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FILE: F1 Driver Jules Bianchi Dies From Crash Injuries MONTMELO, SPAIN - MARCH 02:  Jules Bianchi of France and Marussia poses for a photograph during day three of Formula One winter testing at the Circuit de Catalunya on March 2, 2013 in Montmelo, Spain.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Formel-1-Rennfahrer Jules Bianchi ist in der Nacht auf heute gestorben.  Bild: Getty Images Europe

«Ich werde die guten Zeiten mit dir nie vergessen»: Die Sportwelt trauert um den verstorbenen Jules Bianchi 

Der am 5. Oktober 2014 bei einem Formel-1-Unfall schwer verletzte Rennfahrer Jules Bianchi ist tot. Wie seine Eltern in der Nacht zum Samstag auf Facebook mitteilten, war Bianchi am Freitagabend im Alter von 25 Jahren im Spital in seiner Heimatstadt Nizza gestorben.



Dieses Statement auf Facebook erschütterte in der Nacht auf heute die Sportwelt.

«Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen», erklärte die Familie. Der Franzose war beim Grand Prix von Japan in Suzuka im Marussia-Ferrari gegen einen Bergungskran gerast und hatte sich Verletzungen im Gehirn zugezogen.

Gut zwei Jahrzehnte nach dem Horror-Wochenende von Imola mit dem Tod der brasilianischen Rennikone Ayrton Senna am 1. Mai 1994 und jenem des Österreichers Roland Ratzenberger tags zuvor trauert die Formel 1 um den insgesamt 26. toten Fahrer durch einen Unfall an einem Grand-Prix-Wochenende seit Einführung der WM 1950.

Der Australier Daniel Ricciardo aus dem Red-Bull-Rennstall erinnert sich an die guten Zeiten mit Jules Bianchi.

Noch Ende Mai hatte Bianchis Vater Philippe dem französischen TV-Sender Canal+ gesagt: «Die Tatsache, dass er kämpft, gibt uns viel Kraft. Das Wichtigste ist, dass Jules am Leben ist.» Bianchi lag bis zuletzt in Nizza im Koma und wurde behandelt.

Auch bei Romain Grosjean, der für Lotus fährt, ist die Trauer gross.

Er hatte vor einem Jahr beim Rennen in Monaco mit Rang 9 die ersten Punkte überhaupt für das Hinterbänkler-Team Marussia eingefahren. Das Nachfolgeteam Manor bestätigte am Samstagmorgen den Tod des Franzosen. Die Familie Bianchis dankte dem medizinischen Personal des Spitals, das den im Koma liegenden Jules Bianchi «mit Liebe und Hingabe» gepflegt habe.

Nach Bianchis Unfall waren von Fahrerkollegen auch die Licht- und damit Sichtverhältnisse im Regen von Suzuka moniert worden. Bianchi hatte sich in Japan schwere Kopfverletzungen zugezogen, als er bei teils nasser Strecke vom Kurs abgekommen und mit dem Rennauto unter einen Bergungskran gerast war. Mit einer «diffus axonalen» Hirnverletzung war er in das Mie General Hospital von Yokkaichi eingeliefert worden.

Da fehlen die Worte ...

Seitdem bangten seine Familie, seine Freunde, seine Fans und die gesamte Formel 1 um das Leben des Franzosen. «Bei jedem Telefonklingeln wissen wir, dass es das Spital sein könnte, das uns sagt, dass Jules tot ist», hatte Philippe Bianchi gut eine Woche nach dem Unfall der italienischen Zeitung «La Gazzetta dello Sport» erklärt. Die Ärzte hätten ihnen gesagt, dass noch nie jemand einen so schweren Unfall überlebt habe.

Die Worte von Max Chilton, dem letzten Teamkollegen von Jules Bianchi.

Auch in der Töffwelt ist die Betroffenheit gross.

Der französische Präsident Hollande twittert ebenfalls.

(cma/si)

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