schwedische Künstler-Fraktion Luganos. Nach einer Serie von Pfostenschüssen erzwang Linus Klasen in der 57. Minute das 3:2, Sekunden vor Schluss entzückte der Nordländer die Curva Nord mit einem Treffer ins leere Tor ein nächstes Mal.

– Derweil die 7800 Tifosi die Bianconeri und ihren Coach Doug Shedden bejubelten, der im 30. Spiel seit seinem Einstieg in der herbstlichen Krise den 20. Sieg zelebrierte, drehten Ambri-Piottas Spieler schwer enttäuscht ab – sie hatten im Finish der Qualifikation trotz einer lange erstklassigen Performance gegen Lugano auch das dritte Auswärts-Derby verloren.

– Verloren hat Ambri aber vorerst nur ein weiteres Duell mit dem Erzrivalen. Die Fehltritte häufen sich zwar, aber dank der Schwächen der Konkurrenz bleibt die Option vorhanden, doch noch unter die Top 8 vorzustossen. Sowohl die Flyers als auch die seit Wochen taumelnden Berner stecken weiterhin in der Problemzone fest. Ein prickelndes Schlussprogramm bahnt sich an – mit einer brisanten Schlusspointe: In der 50. und letzten Runde empfangen die Nord-Tessiner vor eigener Kulisse den HC Lugano.

Luganos Julien Vauclair, links, im Duell mit Ambris Adrien Lauper, rechts, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri Piotta, am Freitag, 19. Februar 2016, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Viel Kampf im Tessiner Derby – mit dem besseren Ende für Lugano.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Davos – SCL Tigers 4:5

– Seit ihrem Out in den Champions-League-Halbfinals waren die Bündner in Fahrt gekommen und hatten sechs von sieben Spielen gewonnen. Doch statt sich kurz vor Ende der Qualifikation hinter den topklassierten ZSC Lions einzureihen, liess sich der Titelhalter im eigenen Stadion trotz dreimaliger Führung vom Vorletzten ausmanövrieren und verlor die Partie letztendlich mit 4:5. Im Finish reihte der Favorit eine Panne an die nächste: Vor dem zweiten und entscheidenden Saisontor von Yves Müller (59.) waren gleich drei Davoser ausgeglitten.

– Im Duell mit den im Tableau abgesackten SCL Tigers liess sich das teilweise nonchalante Team von Arno Del Curto primär wegen diverser «unforced errors» die Kontrolle entreissen. Gilles Senn, der 19-jährige Stellvertreter von Stammkeeper Leonardo Genoni kam in diesem Winter erst zum dritten NLA-Einsatz von Beginn weg, war an den Turbulenzen massgeblich beteiligt. Die ersten beiden Schüsse waren für ihn nicht zu stoppen, im mittleren Abschnitt genügten den Tigers vier Vorstösse zum 3:3 (38.), und im letzten Drittel verschuldete der Rookie mit einer missratenen Intervention hinter dem Tor das 4:4.

– Im Prinzip leistete sich der Favorit aber nicht nur in der eigenen Zone zu viele Auszeiten. Die Offensive produzierte zwar ein Schussverhältnis von 45:21, aber einzig Alexandre Picard schöpfte sein Potenzial nahezu aus. Der kräftige Nordamerikaner, im Herbst in Genf aus den Traktanden gefallen, erzwang im Powerplay das 2:2 und fälschte 33 Sekunden vor der zweiten Pause einen Schuss Du Bois' entscheidend ab.

Alexandre Picard von Davos, unten, gegen Yves Mueller von Langnau, beim Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den SCL Tigers, am Freitag, 19. Februar 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Davos und Alexandre Picard erleiden gegen die Emmentaler einen Dämpfer.
Bild: KEYSTONE

Biel – Zug 3:4

– Im Kampf um den 2. Platz macht der EV Zug vorentscheidend Boden gegen den HC Davos gut. Die Zuger gewinnen 4:3 in Biel, während Davos zuhause 4:5 gegen die SCL Tigers verliert.

– Zug gewann auch das dritte Saisonspiel in der neuen Tissot Arena in Biel. Matchwinner war Lino Martschini, der beste Skorer der Liga mit Schweizer Pass. Er markierte seine Saisontore 23 und 24, das entscheidende vier Minuten vor Schluss zum 4:3. Schlusslicht Biel hatte einen 1:3-Rückstand aufgeholt und drückte auf den Siegtreffer, wurde jedoch mit einem Konter kalt erwischt. Der EVZ überholte damit das spielfreie Genève-Servette sowie den HC Davos und weist noch fünf Punkte Rückstand auf den ebenfalls spielfreien Leader ZSC Lions auf.

– Davos musste eine überraschende Heimniederlage gegen die SCL Tigers einstecken. Die Langnauer wiederholten damit ihren Coup vom letzten Gastspiel im Landwasser-Tal Anfang Januar (3:1). Die Bündner nutzten ihre Chancen zu wenig konsequent und verspielten im Schlussdrittel eine 4:3-Führung. Beim Ausgleich von Yannick-Lennart Albrecht, der nach einer Torflaute seit dem 22. Dezember doppelt traf, profitierten die SCL Tigers von einem Blackout des Davoser Ersatzgoalies Gilles Senn, der den geschonten Leonardo Genoni ersetzte. 83 Sekunden vor Schluss machte Yves Müller die Überraschung mit dem 5:4-Siegtreffer perfekt.

Massenschlaegerei im Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem EV Zug am Freitag, 19. Februar 2016, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Es war einiges los in der Bieler Tissot Arena.
Bild: KEYSTONE

(sda)

Die Telegramme

Lugano - Ambri-Piotta 4:2 (0:1, 1:0, 3:1) 7800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wiegand, Fluri/Wüst.
Tore: 8. Fuchs (Birbaum) 0:1. 40. (39:13) Pettersson (Klasen) 1:1. 42. (41:35) Sidler (Bastl) 1:2. 42. (41:47) Fazzini (Hofmann) 2:2. 57. Klasen (Pettersson, Sannitz) 3:2. 60. (59:50) Klasen 4:2 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Klasen; Mäenpää.
Lugano: Merzlikins; Vauclair, Ulmer; Furrer, Kienzle; Kparghai, Hirschi; Sartori: Klasen, Martensson, Pettersson; Hofmann, Stapleton, Fazzini; Reuille, Sannitz, Walker; Morini, Dal Pian, Kostner.
Ambri Piotta: Zurkirchen; Trunz, Sidler; Berger, Mäenpää; Gautschi, Birbaum; Zgraggen; Monnet, Hall, Lauper; Pestoni, Emmerton, Giroux; Bianchi, Kamber, Grassi; Duca, Fuchs, Lhotak.
Bemerkungen: Lugano ohne Brunner, Bertaggia, Steinmann, Manzato, Chiesa (verletzt), Lapièrre (überzählig), Ambri Piotta ohne Fora, Flückiger ( beide verletzt ), Stucki, Chavaillaz ( beide überzählig). Pfostenschüsse: Pettersson, Stapleton (beide 43.), Trunz (54.). Ambri ab 59:00 bis 50:09 und ab 59:20 bis 59:50 ohne Goalie.

Davos - SCL Tigers 4:5 (1:2, 3:1, 0:2) 5245 Zuschauer. - SR Kurmann/Wehrli, Espinoza/Kaderli.
Tore: 1. (0:43) Paulsson (Lindgren, Wieser) 1:0. 3. Wilson (Haas, Koistinen/Ausschluss Rampazzo) 1:1. 6. Clark (Gustafsson) 1:2. 23. Picard (Jörg, Setoguchi/Ausschluss Gustafsson) 2:2. 35. Aeschlimann (Setoguchi, Schneeberger) 3:2. 38. Albrecht (DiDomenico, Bucher) 3:3. 40. (39:27) Picard (Du Bois, Ambühl) 4:3. 54. Albrecht (Bucher) 4:4. 59. Müller (Haas/Ausschlüsse Picard; Weisskopf) 4:5. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Clark.
Davos: Senn; Heldner, Forster; Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Rampazzo; Ambühl, Egli, Picard; Marc Wieser, Lindgren, Paulsson; Setoguchi, Walser, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Jörg.
SCL Tigers: Punnenovs; Koistinen, Stettler; Müller, Ronchetti; Adrian Gerber, Zryd; Weisskopf; Clark, Gustafsson, Nüssli; Bucher, Albrecht, DiDomenico; Claudio Moggi, Wilson, Berger; Sven Lindemann, Schirjajew, Haas.
Bemerkungen: HCD ohne Sciaroni, Corvi, Forrer (alle verletzt), Jung (krank), Axelsson (überzählig), SCL Tigers ohne Murray, Bärtschi, Tom Gerber (alle verletzt), Hecquefeuille (krank), Kim Lindemann, Gossweiler, Sandro Moggi (alle überzählig). 26. Pfostenschuss von Setoguchi. 45. Setoguchi verletzt ausgeschieden. Ab 60. (59:38) HCD ohne Goalie, 19:47 Timeout von Davos.

Biel - Zug 3:4 (1:1, 0:2, 2:1) 5544 Zuschauer. – SR Eichmann/Koch, Borga/Kohler.
Tore: 3. Peter (Sandro Zangger) 0:1 11. Spylo (Huguenin) 1:1. 24. Suri (Holden/Ausschluss Herburger) 1:2. 33. Martschini (Holden) 1:3. 42. Dostoinow (Earl, Herburger) 2:3. 53. Moss (Dufner) 3:3. 56. Marschini (Holden, Senteler) 3:4. – Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Joggi) plus Spieldauer (Joggi) gegen Biel, 6mal 2 plus 10 Minuten (Suri) gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Gaetan Haas; Bouchard.
Biel: Rytz; Dave Sutter, Huguenin; Maurer, Dufner; Jecker, Wellinger; Nicholas Steiner, Joggi; Tschantré, Gaetan Haas, Spylo; Daniel Steiner, Macenauer, Moss; Rossi, Earl, Herburger; Fabian Lüthi, Fabian Sutter, Dostoinow.
Zug: Stephan; Morant, Sondell; Dominik Schlumpf, Grossmann; Tim Ramholt, Alatalo; Simon Lüthi, Erni; Martschini, Holden, Fabian Schnyder; Lammer, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Sandro Zangger; Senteler, Nolan Diem, Suri.
Bemerkungen: Biel ohne Fey, Wetzel, Ehrensperger, Jelovac (alle verletzt) und Olausson (überzähliger Ausländer), Zug ohne Sieber (verletzt) und Marchon (gesperrt). – Lattenschüsse: Spylo (47.); Fabian Schnyder (38.), Bouchard (52.). – Timeouts: Biel (59:24); Zug (53.). (sda)

Die Tabelle

Bild

Eishockey NLA – Alle Topskorer

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