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Safari Federer

bild: shutterstock

Auf exklusiver Safari mit den Wimbledon-Halbfinalisten

Das dürften nur die wenigsten Tennis-Fans wissen. Ausgerechnet die vier Wimbledon-Halbfinalisten sind im letzten Winter gemeinsam der Kälte entflohen und haben in Afrika zusammen eine Safari unternommen.



Dies ist die Geschichte von Roger, Marin, Tomas und Sam. Die vier Freunde fliegen nach Afrika, um auf Safari zu gehen. Sie wollen aber nicht nur Tiere sehen, sondern wollen auch die Löwen-Trophäe – für denjenigen, der an einem Tag die meisten Löwen sieht – gewinnen, ein Preis, welcher der Krueger Nationalpark in Südafrika ausgeschrieben hat. Kaum angekommen, geht das Abenteuer los:

Roger: Soooodeli, mini Herrä. Schön, seid dieses Mal ihr mit mir hier auf Safari. Los, alle einsteigen in unseren Geländewagen. Ich fahre. Weil ich schon x-mal hier war. C'mon!

Sam: Ooooh, woooow! Ein Geländewagen! So aufregend! Und Afrika, da war ich noch nie! Und wilde Tiere habe ich auch noch nie gesehen! Darf ich bitte, bitte vorne sitzen?

Roger: Ähhm, sorry. Wer bist du? Ein amerikanischer Tourist?

Sam: Oh yes! Ich war noch nie hier. So amazing.

Safari Federer

Die Plätze sind bezogen. So fahren die vier Freunde los. bild: shutterstock

Tomas: Na gut, Sam, wir nehmen dich mit. Aber vorne sitze ich. Weil ich seit Jahren dabei bin, aber noch nie die Big 5 gesehen habe. Du sitzt zuhinterst.

Sam: Yeah! Zuhinterst! Wie aufregend.

Marin: Okay Leute, es kann los gehen. Ich fuhr auch schon mal in einem Geländewagen. Damals in New York. Eigentlich reicht mir das. Aber ich komme jetzt doch nochmals mit.

Safari Federer

So war das damals, 2014, als Marin einen Löwen in New York sah. bild: Shutterstock

So fahren die vier Herren los in die Wildnis. Kaum durch den Parkeingang geht es schon los!

Sam: Haaaalt! Haaalt! Ein Zebra! Ich sehe ein Zebra! Da muss ich gleich ein Foto schiessen. So amazing!

Roger: Okay, Sam. Bei den ersten 500 Zebras halten wir noch an. Aber die hat’s hier an jeder Ecke. Ich kann sie schon nicht mehr sehen.

Tomas: Zebras. Ich will endlich mal Löwen sehen. Einmal im Leben.

Marin: Jebem ti. Ich sah mal einen Löwen. Das war im New York Zoo. War grossartig.

Federer um ca. 17 Uhr

Die Halbfinals der Männer eröffnen heute um 14 Uhr Marin Cilic und Sam Querrey. Im Anschluss – wohl kaum vor 17 Uhr – machen Roger Federer und Tomas Berdych den zweiten Finalisten aus. Das alles gibt's natürlich live auf watson!

Die vier fahren immer tiefer in den Park hinein. Bald haben sie neben Zebras auch Springboks (Sam: Woohooo!), Kudus (Sam: Unglaublich! Noch nie gesehen!) und Elefanten (Sam: Sooo grooooss! Dass es das überhaupt gibt!?) entdeckt. Während sich Roger immer mehr langweilt, weil ihm alles so bekannt vorkommt, wartet Tomas noch immer auf den Löwen, von dem ihm der Marin immer erzählt. Und Sam muss bereits erste Bilder auf seinem Handy löschen, sein Speicher ist voll.

Safari Federer

Viele Bilder musste Sam löschen. Aber einige konnte er behalten. So wie diese hier. bild: Shutterstock

Roger: Hört zu Jungs, wir fahren jetzt zu einem Wasserloch. Da war ich schon so oft, da sollten wir endlich auch Löwen sehen.

Marin: Ich hab auch einmal Löwen gesehen, damals ...

Tomas: ... in New York. Wir wissen es, Marin. Das ist schön für dich. Ich hab bisher noch nie Löwen gesehen, aber ich war schon einmal sehr nah dran.

Sam: Woooow, nah dran an Löwen?! Das ist so aufregend! Ich kenne ja nur einen Trick, um Löwen zu sehen. Wisst ihr, wie der geht? Also das geht so: ...

... weiter kommt Sam nicht, das Gespräch verstummt blitzartig, denn die vier Freunde passieren einen umgekippten Geländewagen. Drei Männer sind da. Es seien vier gewesen, aber einer – der hatte eine junge, hübsche Freundin dabei – verliess die Gruppe schon kurz nach dem Parkeingang wieder. Ein anderer wälzt sich im Sand auf der Autopiste. Vermutlich vor Schmerzen, anscheinend tut ihm der ganze Körper weh. Die anderen zwei scheinen wirklich verletzt zu sein. Einer hat Hüftprobleme, der andere kann seinen Ellbogen kaum bewegen.

Safari Wimbledon

Der umgekippte Geländewagen. Sam hat natürlich auch da ein Bild geschossen. bild: shutterstock/watson

Roger, Marin, Tomas und Sam blicken mitleidig kurz rüber, fahren dann aber schnell weiter. Schliesslich warten die Löwen am Wasserloch.

Sam: Wooow, ich hätte nie gedacht, dass ich mal an so einem Geländewagen vorbeikomme. Der schien immer viel zu schnell und gut. Ich bin ja so aufgeregt. Bald sehe ich zum ersten Mal ...

... Schwupps! Marin hat genug gehört und befördert den nervenden amerikanischen Touristen mit einem lauten «kurac!» in hohem Bogen aus dem Fahrzeug.

Wenig später – das Wasserloch ist schon am Horizont zu erkennen – verabschiedet sich auch Tomas plötzlich aus dem Gefährt. Roger übersieht eine Bodenwelle, Tomas hielt sich nicht fest, verlor das Gleichgewicht und kugelt aus dem Wagen. Marin und Roger schauen sich kopfschüttelnd an.

So sieht es da am Wasserloch normalerweise aus. bild: Shutterstock

Roger: Hach, es ist doch immer das Gleiche. Sie wollen Löwen sehen, aber dann kommt irgendwas dazwischen. Warten wir auf die beiden oder fahren wir weiter?

Marin: Weiter fahren. Der Sam war eh noch nicht bereit für Löwen und der Tomas hatte schon so viele Chancen.

Stumm fahren Roger und Marin also zum Wasserloch.

Tatsächlich ereignet sich gerade unglaubliches: Eine Herde Büffel wird von Löwen angegriffen. Als ein Büffel schon fast in den Fängen der Löwen ist, kommt ein Krokodil und macht das Tier den Löwen streitig. Obwohl sich die Löwen durchsetzen, können sie sich noch nicht freuen: Die Büffel kehren in der Herde zurück und vertreiben die Löwen.

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Die Videoaufnahmen von Roger und Marin. Video: YouTube/Jason Schlosberg

Roger: So etwas habe selbst ich noch nie erlebt! Ich hätte nie gedacht, dass ich das in meinem Alter noch sehen werde! Du Marin? … Marin! … Marin?!

Keine Antwort.

Roger blickt sich verwundert um. Wo ist sein kroatischer Freund nur hin? Er weiss es nicht. Einfach weg. Vermutlich wurde er auch von den Büffeln vertrieben.

So fährt Roger alleine zurück zum Haupteingang des Parks. Auf dem Balkon erhält er die Löwen-Trophäe von den Park-Verantwortlichen. Einmal mehr. Er weiss schon gar nicht mehr, wo er die in seinem Gepäck verstauen soll. Aber Roger hat nicht lange Zeit. Er will weiter nach New York. Dort soll er ein grosses Jubiläum feiern. Marin, Tomas, Sam – und vielleicht auch die anderen drei aus dem gekippten Geländewagen – werden dann wohl auch dort sein.

Hmm. Das gibt's halt auch:

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Video: watson

Die besten Bilder von Wimbledon 2017

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«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.

Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …

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