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Netherlands' Vivianne Miedema, right, talks to French referee Stephanie Frappart, left, as she shows a yellow card to Netherlands' Sherida Spitse, center, during the Women's World Cup final soccer match between US and The Netherlands at the Stade de Lyon in Decines, outside Lyon, France, Sunday, July 7, 2019. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Frappart im WM-Final der Frauen. Bild: AP

Frau leitet Supercup – so cool reagiert Liverpool-Star van Dijk darauf

Liverpool und Chelsea spielen um den ersten Titel der noch jungen Europacup-Saison. Der Champions-League-Sieger trifft als Favorit auf den Europa-League-Sieger Chelsea. Im Mittelpunkt wird auch die Unparteiische stehen: Stéphanie Frappart.



Jürgen Klopp muss lachen, aber die Erinnerung schmerzt ein bisschen. Der europäische Supercup sei «nicht das Spiel, das ich mir in der Vergangenheit gerne angeschaut habe», sagte der deutsche Trainer von Liverpool gut gelaunt im Video-Interview der UEFA.

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Klopp, van Dijk und Mané in der Medienkonferenz vor dem Final. Video: YouTube/Liverpool FC

«Ich war so oft in Endspielen – und der Supercup ist dann der endgültige Beweis, dass man nicht gewonnen hat.» In diesem Jahr aber, am Mittwoch gegen Chelsea, sei das «ganz anders». Um den ersten internationalen Titel der Saison spielen der Gewinner der Champions League und der Sieger der Europa League, die zwei besten Teams der Vorsaison. Dreimal war Klopp bereits in einem grossen europäischen Final gescheitert und mied deshalb bei der Supercup-Übertragung den Fernseher. In der türkischen Metropole ist der 52-Jährige aber nun mittendrin – und der klare Favorit.

Supercup-Held Shaqiri

Sein Gegenüber, der englische Ex-Internationale Frank Lampard, steht nach dem misslungenen Saisonstart in der Premier League dagegen schon unter Druck. Chelsea hatte am Sonntag zum Auftakt 0:4 bei Manchester United verloren. Liverpool gewann 4:1 gegen Aufsteiger Norwich City.

Im Gegensatz zu Klopp hat Shaqiri den europäischen Supercup schon mal gewonnen. Der Basler setzte sich 2013 mit Bayern München gegen Chelsea durch. Er war damals zu Beginn der Verlängerung eingewechselt worden und hatte im Penaltyschiessen den letzten und schliesslich entscheidenden Versuch der Deutschen verwertet. Kurz darauf scheiterte Chelseas Romelu Lukaku.

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Die Highlights vom Supercup 2013. Video: YouTube/Super Sports

Schiedsrichterin im Fokus

Welche Spieler in Istanbul im Blickpunkt stehen werden, ist noch offen. Klar ist aber, dass der Referee speziell beobachtet wird. Erstmals in einem wichtigen UEFA-Pflichtspiel im Männerfussball wird mit der Französin Stéphanie Frappart eine Schiedsrichterin zum Einsatz kommen. Sie fühlt sich «bereit» für ihre Premiere. Die 35-Jährige hatte den Final der Frauen-WM zwischen den USA und den Niederlanden (2:0) in ihrer Heimat geleitet. Im April war sie erstmals in der französischen Ligue 1 zum Einsatz gekommen und gehört nun zum festen Schiedsrichter-Pool in der höchsten französischen Liga.

Assistant referee Michelle O'Neill of Ireland, fourth official Cuneyt Cakir of Turkey, main referee Stephanie Frappart of France and assistant referee Manuela Nicolosi of France, from left, run during a training session ahead of UEFA Super Cup at the Besiktas Park in Istanbul, Turkey, Tuesday, Aug. 13, 2019. Frappart will make history by becoming the first female to officiate in a major men's European match on Wednesday when she and her team will officiate the UEFA Super Cup soccer match between Liverpool and Chelsea will be played at Besiktas Park on Wednesday, Aug. 14. (Alex Caparros, Getty Images for UEFA via AP)

Frappart (Zweite von rechts) mit ihren Assistenten und dem vierten Offiziellen Cüneyt Cakir. Bild: AP

«Es ist an der Zeit, dass das passiert», findet Klopp. «Es gibt so viele Dinge in der Welt, bei denen wir offensichtlich nicht klug sind, die richtige Entscheidung zu treffen. Das hier ist eine sehr kluge Entscheidung, eine Schiedsrichterin in einem sehr, sehr wichtigen, einem grossen Spiel einzusetzen. Es ist das erste, aber ich hoffe nicht das letzte Mal.»

Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk betonte, dass es keine Rolle spiele, wer die Partie leite:

«Das Geschlecht ist nicht wichtig, solange er oder sie genügend gut ist. Sie wurde nominiert, weil sie für gut genug befunden wurde. Wenn man ihren Leistungsausweis betrachtet, dann verdient sie die Leitung dieser Partie.»

«Für mich ist es dasselbe. Der Fussball ist derselbe, die Regeln sind dieselben», betonte Frappart. Unterstützt wird sie von ihren Assistentinnen Manuela Nicolosi und Michelle O'Neal. Als erste Frau überhaupt im UEFA-Männerfussball hatte die Schweizerin Nicole Petignat zwischen 2003 und 2009 drei Qualifikationspartien im UEFA-Cup gepfiffen. (ram/sda/dpa/apa)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Paedu87 14.08.2019 16:16
    Highlight Highlight Uff vorher habe ich eine Diskussion gesehen zum Thema Männer die Frauenspiele pfeiffen. Ob es das gleiche wäre erc. blabla..

    Die nächste Dimension ist dann, wer verdient die besseren Schiris? Frauen oder Männer? 😂

    Fussballspiele sollten nicht durch Schiedsrichter/innen entschieden werden. Der Rest ist Behandlung des eigenen Egos.

  • Fulehung1950 14.08.2019 14:03
    Highlight Highlight Also der scheint jedenfalls zu parieren😂
    Benutzer Bild
  • Pana 14.08.2019 13:34
    Highlight Highlight Finde ich gut. Hoffe das setzt sich vermehrt durch. Wird das Spiel jedoch mit oder ohne Abseitsregel bestritten?
  • Jesus Quintana 14.08.2019 12:18
    Highlight Highlight Van Dijks Reaktion ist doch nicht cool, sondern einfach die einzig normale
  • Beyond Good & Evil 14.08.2019 11:26
    Highlight Highlight seht ihr auch die optische Ähnlichkeit von van Dijk und der Schiridame?
  • Füdlifingerfritz 14.08.2019 10:47
    Highlight Highlight Kloppos Argumentation ist natürlich gugus. Das liest sich für mich wie: "Es ist Zeit dass das mal eine Frau macht, einfach weil halt 2019 ist und Feminismus und so". So wie es van Dijk sagt, macht es Sinn. Es ist egal was zwischen den Beinen ist, Hauptsache er oder sie ist gut. Und ich denke das wird sie sein. Witzig könnte es werden, falls sie wider Erwarten keine gute Leistung zeigt. Dann werden die einen Doofköppe es auf ihr Geschlecht zurückführen und die anderen Narren werden auch bei jeder sachlichen Kritik."Sexismus!!!" schreien. Hoffen wir, dsss der Sport im Mittelpunkt stehen wird.
    • Fulehung1950 14.08.2019 13:22
      Highlight Highlight Nun, so gugus ist die Argumentation auch wieder nicht. Immerhin gehen die meisten Männer immer noch davon aus, Fussball sei ihre Domäne. So hat die doch etwas verstaubte Männerriege der UEFA bis 2019 gebraucht, um eine Frau zu nominieren, obwohl es einige gibt, die bereits in Profiligen pfeifen.
    • jimknopf 14.08.2019 16:23
      Highlight Highlight @Fulehung
      Fussball IST immer noch eine Männerdomäne, ob dir das gefällt oder nicht. 500 Millionen schauen den WM-Final bei den Männern, bei den Frauen sind es deren 100. Von den Gehältern ganz zu schweigen. Ob es fair ist oder nicht muss jeder selbst entscheiden..
  • Me:ish 14.08.2019 10:45
    Highlight Highlight Dass man(n) darauf überhaupt reagieren muss, bzw. darauf angesprochen werden muss 🤦‍♂️
  • Drank&Drugs 14.08.2019 10:44
    Highlight Highlight Finde nur ich es witzig, dass diese doofe Frage von einer Frau gestellt wurde? :-D
  • Marcoluca22 14.08.2019 10:39
    Highlight Highlight Schade das für so etwas überhaupt ein Bericht verfasst wird ... in der heutigen Zeit sollte das doch langsam normal sein, das eine Frau auch mal ein Spiel von Männer leiten kann.

    Meine Ansicht ...
  • Juan_Son 14.08.2019 09:55
    Highlight Highlight Das dies überhaupt noch eine meldung wert ist verstehe ich nicht.
    • Harvey Dent 14.08.2019 10:58
      Highlight Highlight Naja, weils das erste Mal ist. Ist doch ok, nicht?

      Finde gekünstelte Normalität irgendwie auch falsch.
  • Wandervogel 14.08.2019 09:48
    Highlight Highlight Gegen Spielleiterinnen spricht absolut nichts dagegen und wenn sie das Zeug dazu hat, go for it. Trotzdem, diejenigen Schiedsrichter die in der Vergangenheit den Super-Cup Final geleitet haben, haben sich diese Ehre durch viele gute Leistungen in der Champions League oder Europa League verdient. Sie hat sich diese Sporen nicht abverdient und kommt eventuell unter anderem wegen ihrem Geschlecht zum Handkuss. Dies ist gegenüber anderen langjährigen Schiedsrichtern und auch ihr gegenüber nicht ganz fair.
    • xlt 14.08.2019 11:04
      Highlight Highlight Natürlich hat sie sich das verdient. Sie hat erst gerade den WM Final gepfiffen, ist also mehr als qualifiziert für den Supercup.
    • Intus 14.08.2019 11:06
      Highlight Highlight Die Leitung eines WM-Finals ist doch aber auch ein anständiger Leistungsausweis. Oder irre ich?
    • barbablabla 14.08.2019 11:13
      Highlight Highlight Sie hat immerhin den Final der Frauen WM gepgiffen. Denke das schafft man nur wer einen guten Leistungsausweis hat. Finde deinen Kommentar recht herablassend der Unparteischen gegenüber.
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