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epa06844924 Mesut Oezil of Germany reacts after the FIFA World Cup 2018 group F preliminary round soccer match between South Korea and Germany in Kazan, Russia, 27 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/DIEGO AZUBEL   EDITORIAL USE ONLY  EDITORIAL USE ONLY

Mesut Özil verabschiedet sich aus dem deutschen Nationalteam. Bild: EPA/EPA

«Mami spielt nicht beim DFB» – die Pressestimmen zu Mesut Özils Rücktritt

Mesut Özils Abrechnung mit dem DFB gekoppelt mit seinem Rücktritt aus der Nationalelf sorgt in Deutschland für heftige Reaktionen. In der Presse gibt es neben Verständnis auch harte Worte.



Mesut Özil tritt aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Der 29-Jährige, der bei Arsenal Teamkollege von Granit Xhaka und Neuzugang Stephan Lichtsteiner ist, zog die Konsequenzen aus der öffentlichen Kritik und den Attacken wegen seiner Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Zuvor hatte der Weltmeister von 2014 den Deutschen Fussball-Bund (DFB) und vor allem dessen Präsidenten Reinhard Grindel, deutsche Medien und Sponsoren für ihren Umgang mit ihm kritisiert. Darauf reagiert nun auch die Deutsche Presse. Eine Auswahl.

Spiegel Online

«Man muss Özil für den Auftritt mit Erdogan nicht mögen, man muss ihn auch nicht bejubeln. Man kann das auch für sehr ungeschickt halten. Aber im Vergleich zu der willkürlichen Vorstellung davon, wie dieser Sportler sich zu verhalten habe, sollte der DFB sich lieber einer anderen Aufgabe widmen: Er sollte endlich die Werte, mit denen er in Werbespots und Antirassismusaktionen glänzt, mit Leben füllen.»

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screenshot: spon.de

«Focus»

«Özil verrennt sich in verbalen Angriffen mit dünner Argumentationskette. Damit tut er sich und der Sache keinen Gefallen. Er macht die Distanz zwischen sich und vielen Menschen in Deutschland nur noch grösser. Özil wurde in den vergangenen Wochen zu Unrecht zum Sündenbock für ein sportliches Scheitern gemacht. Er wurde rassistisch attackiert. Aber es gab eben auch sachliche, berechtigte Kritik – diese ignoriert Özil aber leider in seinem Statement. Jegliche Kritik hängt in seinen Augen offenbar mit seiner Abstammung zusammen.»

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screenshot: focus.de

«Bild»

«Kein kritisches Wort zu Despot Erdogan, kein Wort der Selbstkritik. Stattdessen Wut-Attacken gegen DFB-Präsident Grindel, den er als Rassisten brandmarken und offenbar stürzen will. BILD hatte nie Özils Rauswurf aus der Nationalelf gefordert. Jetzt wäre es soweit gewesen, falls er nicht selbst zurückgetreten wäre. Wer so über Deutschland denkt, kann nicht für Deutschland spielen.»

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screenshot: bild.de

«Frankfurter Allgemeine Zeitung»

«Özil schreibt in seiner Antwort an der eigentlichen Frage vorbei: Wie steht er zu Menschenrechten, zu Pressefreiheit, wie sie in der Türkei unter Erdogan ignoriert werden. Özils Landsleute, die aus Deutschland, und die Landsleute von Özils Ahnen, haben die Folgen zu tragen.»

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screenshot: faz.de

«Süddeutsche Zeitung»

«Dass Özil nicht aus politischer Überzeugung zum Fototermin erschienen ist, das darf man ihm abnehmen. Politik ist generell nicht sein Thema. Es hat etliche Begegnungen zwischen den beiden gegeben, und Weggefährten berichten, dass Erdogan mittlerweile eine ganze Kollektion von Özil-Trikots besitze.»

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screenshot: sueddeutsche.de

«Die Zeit»

«Ein deutscher Nationalspieler tritt zurück, weil er sich rassistisch angefeindet fühlt. Noch einmal, weil es bis vor Kurzem noch so unvorstellbar klang: Ein deutscher Nationalspieler tritt zurück, weil er wieder und wieder rassistisch beleidigt wurde. Und noch einmal, es ist wichtig: Im Jahr 2018 tritt ein deutscher Nationalspieler wegen Rassismus zurück. Was ist nur los mit diesem Land?»

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screenshot: zeit.de

«Welt»

«Das Ende des Falls Özil zeigt, wie weit sich die Parteien voneinander entfernt haben. Und wie viele Fehler beide begangen haben. DFB-Präsident Reinhard Grindel hat zu spät eindringlich auf eine öffentliche Erklärung Özils gedrängt, und Özil selbst hat sich zu spät zu einer solchen Erklärung entschlossen.»

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screenshot: welt.de

«Westdeutsche Allgemeine Zeitung»

«Grindel wird in aller Öffentlichkeit möglichst rasch erklären müssen, was Integration für ihn bedeutet. Schon im Bundestag, als er noch CDU-Abgeordneter war, verwendete er eine Sprache in der Ausländerpolitik, die heute an den Duktus der AfD erinnert. Nun als DFB-Präsident müsste Grindel vereinen statt spalten. Da dürfen keine Zweifel entstehen, dass deutsche Mitbürger, die einen Migrationshintergrund haben, keine DFB-Mitglieder zweiter Klasse sind. Es geht hier ums Ganze.»

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screenshot: waz.de

«Kicker»

«Der Traum, dass eine aus verschiedenen Kulturen bestehende Nationalelf an die gemeinsamen Erfolge von 2014 anknüpft, erscheint zunehmend unrealistischer; Grindel geht allein schon durch den Vorwurf, er ginge mit Sponsoren nachsichtiger um als mit Spielern, beschädigt aus der Affäre hervor. Doch auch Özil ist ein Verlierer: Weil er es zum Abschied verpasst hat, sich differenziert mit seiner Person auseinanderzusetzen.»

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screenshot: kicker.de

«Stuttgarter Zeitung»

«Das noch vor wenigen Monaten (auch für gelungene Integration) gefeierte Vorzeigeobjekt Nationalmannschaft gleicht nun einem Trümmerhaufen – sportlich nach dem frühen WM-Aus, noch mehr aber in atmosphärischer und gesellschaftspolitischer Sicht.»

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screenshot: stuttgarter-zeitung.de

«Die Tageszeitung»

Mesut Özil verteidigt via Twitter sein Treffen mit Erdoğan. Seine Mutter habe ihm beigebracht, respektvoll zu sein. Aber Mami spielt nicht beim DFB.»

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screenshot: taz.de

(abu)

So feiert die französische Nationalmannschaft auf Instagram

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Video: watson

So traurige Gesichter machten die Deutschen nach ihrem WM-Aus

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nausicaä 23.07.2018 15:51
    Highlight Highlight 2/2
    mit dieser Geschichte im Hinterkopf haben viele Türken einen komplett anderen Blick auf ihn.

    So wie viele Deutsche auf Hitler einen komplett anderen Blick haben als wir heute. Mach als Diktatur einem armen Volk Versprechungen und du kannst auf Gefolgschaft zählen. Manipuliere und reduziere die Bildung und Voilà. Und dies gilt überall auf der Welt.

    Und für alle die sich für überlegen halten. Wir leben hier im Wohlstand und haben trotzdem Leute, welche SVP wählen und sich gegen "fremde Richter" aussprechen (folglich gegen nichts weiter als gegen die Menschenrechte).
    • Nausicaä 23.07.2018 16:17
      Highlight Highlight ui ich muss das Zeug Korrekturlesen, ist ja ein Graus, sorry:

      *hatten
      *Diktator
  • Nausicaä 23.07.2018 15:47
    Highlight Highlight 1/2
    Ich kenne die türkische Kultur und Geschichte recht gut. Ich sehe daher zwei wahrscheinlich Gründe für Ö. Fotos mit E.:

    1) Eltern soll man in der (konservativen Ecke der) türkischen Kultur respektieren und ihnen nicht widersprechen. Özil hat E. aufgrund des Wunsches seiner Mutter getroffen.

    2) Özil hat den Blick des einfachen, eher konservativen Türken. Er weiss von seinen Eltern, dass Erdogan Jahrzehnte lang in der Türkei für die ärmeren Menschen gutes vollbracht hat und sich gerade in den Ghettos für eine immens bessere Lebensqualität einsetzte.
  • AdiB 23.07.2018 13:56
    Highlight Highlight özil tritt ohne schaden für seine karriere zurück und dem dfb bleibt ein scherbenhaufen übrig. özil lebt in london und spielt weiterhin für arsenal, wo er millionen verdient. jetzt liegt es am dfb sich zu den vorwürfen zu äussern, denn jetzt besteht gefahr dass auch andere spieler mit migrationshintergrund zurücktretten oder ein sane nie auflaufen wird. es bleibt spannend, mal schauen was die mitspieler dazu sagen.
  • Lucernefan 23.07.2018 12:25
    Highlight Highlight .....uui und ich dachte, nach dem ausscheiden als gruppenletzter an der wm kanns nicht noch schlimmer kommen beim DFB...!
  • vncentvega 23.07.2018 11:20
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • Tooto 23.07.2018 11:02
    Highlight Highlight Wenn man betrachtet mit wem die Funktionäre die Hände schütteln, wird hier auf Kosten eines Spielers eine Mücke zu einem Elefanten gemacht.
  • Burkis 23.07.2018 10:40
    Highlight Highlight Hab mich an der WM2006 nach einem Sieg der Nati vor dem Stadion mit Toni Brunner ablichten lassen. Phuu, zum Glück bin ich nicht berühmt...
    • DieFeuerlilie 23.07.2018 12:22
      Highlight Highlight Ähm.. ok..
      Aber wer bitte lässt sich freiwillig mit Toni Brunner ablichten..?
      Und vorallem: wozu?
    • Burkis 23.07.2018 12:45
      Highlight Highlight Was man nicht alles tut in der Siegeseuphorie und wenn man besoffen ist...
    • Madmessie 23.07.2018 14:27
      Highlight Highlight Hehehe, der war gut, Burkis :-) :-) :-)
  • peeti 23.07.2018 10:29
    Highlight Highlight Will in keiner Weise das Foto gutheissen, geschweige denn Erdogan selbst. Aber wie hier und sonst wo viele das Gefühl haben, politisch und moralisch auf der richtigen Seite zu stehen, ist schon erstaunlich.

    Haben all die Ösil-Kritiker denn auch den „Flüchtlings-Deal“ und die Waffenlieferungen zw Merkel und Erdogan in ähnlicher Weise kritisiert? Heissen alle Spieler, die sich mit Merkel (in der Dusche!:) ablichten lassen, automatisch ihre Politik gut?
  • Socceroo04 23.07.2018 10:20
    Highlight Highlight ... schreib ich‘s halt nochmals... oder ähnlich.
    Da hat der Despot wieder mal alles richtig gemacht. Lässt sich, wohlweislich über den anstehenden Shitstorm im Netz mit zwei Doppelbürgern ablichten. Mindestens einer der beiden tut dies auch aus Angst vor Repressalien an seinen Angehörigen in deren Heimat - eine Parade-Disziplin des Sultans. Am Ende erhebt dieser ab der (teilweise) berechtigten Kritik an seiner Person Rassismusvorwürfe.
    Erdogan hat sein Ziel erreicht. Beste Propaganda im eigenen Land und Stimmenfang bei den Ausland-Türken... und „wir“ sind die Gelackmeierten.
  • Gar Manarnar 23.07.2018 10:19
    Highlight Highlight Dem Özil wird ein Strick gedreht wegen dem Erdogan Foto, aber WM bei Putin in Russland und Qatar ist ok. Lächerlich dieser double standard. Auf einmal geht's den Verbänden um "Menschenrechte". Wenn sie konsequent wären, hätten sie dieses Jahr boykottieren müssen und müssten auch 2022 boykottieren. Passiert aber nicht, weil $$$.

    Zeigt einmal mehr, wie verdorben und falsch dieser Sport doch ist. Würde die Türkei eine EM oder WM abhalten, würden sie dem Erdi noch viel mehr in den Arsch kriechen.
    • durrrr 23.07.2018 10:40
      Highlight Highlight Was heisst denn die WM in Russland wäre "ok"? Gerade in Deutschland wurden diese WM Vergaben massiv kritisiert und die WM wurde kritisch begleitet.

      Es geht bei Özil darum, dass ein Spieler der deutschen Nationalelf sich mit einem Despoten ablichten lässt, welcher eben dieses Deutschland als Nazi- und Faschistenstaat öffentlich bezeichnete. Hätte Özil seinen Fehler eingestanden, hätte man einen Schlussstrich unter die Sache ziehen können. Aber es kam keine Entschuldigung. Stattdessen macht er auf beleidigt und schwingt die billige Rassismuskeule. Özil ist das deutsche Trikot nicht mehr Wert.
    • Gar Manarnar 23.07.2018 11:01
      Highlight Highlight Bin auch kein Fan von Özil und fand, er hätte sicher besser damit umgehen sollen. Ich finde aber dass die "Rassismuskeule" eben gerade nicht wirklich eine ist.

      Das Foto war doch für viele gerade nur ein Vorwand, um ihre Tiraden abzulassen. Wenn es all den Kritikern (v.a. im DFB) wirklich darum gegangen wäre (Signalwirkung aufgrund Foto mit Diktator), dann hätte man konsequenterweise auch nicht nach Russland fahren dürfen. Aus diesem Grund ist es mMn einfach nur scheinheilig. Wenn man sich bei WM in Russland und Katar mit "Kritik" begnügt, aber trotzdem hinfährt, ist das kein deut besser.
    • durrrr 23.07.2018 11:13
      Highlight Highlight @Gar Manarnar
      Grundsätzlich einverstanden. Aber ein WM-Boykott ist gerade in einem Fussballland wie Deutschland schlicht realitätsfern. Darum ist es mMn schon etwas verwegen gleich von Heuchelei zu sprechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 23.07.2018 10:11
    Highlight Highlight Wir beobachten aus der Ferne, wie Deutschland ebenfalls ein "Doppelbürger-Problem" hat, allerdings mit einer von der Schweiz komplett verschiedenen Fortsetzung:
    Währenddem in Deutschland der Spieler Özil zurücktritt, ist in der Schweiz der Fussball-Verbands-Präsident Miescher zumindest sehr geschwächt, nachdem sich bei uns sowohl die Mitspieler, als auch ein Grossteil der Öffentlichkeit hinter die Spieler Xhaka und Shakiri gestellt hat, die sich auf Provokationen durch Serbische Ultra-Nationalisten dazu hinreissen liessen, nach Tor-Schüssen mit dem Doppeladler-Zeichen zu jubeln.
    ...
  • Kubod 23.07.2018 10:05
    Highlight Highlight Özil zeigt nir, wie schlecht ein grosser Teil der Türken in Deutschland integriert ist. Man ist stolzer Türke und will das auch bleiben, wählt Erdogan, der die Türken offen auffordert, sich nicht zu integrieren.
    Gleichzeitig nimmt man gerne die Vorzüge des Deutschen Passes.
    wenn's Kritik gibt, werfen die offen nationalistisch und rassistisch gepolten Türken den Kritikern was vor? Genau. Rassismus.
    Nix von selbstkritischer Betrachtung der eigenen Fehler.
    Man ist nur Opfer. Özil das Opfer.
    • Andi Amo 23.07.2018 12:12
      Highlight Highlight Bester Kommentar!
    • ponebone 23.07.2018 12:44
      Highlight Highlight Es ist ja auch Rassismus

      Mesut Özil: So viel mehr als ein Rücktritt | ZEIT ONLINE
      https://www.zeit.de/sport/2018-07/mesut-oezil-fussball-rassismus-kommentar-ruecktritt

      Übrigens Özil ist Deutscher.....
    • Kubod 23.07.2018 13:27
      Highlight Highlight @ponebone
      Die Zeit. Das Blatt, das immer weniger Abonnenten hat, weil die gutsituierten Alt68er, die es sich in ihrem selbstgeschaffenen Justemilieu bequem eingerichtet hatten, aussterben oder erwachsen wurden. Die Zeit, die Vertreterin von Denkverboten, die sich gerade entschuldigt hat, einen Beitrag der eigenen Autorin veröffentlicht zu haben, die die Seenotrettung auch von anderer Seite betrachtet hat, als der vorgeschriebenen. Die Zeit als staatstragende Meinungsmacherin und Sprachrohr der SPD hat heutzutage keine Relevanz mehr. Ein Einblick in eine realitätsfremde Sicht. Mehr nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 23.07.2018 09:31
    Highlight Highlight Sport hat mit Politik nichts zu tun.
    Haben sie gesagt.


    (Ausser es spielt Rechtspopulisten in die Karten. Haben sie nicht gesagt.)
  • LifeIsAPitch 23.07.2018 09:25
    Highlight Highlight Özil ist sicherlich nicht die hellste Kerze auf der Torte - aber welcher Fussballprofi ist das schon? Der Fall zeigt einmal mehr, in welcher Blase diese hochgezüchteten, aber unbedarften Millionäre leben. Den Bezug zum wirklichen Leben haben sie durch den unverschämt hohen Zahltag, der medialen Beweihräucherung und der Profiteure in der eigenen Entourage längst verloren. Und natürlich: von Selbstreflexion keine Spur, denn Fehler machen im Profifussball ja immer nur die anderen.
  • rudolf_k 23.07.2018 09:24
    Highlight Highlight Wäre er auch nach einer erfolgreichen WM-Kampagne zurückgetreten? Leider ist dieser Fall ziemlich sym­p­to­ma­tisch für die Türken in Deutschland, wo selbst die 3. Generation teilweise noch schlechter integriert ist als 'neue' Einwanderer aus anderen Regionen.
    https://www.sueddeutsche.de/politik/migranten-in-deutschland-tuerken-am-wenigsten-integriert-1.476047
    • will.e.wonka 23.07.2018 09:39
      Highlight Highlight Bei einer erfolgreichem kampagne wäre er auch kaum so angegrifen worden
  • fernandopessoa 23.07.2018 09:15
    Highlight Highlight Özil haben die Deutschen doch noch nie gemocht. Er war immer der geniale Türke den man integriert hat. Im Erfolg neben dem sooo beeindruckend kämpfenden Schweinsteiger, im Misserfolg neben dem blonden Vorzeigedeutschen Kroos. Aber halt nicht wirklich geliebt und geschätzt. Das hat der Özil schon immer gemerkt. Und jetzt hat er einen Kardinalfehler begangen mit Erdogan. Überrascht mich überhaupt nicht, dass Mesut auf Stur schaltet. Jetzt ist es an den zwei von PR-Profis umrankten Grindel und Bierhoff, sich um Kopf und Kragen zu reden und ihren Hintern aus der Schusslinie zu bringen...
  • Illyria & Helvetia 23.07.2018 09:04
    Highlight Highlight Alter Schwede, Özil macht ein Foto mit Erdogan und die deutschen Medien laufen Amok. Das ist total peinlich und lächerlich. Natürlich hätte er sich über die Lage der Demokratie und Menschenrechte in der Türkei äussern können, aber vielleicht hat er mit Ausnahme von ein wenig Patriotismus nichts mit Politik am Hut. Kann ja sein?
    • pamayer 23.07.2018 10:32
      Highlight Highlight Und Angst. Gehe davon aus, dass Türken ausserhalb der Türkei gut überwacht werden und eroressbar sind, zb mit den Grosseltern in der Türkei. Oder mit der Delle im neuen Auto.
    • Rabbi Jussuf 24.07.2018 10:06
      Highlight Highlight Das erklärt nicht die vielen Fotos von verschiedenen Treffen von Özil mit Erdogan. Und es erklärt auch nicht den saublöden Spruch, den er auf sein Trikot geschrieben haben soll.

      Nik
      Patriotismus? Ist Özil jetzt doch Türke?
  • Bruno Wüthrich 23.07.2018 09:02
    Highlight Highlight Schauen wir die Geschichte doch mal von der anderen Seite an. Von der Seite Erdogans. Der türkische Präsident zeigte sich in der Vergangenheit nicht als Freund Deutschlands. Nun brachte er zwei deutsche Nationalspieler dazu, gemeinsam mit ihm für ein Foto zu posieren. In seinem Kalkül wird nicht nur Eigennutz eine Rolle gespielt haben.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Erdogan genau gewusst hat, was für ein heilloses Durcheinander er damit in Deutschland anrichtet. Ich sehe ihn direkt vor mir, wie er grinsend zu seinen Beratern sagt: So, jetzt bringen wir da mal Leben in die Bude.
    • Kubod 23.07.2018 20:45
      Highlight Highlight @Erdogan hat damit nur seine Botschaft, die er immer wieder wiederholt bekräftigt.
      Türken sollen Türken bleiben, auch wenn sie in zweiter oder dritter Generation in einem Fremdland leben.
      Sogar, wenn sie als Nationalspieler des Fremdlandes aufgeboten werden, bleibt er ihr Präsident.
      Das wollte er klarmachen und "seine" Nationalspieler haben geliefert.
  • sEribaZ 23.07.2018 08:53
    Highlight Highlight Lasst doch die Fussballer Fussball spielen. Macht es so, dass sie gerne für euer Land (oder auch unseres) spielen. Sie sollen sich nicht politisch äussern müssen. (Roger Federer macht es ja auch nicht.) Ich möchte mich auch nicht öffentlich über Fussball-Taktik äussern. Natürlich sind es öffentliche Menschen und sollten einigermassen überlegen was sie tun. Dennoch, ich finde, wir verlangen einfach zu viel. Ich glaube kaum, dass sie motivierter spielen, wenn wir sie dauernd zu etwas drängen, dass ihnen gar nicht liegt. Das sind alles junge Menschen, sie sollen Fehler machen dürfen.
    • Jimmy :D 23.07.2018 09:11
      Highlight Highlight Na klar, jeder macht Fehler. Dann soll man sich aber auch dazu äussern, wenn nötig entschuldigen. Aber mehr als einen Monat gar nichts zu sagen und dann um die eigentliche Sache herumreden ist nicht sonderlich clever.
    • sEribaZ 23.07.2018 09:46
      Highlight Highlight Oder man hakt es einfach ab und interpretiert nicht zu viel. Er ist Fussballer und nicht Politiker. Es ist ein Bild, er macht wohl einige Selfies pro Tag. Klar, es ist sehr ungünstig, angesichts der Tatsache, dass wohl einige Türk-Deutsche zu Unrecht unter Erdogan eingesperrt sind und dies insbesondere für diese unvorstellbar verletzend sein muss. Wenn ich jedoch Kim Jong-Un treffen würde, würde ich wohl auch ein Bild mit ihm machen. Trotzdem, man sollte nicht künstlich eine Empörungswelle auslösen. Es war unüberlegt, aber solange er sein bestes gibt für sein Team, erfüllt er seinen Auftrag.
  • BenFränkly 23.07.2018 08:47
    Highlight Highlight Bevor man nun voreilig urteilt, sollte man sich überlegen, ob nicht jeder und jede, die nach Russland an die WM gefahren ist, ähnlich zu verurteilen ist. Ich wage es, in den Raum zu stellen, dass der Regierungsapparat Russlands ähnlich fragwürdig wie jener der Türkei aufrecht erhalten wird - ganz abgesehen von Aktionen in der Krim. Von Verurteilung oder Boykott der WM liest man indies nirgends. Hätte da nicht mindestens jeder Spieler (vielleicht aber gar jeder Fan) an der Teilnahme verzichten müssen? Nur mal so gefragt...
    • Dong 23.07.2018 09:26
      Highlight Highlight WM ab sofort nur noch in Schweden?
  • eBart! 23.07.2018 08:45
    Highlight Highlight Euer Partner (Spiegel) bringt es perfekt auf den Punkt.
    • dding (@ sahra) 23.07.2018 10:23
      Highlight Highlight Finde ich nicht.
      Gerade der Spiegel berichtet leider nicht mehr objektiv.


  • c0rnfl4ke 23.07.2018 08:18
    Highlight Highlight Ich finde es ja immer wieder interessant, wie man von Personen, welche sich im jungen Alter von der Schule abwenden, um professionell einem rundem Ball hinterherzulaufen, differenziertere Aussagen einfordert, als von gestandenen Politikexperten. Ich denke, dass weder Shaqiri & Xhaka während ihres Doppeladlers, noch Özil und Gündogan bei ihren Treffen sonderlich viel überlegt haben - und das ist auch nicht schlimm so.
    • Staedy 23.07.2018 08:51
      Highlight Highlight Ich habe eigentlich Sympathie für ihre Meinung. Die Schlussfolgerung hingegen kann ich nicht nachvollziehen. Werte werden gelebt und vermittelt. Fussballer sind die heutigen Idole vieler junger Menschen. Welches Zeichen erhalten diese von ihren Idolen und deren Beratern? Oder von uns wenn wir die Unterstützung von Despoten einfach akzeptieren? Das trötzelige Verhalten und die in englischer Sprache gehaltene Generalabrechnung von Özil zeigt viele Erkenntnisse. Mein Fazit: Die Werte von Özil dienen nur seinem Eigennutz. Der DFB hätte gut daran getan, von sich aus auf ihn zu verzichten.
    • Illyria & Helvetia 23.07.2018 09:15
      Highlight Highlight Staedy, natürlich sind prominente Menschen wie internationale Fussballer Vorbilder, vor allem für Jugendliche. Ein Vorbild ist aber nie perfekt, schliesslich ist das Vorbild menschlich. Lady Gaga hat einmal ein Fleischkleid angezogen, ethisch sehr fragwürdig. Trotzdem gilt auch sie als Vorbild für Millionen von Menschen. Vielleicht machen gerade solche Fehler Prominente sympathisch?
    • Biberista 23.07.2018 10:00
      Highlight Highlight Die ganze Welt, insbesondere Deutschland, macht gute Geschäfte mit dem ach so bösen Diktator Erdogan (und vielen weiteren Despoten), nur wird von einem Fussballer scheinbar mehr erwartet als von Politikern? Bedenklich diese wiederwärtige Doppelmoral...
      #TeamOezil
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cpt Halibut 23.07.2018 08:14
    Highlight Highlight Wasser auf die Mühlen der AfD...
  • Zaungast 23.07.2018 08:06
    Highlight Highlight Eine ganz üble Geschichte, die von allen Seiten noch zusätzlich hochgekocht wurde. Dass es bei dieser Sache nur Verlierer gibt, trifft es wohl am Besten...
    • Ueli der Knecht 23.07.2018 08:34
      Highlight Highlight Die quoten- und clickgeilen Medien gewinnen AUfmerksamkeit und Werbegelder. Das fremdenfeindliche und islamophobe Pöbel hat auch seinen Spass daran, weil den Pöbler die Gelegenheit willkommen ist, um vermeintlich ungestraft, in der Meute getarnt ihre Hetze zu zelebrieren.
    • metro 23.07.2018 11:14
      Highlight Highlight Erdogan könnte der einzige Gewinner sein denn jetzt hat er noch mehr Munition gegen Deutschland
    • Ueli der Knecht 23.07.2018 12:11
      Highlight Highlight metro: Die Rechtspopulisten und Autokraten weltweit arbeiten alle Hand und Hand. Nicht nur Erdogan ist Gewinner, sondern alle faschistoiden Demagogen. Auch hierzulande.

      Das lässt sich zB. einfach erkennen an den vielen Kommentaren zu diesen Özil-Artikeln, und deren deutlichen Rechtsdrift. Da fühlt sich die Hetzermeute pudelwohl. Und das macht den Rattenfängern und Brandstifter wie Glarner, Köppel etc. Spass.

      Erdogan, DFB-Grindel, Putin, Trump, Orbán, Netanjahu, Chameneï, LePen, Wilders, Seehofer, Kurz, Strache, uvm: Die Zündler arbeiten Hand in Hand, um die Welt in Brand setzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 23.07.2018 08:03
    Highlight Highlight Özil hat absolut recht wenn er sagt das er an Werte wie Respekt glaubt. Deshalb hat es auch etwas mit Respekt zu tun wenn er den Präsidenten seiner alten Heimat trifft. Putin und Trump sind keinen Deut besser als Erdogan. Aber es käme keinen in den Sinn, Menschen welche sich mit diesen beiden Despoten ablichten lassen, so zu kritisieren, ja sogar anzufeinden... Sowas nennt man Doppelmoral...
    • DerTaran 23.07.2018 09:01
      Highlight Highlight Mit Verlaub, ich würde mich nicht zu Wahlkampfzwecken mit Blocher oder Maurer ablichten lassen.
      Benutzer Bild
  • N. Y. P. D. 23.07.2018 08:01
    Highlight Highlight Der Fehler war : Als das Photo des Treffens Erdogan - Özil in der Welt war und eigentlich eine Debatte notwendig gewesen wäre..

    ..beendete Mr Shampoo die Debatte.

    Die Sache sei erledigt. Thema beendet. Auch Jogi Löw hat Fehler gemacht. Er hätte Özil motivieren müssen, sich über Menschenrechte etc. zu äussern.

    Özil und der gesamte DFB haben alles falsch gemacht.

    Dass Özil jetzt einen auf politischen Neymar macht, kann unter der Rubrik Spass abgehandelt werden.
    • Chili5000 23.07.2018 08:47
      Highlight Highlight Die WM fand in Russland statt. Hat jemand Putin auf din Menschenrechte angesprochen??? Muss nun Macron und alle anderen Präsidenten sich erklären weil sie neben Putin gessesen sind? Doppelmoral...
    • eBart! 23.07.2018 08:52
      Highlight Highlight Wieso soll sich ein Sportler über Menschenrechte äussern? Haben sich all die Präsidenten und Funktionäre (Infantino, unser BR, etc.) zu Menschenrechten geäussert als sie strahlend neben Putin im Stadion waren?

      Das grösste Problem von heute ist die elende Doppelmoral. Putin kriechen sie alle in den Allerwertesten - unser BR, Macron, seine Gattin, viele Staatspräsidenten, etc. - schaut die Welt weg. Macht Özil ein Bild mit Erdi - schreien alle gleich Skandal und blabla.

      Diese Doppelmoral nervt. Denn Erdi, Merkel, Putin, Trump, Orban, Kim und Netanjahu sind alle sehr übel.
    • Amboss 23.07.2018 09:12
      Highlight Highlight @NYP: Naja, ich sehe das ein bisschen anders. Özils Verhalten kann man durchaus als dumm, ungeschickt, falsch sehen. Aber das Verhalten des DFB, das war richtig, richtig dreckig.
      Özil wollte die Debatte nicht führen vor der WM und der DFB hat es so unterstützt. Das kann man richtig oder falsch sehen, aber es ist eine Haltung, die man vertreten kann.
      Dreckig ist aber dass der DFB nach der schlechten WM nun doch eine Stellungnahme von Özil forderte, das quasi hochkocht, und somit Özil als Sündenbock dafür hinstellt.
      Das ist wirklich Rassismus pur. Das ist populistisch, hinterhältig
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