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Mercedes-AMG Petronas' Lewis Hamilton makes a pit stop during a Formula One pre-season testing session at the Barcelona Catalunya racetrack in Montmelo, outside Barcelona, Spain, Wednesday, Feb. 19, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

Mechaniker üben an Hamiltons Mercedes einen Boxenstopp. Bild: AP

Formel 1 in Aufruhr – was kann Hamiltons «magisches» Lenkrad alles?

Am zweiten Testtag der Formel-1-Teams in Montmeló standen nicht die Rundenzeiten im Mittelpunkt. Das Team Mercedes sorgte mit einer besonderen Lenkung für Aufregung.



Bei Mercedes nennen sie das System «DAS» – als Abkürzung für «Dual Axis Steering», was übersetzt «Zwei-Achsen-Steuerung» bedeutet. Aufnahmen mit der am Mercedes angebrachten On-Board-Kamera versetzten vorab die Konkurrenz in grosses Staunen. Lewis Hamilton benutzte das Lenkrad am Donnerstagmorgen nicht nur zum Steuern. Mal zog es der Weltmeister an sich heran, mal stiess er es von sich weg.

Die Bewegungen hatten System. Auf den Geraden hatte der Engländer die Lenkung näher am Körper, vor dem Anbremsen vor einer Kurve schob er es wieder zurück. Die Bilder zeigten auch, dass sich die Vorderräder dabei leicht nach innen drehten.

Was es bringen kann

Die Vorrichtung könnte Hamilton und seinem Teamkollegen Valtteri Bottas in Bezug auf die Temperatur der Vorderreifen einen Vorteil bringen. Auf langen Geraden kühlen die vorderen Pneus relativ schnell ab, was in Kurven zu mangelhafter Bodenhaftigkeit führt. Der veränderbare Stellwinkel kann das Abkühlen der Reifen zumindest teilweise verhindern.

Beobachter stellten auch fest, dass Hamilton die innovative Errungenschaft nicht immer angewandt hat. Zu häufiger Gebrauch könnte zu einer Überhitzung der Reifen und damit zu einem schnelleren Verschleiss führen.

Mercedes sieht sich auf der sicheren Seite

Technische Neuerungen sind gerade im Kreis der Formel-1-Teams von Fragen nach der Legalität begleitet. Gemäss James Allison, dem Chef der Technik-Abteilung von Mercedes, bewegen sie sich bei der Weltmeister-Equipe im Bereich des Erlaubten. Gemäss dem Engländer ist das System für die Gesetzeshüter des Internationalen Automobil-Verbandes FIA nicht neu. Es soll schon längere Zeit Gegenstand von Diskussionen gewesen sein.

Diskussionen löste auch das neue Auto des Teams Racing Point beziehungsweise dessen frappante Ähnlichkeit zum letztjährigen Auto von Mercedes aus. Die Nachbildung ist die Konsequenz aus der enger gewordenen Zusammenarbeit, die seit vergangenem Frühling auch die Nutzung des Windkanals der Silbernen beinhaltet. Ausserdem ist der Lieferumfang von Mercedes ans Partnerteam Racing Point grösser geworden. Neben dem Motor, dem Getriebe und der Hydraulik gehören jetzt auch die Radaufhängungen dazu. (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pinguin im Büro 21.02.2020 07:08
    Highlight Highlight Das stimmt so nicht ganz. In der "normalen" Reifenposition stehen die Räder ganz minim (ca. 0.5-1°) quer. Dies sorgt beim Einlenken in Kurven für erhöhte Stabilität, auf der Geraden haben die Reifen dafür leicht höhere Abnützung sowie höhere Temperatur (evtl. weniger Top-Speed)

    Mit dem neuen Lenksystem läuft der Reifen parallel zum Boden, was höchstwahrscheinlich die Reifenabnutzung verringert, das Aero-Profil leicht verbessert und ein Überhitzen des Reifens verhindert (weniger Reibung = Kühler). Zu tiefe Reifentemparatur ist mit Ausnahme von Regenrennen bei normalem Renntempo kein Problem.
  • bibaboo 21.02.2020 01:11
    Highlight Highlight Zum letzten Abschnitt: Die Ähnlichkeit des Racing Point mit dem letztjährigen Mercedes betrifft hauptsächlich den Frontflügel und die Seitenkästen. Die Zusammenarbeit zwischen Teams ist in diesen Bereichen jedoch reglementarisch untersagt. Daher ist es eine ziemliche Unterstellung, die Ähnlichkeit der Autos auf die Mitbenutzung des Windkanals zurückzuführen.
    • Pinguin im Büro 21.02.2020 07:17
      Highlight Highlight Ein RP Designer hat gestern oder am Mittwoch im Interview erzählt, dass das ursprüngliche Konzept für den 2020 RP verworfen wurde und sie weite Teile des neuen Autos anhand von Fotos des 2019er Mercedes rekonstruiert haben. RP hat ja bereits den Motor sowie weitere Innereien (z.B. Getriebe) von Mercedes.
  • Pümpernüssler 20.02.2020 21:41
    Highlight Highlight Mal sehen ob es wirklich einen Vorteil bringen kann.
    • Pinguin im Büro 21.02.2020 07:14
      Highlight Highlight Der Vorteil wird wohl hauptsächlich darin liegen, dass die 9 anderen Teams nun panisch versuchen werden, dieses System ebenfalls zu konstruieren, was ca. 6 Monate lang Ressourcen, Zeit und Geld vo anderen Entwicklungen weg nimmt.

      Verschwörungstheoretiker behaupten ja, dass das System nur zur Ablenkung dient, um die wahre "Geheimwaffe" des W11 zu verbergen. Glaube ich aber weniger.
    • Pümpernüssler 21.02.2020 15:28
      Highlight Highlight Ach die Teams haben so schon genug zu tun mit den Regeländerungen 2021. Wir werden im ersten Rennen sehen, ob das DAS wirklich einen Vorteil gegenüber den anderen ist. So oft kann man es nicht verwenden, sonst verschleissen die Reifen zu stark auf den Geraden. Nutzen haben wohl eher Fahrer die sonst schon Mühe haben, ihre Reifen auf Temperatur zu halten.
    • Pümpernüssler 21.02.2020 15:38
      Highlight Highlight Habe gerade gelesen, dass das DAS System nur in dieser Saison erlaubt ist. Ab 2021 verschwindet es wieder.
  • äti 20.02.2020 18:52
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, warum die Boliden total ferngesteuert werden. Der Fahrer ist eh nur noch ein teurer Risikofaktor.
    • Eskimo 20.02.2020 20:07
      Highlight Highlight Was wird ferngesteuert?
    • äti 20.02.2020 22:18
      Highlight Highlight Sry. Sollte heissen: "..warum die Boliden *nicht* total ferngesteuert werden.." :)
      ... oder völlig autonom.
    • miggtre 20.02.2020 23:57
      Highlight Highlight Den Kommentar könnte man auf jede beliebige Sportart ausweiten, der Risikofaktor / Berletzungsrisiko liegt immer beim Menschen. Aber dieser ist es ja auch, welcher es spannend und individuell macht, mit welchem man sich identifiziert und anfeuert, oder nicht?
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