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REFILE - CORRECTING IDENTITY     Football Soccer - Bayern Munich v Atletico Madrid - Allianz Arena Munich, Germany - 02/05/16 Bayern Munich's coach Pep Guardiola during news conference prior to UEFA Champions League semi-final return match against Atletico Madrid       REUTERS/Michaela Rehle    TPX IMAGES OF THE DAY

Pep Guardiola: Alles hängt vom Champions-League-Titel ab. Bild: MICHAELA REHLE/REUTERS

Olli Kahn bringt's vor dem Schicksalsspiel auf den Punkt: Das sind Pep Guardiolas Schwächen

Grosses Endspiel für Pep Guardiola heute Abend gegen Atlético Madrid. Fliegt er mit den Bayern raus, war seine Amtsdauer beim deutschen Rekordmeister nicht erfolgreich. Warum das so werden könnte, weiss Torwart-Legende Oliver Kahn.



» Wir tickern das Halbfinal-Rückspiel zwischen den Bayern und Atlético heute ab 20.45 Uhr live!

Nach drei Jahren verlässt Pep Guardiola im Sommer den FC Bayern München. Ob seine Amtszeit als Erfolg in die Geschichte eingehen wird, entscheidet sich erst jetzt in den letzten 26 Tagen. Denn es dreht sich nur um eine Frage: Triple oder nicht Triple. Oder besser gesagt: Triple-Halbfinal-Verlierer oder Triple-Gewinner?

Darum fragte auch der erstmals ausgestrahlte #kickerTalk gestern: «Was bleibt von Pep?» An der Diskussion beteiligt waren nebst Oliver Kahn auch Felix Magath und Christoph Daum.

(GERMANY OUT) 15.06.1969Sportler, Fussballtorwart D(FC Bayern München)1. Bundesliga: Borussia Dortmund - BayernMünchen 2:2- jubelt nach gehaltenem Elfmeter (Photo by contrast/Boris Streubel/ullstein bild via Getty Images)

Angst und Bescheidenheit: Das waren nicht zwei Attribute, die wir mit Oliver Kahn in Verbindung brachten. Bild: ullstein bild

Die Meinungen sind durchaus unterschiedlich. Magath – einst selbst Trainer beim Rekordmeister – meinte trocken: «Wenn er die Champions League nicht gewinnt, dann hätte diese Titel (Pokal, Meisterschaft) eventuell auch jemand anderes erreichen können.»

Ganz so eng will dies Bayern-Legende Oliver Kahn nicht sehen: «Guardiola hat die Spieler weiterentwickelt, taktisch besser gemacht, hat Potenziale entdeckt, von denen die Spieler selber nicht gedacht haben, dass sie die haben. Damit hat er auch einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass wir heute Weltmeister sind.» Mag sein. Doch Kahn ist nicht der grösste Pep-Fan.

Akribie und Angst

Der ehemalige Goalie nennt auch die zwei Schwächen des Katalanen: seine Akribie und seine ängstliche Grundeinstellung.

«Peps Akribie führt manchmal zu Blindheit», glaubt Kahn zu wissen. Der Spanier sei auf der ewigen Suche nach dem «Aussergewöhnlichen». Er wolle immer wieder überraschen und das könne dann auch mal in die Hosen gehen. Beispielsweise mit dem Entscheid, Thomas Müller im Hinspiel erst auf die Bank zu setzen. Ob Guardiola heute wieder etwas ausprobiert?

Bayern head coach Pep Guardiola wipes his eye during a news conference prior to the Champions League semifinal second leg soccer match between Bayern Munich and Atletico Madrid in Munich, Germany, Monday, May 2, 2016. Bayern will face Atletico on Tuesday. (AP Photo/Matthias Schrader)

Der Griff nach dem Champions-League-Stern: Ist er mit Bayern München zu weit weg für Guardiola? Bild: Matthias Schrader/AP/KEYSTONE

Daums Unverständnis

Doch so gerne Guardiola experimentiert, so unsicher sei er auch: «Er ist von seinem Habitus, von seinem Typ her schon ein bisschen ängstlich. Deswegen konzentriert er sich in seinen Aussagen nach dem Spiel immer auf das ‹wie›.» Immer wenn der Spanier auf Titel angesprochen werde, drücke er sich um die Antwort und schweife ins «wie sein Team gespielt hat» ab.

So oder so: Heute entscheidet sich für einen Grossteil der Bayern-Fans, ob Guardiolas Amtszeit positiv in Erinnerung bleiben wird. Nicht einverstanden damit ist Christoph Daum: «Ich kann nicht nachvollziehen, dass wir Guardiola hier nur Rückschläge oder Niederlagen in die Schuhe schieben, aber das viele Positive der letzten Jahre unter den Tisch fallen lassen.»

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Mit viel Weissbier und der Schale – so feierten die Bayern den 25. Meistertitel im letzten Jahr. Dieses Mal soll's bisschen mehr sein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • tito 04.05.2016 00:04
    Highlight Highlight Pep Guardiola ist zu intellektuell und zu sehr ein Künstlertyp, um im eher primitiv strukturierten Bayern-Fussball zu reüssieren.
    Eines Tages wird er zu Barcelona zurückkehren und dort erneut der Grösste sein.
    Er gehört eben zu Typen wie Messi, Maradona, Ronaldinho oder Cruyff.
    • ponebone 05.05.2016 09:49
      Highlight Highlight Das er zu intellektuel und arty für Bayern ist stimme ich vorbehaltlos zu. Aber in diesem Zusammenhang von Messi, und noch mehr von Maradona zu schreiben ist schlicht und einfach kreuzfalsch. Maradona ist sehr vieles aber sicher nicht intellektuel. Und auch Messi ist eher introvertiert als intellektuel. Und ob er, wenn er denn zu Barcelona zurückkehren würde, gleich erfolgreich sein würde, wage ich auch zu bezweifeln. Schliesslich hatte Barça zu dieser Zeit einfach die beste Mannschaft ihrer Geschichte.
  • Lord_ICO 03.05.2016 21:07
    Highlight Highlight Peps Problem ist, dass er das Team von dem bei Bayern damals unerwünschten Heynkes übernehmen musste, der Dummerweise das Triple gewann und auch noch den attraktiveren Fussball als Guardiola spielen liess.
    Ich versteh bis heute nicht, wieso man Heynkes nicht mehr wollte. Seit Pep da ist, ballert auch Bayern nur so mit dem Geld um sich, unter Heynkes war man da bedeutend vernünftiger und trotzdem erfolgreich.
  • Kaspar Floigen 03.05.2016 19:26
    Highlight Highlight Sogar nach jetzt einigen Jahren, bin ich doch immer wieder überrascht, was für ein überagender TV-Analyst Kahn geworden ist. Hätte man mir das vor 10 Jahren gesagt, man hätte ich die Person ausgelacht.
  • Raembe 03.05.2016 17:33
    Highlight Highlight Wenn Pep das gewinnt ist er wieder für alle der Grösste. So sind sie halt die Sportmedien...
  • Bruno Wüthrich 03.05.2016 17:10
    Highlight Highlight Ach, wenn es doch im Fussball keine Gegner hätte. Den Mannschaften, den Trainern, und uns allen bliebe vieles erspart. Und Pep bliebe auch bei Bayern ein Gewinner.

    Leider ist es so, dass ein Klub wie der FC Bayern München halt auch noch ein paar Gegner hat, die nicht zu verachten sind. Ansprüche auf den höchsten Titel erheben jedes Jahr auch Real Madrid, der FC Barcelona, und manchmal sogar Athletico Madrid. Für einmal ist mit Manchester City sogar ein englischer Vertreter dabei. Wobei: Ganz ernst zu nehmen ist der nicht.

    Fazit: Der Fussball bringt mehr Verlierer heraus als Gewinner.
    • greeZH 03.05.2016 17:45
      Highlight Highlight Bringts so ziemlich auf den Punkt. Die deutschen Medien veranstalten seit einer Woche ein Theater als könne Bayern gar nicht ausscheiden würde der Trainer doch alles richtig machen. Die haben wohl Atletico selten spielen gesehen.
    • Taeb Neged 03.05.2016 18:51
      Highlight Highlight Logisch bringt die Sportart mehr Verlierer wie Gewinner. Ich finde aber, dem Ansatz von Kahn sollten wir mehr Beachtung schenken. Das macht unter Umständen schönen Fußball aus. Man denke an das letzte Spiel ohne Ronaldo.
    • jellyshoot 03.05.2016 19:12
      Highlight Highlight @taeb: das spiel ohne ronaldo? schön? sind sie blind oder reden wir von unterschiedlichen spielen?
      der kick von letzter woche (ohne ronaldo) war wohl eines der langweiligsten spiele aller zeiten!
      ob sich das mit ronaldo geänderet hätte , möchte ich aber bezweifeln.

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