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epa05909696 German Formula One driver Pascal Wehrlein of Sauber F1 Team in action during the third practice session at the Sakhir circuit near Manama, Bahrain, 15 April 2017. The 2017 Formula One Grand Prix of Bahrain will take place on 16 April 2017.  EPA/SRDJAN SUKI

Nach 17 Jahren fährt Sauber in der kommenden Saison nicht mehr mit Ferrari-Motoren. Bild: SRDJAN SUKI/EPA/KEYSTONE

Finito Ferrari! Sauber fährt in Zukunft mit Honda-Motoren

Das Formel-1-Team Sauber wechselt den Motorenpartner. Die Autos der Schweizer Equipe werden ab kommendem Jahr von Honda-Aggregaten angetrieben.



Meldungen über eine technologischen Neuausrichtung des Teams Sauber hatten schon seit längerer Zeit die Runde gemacht. Nun ist es offiziell: Der Schweizer Rennstall beendet nach dieser Saison die Zusammenarbeit mit Ferrari. Mit den Italienern war Sauber insgesamt 17 Jahre verbandelt, nämlich zwischen 1997 und 2005 sowie seit 2010 wieder. Dazwischen lagen die vier Saisons, als in Hinwil BMW als Eigentümer des Teams das Sagen hatte.

Ein grosses Aber

CEO und Teamchefin Monisha Kaltenborn spricht von einer «grossen Ehre, in den nächsten Jahren mit Honda zusammenarbeiten zu können. Unsere Neuausrichtung wird damit nicht nur durch den Besitzerwechsel offensichtlich, sondern auch durch die neue technologische Partnerschaft. Damit können wir in der neuen Motoren-Ära der Formel 1 einen weiteren Meilenstein setzen.» Die Österreicherin spricht von «grosser Begeisterung», «von neuen Möglichkeiten, die sich eröffnen werden» und davon, dass «diese Partnerschaft Sauber auf einen erfolgreichen Kurs bringen wird».

Schön und gut. Aber um all diese schönen Worte Wirklichkeit werden zu lassen, muss bei Honda eine gewaltige Steigerung von sich gehen. Im Moment präsentieren sich die Japaner als exklusiver Partner des Teams McLaren nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe. Auch im dritten Jahr der Zusammenarbeit mit dem britischen Traditionsrennstall ist es ihnen bisher nicht gelungen, ein konkurrenzfähiges Produkt zu liefern. Vielmehr zeigt sich der Antriebsstrang von Honda nach wie vor als defektanfälliges, nicht standfestes Aggregat.

Renault driver Nico Hulkenberg of Germany leads Sauber driver Marcus Ericsson of Sweden during the second free practice session ahead the Formula One Russian Grand Prix at the 'Sochi Autodrom' circuit, in Sochi, Russia, Friday, April. 28, 2017. The Russian Formula One Grand Prix will be held on Sunday April 30. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Sauber fährt seit Jahren nur noch hinterher. Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Prozesse stärken

Gleichwohl wird McLaren die Partnerschaft mit Honda aufrecht erhalten. Die Asiaten sehen in der Belieferung von zwei Formel-1-Rennställen eine grosse Herausforderung, versprechen aber (einmal mehr) Besserung. «Um von den Synergien, die aus der Unterstützung beider Teams entstehen, in einem maximalen Ausmass profitieren zu können, werden wir die Prozesse und Ressourcen unserer Entwicklungsbetriebe (in Sakura in Japan und in Milton Keynes in England) stärken. Wir werden weiter hart daran arbeiten, um den Anforderungen gerecht zu werden», sagte Katsuhide Moriyama, im Honda-Konzern Verantwortlicher für die Markenkommunikation. (pre/sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • panaap 30.04.2017 15:02
    Highlight Highlight Formula1, is this still a thing?!?
  • jellyshoot 30.04.2017 13:24
    Highlight Highlight dann können sie in zukunft gleich freiwillig auf die letzten beiden startplätze stehen
    • Oberon 30.04.2017 16:51
      Highlight Highlight Naja da stehen sie jetzt ja schon, aber Honda sollte man nicht unterschätzen.

      Ich finde es gut das man zu einem anderen Partner wechselt nur so können die weichen für die Zukunft neu gestellt werden.

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