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epa06073926 A handout photo made available by Global Newsroom on 07 July 2017 of Christian Maurer (SUI1) flying during the Red Bull X-Alps above Lake Garda, Italy, 06 July 2017. At this extreme adventure race 31 pilots out of 20 nations have to fly from Salzburg/ Austria to Monaco passing turnpoints in Slovenia, Germany, Italy, Switzerland and France with a paraglider. The only alternative to manage the 2.500 kilometer distance is to hike.  EPA/SEBASTIAN MARKO  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Hoch über dem Gardasee: Maurer unterwegs über die Alpen. Bild: EPA/GLOBAL NEWSROOM

Der Roger Federer der Lüfte: Chrigel Maurer gewinnt schon wieder das X-Alps

Zum fünften Mal in Folge heisst der Sieger der inoffiziellen Gleitschirm-WM Chrigel Maurer. Der Berner Oberländer kam heute nach erfolgreicher Alpenüberquerung am Ziel in Monaco an.



Zwei beeindruckende Serien halten an. Auch bei der achten Austragung des Abenteuerwettkampfs «Red Bull X-Alps» ist der Sieger ein Schweizer. Zum fünften Mal in Folge heisst er Chrigel Maurer. Der 34-Jährige aus Adelboden siegte schon 2009, 2011, 2013 und 2015.

Maurer siegte deutlich, er musste sich den Triumph aber hart erkämpfen. «Wind, Regen, Sturm – so schlechte Bedingungen hatten wir noch nie», sagte er im Ziel. Bereits gestern Abend klagte Maurer, dass er vor Schmerzen kaum mehr laufen könne: «Die letzten Kilometer werden die härtesten sein.» Maurer leidet an einer Knieverletzung. Für seinen Körper sei es gut, dass er nun angekommen sei. «Ich habe dieses Mal über 500 Kilometer zu Fuss zurückgelegt, normalerweise sind es rund 300.»

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Auf dem Weg ins Ziel: Maurer wird auf dem letzten Abschnitt von seiner Partnerin begleitet. bild: red bull

Weil er den Prolog krank verpasste, musste Maurer das Rennen als Allerletzter in Angriff nehmen: sogar noch eine Stunde nach dem Letzten des Prologs. Trotzdem gelang es ihm, seine Konkurrenten einmal mehr zu überflügeln.

«Ich wollte es auch geniessen»

Beim X-Alps müssen die Teilnehmer die Alpen von Ost nach West überqueren. Nach dem Start im Salzburg geht es mit dem Gleitschirm oder zu Fuss bis nach Monaco. Die Route ist nicht vorgeschrieben, jedoch müssen vordefinierte Punkte passiert werden.

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Die X-Alps-Route 2017: Von Salzburg nach Monaco. bild: red bull

Maurers Erschöpfung kommt wohl nicht von ungefähr. Bei seinem letzten Triumph 2013 benötigte er weniger als sieben Tage. In diesem Jahr war Chrigel Maurer beinahe zwölf Tage lang unterwegs. Er ging aber auch bewusst mit dem Vorhaben ins Rennen, es für einmal eine Spur gemächlicher zu nehmen: «Ich versuchte selbstverständlich, so schnell wie möglich voran zu kommen. Gleichzeitig wollte ich es auch geniessen.»

Maurers Statement am Ziel (englisch).

Um etwa 11 Uhr am Donnerstagmorgen erreichte Maurer den letzten Turnpoint in Peille, an dem das Rennen offiziell beendet wird. Nun muss der Schweizer aus gesetzlichen Gründen bis am frühen Abend warten, um den letzten Flug hinunter nach Roquebrune bei Monaco geniessen zu können.

Aus unserer Andrea wird wohl kaum je eine Gleitschirm-Pilotin

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Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 13.07.2017 16:31
    Highlight Highlight Sehr schön, dass watson auch mal von einer randsportart berichtet! 👍 und erst noch recht ausführlich.


    (Neben freestyle bügeln etc. natürlich ;) )
  • Sumsum 13.07.2017 15:34
    Highlight Highlight Ich habe diesen Wettkampf der aero-alpinen Gladiatoren mit Spannung mitverfolgt und nur schon vom zuschauen Muskelkater bekommen.

  • lukass 13.07.2017 13:57
    Highlight Highlight Cooler Bericht, Danke Ralf!

    Ist schon erstaunlich wie es Chrigel auch dieses Jahr trotz dem schlechten Wetter geschafft hat. Gratulation!

    Chrigel kann seine Stärke vor Allem in der Luft ausleben, am Boden sind andere schneller und ausdauernder.
    Der zweitplatzierte ist z.B. gestern 112km, vorgestern 80km und Total 760km zu Fuss gegangen. Er ist dank diesem Einsatz nur eine Stunde nach Chrigel am Ziel angekommen.

    Es gab übrigens auch noch einen zweiten Schweizer Athleten. Er musste aber gestern aufgeben, da er wegen einer Entzündung nur noch rückwärts den Berg runter gehen konnte.

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