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14.07.2016; Zuerich; Fussball Challenge League - Training FC Zuerich; Trainer Uli Forte (Zuerich)
(Steffen Schmidt/freshfocus)

Uli Forte weiss, dass es für seinen FCZ nicht einfach wird.
Bild: freshfocus

Giftiger und galliger FCZ erwartet: «Keiner soll jammern, wenn wir auf die Knochen bekommen.»

Der Europa-League-Teilnehmer FC Zürich verschiebt in der Challenge League die Grenzen. 5000 Saisonkarten hat der Cupsieger abgesetzt – vom blamablen Absteiger zum Schwergewicht.



Ob der im Frühling vor allem instabile FCZ seinen Niedergang in die Zweitklassigkeit tatsächlich bewältigt hat, wird sich weisen. Der zunächst grenzenlose Frust der Anhänger ist inzwischen Optimismus gewichen. 5000 Saisonkarten hat der Klub abgesetzt, die Fans reichen der Equipe nach Wochen der Zerrüttung quasi die Hand, und Uli Forte ist überzeugt: «Wir treten überall mit einem 12. Mann an.»

Guten Support hat der Cupsieger vermutlich nötig. Für die Zürcher Prominenz bahnen sich schwierige Monate an. «Uns rollt niemand den roten Teppich aus», so Forte. Das für Challenge-League-Verhältnisse luxuriös und doppelt besetzte Kader hat in der Provinz auf teilweise zweitklassigen Terrains mit erbittertem Widerstand zu rechnen. Das Kontrastprogramm wird im Herbst erheblich sein – im feinen Zwirn zum Europa-League-Dinner, dann wieder grauer Alltag gegen den vor zehn Jahren fünftklassigen FC Le Mont oder im baufälligen Stadio Comunale Chiassos im Südtessin.

Das Spielfeld vor dem abgesagten Challenge League Spiel FC Chiasso - FC Biel am Samstag, 21. Februar 2015. Die Challenge-League-Partie zwischen Chiasso und Biel musste wegen zuviel Wasser auf dem Terrain des Stadio Comunale verschoben werden.  (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Willkommen im Stadio Comunale in Chiasso.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Uli Forte: «Es zählt nur etwas: die Challenge League.»

Der abgestürzte FCZ wird lernen müssen, die Prioritäten richtig zu setzen. Coach Forte kommuniziert in dieser Beziehung klipp und klar: «Für mich gibt es nur etwas, das zählt: die Challenge League. Alles andere ist das Dessert.» Wegen des europäischen Intermezzos das Tagesgeschäft aus den Augen zu verlieren, ist für den 42-Jährigen keine Option.

15.07.2016; Biel; Fussball Uhrencup - Borussia Moenchengladbach - FC Zuerich;
Adrian Winter (Zuerich) und Ivan Kecojevic (Zuerich) jubeln
 (Urs Lindt/freshfocus)

Adrian Winter (l.) ist einer der Neuen, welche den FCZ in die Super League zurückschiessen sollen.
Bild: freshfocus

Auf einen Totalumbau hat Forte verzichtet, viele der Verlierer stehen weiterhin auf der üppigen Lohnliste. Das Management um Klubchef Ancillo Canepa senkte den Aufwand nicht, auch wenn der Umsatz unter die 20-Millionen-Marke fallen dürfte. Der FCZ reicherte seine Equipe mit mehreren älteren Charakterköpfen an.

«Attraktiver und qualitativ besser war diese Liga noch nie.»

«Wir brauchen jetzt erfahrene Leute, die wissen, wie die Liga tickt», sagt Forte und will einen «giftigen und galligen» FCZ sehen, der nicht «ein bisschen durch die Challenge League spaziert. Keiner soll jammern, wenn wir auf die Knochen bekommen. Mit Händen und Füssen soll er sich dann wehren.»

Schafft der FCZ den sofortigen Wiederaufstieg?

Der Sonderfall Zürich wertet den Betrieb auf und beschäftigt die Konkurrenz. Axel Thoma, in Schaffhausen seit März die neue starke Figur, ist ein profunder Kenner der Schweizer Szene. «Attraktiver und qualitativ besser war diese Liga noch nie.» Am Ende werde sich die Qualität durchsetzen – also der Stadtklub, so der frühere GC-Manager.

Die Chronologie des FCZ-Niedergangs

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Die Chronologie des FCZ-Niedergangs
quelle: keystone / walter bieri
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