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Leclerc zündet ein Feuerwerk, auch für Vettel ist das Rennen vorbei. Bild: srf

«Das ist ein Desaster» – Ferrari nehmen sich gegenseitig aus dem Rennen

Nach dem Formel-1-Grand-Prix von Brasilien ist weniger der Sieger im Fokus, der Holländer Max Verstappen. Viel mehr gibt das misslungene Überholmanöver von Sebastian Vettel zu reden, bei dem er und Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc beide ausscheiden.



Das ist passiert

Lange dauert der Grand Prix in Interlagos nicht mehr. Da greift Charles Leclerc fünf Runden vor dem Ende seinen Teamkollegen Sebastian Vettel an. Die beiden Ferrari kämpfen noch um einen Podestplatz. Leclerc kommt vorbei, doch auf der Geraden bei rund 300 km/h setzt Vettel zum Konter an. Eigentlich ist der Deutsche schon vorbei – da kommt es zu einer fatalen Berührung der beiden Autos. Resultat: Beide Ferrari scheiden aus.

Die beiden Ferrari schiessen sich ab. Video: SRF

Der linke Hinterreifen Vettels berührt den rechten Vorderreifen Leclercs. Beide Pneus zerfetzen. «Alles tutti kaputti bei Ferrari!», fasst die «Bild» zusammen.

Das sagen die Beteiligten

Sebastian Vettel

epa08002124 Formula One driver German Sebastian Vettel from team Ferrari during the third free training in the Brazilian Grand Prix, Sao Paulo, Brazil, 16 November 2019. The Brazilian Formula One Grand Prix will take place on 17 November 2019 at the Interlagos circuit in Sao Paulo.  EPA/Sebastiao Moreira

Bild: EPA

«Wir hatten einen aggressiven Kampf in der Schikane. Ich bin besser aus Kurve zwei gekommen und habe versucht, auf der Geraden zu überholen. Ich hatte aussen nicht viel Platz. Ich dachte, dass ich schon vorbei bin, aber dann haben wir uns berührt.

Wir sind alle dazu da, um Rennen zu fahren. Natürlich kann uns so etwas passieren, aber es sollte nicht passieren.»

quellen: auto motor und sport / motorsport-total

Charles Leclerc

Ferrari driver Charles Leclerc, of Monaco, waits for the third free practice session for the Formula One Brazil Grand Prix auto race at the Interlagos race track in Sao Paulo, Brazil, Saturday, Nov. 16, 2019. (AP Photo/Silvia Izquierdo)

Bild: AP

«Ich wusste, dass Seb auf der Aussenseite angreift und habe ihm etwas Platz gelassen. Ich bin auf meiner Linie geblieben, als er versucht hat, mich etwas nach innen zu drücken. Dann haben wir uns berührt. Es ist ja alles sehr schnell passiert. Es war nur ein kleiner Kontakt, aber das Resultat ist natürlich ein Desaster.

Ich glaube, dass keiner von uns etwas komplett Dummes gemacht hat. So etwas passiert halt manchmal. Das müssen wir jetzt analysieren. Ich bin mir aber sicher, dass wir reif genug sind, um diese Sache hinter uns zu lassen.»

Das sagt Ferrari

Mattia Binotto, Teamchef

epa07825135 Scuderia Ferrari team principal Mattia Binotto during the third practice session at the Monza Autodrome in Monza, Italy, 07 September 2019. The Formula One Grand Prix of Italy takes place on 08 September 2019.  EPA/DANIEL DAL ZENNARO

Bild: EPA

«Wir haben sie frei kämpfen lassen, weil wir den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung schon gesichert haben. Sie konnten also um ihre eigene Position in der Fahrer-WM fighten. Frei kämpfen heisst aber nicht, dumme Dinge zu tun.

Wir müssen jetzt herausfinden, was genau passiert ist. Und das machen wir ganz in Ruhe. Nach Monza haben wir uns ausgesprochen. Aus meiner Sicht hatten die Fahrer zuletzt eine gute Beziehung. Aber das Rennen heute hat diesbezüglich sicher nicht geholfen.

Wenigstens gibt uns das die Gelegenheit, die internen Regeln vor der kommenden Saison noch einmal zu klären, damit das in der Zukunft nicht noch einmal passiert. So etwas darf sich nicht wiederholen.»

Das sagt die FIA

Die Stewards untersuchten den Unfall und entschieden, keine Strafen zu verhängen. «Beide Fahrer hatten die Möglichkeit, den Unfall zu verhindern», hielten sie in ihrem Urteil fest, keiner sei eher schuld als der andere.

Das war der Grand Prix

Die Zusammenfassung des Rennens

Video: SRF

(ram)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Einloz 18.11.2019 14:16
    Highlight Highlight Mit welchem Recht macht Vettel auf der Geraden diesen Schlenker? Das war doch einfach ein Versuch, Leclerc einzuschüchtern und zum Nachgeben zu bringen. Ist gründlich daneben gegangen. Nachdem Leclerc z. Zt. schneller als Vettel fährt nützt Vettel auch sein aggresives Verhalten nichts. Fazit: Vettel ist nächste Saison bei Ferrari die Nr. 2 oder er fährt 2020 nicht mehr im Ferrari.
  • Mia_san_mia 18.11.2019 10:28
    Highlight Highlight Vettel ist einfach nur noch überfordert mit seinem schnelleren Teamkollegen. Seine Zeit ist vorbei, es ist nur noch lächerlich, was er abliefert.
  • Hofer Ernst 18.11.2019 10:01
    Highlight Highlight Leider sind beide Ferrari-Fahrer Hitzköpfe. Als Teamchef von Ferrari würde ich beide Fahrer im nächsten Rennen durch 2 Nachwuchsfahrer ersetzen.
    • Mia_san_mia 18.11.2019 13:34
      Highlight Highlight Also bitte, das ist F1 😂
  • Don Garibaldi 18.11.2019 09:04
    Highlight Highlight Was genau soll ein Desaster sein? Die WM ist schon seit längerem gelaufen.
    Einzig und allein der Deutsche ist ein Idiot.
    • Eau Rouge 18.11.2019 09:57
      Highlight Highlight Wieso?!
      Weil er sich erlaubt hat zu überholen?! Er war eindeutig vor Leclerc und somit „gehört“ ihm die nächste Kurve....

      Und ueberhaupt:
      That‘s racing....you know!😉
    • Pümpernüssler 18.11.2019 10:51
      Highlight Highlight gehört ihm die kurve? 🤣 welche kurve? es war immernoch auf der geraden
    • Forest 18.11.2019 10:55
      Highlight Highlight @the Returner

      Das ist eben nicht Racing, Rennsport ist Kontaktlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HappyPants 18.11.2019 09:02
    Highlight Highlight Als Fan von McLaren bin ich mehr als glücklich, dass die zwei es nicht lassen konnten. Sainz ist durch den Streit von Ferrari und der Strafe von Hamilton auf auf den dritten Platz (vom 20. aus) gefahren. :)
    • Die verwirrte Dame 18.11.2019 09:29
      Highlight Highlight Ich fand es sooo schade, dass Sainz nicht aufs Podest durfte. Die hätten doch die Strafe für Hamilton sofort aussprechen können. Hätte es Sainz sehr gegönnt.
    • Mia_san_mia 18.11.2019 10:28
      Highlight Highlight Schade konnte er nicht aufs Podest 😉
    • Hofer Ernst 18.11.2019 10:46
      Highlight Highlight Schadenfreude ist auch eine Freude. Soviel zum Thema Ferrari.
      Redbull vor ToroRosso und McLaren gefolgt von 2mal Alfa Romeo finde ich zur Abwechslung mal ganz ok
  • DerewigeSchweizer 18.11.2019 09:02
    Highlight Highlight Vettel zieht nach links und verursacht den Unfall.

    Er verliert schnell mal die Nerven, wenn er überholt wird. Hat man schon mehrfach gesehen.
    War da nicht auch Baku mit Hamilton?
    Und danach ruft er gross aus gegen Andere,
    dabei war's sein Fehler.
    • HappyPants 18.11.2019 09:05
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung... Wenn man sich die Wiederholungen nochmal ansieht, konnte er einfach auf seiner Linie weiterfahren. Der Schlenker war echt nicht nötig...
    • DerRaucher 18.11.2019 09:37
      Highlight Highlight Sehe ich etwas anders. Um einen Unfall zu verhindern gehören meistens zwei. Vettel war im Irrglauben schon vorbei zu sein. Aber - Leclerc hätte auch die Zeit gehabt selbst etwas nach Links zu ziehen, Zeit dafür war da. Da Leclerc aber genau so ein Dickkopf ist und sich lieber abschießen lässt, ist es halt passiert.
    • Ernst Hässig 18.11.2019 10:24
      Highlight Highlight Natürlich war der Schlenker von Vettel nötig! Leclerc hätte sonst auf der Bremse wieder gekontert.
      Leider hat der Monegasse das nicht in dem Ausmass erwartet oder wollte partout nicht von seiner Linie abweichen. Das Resultat haben wir alle gesehen. Die Roten stehen wieder ohne Punkte und als Lachnummer des Zirkus' da...
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