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epa04042757 A fan of German Formula One legend Michael Schumacher carries a life-size cardbord cutout of his idol on the Spa Fancorchamp racetrack, Belgium, 26 January 2014. Thousands of fans coming from Belgium, Germany, France and the Netherlands gathered on the race course in Spa where Schumacher won his first Formula One race in 1992. The 45-year-old seven-time Formula One world champion has been in a medically induced coma in a Grenoble hospital since a skiing accident in France. Schumacher's condition after two operations is described by doctors as critical but stable.  EPA/OLIVIER HOSLET

Deutscher Nationalheld: Die Fans haben ihren «Schumi» nicht vergessen. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Wie geht es Michael Schumacher? Seit drei Jahren halten alle dicht

Heute vor drei Jahren stürzt Formel-1-Champ Michael Schumacher beim Skifahren in den französischen Alpen schwer. Nach langem Spitalaufenthalt wird der Rekord-Weltmeister mittlerweile zuhause am Genfersee gepflegt.



Méribel in den französischen Alpen. An einem Sonntagmorgen ändert sich das Leben von Michael Schumacher von einer Sekunde auf die nächste. Um 11.07 Uhr fährt er zwischen zwei markierten Pisten, als er stürzt und mit dem Kopf an einem Felsbrocken aufschlägt. Schumacher trägt zwar einen Helm. Dennoch trägt er schwere Verletzungen davon.

epa04004369 General view over ski slopes 'Biche' (L) and 'Chamois' and a rocky area where German Formula One legend Michael Schumacher supposedly had his ski accident at Saulire mountain near Meribel, French Alps, France, 31 December 2013. Retired Formula One German racing driver Michael Schumacher is still treated at the Grenoble hospital after he was admitted in a coma with a cranial trauma following a ski accident in Meribel. Schumacher's condition is slightly improving but he is not out of danger yet after undergoing another operation overnight to further reduce pressure on his brain, doctors said.  EPA/DAVID EBENER

Die Sicht auf die Pisten «Biche» und «Chamois» in Méribel. Hier verunglückte Schumacher. Bild: EPA

Erste Retter sind nach zwei, drei Minuten schon vor Ort. Schumacher wird zunächst in den Spital von Moûtiers geflogen. Von da geht es umgehend weiter nach Grenoble, wo der siebenfache Formel-1-Weltmeister um etwa 12.40 Uhr im Traumazentrum der Uni-Klinik eintrifft.

Schumachers Gesundheitszustand sei «ernst, aber nicht lebensgefährlich», heisst es. Er hat ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, liegt deshalb im Koma. Die Familie hält sich mit Auskünften bedeckt. Schumis Manager Sabine Kehm sagt erstmals, was sie seither stets sagt, wenn Medien danach fragen: «Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können.»

Pflege in der eigenen Villa

Und so rätseln die Fans des mittlerweile 47-Jährigen bis heute, wie es ihrem Idol wohl geht. Die traurige Antwort dürfte lauten: Wahrscheinlich nicht sehr gut.

Gut drei Monate nach dem Unfall, im April 2014, zeigt Schumacher Momente des Bewusstseins und des Erwachens. Mitte Juni teilt Managerin Kehm mit, dass der Verunfallte nicht mehr im Koma liege. Schumacher setzt die Rehabilitation zunächst in der Uni-Klinik in Lausanne fort und seit dem September 2014 im eigenen Anwesen am Genfersee.

An aerial view of the property

Das Schumacher-Anwesen «La Reserve» in Gland. Bild: KEYSTONE

Heimlich geschossene Fotos

Vor allem deutsche und englische Medien berichten seither regelmässig über angebliche Fortschritte oder Rückschläge bei der Genesung. Kommentiert werden die Berichte stets mit dem Verweis darauf, nichts zu kommentieren.

Vielleicht auch wegen der Aussichten auf einen kostspieligen Rechtsstreit haben bislang sämtliche Medien darauf verzichtet, heimlich geschossene Fotos von Schumacher zu zeigen. Diese wurden unlängst mehreren Redaktionen zum Kauf angeboten – so wie schon 2014 die gestohlene Krankenakte. Sie fand damals ebenfalls keinen Abnehmer.

Schutz der Privatsphäre

Der Kreis der Eingeweihten bleibt klein und sie halten alle still. Nichts dringt aus dem Anwesen am Genfersee. Kurz vor Weihnachten gibt die Familie die Gründung einer Stiftung bekannt, die «Keep Fighting Initiative inspired by Michael Schumacher». Anlässlich dieser Bekanntgabe wird Sabine Kehm natürlich auch gefragt, wie es dem Idol gehe. Die Antwort der Managerin erstaunt niemanden: «Michaels Gesundheit ist kein öffentliches Thema, und daher werden wir uns weiterhin dazu nicht äussern. Schon allein deswegen, weil wir die Privatsphäre von Michael so weit wie möglich schützen müssen.»

epa04166424 Sabine Kehm, manager of German former Formula One champion Michael Schumacher, attends the TV panel talk show 'Guenther Jauch' themed 'How is Michael Schumacher doing - Celebrities and the borders of media coverage' in Berlin, Germany, 13 April 2014. Former Formula One world champion Michael Schumacher had on 04 April 2014 shown signs of waking up from an artificial coma. He had suffered severe head injuries in a skiing accident at the French resort of Meribel on 29 December 2013. The seven-time world champion was taken to a hospital in Grenoble for emergency surgery and was then placed in an artificial coma.  EPA/PAUL ZINKEN

Managerin Kehm fungiert als Sprecherin, die fast nichts zu sagen hat. Bild: EPA/DPA

Kehm hat Verständnis für das grosse Interesse. Doch schon aus juristischer Sicht könne man keine Aussagen zum Zustand machen, da diese «den Umfang seiner Privatsphäre auf Dauer verringern» würde. Sie wirft ausserdem ein, dass Schumacher schon zu Zeiten als Formel-1-Fahrer stets sehr darauf bedacht war, eine klare Linie zwischen seiner öffentlichen Person und dem Privatleben zu ziehen.

Wie geht es Michael Schumacher? Die Antwort auf diese Frage, welche die Welt auch drei Jahre nach seinem schweren Ski-Unfall beschäftigt, kennen nur wenige. 

Sie wurden mehr als einmal Formel-1-Weltmeister

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