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Ex-Fussballweltmeister wegen Mafia-Verdachts vor Gericht

Mit der italienischen Nationalelf wurde Vincenzo Iaquinta 2006 Weltmeister. Jetzt muss sich der Ex-Juventus-Stürmer mit seinem Vater vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: illegaler Waffenbesitz und Mafiazugehörigkeit.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ab dem 23. März startet im norditalienischen Bologna einer der grossen Prozesse gegen die organisierte Kriminalität. Im Fokus der gerichtlichen Aufarbeitung steht ein Zweig der kalabrischen Mafia, der sich in den vergangenen zehn Jahren als autonome Struktur in den Provinzen Modena, Reggio und Parma etablieren konnte.

Die 'Ndrangheta soll nicht nur in den klassischen illegalen Geschäftssegmenten wie Schutzgelderpressung, Raub, Betrug oder Geldwäsche aktiv sein. Sie soll auch mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben im Jahr 2012 und durch Stimmenverkauf bei Kommunalwahlen viel Geld verdient haben.

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Vincenzo Iaquinta braucht jetzt göttlichen Beistand.

Die Liste der Angeklagten ist lang. 147 Namen stehen auf der Liste – darunter auch der des Ex-Nationalspielers Vincenzo Iaquinta und seines Vaters Giuseppe. Iaquinta Junior soll illegal Waffen besessen und der 'Ndrangheta zugearbeitet haben. Der Senior soll Mitglied der kalabrischen Mafia sein.

Italienische Zeitungen hatten berichtet, der Stürmer stünde unter Verdacht, an wichtigen Treffen hochkarätiger Mafiosi in Nord- und Süditalien teilgenommen zu haben. Abgehörte Gespräche sollen die Ermittler auf die Spur der Iaquintas geführt haben.

Ebenfalls unter den Angeklagten ist der mutmassliche Mafiapate Nicolino Grande Aracri, dessen gleichnamiger Clan im Zentrum der Ermittlungen stand. Der Zusammenarbeit mit der Mafia verdächtig sind zudem Polizisten, Politiker, Finanzberater, Unternehmer, Anwälte, Journalisten und Handwerker.

ala

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