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Ferrari driver Fernando Alonso of Spain, center left, his teammate  Kimi Raikkonen of Finland, center right, and team principal Alberto Mattiacci react after posing for photographers with a banner reading 'Forza Jules' (Go Jules') in the paddock prior to the start of the Formula One Russian Grand Prix at the 'Sochi Autodrom' Formula One circuit, in Sochi, Russia, Sunday, Oct. 12, 2014. The Marussia Formula One team is running only one car at the inaugural Russian Grand Prix this weekend as a sign of respect for injured driver Jules Bianchi. The 25-year-old Bianchi suffered a severe head injury at last Sunday's Japanese Grand Prix in Suzuka and remains in critical condition in a hospital in Japan. (AP Photo/Luca Bruno)

Forza Jules: Bei den GPs nach Bianchis Crash sprach der Rest der Formel 1 (hier Ferrari) dem Verunfallten Mut zu.
Bild: Luca Bruno/AP/KEYSTONE

Kein GP wie die anderen: Ein Jahr nach Jules Bianchis tödlichem Unfall kehrt die Formel 1 nach Japan zurück

Der Formel-1-Tross reist mit gemischten Gefühlen zum Grand Prix in Suzuka am Sonntag. Letzte Saison erlitt der Franzose Jules Bianchi dort einen Unfall, an dessen Folgen er in diesem Sommer starb.



Jules Bianchi war mit seinem Marussia in einen Kran geprallt, der dabei war, den Wagen des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu bergen. Über neun Monate später, am 17. Juli 2015, erlag er im Alter von 25 Jahren in einem Spital in Nizza den schweren Kopfverletzungen. Bianchi war nicht mehr aus dem Koma erwacht.

SUZUKA, JAPAN - OCTOBER 05:  A distressed Adrian Sutil (R) of Germany and Sauber F1 looks on whilst Jules Bianchi of France and Marussia receives urgent medical attention following a crash during the Japanese Formula One Grand Prix at Suzuka Circuit on October 5, 2014 in Suzuka, Japan.  (Photo by Clive Mason/Getty Images)

Suzuka 2014: Sutil, in dessen Auto Bianchi gefahren war, blickt bange hinüber zum Wagen seines Berufskollegen.
Bild: Getty Images AsiaPac

«Es wird sicher ein anderes Gefühl sein, aber nicht nur für mich, sondern auch für viele andere, die indirekt mitbeteiligt waren: Der nächste Grand Prix in Japan wird sicher schwieriger für alle», sagte Sutil in einem Interview der deutschen Presseagentur dpa vor dem Rennen am kommenden Sonntag. «Wenn man so etwas miterlebt, ist es noch wesentlich intensiver. Das war ein extremer Unfall und es hat gedauert, bis einem solche Momente aus dem Kopf gehen», sagte Sutil, der heuer als Ersatzfahrer von Williams engagiert ist.

Rennen unter widrigen Bedingungen

Sutil wollte angesichts des damaligen Unfalls nicht sagen, dass es ein bleibender Schock gewesen sei. Fakt sei aber, dass man in der heutigen Zeit in der Formel 1 verdränge, dass es immer noch gefährlich ist. «Solche Momente erinnern uns daran.» 

Das Rennen war damals stark vom Wetter beeinträchtigt und wegen widriger Bedingungen hinter dem Safety Car gestartet worden. Zwischenzeitlich wurde das Rennen unterbrochen, weil die Strecke unbefahrbar war. Durch einen heranziehenden Taifun war sogar über einen früheren Rennstart nachgedacht worden. Man entschied sich aber dagegen.

SUZUKA, JAPAN - OCTOBER 05:  Jules Bianchi of France and Marussia receives urgent medical treatment after crashing during the Japanese Formula One Grand Prix at Suzuka Circuit on October 5, 2014 in Suzuka, Japan.  (Photo by Getty Images/Getty Images)

Rettungskräfte bergen den verunfallten Bianchi aus seinem Auto. Letztlich kam jede Hilfe zu spät.
Bild: Getty Images AsiaPac

Das Ende der offenen Cockpits?

Untersuchungen durch eine eigens eingerichtete Kommission des Automobilverbandes ergaben, dass Bianchi die Geschwindigkeit der Warnungen durch gelbe Flaggen nicht angepasst hatte. Die FIA reagierte unter anderem mit der virtuellen Safety-Car-Phase, bei der die Autos automatisch eingebremst werden.

Der Tod des ehemaligen Formel-1-Piloten Justin Wilson im August in der Indy-Car-Serie und damit nur rund einen Monat nach Bianchi hatte auch die Diskussion um geschlossene Cockpits intensiviert. Die FIA prüft entsprechende Ideen. «Wir dürfen nicht noch einmal vor so seiner Situation stehen», betonte FIA-Präsident Jean Todt nach dem Unfall. (ram/si)

Viele Berufskollegen nahmen an Jules Bianchis Beerdigung teil

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