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Sauber driver Marcus Ericsson of Sweden leads Sauber driver Pascal Wehrlein of Germany during the Italian Formula One Grand Prix, at the Monza racetrack, Italy, Sunday, Sept. 3, 2017. (AP Photo/Antonio Calanni)

Ericsson (vorne) und Wehrlein in Monza. Bild: AP

4 Fragen und Antworten zur Sauber-Krise, die länger und länger dauert

Der Stillstand im Team Sauber brachte auch im Grand Prix von Italien die erwartete Nullrunde. Die bittere Prognose: Die Tristesse wird die Equipe auch in den restlichen Rennen begleiten.



Wie war das Rennen heute?

Die Ausgangslage mit den Startpositionen 11 und 12 für Marcus Ericsson und Pascal Wehrlein hatte nichts mit der eigenen Stärke zu tun, sondern war den Rückversetzungen geschuldet, von denen in Monza gleich neun Fahrer betroffen waren. Am Ende bewegten sich der Schwede und der Deutsche wie stets in den letzten Grands Prix ganz hinten im Feld. Wehrlein wurde Letzter, Ericsson schied an zweitletzter Stelle fahrend vier Runden vor Schluss aus.

Was geht noch bis Ende Saison?

Der sportliche Alltag gestaltet sich für die Mitglieder der Zürcher Equipe seit Beginn der Saison von wenigen Ausnahmen abgesehen trist. Nach 11 von 13 Grands Prix stand die Null. Mit fünf Punkten ziert Sauber in der Konstrukteurs-Wertung das Ranglistenende – und wird unter normalen Umständen bis zum Schluss dieser qualvollen Saison dort verbleiben.

Wieso sind die Sauber eigentlich so langsam?

Als Ursache für die sich im Wochen- oder Zwei-Wochen-Rhythmus folgenden Enttäuschungen muss primär der Antriebsstrang herhalten. Die Leistung des von Ferrari gelieferten letztjährigen Modells ist ungenügend – zu gering, um selbst mit der direkten Konkurrenz in Tuchfühlung zu bleiben. Das Aggregat aus Maranello ist allerdings nicht die einzige grosse Schwachstelle des C36.

epa06177206 German Formula One driver Pascal Wehrlein of the Sauber F1 Team in action during the second practice session at the Formula One circuit in Monza, Italy, 01 September 2017. The 2017 Formula One Grand Prix of Italy will take place on 03 September 2017.  EPA/SRDJAN SUKI

Schlusslicht: Hinter Sauber kommt nichts mehr. Bild: EPA

Das Chassis vermag den Ansprüchen ebenfalls nicht gerecht zu werden. Teamchef Frédéric Vasseur nennt die knapp bemessene Zeit, die im vergangenen Jahr für die Konstruktion zur Verfügung stand, als Grund dafür. Signifikante Weiterentwicklungen wird es im Hause Saison in der laufenden Saison keine mehr geben. Der Fokus ist längst auf das Auto fürs kommende Jahr gerichtet. 

Hat das Konsequenzen für die Fahrer?

Am Steuer des einen C37 wird 2018 Marcus Ericsson sitzen. Bestätigt ist die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Schweden zwar noch nicht. Aufgrund seiner Verbindungen zur Familie Rausing, der Besitzerin des Teams, dürfte Ericsson seinen Platz aber auf sicher haben.

epa06017151 German Formula One driver Pascal Wehrlein of Sauber F1 Team (L) and Swedish Formula One driver Marcus Ericsson of Sauber F1 Team pose for a selfie during the public open day for the 2017 Canada Formula One Grand Prix at the Gilles Villeneuve circuit in Montreal, Canada, 08 June 2017.  EPA/ANDRE PICHETTE

Wehrlein (links) und Ericsson machen einem Fan eine Freude. Bild: EPA

Als ebenso sicher gilt, dass Pascal Wehrlein den Rennstall nach nur einer Saison wieder verlassen und für den von Ferrari geförderten Charles Leclerc Platz machen muss. Der Monegasse, in der Formel 2 unangefochtener Leader, soll bereits in diesem Jahr an den GP-Wochenenden in Malaysia, den USA, Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi anstelle Wehrleins in den ersten Trainings zum Einsatz kommen. (ram/sda)

Video: watson

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quelle: ap/ap / antonio calanni
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