Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Taulant Xhaka setzt sich beim Unparteiischen für seinen Gegenspieler ein.
bild: screenshot srf

Der FCB-Terrier kann auch anders: Taulant Xhaka will Gelb für Gegenspieler verhindern

Kleine Geste, grosse Wirkung: Im Europa-League-Spiel zwischen Basel und Sevilla beweist Taulant Xhaka Manieren, in dem er eine Verwarnung für den Gegner verhindern wollte.

sebastian Wendel / Aargauer Zeitung



Provokateur. Brutalo. Rotzbengel und Verräter, weil er sich statt für die schweizerische für die albanische Nationalmannschaft entschieden hat. Nein, Taulant Xhaka geniesst ausserhalb von Basel nicht gerade den besten Ruf.

Zuletzt machte er vor vier Wochen Negativ-Schlagzeilen, als er im Derby gegen GC den Zürcher Moritz Bauer an den Haaren zog und dafür nachträglich für vier Meisterschaftsspiele gesperrt wurde.

abspielen

Xhaka zieht Bauer an den Haaren.
streamable

Seine zweite Sperre in dieser Saison wegen einer Tätlichkeit: Bereits in der Vorrunde musste Xhaka wegen eines Schubsers gegen YB-Profi Renato Steffen zwei Partien aussetzen.

Kleine Image-Korrektur

In der Super League schaut der 24-Jährige derzeit also nur zu. Nicht aber in der Europa League: Beim 0:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen den grossen Favoriten Sevilla gehörte Xhaka wieder einmal zu den besten Baslern. Unglaublich, wie viele Bälle der Mittelfeld-Terrier eroberte und sofort zu den Teamkollegen weiterleitete: Starke 98 Prozent seiner Pässe erreichten ihr Ziel.

Doch Xhaka machte am Donnerstagabend auch in anderer Hinsicht positiv aufmerksam auf sich. Eine Szene, die sein Rüpel-Image beim einen oder anderen Fan vielleicht ein wenig aufbessert.

Es läuft die 36. Minute: Xhaka führt den Ball an der Mittellinie, wird verfolgt von Sevilla-Captain Ever Banega. Ein leichter Kontakt, Xhaka kommt ins Straucheln und fällt hin. Ein Dutzendfoul – nie und nimmer gelbwürdig.

Das sieht Schiedsrichter Anthony Taylor anders und nestelt an der Hosentasche. Xhaka reagiert sofort und versucht, den Unparteiischen von seinem Vorhaben abzubringen. Gibt dem Engländer zu verstehen, dass das Foul an ihn keiner gelben Karte würdig war. Vergeblich: Taylor verwarnt den Spanier.

Auch wenn es letztlich nichts nützte: Xhakas Aktion war Fairplay pur. Und sie zeigte: Der grosse Bruder von Nati-Star Granit kann auch anders.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Die schönsten Tore, Fouls und Tricks im Fussball

Hobby-Fussballer aufgepasst! Wayne Rooney zeigt dir, wie allerletzter Einsatz geht

Link zum Artikel

Bend it like Sturridge – das sind die 13 besten Aussenrist-Tore aller Zeiten

Link zum Artikel

Gesucht! Das schönste Tor der WM-Vorrunde – Coutinho, Kroos oder doch Ronaldo?

Link zum Artikel

Diese 17 Hammer-Treffer streiten um das Tor des Jahres 2017 

Link zum Artikel

27 zeitlose Klassiker: Die  schönsten Tore der Schweizer Nati

Link zum Artikel

Iniesta erzielt sein erstes Tor in Japan – es ist wunderschön und von Podolski vorgelegt

Link zum Artikel

Barças Penalty-Pass: Der endete auch schon sehr peinlich – und Cruyff war nicht der Erfinder

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 11.03.2016 14:54
    Highlight Highlight Wer seine Sympathie-Antipathie-Brille mal ablegt, würde sehen, dass Taulant Xhaka im Laufe dieser Saison gereift ist. Die Tätlichkeit im GC-Spiel war ein unentschuldbarer Rückfall in die Unbeherrschtheit, aber ansonsten kommt Xhaka mit deutlich weniger Fouls aus als in der letzten Saison. Als defensiver Mittelfeldspieler geht es aber nicht ganz ohne. Er rackert unermüdlich, stört die Gegner beim Spielaufbau, erobert Bälle, hat eine gute Technik und spielt immer wieder gescheite Offensivpässe. Ich habe lange über ihn gemault, aber inzwischen halte ich ihn für einen sehr wertvollen Spieler.
    • JohnDoe 11.03.2016 15:15
      Highlight Highlight Glaube nicht, dass er sich verändert hat. Mag in aber als Spieler eigentlich (im Gegensatz zu Provokateur und Schwalbenkönig Steffen) und menschlich kenn ich ihn nicht.

      Solch einen Spieler hat wohl jede Mannschaft - immer 200% Einsatz. Bei den eigenen Fans vergöttert und bei den Gegnern verhasst.

      So nun die grün-weisse Brille wieder aufgesetzt: Auswärtssieg! (Ob mit oder ohne Xhaka)
  • Tom Garret 11.03.2016 12:46
    Highlight Highlight also für mich sieht das eher danach aus das er eine Karte fordert...
    • Raembe 11.03.2016 13:50
      Highlight Highlight Rot fordern sieht anders aus, #rudelbildung.
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 11.03.2016 15:30
      Highlight Highlight manche wollen es halt nicht wahrhaben... in dieser saison hat er sich schon sehrr gebessert abgsehen von der tätigkeit gegen gc. das gegen steffen war nur eine berührung und steffen ist gleich gefallen
  • ChefS 11.03.2016 12:05
    Highlight Highlight Wow ein kurzes Winken zum Schiedsrichter, was für ein Sportsmann! Dies ist natürlich Grund genug, um meine Meinung über ihn komplett zu revidieren und all seine an vorsätzlicher Körperverletzung angrenzenden Tacklings zu vergessen...

Interview

Ex-Profi Frontino nach Rücktritt mit 29: «Der Lohn ist Horror, es ist lächerlich»

Den ganz grossen Sprung hat er nie geschafft: Gianluca Frontino, einst als Riesentalent gehandelt, verbrachte den Grossteil seiner Karriere in der Challenge League. Ein Gespräch über die Schönheit des Spiels, hinterhältige Manager und Horror-Löhne in der Challenge League.

Schaffhausen. Hier ist Gianluca Frontino zur Welt gekommen, hier hatte er beim FC Schaffhausen seine beste Zeit. Hier erzählt mir Frontino von seiner Karriere. Von einer paradoxen Welt in der Challenge League, wo man fussballerisch ein Niemand ist und dennoch von Fremden als «Hurensohn» bezeichnet wird. Eine Liga, in welcher die Vereine verlangen, sich als Musterprofi zu verhalten, und dennoch Löhne an der Grenze zum Existenzminimum bezahlen.

Im März hast du in einem Interview nach deinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel