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08.10.2015; Biel; Fussball U21 EM Quali - Schweiz - Bosnien-Herzegowina;
Michael Frey (Lille) und Christoph Spycher
 (Urs Lindt/freshfocus)

Hat in Bern neu das Sagen: Christoph Spycher. Bild: freshfocus

Neuer YB-Sportchef Spycher: «Ich will wegkommen vom Zick-Zack-Kurs der letzten Jahre»

Die Berner Young Boys haben Christoph Spycher als neuen Sportchef präsentiert. Der Ex-Nationalspieler machte dabei klar, dass er sich nicht dreinreden lassen will und er kündigte eine Nachwuchs-Strategie an.



Als «Mann der Stunde, der Gegenwart und der Zukunft» wird Christoph Spycher an der Medienkonferenz vom YB-Medienchef vorgestellt. Das verdeutlicht, wie gross in Bern die Erwartungen an den 38-Jährigen sind, der einen Vertrag bis im Sommer 2019 erhalten hat.

Spycher stellte klar, dass bei den Young Boys der Name Programm sein solle: «YB soll für junge Spieler die beste Adresse in der Schweiz werden.» Man wolle sich nicht mit Basel vergleichen, «nicht in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren. Aber auch nicht mit den anderen Super-League-Teams. Wir wollen unsere eigene Lösung finden.»

YBs Christoph Spycher mit den Soehnen Dominik, rechts, und Claudio, links, verabschiedet sich von den Fans, nach dem Super League Spiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen am Sonntag, 18. Mai 2014, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Spycher setzt nicht nur privat auf den Nachwuchs. Bild: KEYSTONE

«‹Wuschu› ist der richtige Mann»

YB-Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger sagte, dass der einstige Captain bei strategischen Überlegungen schon länger eine Rolle gespielt habe. «Wir sind überzeugt, dass wir mit ‹Wuschu› den richtigen Mann haben, um wirtschaftlich und sportlich erfolgreich zu sein, mit Fokus auf den Nachwuchs.»

Der 47-fache Nationalspieler Spycher war vom Verwaltungsrat schon vor einigen Wochen erstmals kontaktiert worden. Er habe geantwortet, dass er eines Tages für diese Aufgabe bereit sei, er aber nicht Nachfolger von Fredy Bickel werden wolle. «Auch aus Loyalität ihm gegenüber ging ich nicht näher darauf ein», erläuterte Spycher.

Doch in der Zwischenzeit habe sich vieles verändert im Klub, weshalb es seit dem Wochenende erneut Gespräche gegeben habe. Spycher nahm schliesslich die Offerte, neuer YB-Sportchef zu werden, an: «Es hätte nicht unbedingt schon heute oder morgen sein müssen, aber man kann sich den Zeitpunkt nicht immer auswählen.» Er fühle sich jedoch dafür bereit, sonst hätte er das Angebot abgelehnt.

Hanspeter Kienberger, VR-Praesident der Sport une Event Holding AG, spricht an einer Medienkonferenz zum bevorstehenden Saisonstart der Super League am Dienstag, 19. Juli, 2016 in Bern. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Verwaltungsratspräsident Kienberger hofft, dass es nun wieder ruhiger wird in Bern. Bild: KEYSTONE

Chapuisat soll stärker eingebunden werden

Spycher sagte, er habe auch mit den Klubbesitzern, den Brüdern Andy und Jöggi Rihs diskutiert. «Ich habe gesagt, ich wolle wegkommen vom Zick-Zack-Kurs der letzten Jahre», stellte Spycher dabei klar. YB habe bewiesen, dass man nicht nur junge Spieler hole, sondern ihnen auch ein Schaufenster biete, sich präsentieren zu können. Diesen Weg werde man weiterhin beschreiten. «Ich sitze hier in der vollen Überzeugung, dass wir mit YB in eine gute Zukunft gehen können. Ich habe ein tolles Team um mich, wir haben eine gute Nachwuchsabteilung.» Spycher erwähnte insbesondere den früheren Torjäger Stéphane Chapuisat, den er nahe bei sich haben wolle.

Die Hoffnung des ehemaligen Bundesliga-Spielers (Eintracht Frankfurt) ist, dass man ihm die nötige Geduld entgegenbringt. «Ich stellte die Bedingung, dass ich in Ruhe arbeiten kann. Wir steckten klar ab, dass der Verwaltungsrat nicht operativ tätig ist, so wie es in den letzten Wochen teils der Fall war.» Für die jüngsten Turbulenzen im Umfeld der Gelb-Schwarzen entschuldigte sich Kienberger übrigens heute beim Team, das nach acht Meisterschafts-Runden auf Rang 2 liegt – bereits elf Punkte hinter Leader Basel.

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Wird Christoph Spycher ein guter Sportchef bei YB?

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  • 25%Klar, reserviert schon mal den Meisterbalkon in Bern.
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  • 10%Nein, der ist doch viel zu lieb für so einen Job.
  • 21%Zeig mir einfach das Resultat. Meine grosse Frage ist: Gibt's in Bern überhaupt einen Meisterfeier-tauglichen Balkon?

Eine heikle Personalie bleibt indes in der Zuständigkeit des Verwaltungsrates: Jene von Milan Vilotic. Der in die U21 degradierte Verteidiger muss dort bleiben. «Der Entscheid ist gefällt, die Situation ist, wie sie ist», sagte VR-Präsident Kienberger dazu. (ram)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ketchum 22.09.2016 18:47
    Highlight Highlight Tja, Spycher lässt sich nicht dreinreden. Wie passend, dass der VR gleich die erste Personalentscheidung fällt (Vilotic)
    • rauchfrei 22.09.2016 20:49
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn. Wenn du YB verfolgen würdest, wüsstest du, dass Vilotoc schon länger in die 2. verbannt wurde, also lange vor Spychers Dienstantritt.
      Spycher hat nur klargestellt, dass Vilo durch den Verwaltungsrat degradiert wurde, und Kienberger hat informiert, dass man sehen werde wie es weitergeht. Dem Vernehmen nach ist die Degradierung mit Wissen und Willen von Hütter geschehen, sieht also nicht nach einer Rückkehr von Vilotic aus...
      Also, bitte das nächste Mal zuerst informieren, dann denken und dann posten
    • rauchfrei 22.09.2016 21:28
      Highlight Highlight Als Nebenbemerkung: Wenn man nämlich das gesamte Zitat kennt, klingt die Aussage von Kienberger nicht so absolut: «Wir haben einen Entscheidung gefällt. Die Situation ist momentan so wie sie ist. Mal sehen, wie es weitergeht.»
    • Mett-Koch 22.09.2016 23:43
      Highlight Highlight @rauchfrei also hat Hütter doch nicht so viel zu sagen, wie du es in deinem 1. Kommentar dargestellt hast?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mett-Koch 22.09.2016 16:21
    Highlight Highlight Habe die PK gesehen. Turbulente Zeiten werden auf YB zukommen: Totaler Umbruch von gedeckten Millionen-Defiziten auf Nachwuchsförderung. Genau gleich, was GC nun schon seit über einem Jahrzehnt macht (und dabei mal besser, mal schlechter abschneidet). Ich hoffe für Wuschu, dass ihm das gelingt und er sich das sehr gut überlegt hat. Ein paar Jahre mehr Erfahrung für diesen Posten, würden ihm sicher nicht schaden.
    • satyros 22.09.2016 18:43
      Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass YB die Nachwuchsförderung erst in der letzten Woche entdeckt hat. Immerhin hat man die letzten beiden U21-Trophies (am meisten Einsatzminuten für Nachwuchsspieler) gewonnen. Zudem ist Wuschu nicht erst seit gestern im Verein. Der weiss schon, auf was er sich einlässt und ich traue im zu, einschätzen zu können, ob er für die Aufgabe bereit ist. Jetzt muss nur noch der unfähige Verwaltungsrat komplett ausgetauscht werden und es könnte gut kommen.
    • Mett-Koch 22.09.2016 23:39
      Highlight Highlight @satyros 1. finde ich, dass Wuschu zu unerfahren ist, auch wenn er kompetent ist.
      2. nun muss der unfähige VR ausgetauscht werden?? Dein Ernst? 😅👌🏼
    • Mett-Koch 22.09.2016 23:51
      Highlight Highlight U21-Trophies? Wie wird "Nachwuchsspieler" definiert? 😉 Kein Thema, YB hat sicherlich eine gute Jugendabteilung. Trotzdem scheint die Zeit vorbei, wo man sich mal einen Gerndt, Vilotic, Ravet oder Hoarau einfach mal leisten kann...
  • Jonas Schärer 22.09.2016 16:06
    Highlight Highlight Allez Wuschu!!! Viel Kraft, Leidenschaft und Zeit sei dir gewünscht!!! Die Zeit wirst du von Fanseite ganz sicher erhalten! Das ewige pseudo Nacheifern muss sofort aufhören und YB seinen eigenen Weg gehen. Was man heute von Spycher so vernommen hat bestärkt einem in der Hoffnung dass dies nun endlich mit Nachdruck ausgeführt wird.

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