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Journalists are reflected in FIFA's logo as they wait during an extraordinary meeting of the FIFA Executive Committee in front of FIFA's headquarters in Zurich, Switzerland October 20, 2015.    REUTERS/Arnd Wiegmann

Erstmals hat das FIFA-Exekutivkomitee heute in Zürich ohne Sepp Blatter getagt.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Präsidenten-Wahl wird nicht verschoben: FIFA bestätigt den Termin zur Wahl des Blatter-Nachfolgers

Das dürfte das endgültige Aus für Michel Platini im Kampf um den FIFA-Thron sein: Das Exekutivkomitee des Fussball-Weltverbandes hat heute in Zürich den Termin zur Präsidentenwahl und damit auch das Ende der Bewerbungsfrist am kommenden Montag bestätigt.



Ein Artikel von

Spiegel Online


Die Wahl des neuen FIFA-Präsidenten wird trotz der Skandale beim Fussball-Weltverband und Sperren gegen Spitzenfunktionäre nicht verschoben. Das FIFA-Exekutivkomitee bestätigte bei ihrer Dringlichkeitssitzung, die ohne Sepp Blatter und Michel Platini stattfand, den 26. Februar 2016 als Wahltermin. Damit bleibt es auch beim Ende der Bewerbungsfrist am kommenden Montag, 26. Oktober.

Die Diskussion um eine Wahl-Verschiebung war nach den 90-Tage-Sperren für den scheidenden Schweizer Amtsinhaber Joseph Blatter und den Präsidentschafts-Anwärter Michel Platini aufgekommen. Da nach der Bewerbungsfrist ein Integritätscheck der Anwärter folgt, gilt eine Kandidatur des Franzosen damit derzeit als ausgeschlossen.

FILE - In this May 24, 2013 file photo UEFA President Michel Platini reacts as he speaks to members of the media at the end of the 37th Ordinary UEFA Congress in London. UEFA leaders were meeting Thursday Oct. 15, 2015 to decide whether to continue backing Michel Platini, with some not yet satisfied by his explanation for a payment that led to his 90-day FIFA suspension. (AP Photo/Sang Tan)

Das war's dann wohl für Michel Platini.
Bild: Sang Tan/AP/KEYSTONE

Nach dem Votum gegen eine Verschiebung gilt der Ausgang der Wahl als völlig offen. Platini müsste es in den kommenden Tagen gelingen, die Bestechungsvorwürfe zu entkräften und mit seinem Einspruch gegen die Sperre erfolgreich zu sein. Nur dann könnte er beim Wahlkongress in Zürich gegen seine potenziellen Konkurrenten antreten.

Kein Favorit auf den FIFA-Vorsitz in Sicht

Noch ist allerdings nicht sicher, wer sich alles zur Wahl stellt. Hinter dem früheren FIFA-Vizepräsident Chung Mong-Joon aus Südkorea steht aufgrund seiner Sechs-Jahre-Sperre ein noch grösseres Fragezeichen als hinter Platini. Dem jordanischen Prinzen Ali bin al-Hussein, Brasiliens Idol Zico und David Nakhid (Trinidad und Tobago) werden kaum Chancen eingeräumt.

FILE --- The empty chair of FIFA president Joseph S. Blatter is pictured prior a press conference at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, Tuesday, June 2, 2015. FIFA president Joseph Blatter has been provisionally suspended for 90 days by the FIFA ethics committee, media reports stated on Wednesday, 7 October 2015. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Weit und breit ist kein Favorit für die Blatter-Nachfolge in Sicht.
Bild: KEYSTONE

Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, Oberhaupt des asiatischen Verbandes AFC, möchte zwar offensichtlich antreten; gegen den Bahrainer werden allerdings schwere Vorwürfe erhoben. Nach Angaben des «Kicker» ermittelt die Ethikkommission gegen das Exekutivmitglied wegen des Anfangsverdachts auf Verletzung von Menschenrechten. Und der Südafrikaner Tokyo Sexwale ist bisher nur der Wunschkandidat von Franz Beckenbauer.

Verschwiegenheitsklausel gelockert

Weiter hat das Exekutivkomitee beschlossen, dass es ab sofort die Öffentlichkeit über ihre Untersuchungen genauer informieren wird. Das Exekutivkomitee beschloss eine Änderung der Verschwiegenheitsklausel. Sowohl Chef-Untersucher Cornel Borbély als auch Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtssprechenden Kammer hatten sich vehement für das Recht zur Information eingesetzt.

Bislang waren die Mitglieder der Ethikkommission gemäss Paragraf 36 des Ethik-Codes verpflichtet, «über die im Rahmen ihrer Tätigkeit erworbenen Kenntnisse, insbesondere über den Sachverhalt, den Inhalt der Untersuchungen und Beratungen sowie die getroffene Entscheidung und private Personendaten gemäss FIFA-Datenschutzreglement Stillschweigen zu bewahren.»

epa04984974 Media representatives wait outside of the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, 20 October 2015. The FIFA executive committee started an emergency meeting dealing with the latest upheaval at soccer's ruling body with the suspension of president Joseph Blatter and UEFA boss Michel Platini.  EPA/WALTER BIERI

Gespannt wartet die Journalisten-Meute auf die neuesten Infos der FIFA.
Bild: EPA/KEYSTONE

Erst bei rechtskräftigen Urteilen durfte eine Begründung veröffentlicht werden. So war bei den jeweils 90-tägigen Sperren für Blatter und Platini der Grund für die Sanktionen offiziell offengeblieben. Nun sind auch Informationen über mögliche weitere laufende Untersuchungen zu erwarten. (ham/sid/dpa)

Tschau Sepp – Blatters Karriere in Bildern

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