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epa06891850 Tow pitch invaders enter the pitch next to France goalkeeper Hugo Lloris during the FIFA World Cup 2018 final between France and Croatia in Moscow, Russia, 15 July 2018.

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Die Aktivisten beim Stürmen des Spielfelds. Bild: EPA/EPA

Fünfzehn Tage Arrest und drei Jahre Sportevent-Verbot für Pussy-Riot-Flitzer vom WM-Finale



Ein Moskauer Gericht hat alle vier Flitzer vom Finale der Fussball-Weltmeisterschaft zu 15 Tagen Arrest verurteilt. Zudem sei es ihnen verboten, in den nächsten drei Jahren Sportevents in Russland zu besuchen, urteilte das Gericht am Montag russischen Medien zufolge.

Die Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot bestätigte am Montag auf Facebook die Urteile. Die vier Aktivisten hatten für eine kurze Unterbrechung gesorgt, als sie am Sonntag beim Finalspiel zwischen Frankreich und Kroatien in Uniformen russischer Polizisten auf das Fussballfeld gestürmt waren.

«Ich wollte aufzeigen, wie ungleich die Machtstrukturen angewendet werden», sagte eine der Verurteilten bei der Verhandlung der Agentur Interfax zufolge.

Mehr politischer Wettbewerb gefordert

Die kremlkritische Gruppe Pussy Riot hatte die Aktion für sich reklamiert und sie mit Forderungen nach mehr politischem Wettbewerb in Russland verbunden. Zudem forderte die Gruppe ein Ende von Festnahmen bei friedlichen Protesten und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Zuletzt hatten die Behörden mitgeteilt, dass den Aktivisten Geldstrafen oder gemeinnützige Arbeit drohten.

Pussy Riot ist vor allem bekannt für eine Protestaktion 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale: Dort hatten sie ein «Punk-Gebet» aufgeführt, in dem sie Putin offen kritisierten. Wegen «Rowdytums» und «Aufwiegelung zu religiösem Hass» wurden drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, sie kamen jedoch vorzeitig frei. (sda/dpa/afp)

Pussy Riot

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