Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Alles okay. Nichts, um sich Sorgen zu machen» – Formel-1-Fahrer Sainz überlebt Horror-Crash in Sotschi

Ein schwerer Unfall von Carlos Sainz im letzten freien Training in Sotschi versetzt die Formel 1 kurzzeitig in einen Schockzustand. Erst nach bangen 20 Minuten gibt der Spanier selbst Entwarnung.



«Alles okay. Nichts, um sich Sorgen zu machen. Denke schon darüber nach, wie ich die Ärzte davon überzeuge, mich das Rennen fahren zu lassen», twitterte Sainz am Samstagnachmittag aus dem Spital. Toro Rossos Teamchef Franz Tost erklärte derweil, er werde den 21-Jährigen möglicherweise nicht starten lassen, auch wenn er fit sei. «Wir müssen mit den jungen Fahrern vorsichtig sein.»

Sainz war auf dem in den Olympia-Park der Winterspiele 2014 eingebetteten Rundkurs in Sotschi in die Streckenbegrenzung gekracht, weil ihm zuvor das Heck des Toro-Rosso-Renault ausgebrochen war. Vor der Unfallstelle in Kurve 13 waren Trümmerteile zu sehen. Sainz hatte eine Mauer auf der linken Seite touchiert und konnte in der Folge einen frontalen Einschlag nicht mehr verhindern.

abspielen

Der Crash von Sainz. Video: streamable

Zunächst war unklar, wie schwer der Sohn des gleichnamigen zweifachen Rallye-Weltmeisters bei dem Crash verletzt wurde. Weil sich das Auto dermassen tief in die sogenannten TecPro-Barrieren, einem Kunststoff-Aufprallschutz mit Knautschzone, eingegraben hatte, war der 21-Jährige während mehreren Minuten ohne Funkverbindung und Kontakt zu den Streckenposten.

Einige bange Minuten später wurde der Madrilene aus dem zerstörten Auto geborgen und auf einer Trage in einen Rettungswagen gebracht. Dabei war Sainz bei Bewusstsein und hob den Daumen.

Course marshals remove the crashed car of Toro Rosso driver Carlos Sainz Jr. of Spain during the third free practice at the 'Sochi Autodrom' Formula One circuit in Sochi, Russia, on Saturday, Oct. 10, 2015. A heavy crash for Carlos Sainz Jr. ended the final practice session at the Russian Grand Prix on Saturday with the Toro Rosso driver being  taken from the track in an ambulance for medical treatment. The Formula one race will be held on Sunday. (AP Photo/Ivan Sekretarev)

Das Auto erlitt einen Totalschaden. Bild: Ivan Sekretarev/AP/KEYSTONE

Das letzte freie Training vor dem Qualifying zum Grand Prix von Russland wurde nach dem Unfall zunächst unter-, später schliesslich abgebrochen. Die Bilder nach Sainz' Crash weckten in der Formel 1 schreckliche Erinnerungen an den fatalen Unfall von Jules Bianchi vor einem Jahr in Japan. Damals war der Franzose von der regennassen Strecke in Suzuka abgekommen und in einen Bergungskran gerast. Nach Monaten im Koma starb Bianchi am 17. Juli an den Folgen des Unfalls. (ndö/si)

Die schlimmsten Formel-1-Unfälle seit 1994

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie geht es Michael Schumacher? Was hinter den jüngsten Schlagzeilen steckt

Es scheint DIE grosse Frage zu sein, auf welche die ganze Welt nach einer Antwort lechzt: Wie geht es Michael Schumacher? Seit einem fatalen Sturz auf der Skipiste überschlagen sich Medien regelmässig mit Nachrichten, die Aufklärung versprechen. Auch in diesen Tagen wieder, kurz nach dem Jahrestag des Unfalls und Schumis Geburtstag.

Mit Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wird seit seinem schweren Ski-Unfall und der Unwissenheit um seinen Gesundheitszustand Clickbaiting im grossen Stil betrieben. Ganz aufgeregt vermeldet heute «Der Westen», dass es «Endlich gute Nachrichten!» gebe und betreibt Bauernfängerei, indem der Titel so weitergeht: «Jetzt ist klar, dass …»

Wie bitte? Endlich gute Nachrichten? Das muss ja wohl Schumachers Gesundheitszustand betreffen! Seit der Deutsche im Dezember 2013 bei einem Skiunfall …

Artikel lesen
Link zum Artikel