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Barcelona's Lionel Messi celebrates scoring the opening goal during a Spanish La Liga soccer match between Barcelona and Huesca at the Camp Nou stadium in Barcelona, Spain, Sunday Sept. 2, 2018. (AP Photo/Eric Alonso)

Vier Tore in drei Spielen – Lionel Messi hat einen bärenstarken Saisonstart hingelegt. Bild: AP

Messi über Ronaldo-Wechsel: «Konnte mir nicht vorstellen, dass er Madrid verlässt»

04.09.18, 11:55 04.09.18, 12:07


Lionel Messi liebt das Rampenlicht abseits des Fussballs nicht. Nur selten gibt er längere Interviews. Bei Radio Catalunya hat der Superstar des FC Barcelona nun eine Ausnahme gemacht und ausführlich über seine Karriere, seine Ziele mit dem FC Barcelona und den überraschenden Transfer seines einstigen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin gesprochen.

Lionel Messi ...

... über Ronaldos Wechsel zu Juve:

«Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich überrascht. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass er Madrid verlässt und nach Turin wechselt. Real Madrid ist eine der besten Mannschaften der Welt mit sehr guten Spielern. Es ist aber offensichtlich, dass sie ohne Cristiano nicht mehr so stark sind. Juventus gehört nun ganz klar zu den Favoriten auf den Champions-League-Titel.»

Auszüge aus dem Interview mit Lionel Messi – englische Untertitel einschalten! Video: YouTube/FC Barcelona

» Hier gibt's das komplette Interview auf Spanisch.

... einen möglichen Abschied von Barcelona:

«Ich habe hier einfach alles. Ich bin seit ich 13 Jahre alt bin hier, mein ganzes Leben spielt sich hier ab. Ich spiele im besten Team der Welt. Die Stadt ist eine der schönsten der Welt. Ich habe meine Familie hier. Meine Söhne sind in Katalonien geboren. All diese Gründe sprechen dagegen, irgendwo anders hinzugehen. Die Veränderungen wären zu gross und sehr kompliziert. Die Idee ist deshalb, in Barcelona zu bleiben.»

... seine Ziele mit Barcelona:

«Dieses Jahr ist es für uns an der Zeit, wieder die Champions League zu gewinnen, nachdem wir zuletzt dreimal im Viertelfinal ausgeschieden sind. In diesem Jahr (gegen die AS Roma) war es am schlimmsten, wegen des Ergebnisses, das wir im Hinspiel hatten (4:1) und wie das Spiel im Rückspiel (0:3) lief. In dieser Saison haben wir die Mittel dazu, die Champions League zu gewinnen. Wir haben eine spektakuläre Truppe.»

epa04787145 FC Barcelona's Lionel Messi celebrates with the trophy after the UEFA Champions League final between Juventus FC and FC Barcelona at the Olympic stadium in Berlin, Germany, 06 June 2015. Barcelona won 3-1.  EPA/ANDREAS GEBERT

Messi möchte die Champions-League-Trophäe gerne ein fünftes Mal in die Höhe stemmen. Bild: EPA/DPA

... über die Konkurrenz:

«Die Champions League wird immer ausgeglichener. Mittlerweile hat es ein paar Klubs, die sich dank grossen Investitionen verstärken konnten. Heutzutage folgen die besten Spieler eher dem Ruf des Geldes statt dem eines Klubs – wer am meisten bezahlt, bekommt die besten Spieler. Das muss aber nicht schlecht sein.»

... über Barcelonas Verstärkungen:

«Die Spieler, die zu uns gekommen sind, sind alle sehr gut. Aber wenn ich einen herausheben müsste, würde ich Arthur nennen. Wenn wir über Ähnlichkeiten und Vergleiche sprechen: Die Wahrheit ist, dass sein Spielstil dem von Xavi gleicht. Er will immer den Ball haben und kurze Pässe spielen. Er ist sehr zuverlässig und verliert kaum den Ball. Er hat mich wirklich überrascht.»

... über Niederlagen und seinen ersten Sohn Thiago (5):

«Seit Thiago geboren wurde, versuche ich, mit dem Verlieren anders umzugehen, aber es ist immer noch sehr hart. Ich leide sehr und es fällt mir schwer, nach einem herben Rückschlag wieder positiv zu sein. Thiago weiss das und er versucht, nicht darüber zu sprechen. Er beginnt sich wirklich für Fussball zu interessieren und verfolgt die Spiele von Barcelona und Argentinien. Aber selbst er weiss schon, dass ich nach Niederlagen extrem leide.»

... über das Captain-Amt bei Barcelona:

«Es ist eine grosse Ehre, Captain dieses Teams zu sein. Die Art und Weise, wie ich auf und neben dem Feld bin, wird sich aber nicht ändern. Ich war seit Jahren einer der stellvertretenden Captains. Im Vergleich zu meinen Vorgängern werde ich wohl eher wie Andres Iniesta sein, weniger wie Xavi oder Carles Puyol.»

(pre)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 05.09.2018 00:02
    Highlight Ab jetzt mag ich Messi. Ein bodenständiger und lokal verankerter Typ mit dem nötigen Gespühr für Werte. Gefällt mir.
    8 3 Melden
  • Yakari 04.09.2018 19:27
    Highlight Falls es jemanden interessiert, hier findet ihr das komplette (im Artikel ist nur eine abgekürzte Version) Interview.

    https://www.barcawelt.de/spieler/leo-messi-bei-catalunya-radio-hier-habe-ich-alles
    11 2 Melden
  • eBart! 04.09.2018 15:16
    Highlight Würde Messi auch nicht schaden... mal das gemachte Nest (Komfortzone) zu verlassen und sich in England (oder Italien) beweisen.
    18 83 Melden
    • Yakari 04.09.2018 16:08
      Highlight Er ist glücklich wo er ist, wieso sollte er etwas ändern?
      52 6 Melden
    • Raembe 04.09.2018 16:33
      Highlight Wieso sollte er? Seine Kinder gehen in Barcelona zur Schule und er lebt seit X Jahren dort. Wieso umziehen wenn alles passt? Fussballerisch muss er nix mehr beweisen. Ob Du nun nur bei einem Club weltklasse bist oder bei mehreren spielt mMn keine grosse Rolle.
      44 7 Melden
    • welefant 04.09.2018 17:25
      Highlight bartbartbart

      🙌🏼🤫
      12 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Micha Schläpfer 04.09.2018 13:55
    Highlight Viva la Pulgita 😍 und was für eine Truppe die jetzt haben! Ein Fussball-Hochgenuss das 8:2 gegen den Aufsteiger am Sonntag, Coutinho's Pässe errinnerten mich an Ronaldinho und Xavi, Messi mit 4 Skorerpunkten, ach, einfach alle haben toll gespielt. Das ganze Spiel, Klasse, für jeden der Fussball liebt.
    57 10 Melden
    • Amboss 04.09.2018 17:00
      Highlight Wow, einen Aufsteiger auseinander nehmen und zu Khlav Kalash verarbeiten.
      Mein grösster Respekt.

      Ist etwa als so grossartig anzusehen wie früher in der Schule, wenn die Sechstklässler einen Erstklässler verprügelten...
      18 33 Melden
    • Micha Schläpfer 05.09.2018 12:03
      Highlight Jaja, vieleicht sehe ich ja alles ein bisschen durch die Blaugranabrille, kann sein, aber dennoch war es toll ein Team zu sehn welches total harmoniert. Huesca, übrigens zum ersten mal in der ersten Liga und im Camp Nou, hat gar nicht schlecht gespielt und nach 3 Minuten vor knapp 100'000 Zuschauern das 0 zu 1 geschossen.
      0 0 Melden
  • welefant 04.09.2018 13:47
    Highlight 🙌🏼.

    😌
    22 3 Melden
  • onezero 04.09.2018 13:41
    Highlight Sympathischer Typ, im vergleich zu seinem «Rivalen». Er hat einfach Freude am Fussball, sein kindliches Lachen nach jedem Tor (auch wenn es nicht von ihm ist), das «nicht im Mittelpunkt stehen wollen», seine Dribblings und seine Spielintelligenz sind beeindruckend. Neben fast unzähligen Toren auch noch zig Torvorlagen. Immer eine Freude ihn spielen zu sehen.
    75 51 Melden
    • Theor 04.09.2018 17:53
      Highlight Ähm haben Sie an der WM den gleichen Messi gesehen wie ich? Alles was ich sah war ein frustrierter, alleingelassener und todunglücklicher Spieler der eben NICHT Freude am Fussball hatte, keine einzige Minute.

      Messi hat sich eine eigene Konfortzone innerhalb von Barcelona geschaffen, wann immer er diese aber verlassen muss, macht ihn der Druck fertig. CR7 dagegen sieht alles aus Herausforderung und hat sich daher in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt.
      18 14 Melden
    • Yakari 04.09.2018 18:57
      Highlight Wenn man vom eigenen Land, auf welches er eigentlich sehr stolz ist, permanent kritisiert wird und der ganze Druck nur auf ihm lastet, ist es denkbar schwierig Freude am Fussball zu haben.

      Ich zitiere den Trainer von Argentinien an einer Pressekonferenz vor der WM: «Er hat einen Revolver an seinem Kopf, der sich WM-Titel nennt, wenn er nicht gewinnt, wird er erschossen und getötet.»

      Hört sich für mich nicht nach Freude an.
      19 2 Melden

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