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08.09.2014; Basel; Fussball EM Quali - Schweiz - England;
Valon Behrami (SUI), Xherdan Shaqiri (SUI) und Stephan Lichtsteiner (SUI)
(Urs Lindt/freshfocus)

Stephan Lichtsteiner erzählt einen Ösi-Witz – aber Valon Behrami und Xherdan Shaqiri hören gar nicht zu.
Bild: Urs Lindt/freshfocus

Exklusiv: Jetzt spricht der Entdecker des «Balkan-Grabens» in der Schweizer Nati

Vor der heutigen Partie gegen Erzrivale Österreich kommt die Schweizer Nati nicht zur Ruhe. Gibt es wirklich einen sogenannten «Balkan-Graben», der die Mannschaft in zwei Lager spaltet? Ein Exklusiv-Interview mit dem Entdecker, Prof. Dr. Hans R. Funde.

17.11.15, 12:48 17.11.15, 16:58


Die Medien berichten über einen «Balkan-Graben». Die Stimmung in der Schweizer Nationalmannschaft sei vergiftet. Valon Behrami und Peter Stadelmann dementieren die Enthüllung vehement. Wir haben vor der heutigen Partie gegen Österreich ein exklusives Gespräch mit dem renommierten Wissenschaftler geführt, der den Graben entdeckt haben will.​

Herr Professor, Sie wollen also der Entdecker des sogenannten «Balkan-Grabens» in der Schweizer Nati sein?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Mit wollen hat das wenig zu tun. Ich bin im Rahmen meiner geologischen Forschungen im Dorfsandkasten von Feusisberg auf stichfeste Beweise für diese wissenschaftliche Anomalie gestossen. Da sich momentan keine Sau für die Nati interessiert, hielt ich es für meine Pflicht, die Entdeckung sofort den Medien zuzuspielen.

ZUM 75 JAHRE JUBILAEUM DER REKA FERIENDOERFER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUE BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Kinder spielen im grossen Sandspielplattz im Reka Ferien-Dorf in Urnaesch am Freitag 4. Juli 2014. Die Reka (Schweizerische Reisekasse) ist eine Nonprofit Organisation, welche einer groesstmoeglichen Zahl von Familien in der Schweiz Ferien und Freizeit ermoeglichen moechte. Reka feiert im Jahr 2014 ihr 75-jaehriges Bestehen. (KEYSTONE/Christian Beutler)

In diesem Sandkasten will Prof. Dr. Hans R. Funde die letzten Beweise für die Existenz des «Balkan-Grabens» gefunden haben.
Bild: KEYSTONE

Mit Verlaub: Sie sind in akademischen Kreisen völlig unbekannt. Sind Sie wirklich ein seriöser Wissenschaftler – oder nur ein Scharlatan?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Dieser Vorwurf ist eine bodenlose Frechheit. Ich habe wesentliche Beiträge zu zahlreichen internationalen Forschungsprojekten geleistet. Dabei haben wir spektakuläre Entdeckungen gemacht.

Zum Beispiel?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Dass es Nessie, den Yeti und gute Autofahrer im Aargau vielleicht wirklich gibt. Unabhängig davon würde ich mich als ausgewiesenen Spezialisten für Gräben aller Art bezeichnen.

Warum das? Woher rührt Ihre Expertise?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Ich habe als Student in Bern mal ein halbes Semester in der Nähe des Bärengrabens gewohnt.

Aha.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Ja, in einer Kommune. Das waren die wilden 70er: LSD und freie Liebe. Da gab es dieses Bündner Hippie-Mädchen, Eveline Widmer-Trumpf – oder sowas. Die hatte es faustdick hinter den Ohren – und Augen so tief wie der Marianengraben. Ich frage mich oft, was aus ihr geworden ist.

Leon Schlumpf (l.) freut sich am 5. Dezember 1979 ueber die Wahl zum Bundesrat. Zusammen mit seiner Familie, (v.l.n.r.) Eveline Widmer-Schlumpf, Carmen und Ehefrau Trudy Schlumpf, feiert er seine Wahl in der Wandelhalle des Bundeshauses in Bern. (KEYSTONE/Str)

Schnappschuss einer wilden WG-Party aus den 70er-Jahren. Im Hintergrund: Prof. Dr. Hans R. Funde. Links: Seine Gespielin Eveline.
Bild: KEYSTONE

Kommen wir doch bitte zum Thema zurück. Wie sind Sie denn nun auf den «Balkan-Graben» in der Nati gestossen?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Erste Indizien habe ich beim Testspiel gegen Jamaika vor der WM 2014 entdeckt. Da war ich im Stadion, um mir diese lustigen Afrikaner anzuschauen.

Nordamerikaner.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Bitte?

Jamaika gehört zur Karibik und wird geographisch dem nordamerikanischen Kontinent zugerechnet.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Wie auch immer. Auf jeden Fall habe ich das Spiel in Begleitung meines koreanischen Assistenten Dr. Bünz Lee beobachtet und uns sind bald stichfeste Anhaltspunkte für die Existenz eines «Balkan-Grabens» in der Mannschaft aufgefallen.

Demar Phillips, left, and Lloyd Doyley of Jamaika stops Granit Xhaka of Switzerland, during the international friendly soccer match between Switzerland and Jamaica at the swissporarena in Lucerne, Switzerland, Friday, May 30, 2014. Switzerland are preparing for the upcoming FIFA soccer World Cup in Brazil starting on 12 June. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Bereits im Spiel gegen Jamaika will Prof. Dr. Hans R. Funde 2014 seine Entdeckung gemacht haben.
Bild: KEYSTONE

Die da wären?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Stephan Lichtsteiner hat aus einer Pet-Flasche getrunken und sie danach fein säuberlich zerdrückt, zugeschraubt und in der Sammelbox entsorgt. Valon Behrami hingegen, hat seine achtlos fallen lassen.

Und daraus konstruieren Sie gleich einen «Balkan-Graben»?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Nein, das war ja erst der Startschuss. Durch unsere akribische wissenschaftliche Recherche haben wir zahlreiche Beweise zusammengetragen, welche die These stützen. Zum Beispiel macht Yann Sommer jedes Mal ein «Seeli», wenn der Nati-Koch Härdöpfelstock kocht. Haris Seferovic nimmt hingegen gar keine Sauce. Oder Fabian Schär, der bündelt sein Altpapier immer vorbildlich – ganz im Gegensatz zu Pajtim Kasami, der seines einfach in den normalen Hausmüll wirft.

06.10.2014; Freienbach; Fussball EM Quali - Training Nationalmannschaft Schweiz; Xherdan Shaqiri (L) und  Haris Seferovic (Andreas Meier/freshfocus

Haris Seferovic lacht mit Xherdan Shaqiri über das «Seeli» der Schweizer Bünzlis im Härdöpfelstock.
Bild: Andreas Meier/freshfocus

Irgendwie überzeugt uns das nicht.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Die Liste ist fast endlos. Die Secondos streuen sich nie Aromat auf die Rüebli. Admir Mehmedi singt unter der Dusche – aber nie etwas von Mani Matter. Valentin Stocker trinkt Rivella, Xherdan Shaqiri Coca Cola. Und so weiter und so fort!

Das sind doch einfach unterschiedliche Vorlieben unterschiedlicher Menschen?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Nein, es gibt auch klares Gruppenverhalten, welches sich den beiden Fraktionen zuschreiben lässt. Die Spieler mit Migrationshintergrund geben in der Kabine immer lautstark mit ihren Millionengehältern an. Die gebürtigen Schweizer schweigen dann verklemmt und tun so, als ob sie einen Landwirtschafts-Simulator auf dem Handy spielen. Die echten Eidgenossen schicken sich gegenseitig Nacktbilder von Steffi Buchli, die Balkan-Fraktion steht mehr auf Rita Ora. Das ist wissenschaftlich evident!

Die Schweizer Fussball Spieler Jann Sommer, rechts, und Goekhan Inler, links, posieren mit einem iPad und der neusten App der Schweizer Fussballnationalmannschaft anlaesslich einer Medienkonferenz des Schweizer Fussball Verband vom Mittwoch, 28. Mai 2014, in Weggis. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Yann Sommer starrt auf sein Ipad während Gökhan Inler über die Millionengagen in Leicester referiert.
Bild: KEYSTONE

Was ist mit gutschweizerischen Traditionen? Gejasst wird doch in der Nati immer noch.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Ja, und jetzt raten Sie mal, wer da dabei ist. Lustenberger, Schär, Klose und Zuffi. Josip Drmic hat einmal mitgespielt, doch er wurde sofort wieder rausgeworfen, weil er ständig lauthals «Blackjack, Brate!» gerufen hat.

Heute spielt die Schweiz gegen Erzrivale Österreich. Werden wir den «Balkan-Graben» da wieder beobachten können?
Prof. Dr. Hans R. Funde: Ja, sehr deutlich. Die Ur-Schweizer werden während der Nationalhymne lachen, weil sie noch an den Ösi-Witz von Stephan Lichtsteiner aus der Kabine denken. Die Balkan-Fraktion guckt grimmig, weil sie ihn gar nicht verstanden hat.

Das klingt wirklich nach einer Herausforderung für Vladimir Petkovic.
Prof. Dr. Hans R. Funde: Absolut. Er muss sich den Witz erst auf Italienisch übersetzen lassen.

Zum Abschluss: Was lässt sich gegen den «Balkan-Graben» unternehmen?
​Prof. Dr. Hans R. Funde: Wenn sich jeder Spieler in der Mannschaft eine Schaufel schnappen würde, dann liesse sich der Graben vielleicht wieder zuschütten. Das Problem ist nur, dass sich die richtigen Eidgenossen nicht so gern die Hände schmutzig machen. 

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Einstein56 17.11.2015 17:07
    Highlight Das ist lustig! Wirklich! Saulustig! Auch die Kommentare zeugen von seeehr viel Humor. Oder doch nicht??? Ich habe bisher gemeint, Humor habe durchaus auch was mit Intelligenz zu tun. Ich habe mich getäuscht.
    10 13 Melden
  • gupa 17.11.2015 16:53
    Highlight Hans R. Funde
    Herrlich
    29 3 Melden
    • Androider 17.11.2015 17:27
      Highlight Bünz Lee :D
      19 2 Melden
  • TanookiStormtrooper 17.11.2015 16:41
    Highlight Nacktbilder von Steffi Bucheli? Na vielen Dank! Dieses Bild in meinem Kopf werde ich jetzt nie mehr los, NIE MEHR!
    15 5 Melden
    • Alex 17.11.2015 17:04
      Highlight Hast du Whatsapp? :D
      18 3 Melden
    • TanookiStormtrooper 17.11.2015 17:14
      Highlight Gott sei Dank nicht! :D
      7 4 Melden
    • smoenybfan 17.11.2015 21:38
      Highlight E-Mail Adresse? :P
      0 2 Melden
  • XAALLAAX 17.11.2015 14:20
    Highlight Gelungen! Natürlich lässt sich die Problematik nicht wegdiskutieren, trotzdem konnte ich immer wieder schmunzeln.
    16 3 Melden
  • Luca Brasi 17.11.2015 14:11
    Highlight Herr Dutler spielt mit meinen Gefühlen. Vor 5 Tagen glitzerten meine Augen freudestrahlend, da er in seinem letzten Artikel noch von einem Konzert im albanischen Kulturverein geschrieben hat. Das Ganze untermalt mit dem Bildnis der zauberhaften Rita Ora. Dann musste ich feststellen, dass dies alles erfunden ist. Und nun interviewt er Prof. Dr. Funde, der nur Leuten aus der "Balkan-Fraktion" die Bewunderung für diese hinreissende Sängerin zutraut. Wollen Sie mir mein Herz brechen, Herr Dutler? ;)
    8 3 Melden
    • Alex 17.11.2015 14:23
      Highlight Ich distanziere mich in aller Form von Prof. Dr. Hans R. Fundes Aussagen.

      <3 Rita
      23 3 Melden
    • Luca Brasi 17.11.2015 14:32
      Highlight Vielen Dank, Herr Dutler, aber warum bieten Sie dann überhaupt solch musikalischen Querschlägern wie Herrn Funde eine Plattform? ;)

      <3 flamboyante Rita Ora
      6 3 Melden
  • TobiWanKenobi 17.11.2015 13:59
    Highlight Verschwendete 5 Minuten. Wie wäre es damit, sich Zeit für anständige Recherchen zu nehmen, anstatt so ein langweiliges und schlechtes Interview zu erfinden? Es hat lange gedauert, bis die Medien endlich das thematisiert haben, was allen auf der Zunge brennt. Petkovic nervt die Leute; genauso wie die Tatsache, dass bei der Hymne kaum jemand mitsingt. Was ist denn das für eine Nati? Deine Ironie ist unpassend und schlecht verpackt.
    13 77 Melden
    • Alex 17.11.2015 14:06
      Highlight .
      62 6 Melden
    • Tobi-wan 17.11.2015 17:07
      Highlight Und so was schreibt ein Jedi... Da muss ich mich ja schämen!
      15 6 Melden
    • Brandroid 17.11.2015 18:59
      Highlight
      11 4 Melden

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