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FC Barcelona's Luis Suarez, left, reacts after scoring with his teammate Lionel Messiagainst Celta Vigo during a Spanish La Liga soccer match at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Sunday, Feb. 14, 2016. (AP Photo/Manu Fernandez)

Suarez und Messi freuen sich über ihren gelungenen Streich.
Bild: Manu Fernandez/AP/KEYSTONE

Barças Penalty-Pass: Der endete auch schon sehr peinlich – und Cruyff war nicht der Erfinder

Messi lancierte gestern bei einem Elfmeter Luis Suarez und der Uruguayer traf. Der allgemein als Cruyff-Penalty bekannte Trick wurde schon öfters angewandt, der Holländer hat ihn gar nicht erfunden.

Oliver Linow
Oliver Linow



Ganz frech, was Messi und Suarez sich gestern beim Spiel gegen Celta Vigo einfallen lassen. Als die Katalanen in der 81. Minute beim Stande von 3:1 einen Penalty zugesprochen erhalten, läuft der Argentinier an. Statt aber direkt zu schiessen, lanciert er Luis Suarez. Der Uruguayer trifft und macht seinen Hattrick perfekt. Eigentlich wäre Messis Pass aber gar nicht für Suarez gedacht gewesen. «Er war für mich», erklärt Teamkollege Neymar nach dem Spiel. Sie hätten im Training über die Möglichkeit einer solchen Ausführung gesprochen, dem Rest der Mannschaft und dem Trainer aber nichts gesagt. «Suarez hat wohl mitgehört», scherzt Neymar.

Die beiden Barça-Stars sind allerdings nicht die ersten, die einen Strafstoss auf diese Weise verwandeln. Als Erfinder des Geniestreichs gilt Hollands Jahrhundertfussballer Johan Cruyff. Er und sein Teamkollege bei Ajax Amsterdam Jesper Olsen schlossen den Elfmeter 1982 gar als Doppelpass ab. Der Holländer erklärte im Anschluss, sie hätten einmal als Spass im Schnee einen solchen Penalty geschossen und von dort sei die Idee gekommen.

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Johan Cruyff und Jesper Olsen sind nicht die Erfinder.
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Vielleicht hat er sich den Trick aber auch einfach bei Rik Coppens und André Piters abgeschaut. Die beiden Belgier erzielten nämlich bereits 25 Jahre früher im Länderspiel gegen Island einen Zwei-Mann-Penalty.

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Den ersten Elfmeter dieser Art erzielten Rik Coppens und André Piters bereits 1957.
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Mit der Zeit kamen immer mehr Nachahmer hinzu. Hier ein paar Beispiele:

Mike Trebilcock und John Newman für Plymouth gegen ManCity 1964

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Dieser Versuch wäre beinahe schief gegangen.
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Leonardo und Kaio für die Jeonbuk Motors gegen die Pohang Steelers 2014

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Bis nach Südkorea ist der Trick bekannt geworden.
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Zwei Spieler von OFK Dunajska Luzna gegen TJ Rovinka

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Selbst in der dritthöchsten slowakischen Liga wurde er schon ausprobiert.
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Die peinliche Show von Pires und Henry bei Arsenal

Der Trick funktioniert allerdings nicht immer. Dies zeigten uns Robert Pires und Thierry Henry 2005 mit Arsenal gegen Manchester City. Pires wollte seinen Teamkollegen in Szene setzen. Das Timing war aber alles andere als optimal und Henry verpasste den Ball (oder Pires berührte ihn zu schwach). Trotzdem gewannen die «Gunners» das Spiel am Ende mit 1:0.

Einen Strafstoss kann man aber auch sonst extrem kreativ verwerten. Anschauungsmaterial bieten uns diese zehn Schützen:

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Hochmut kommt vor dem Fall – ein Messi allein genügt dieses Mal nicht

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